Kommunales
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Themen in der Gemeinde Horben:
17.08.2026
Mein Beitrag unten bezüglich der Ehrentafel im Gebüsch hinter dem Kriegerdenkmal vor der Kirche enthält wohl einen Irrtum: Die auf der Tafel genannten Personen sind nicht im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gefallen. Aufgeführt sind die daran teilnehmenden Horbener. In diesem Krieg ist kein Horbener Teilnehmer gefallen.
Der frühere Gemeinderat und Dorhistoriker Henning Volle schreibt mir dazu diese Mail:
Hallo Hans,
die Ehrentafel wurde 1908 zum Andenken an die Horbener Veteranen, die am Krieg 1870/71 teilgenommen haben, errichtet. Gefallen ist in diesem Krieg kein Horbener.
Ich schreibe Dir das weil ich keine Erklärung dafür habe wo die Tafel von 1908 (steht unten auf der Tafel) bis zur Errichtung des Kriegerdenkmales vor der Kirche 1922 hing. Es gibt einen Bildbeleg auf dem klar erkennbar ist, dass auf der Rückseite des Denkmals die Tafel montiert war.
Du kannst diese Information gerne, fällt Dir sicher leichter, als anonymen Hinweis publizieren. Vielleicht weiß Jemand wo die Tafel hing. Ich vermute vor oder in der Kirche.
Bis dann...
Henning
Wenn jemand weiß wo die Tafel in der Zeit von 1908 bis zur Errichtung des Kriegerdenkmals 1922 angebracht war dann wäre das für Henning interessant. Vielleicht existiert noch irgendwo ein Familienfoto aus der Zeit auf dem die Tafel zu erkennen ist?
Nachdem zuletzt mit Frau Ute Münzer, Frau Ingrid Rees und Herrn Eugen Carle drei Horbener Personen verstorben sind werde ich darauf hingewiesen, dass in unserer Urnenwand auf dem Friedhof nur noch ein Fach frei ist. Ich werde aufgefordert im Gemeinderat darauf hinzuwirken dass die Urnenwand bald erweitert wird.
Soviel mir bekannt ist sind dazu bereits Aktivitäten seitens der Verwaltung erfolgt. Ich werde dazu noch einmal gezielt nachfragen und ggf. eine Erweiterung beantragen.
Bei einem Rundgang über unseren Friedhof habe ich festgestellt, dass inzwischen wohl wegen der Möglichkeit zur Urnenbestattung viele Grabstellen ungenutzt sind. Was mir auch aufgefallen ist: Mehrere Gräber sind in einem ungepflegten Zustand! Meist leben keine Angehörigen der dort Bestatteten mehr in Horben. Die Gräber bleiben dann oft sich selbst überlassen. Das stört das ansonsten gepflegte Gesamtbild aus meiner Sicht in hohem Maße.
Oft sind bei diesen Gräbern die Liegezeiten (25 Jahre) bereits abgelaufen. Ich weiß nicht wer für die Entfernung der Grabsteine und für die Einebnung der Grabfläche zuständig ist. Doch das sollte so nicht bleiben. Ein gepflegter Friedhof ist auch die Visitenkarte einer lebendigen Gemeinde.
Nachdem die Aufforderung der Verwaltung zum Wassersparen ergangen ist werde ich so gut wie täglich auf Zuwiderhandlungen von Nachbarn und Mitbürgern hingewiesen. Offenbar sprengen einzelne Menschen in Horben ihre zum Teil großen Rasenflächen ungerührt weiter. Von mir wird erwartet dass ich solche Leute im Rathaus melde.
Hierzu muss ich sagen dass ich nicht die Ortspolizeistelle bin. Ich fempinde solche Praktiken auch als unsozial. Doch das Denunzieren gehört nicht zu den Aufgaben eines Gemeinderates! Von daher bitte ich die beiden "Aufpasser" die mich so oft "informieren", sich doch selbst direkt an die Gemeindeverwaltung zu wenden.
Horben: Lässt sich ein angemessener Platz für die Ehrentafeln finden?
11.08.2026
Die beiden Fotos unten links und in der Mitte wurden mir von Michael Kenk zugesandt. Sie zeigen eine Ehrentafel für Gefallene des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 aus Horben. Michael hat die Tafel entdeckt als er die Hecken rund um das Kriegerdenkmal vor der Kirche in Horben zurückgeschnitten hat.
Die Tafel ist an der Rückseite des Denkmales in Richtung Gerstenhalm angebracht. Von Kirchenbesuchern ist die Tafel im Gegensatz zu den offiziellen Tafeln der Gefallenen der beiden Weltkriege 1914/18 und 1939/45 nicht zu entdecken. Dazu ist der Abhang in Richtung Dorfstraße zu dicht mit Gebüsch zugewachsen. Ich jedenfalls habe die Tafel seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen.
Viele der Namen auf der Tafel sind in Horben heute nicht mehr geläufig. Ich habe mich erkundigt warum so viele in Horben unbekannte Namen darauf vermerkt sind. Das kommt daher dass die Horbener Bauern selbst nicht in den Krieg ziehen mussten. Sie haben ihre oft von auswärts kommenden Knechte in den Krieg und in den vermerkten Fällen in den Tod geschickt!
Michael und ich sind der Meinung dass man diese Tafel wieder sichtbar machen sollte. Der Ort an dem sie angebracht ist scheint uns völlig unangemessen. Gerade auch vor dem Hintergrund dass Stellvertreter abgestellt wurden sollte es auch für diese jungen Menschen einen würdigen Ort der Erinnerung geben. Auch wenn dieser Krieg schon 150 Jahre her ist.
In dem Zusammenhang möchte ich auch an die beiden Ehrentafeln erinnern die bis 2018 in der Horbener Ratsstube hingen. Siehe das Foto rechts. Darauf waren die Gefallenen der beiden Weltkrige aus Horben aufgeführt. Mit dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters und des neuen Hauptamtsleiters 2018 wurden diese Tafeln aus der Ratsstube entfernt. Ich weiß nicht wo sie geblieben sind. Ob sie wohl überhaupt noch existieren? Wurden sie irgendwo achtlos hingelegt?
Ich verstehe ja dass man sich sein Arbeitsumfeld nach eigenen Vorstellungen gestalten will. Gerade dann wenn man zum "alten Horben" keinen Bezug hat. Doch in Horben leben noch Menschen deren Väter im zweiten Weltkrieg gefallen sind. Ich weiß auch dass nicht nur Einzelne aus der älteren Generation über die aus ihrer Sicht respektlose Maßnahme traurig sind.
Ich bin jedenfalls der Meinung dass für die Ehrentafeln ein passender, sichtbarer Platz gefunden werden sollte. Es muss nicht der Ratssaal sein. Auch für die von Michael entdeckte Tafel im Gebüsch sollte wieder ein sichtbarer Platz gefunden werden.
Wer betreut künftig den Hexentäler Wald?
10.08.2026
Auf der Tagesordnung des Gemeinderates Horben stand im Juni die Neubesetzung der Försterstelle im Wald der VG-Gemeinden und der Stadt Bad Krozingen. Der bisherige Förster Johannes Wiesler geht zum 31.12.2026 in den Ruhestand. Johannes war bisher bei der Gemeinde Wittnau bedienstet. Wittnau stellt die Kosten den anderen Gemeinden anteilig je nach Fläche in Rechnung.
Zur Diskussion standen zwei Modelle: Einmal die 1 : 1 - Wiederbesetzung durch eine andere Person. Die sollte allerdings künftig nicht mehr bei der Gemeinde Wittnau sondern bei der VG Hexental bedienstet sein. Als Alternative stand die Abgabe des Revierdienstes an das Kreisforstamt zur Diskussion.
Die Gemeindeverwaltung sprach sich für die Ansiedlung der Försterstelle bei der Verwaltungsgemeinschaft und für die Einstellung eines/r neuen Revierleiter/In aus. Mit der Begründung, der bisherige Stellen-Inhaber habe viele Nebentätigkeiten miterledigt. Daher sei ein eigener Revierleiter unter dem Strich günstiger als das deutlich niedrigere Angebot der Forstbehörde.
Diese Aussage kann ich aus Horbener Sicht nicht nachvollziehen: Diese Nebentätigkeiten beinhalten neben anderen:
Die Betreuung des Ruhewaldes in Wittnau: Das ist allein Angelegenheit der Gemeinde Wittnau. Mit dem Ruhewald sind weder die VG Hexental noch die anderen Gemeinden befasst.
Die Betreuung des Moutain-Bike-Trails am Illenberg: Das ist allein eine Angelegenheit der Gemeinde Merzhausen. Soviel ich weiß kümmert sich dort ein Verein um diese Strecke.
Die Betreuung des Privatwaldes: Das ist eine rein privat-wirtschaftliche Angelegenheit der Privatwaldbesitzer und von denen in eigener Regie zu regeln. Zur Organisation des Hexentäler Privatwaldes besteht eine eigenständige Genossenschaft.
Darüber hinaus sehe ich eine weitere Belastung des VG-Rechnungsamtes. Dieses Amt ist bereits jetzt überfordert und mit wichtigen Angelegenheiten um Jahre im Rückstand. Wenn dort jetzt auch noch die Beförsterungskosten für jede einzelne der fünf Gemeinden bearbeitet werden sollen dann wird das Chaos dort womöglich noch größer!
Aus den genannten Gründen habe ich gegen die Übernahme der Beförsterung durch die VG und für die Übertragung der Beförsterung unseres Gemeindewaldes an die Kreisbehörde gestimmt. Die Mehrheit stimmte jedoch für die Eigenbeförsterung durch die VG Hexental.
Ausdrücklich unter der Bedingung dass alle anderen VG Gemeinden der Übernahme durch die VG zustimmen!
Die dem Beschluss zugrunde liegende Bedingung ist jedoch nicht erfüllt: Während die Gemeinderäte in Au, Horben Sölden und Wittnau der Übernahme zustimmten lehnte der Gemeinderat Merzhausen die Integration des Forstdienstes in die VG ab. Überwiegend aus ähnlichen Gründen wie ich.
Damit sind die Beschlüsse der anderen Gemeinden aus meiner Sicht hinfällig. Sie waren an die Bedingung geknüpft dass alle fünf VG -Gemeinden zustimmen. Durch das Ausscheren der Gemeinde Merzhausen stimmen die Berechnungsgrundlagen nicht mehr. Die Kosten für die anderen vier Gemeinden wären jeweils deutlich höher.
In meiner Einschätzung der neuen Situation sehe ich mich mit Bürgermeister Dr. Bröcker einig: Auch er sieht die Notwendigkeit dass wir uns mit dem Thema erneut befassen müssen. Bei einer erneuten Beratung werde ich wieder dafür plädieren, unseren Wald durch das Kreisforstamt beförstern zu lassen.
Dieses Angebot ist zum einen günstiger und zum andern wird durch diese Vorgehensweise sowohl der Gemeindeverwaltung Horben als auch der VG-Verwaltung viel Verwaltungsaufwand erspart. Das Rechnungsamt wird nicht mit Einzelabrechnungen belastet, wir haben kein Personal-Risiko und wir brauchen uns ggf. nicht um Vertretungen zu kümmern. Zudem sparen wir uns bei der reinen Beförsterung nicht unerhebliche Kosten!
Der Vorsitzende der VG, Bürgermeister Kindel sieht es nach meinen Informationen anders: Er sieht die Gemeinden an ihren Beschluss gebunden. Obwohl die Bedingung der Einstimmigkeit nicht erfüllt ist. Herr Kindel tut sich mit der Umgehung von Recht und Satzung offenbar wesentlich leichter als andere Kollegen. Über diese Hemdsärmeligkeit wird ggf. noch zu reden sein.
Interessant ist die Haltung der Gemeinde Sölden: Obwohl Sölden jede Ausweitung der Interkommunalen Zusammenarbeit strikt ablehnt will man jetzt die Beförsterung des Söldener Gemeindewaldes der Verwaltungsgemeinschaft ans Bein binden. In puncto "Rosinenpickerei" sind Bürgermeister Rees und sein offenbar willfähriger Gemeinderat stets ganz vorne dabei. Wenn es um die Interessen der gesamten VG geht sitzt Sölden und ihrem Bürgermeister das "Hemd grundsätzlich näher am Leib als der Kittel!"
Oder anders gesagt: In Sölden herrscht der Grundsatz:"Nehmen ist seliger als Geben"
Rückzug der BZ - Vielfältige Reaktionen!
07.08.2025
Zum meinem Bericht gestern (siehe nächster Beitrag auf dieser Seite:) erreichten mich zahlreiche Reaktionen von Gemeinderäten aus dem Raum Hexental, Pfaffenweiler, Schallstadt, Ehrenkirchen und Staufen. Sie sind befremdet dass die Badische Zeitung nicht mehr direkt aus ihren Sitzungen berichtet. Meinen Aussagen wird durchweg zugestimmt. Ein Gemeinderat erklärt, dass er deswegen sein Abonnement bei der BZ gekündigt hat.
Exemplarisch für den allgemeinen Tenor eine Zuschrift die mich aus Staufen erreicht. Darin wird meine eigene Haltung zu dem Thema bestätigt. Über das Lob am Schluss der Mail freue ich mich ganz besonders! Vielen Dank! Wie immer wenn ich aus Zuschriften zitiere nenne ich ohne ausdrückliche Erlaubnis des Einsenders keine Namen:
Hallo Herr Buttenmüller,
danke für Ihren Bericht. Ich beobachte ähnliches. Aufgefallen ist es mir nach der Pensionierung Ihres Namensvetters Hans Peter Müller. Er wohnt in Staufen und hat viel geschrieben. Das war zwar z.T. recht konträr zu meiner Meinung (v.a. beim Thema Faust-Forum), aber immerhin wurde berichtet - man konnte weiter recherchieren, Leserbriefe schreiben usw. Ich finde, so etwas macht eine Lokalzeitung auch interessant.
Seit seiner Pensionierung passiert es, dass eine ganze Woche lang nichts von Staufen steht. So sinkt die Motivation, eine regionale Zeitung zu abonnieren. Die Fixkosten für meine Zeitung sind höher als die für mein Auto. Die "grossen Themen" stehen auch in überregionalen Zeitungen, i.d.R. einen Tag früher. Und statt ganzseitige Bilderkollagen zu betrachen mache ich lieber einen Spaziergang und schaue selbst.
Vielleicht könnte man auf die BZ einwirken, mehr Themen zu bringen, was über Leserbriefe noch mehr Platz mit Inhalt füllt - und das Ganze spannend macht. Falls sich die BZ für freiberufliche Schreiber öffnet wären Sie ein geeigneter Handidat für das Thema Umgestaltung der VG Hexental; ich finde das Thema auch von extern sehr spannend. Leider gleube ich, dass das Ganze aus organisatorischen Gründen genauso im Sande verläuft wie die Verkleierung von Parlamenten: Am Ende stimmt BM und Gemeinderat darüber ab, ob es sie so noch weiter geben wird oder ob auch ein Bruchteil der Köpfe ausreicht. Und viele halten sich dann doch für zu unersetzlich...
Ich freue mich immer, Ihre "Stimme" zu lesen. Sie ist als Text nach wie vor laut und deutlich. Für das phonetische wünsche ich alles gute! Sie sind eine Bereicherung für die Region.
Schönen Gruss wünscht
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In zwei der Zuschriften werde ich aufgefordert wieder eine sogenannte digitale Kaffee-Kasse für Spenden aufzustellen. Da ich aus meiner Tätigkeit hier im Blog keinerlei Einkünfte erziele könnten sich geneigte Leserinnen und Leser an den Kosten beteiligen. Doch damit tue ich mich zwar schwer. Sieht sehr nach Bettelei aus. Doch ich will es ab heute mal versuchen!
Die Kontonummer finden Sie oben unter dem Titel. Der Unkostenzuschuss ist absolut freiwillig! Niemand soll sich zu einer Einlage verpflichtet fühlen! Die Namen von Spendern werden auf keinen Fall genannt!
Über eingehende Spenden würde ich mich freuen! Sie würden eine Intensivierung meiner Lokal-Berichterstattung sehr erleichtern!
Sind Gemeinderatssitzungen für die BZ uninteressant geworden?
06.08.2026
In all den Jahren meiner Tätigkeit als Gemeinderat war ich es gewohnt dass die öffentlichen Sitzungen auch von einer/m Vertreter/ Vertreterin der Badischen Zeitung begleitet wurden. Für die Presse wurde extra ein eigener Tisch aufgestellt. Drei Tage nach der Sitzung konnten die Bürger der jeweiligen Gemeinde in der BZ nachlesen was ihre Vertreter am Ratstisch beschlossen hatten.
Zuletzt blieb der Pressetisch in Horben regelmäßig unbesetzt. Hin und wieder erscheint zwar ein Kurzbericht im Lokalteil. Doch den Gang der Verhandlung kann man daraus nicht nachvollziehen. Ich gehe davon aus dass die Lokal-Redaktion im Rathaus anruft und nachfragt was denn in der Sitzung so alles gelaufen ist. Eine fundierte Darstellung der Hintergründe fällt genau so unter den Tisch wie Einzelmeinungen oder Zwischentöne.
In den letzten Tagen hatte ich mit mehreren Gemeinderäten aus den anderen Hexental-Gemeinden und darüber hinaus Kontakt. Dabei wurde mehrfach die Abwesenheit von BZ-Redakteuren in den Sitzungen angesprochen. Dabei erfuhr ich, dass ein Bürgermeister bei der Lokal-Redaktion interveniert hatte. Dort habe man ihm mitgeteilt dass die BZ nur noch VertreterInnen zu den Sitzungen schicke wenn "wichtige Themen" auf der Tagesordnung stünden. Man stellte anheim doch von sich aus einen Text an die BZ zu schicken. Ob man das dann veröffentliche werde man dann sehen.
Aus meiner Sicht steht es der BZ zum einen nicht zu vorab zu entscheiden ob die Themen auf der Tagesordnung wichtig sind oder nicht. Eine Lokalzeitung hat nach meiner Auffassung die Aufgabe, über die Vorgänge in den Gemeinden neutral zu berichten. Ich sehe nicht dass oft freiberuflich tätige Redakteure die Wichtigkeit einzelner Themen bereits im Vorfeld beurteilen können.
Als Abonnent der Badischen Zeitung erwarte ich, dass meine Lokalzeitung die Kommunalpolitik auch meiner Gemeinde beobachtet und darüber aus eigener Anschauung berichtet. Die womöglich einseitig von Bürgermeistern oder Hauptamtsleitern erstellten Presse-Mitteilungen geben den Verlauf der Diskussionen nur unvollständig wider.
Ich gehe davon aus dass die Abwesenheit von Presse-VertreterInnen bei Gemeinderatssitzungen wirtschaftliche Gründe hat. Die Entsendung von Redakteuren kostet Geld. Das will sich die BZ wohl sparen. Über den politischen Bereich hinaus nehme ich wahr dass die BZ-Berichterstattung vor allem aus unserer Region immer dürftiger und dünner wird. Die Identifikation der LeserInnen und Leser mit der Region und auch mit der BZ wird dadurch nicht gefördert. Die Vorgänge aus aller Welt kann ich aus anderen Quellen mindestens genauso gut und im Zweifel faktensicherer erfahren.
Meine Kontakte sind über die Brüskierung durch die Badische Zeitung ziemlich sauer. Von einer Seite werde ich angefragt ob ich nicht wieder mehr aus der lokalen Kommunalpolik berichten kann? Meine Reichweite gerade hier im Raum Hexental / Markgräflerland würde meinen Blog dafür geradezu prädestinieren.
Es ist zwar richtig dass mein Blog in weiten Kreisen bekannt ist. Allein auf Facebook folgen mir um die 6250 Followers. Dazu diejenigen täglich um die 300 LeserInnen die direkt auf den Blog zugreifen. Außerdem bin ich seit über 30 Jahren mit der Kommunalpolitik befasst. Ich kann bestimmt besser "zwischen den Zeilen" lesen als so mancher zufällig abgeordneter BZ-Redakteur. Von daher würde eine Verlagerung meiner Schwerpunkte zurück auf die lokale Ebene durchaus Sinn machen.
Doch meine Kpazitäten sind nicht unendlich. Ich müsste wieder vermehrt Sitzungen in anderen Gemeinden besuchen. Ich bin inzwischen 76 Jahre alt und abends gerne zuhause. Das brächte wieder mehr Unruhe und sicher auch Ärger. Denn um jemandem nach dem Munde zu reden: Dafür bin ich nicht bekannt! Ich schreibe wie mir "der Schnabel gewachsen" ist. Zum "Hofschreiber" tauge ich jedenfalls nicht.
Dazu kämen auch höhere Kosten. Um auf meine Weise berichten zu können muss ich unabhängig bleiben. Da geht nichts mit Werbung. Die Kosten für den Betrieb meiner Website belaufen sich auf ca. 50 € / Monat. Dazu Fahrtkosten und der Zeitaufwand. Meine Aufwandsentschädigung als Gemeinderat reicht dafür nicht aus.
Auch die Befassung mit Ökologie und Umweltthemen sind mir wichtig! Diesen Teil will ich auf keinen Fall verkleinern. Im Moment habe ich keine anderen Aufträge als Autor vorliegen. Ob ich künftig solche Aufträge noch annehme muss ich mir noch überlegen. Die letzten Kurzgeschichten sind weg. Und irgendwann fällt einem auch nicht mehr soviel ein. Mein Thema waren die 50er/60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Irgendwann ist dazu auch mal alles gesagt!
Einheitsgemeinde Hexental?
Die Stellungnahme der vier Gemeinderatsfraktionen im Gemeinderat Merzhausen zu einer verstärkten Interkommunalen Zusammenarbeit im Hexental:
05.08.2026

Gestern berichtete ich über die Diskussionen in den Gemeinderats-Gremien in Au, Horben, Merzhausen, Sölden und Wittnau zum Thema "Intensivere Zusammenarbeit der Gemeinden untereinander." Dabei sind unterschiedliche Meinungen erkennbar: Sölden will gar keine intensivere Zusammenarbeit. Au, Horben und Wittnau möchten die kommunale Selbständigkeit ihrer Gemeinden gewahrt wissen. Die Gemeinde Merzhausen favorisiert eine Zusammenlegung aller fünf Gemeinden zur Einheitsgemeinde Hexental.
Die Sichtweise der KollegInnen in Merzhausen finde ich interessant. Tatsächlich würde die Bildung einer Einheitsgemeinde die meisten Vorteile mit sich bringen. Ob die Gemeinde Horben dazu passen würde oder ob wir uns nicht doch mehr nach Freiburg orientieren sollten käme für mich auf die Ausgestaltung einer entsprechenden Vereinbarung an.
Für mich jedenfalls ist schon seit Jahrzehnten klar erkennbar dass der "Betrieb" einer selbständigen Kleinst-Gemeinde mit nur 1200 Einwohnern auf Dauer nicht finanzierbar ist. Das habe ich bereits im Jahre 2006 in einem Rundschreiben an alle Hexentäler Haushalte genau so kommuniziert. Die Badische Zeitung berichtete groß über meine damalige Aktion. Drei Tage bin ich in Au, Horben, Wittnau und Sölden von Briefkasten zu Briefkasten gelaufen. Wieviele Millionen Euro hätten wir den Hexentäler Steuerzahlern ersparen können wenn die damals Verantwortlichen wenigstens mal über meine Vorschläge nachgedacht hätten?
Wenn die Bildung einer Einheitsgemeinde Hexental ernsthaft angestrebt werden sollte bin ich bereit auch darüber nachzudenken. Die bisherige Kleinstaaterei mit fünf gleichberechtigten und überwiegend hauptamtlichen Bürgermeistern in fünf Rathäusern die alle nebeneinander her das Gleiche tun hat aus meiner Sicht jedenfalls keine Zukunft. Sie wird auch keinen Bestand haben. Entweder wir ändern die gängige Kirchturmpolitik freiwillig oder früher oder später zieht uns das Regierungspräsidium von oben den Stecker!
Die vier Fraktionen im Gemeinderat Merzhausen hatten im Vorfeld der Gemeinderatssitzung eine gemeinsame Erklärung verfasst in der sie ihre Haltung mit umfassender Begründung darlegen. Das Schreiben der Merzhauser KollegInnen lag mir schon gestern vor. Doch ich war mir nicht sicher ob ich es veröffentlichen darf. Inzwischen wurde die Freigabe durch einen der Autoren erteilt!
Gemeinsame Stellungnahme aller Fraktionen im Gemeinderat Merzhausen zur interkommunalen Zusammenarbeit in der VG Hexental
Seit einigen Jahren nahm die zukünftige Ausgestaltung der VG Hexental wegen höheren finanziellen Drucks auf die Kommunen, des spürbaren Fachkräftemangels und den höheren fachspezifischen Anforderungen an die Stelleninhaber*lnnen immer größeren Raum in den Diskussionen der einzelnen Gemeinderäte und der VG-Versammlung ein.
Um eine gemeinsame fachlich fundierte Diskussionsgrundlage zu als Basis weiterer Überlegungen und Beschlüsse zu haben wurde schließlich über den Gemeindetag Baden-Württemberg die Firma IMAKA beauftragt, ein Entwicklungsgutachten zu erstellen. Dieses liegt nun vor und wurden den Gemeinderäten in zwei Schritten am 13.11.2025 und am 13.5.2026 vorgestellt.
Im zweiten Teil werden für die zukünftige Entwicklung der VG Hexental vier verschiedene Optionen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vorgeschlagen.
- Variante A: VG mit Geschäftsf'ührung/„Ober-Hauptamtsleitung“ und dezentralen Bürgerdiensten
- Variante B: VG als „Cluster-Modell“
- Variante C: VG als vollintegriede Verwaltung
- Variante D: Einheitsgemeinde Hexental
Doch bevor es zu einer zukünftigen Ausgestaltung der VG Hexental in einer der vier vorgeschlagenen Varianten kommen kann, sollte die VG Hexental ihre bestehenden Defizite, die im Gutachten, Teil1, klar benannt werden, aufarbeiten!
Hierzu nimmt IMAKA auf Seite 28 des ORGA-Gutachtens vom 13.11.2025 wie folgt Stellung:
- Wie dargestellt, gibt es bei der VG eine Diskrepanz zwischen Satzung und tatsächlicher Aufgabenwahrnehmung. Bevor verlässliche und verbindliche Aussagen “über notwendige personelle Ressourcen getroffen werden (können), sollte Aufgabenklarheit bestehen, eine Konkretisierung der Aufgabenverteilung erfolgen und eine satzungskonforme Aufgabenwahrnehmung f'ür die Zukunft hergestellt werden. Dabei sind zart”reiche rechtliche Vorgaben zu beachten und auch die tatsächlichen Gegebenheiten sollten — sofern machbar — Berücksichtigung finden.
- Dieser Schritt der Aufgabenwahrnehmung gem. Veröandssatzung bildet die Grundlage für die weitere Ausrichtung und Ausgestaltung der VG.
Insbesondere bei den folgenden Aufgabenbereichen entspricht der Erledigungsgrad laut IMAKA durch Personalmangel oder fehlende Fachkenntnisse oder Ausstattung nicht dem Erwartbaren:
- Erledigungsaufgaben
- Techn. Angelegenheiten bei der verbindlichen Bauleitplanung, Durchführung von BodenordnungsmaBnahmen, Maßnahmen nach dem Städtebauförderungsgesetz (§ 61 Abs. 3 Ziffer 1 GemO)
- Planung, Bauleitung und örtliche Bauaufsicht beim Hoch- und Tiefbau (§ 61 Abs. 3 Ziffer 2 GemO)
- Prüfung Bauanträge und Bauvoranfragen gem. LBO inkl. Durchführung von Angrenzeranhörungen, Vorbereitung GR
- Koordination Klima- und Umweltschutz
- EDV-Angelegenheiten bzgl. gem. genutzter Hard- und Software
- Anfragen des GUA
- Erfüllungsaufgaben
- Vorbereitende Bauleitplanung (§ 61 Abs. 4 Ziffer 1 GemO)
- StraBenbaulastträger für GemeindeverbindungsstraBen im Bereich des Herstellungsaufwands (§ 61 Abs. 4 Ziffer 2GemO)
- Unterhalt und Ausbau Gewässer 2. Ordnung (lt. GemO § 61 Abs. 3 Ziffer 3 Erledigungsaufgabe)
Im Moment werden in den einzelnen Gemeinderäten die verschiedenen Optionen diskutiert. Dabei zeigte sich schon in der auf die Präsentation am 13.5.2026 folgenden Diskussion, dass sich auch in den Gemeinderäten ein sehr heterogenes Meinungsbild bezüglich einzelner Varianten abzeichnet. Einige wollen so gut wie nichts, andere die Clusterlösung, wieder andere eine Einheitsverwaltung oder die Einheitsgemeinde. All dies funktioniert laut IMAKA aber nur, wenn alle bereit sind, mutige Entscheidungen zu treffen, die das Gesamte sehen und nicht im jeweils eigenen Vorteil verbleiben. Hier wird auch klar zum Ausdruck gebracht, dass es die verschiedenen vorgestellten Modelle und Lösungsansätze nicht zum Nulltarif gibt, sondern alle Varianten mit höheren Personalkosten verbunden sind.
Außerdem stellt auch die IMAKA in ihrem zweiten Bericht auf Seite 3 fest:
Es gibt nach wie vor unterschiedliche Interessenslagen innerhalb der VG Hexental. Ein Finden von Kompromissen auf der Ebene der Bürgermeister scheint nach wie vor schwierig; eine gemeinsame Zielsetzung (mehr Aufgaben für die VG, mehr Personal, aber nicht mehr Kosten für die Kommune) kann realistischerweise nicht verwirklicht werden.
Dies lässt aus unserer Sicht befürchten, dass bei der momentan von zwei Gemeinden favorisierten Cluster-Lösung keine wirklich grundlegenden Ziele einer VG-Reform erzielt werden können. Vielmehr wird dem ohnehin schon überlasteten Rechnungsamt noch mehr Arbeit zugemutet, da einzelne zusätzliche Leistungen für einzelne Kommunen innerhalb des jeweiligen Clusters spitz abgerechnet werden müssen.
Die damit zusammenhängende Umsatzsteuerproblematik kommt als weiterer erschwerender und kostensteigernder Effekt hinzu, da bei jeglicher Spitzabrechnung einzelner Leistungen der VG gegenüber Einzelgemeinden oder Clustern nach heutigem Stand Umsatzsteuer anfallen würde. Dies ließe sich nur durch die Aufnahme von generellen Abrechnungs- oder Verteilungsschlüsseln, die für alle Gemeinden gelten, für jegliche mögliche Aufgabenstellung, die von der VG erbracht werden soll oder erbracht werden könnte, in die VG-Satzung aufzunehmen. Auch dies bedeutet einen erheblichen Mehraufwand für die Verwaltung, da für die einzelnen Leistungen jeweils andere Schlüssel herangezogen werden müssten.
Es besteht bei der derzeitigen Uneinigkeit innerhalb der VG Hexental bezüglich der weiteren Entwicklung eben dieser die große Gefahr, dass bei der Cluster-Lösung eben nicht nach der besten Lösung für das Ganze gesucht wird, sondern jeweils Partikularinteressen in den Vordergrund gerückt werden.
Die aus unserer Sicht einzige Variante, die konsequent das Gemeinwohl aller umsetzt, ist die Einheitsgemeinde. Sie bietet tatsächlich eine wesentliche Entlastung der bisher einzelnen Verwaltungen, da am Bespiel des Rechnungsamtes nur noch ein Haushalt erstellt werden müsste, Verrechnungen zwischen den einzelnen Teilorten entfallen und einheitliche Standards automatisch vorliegen.
Hier werden die größten Synergieeffekte und Vorteile einer VG-Reform erzielt. Gleichzeitig werden die Finanzen der Gemeinden durch den Wegfall jeweils hauptamtlicher Bürgermeister und anderer Doppelstrukturen spürbar entlastet.
In der augenblicklichen Situation scheint dieses Ziel in weiter Ferne zu liegen, da die Bereitschaft einen solchen Schritt zu gehen, momentan wohl nicht vorliegt. Trotzdem wäre dies aus unserer Sicht die vorzugswürdige Variante und wir wären bereit, diesen Schritt mitzugehen.
Alle anderen Varianten verharren aus den oben genannten Gründen der Uneinigkeit innerhalb der VG Hexental unserer Meinung nach bei höherem Aufwand im Klein-Klein und werden von uns abgelehnt.
Gleichzeitig möchten wir betonen, dass es als notwendig erachtet wird, die von der IMAKA angesprochenen oben genannten Defizite der derzeitigen Ausgestaltung der VG Hexental engagiert anzugehen. Die sachgerechte Erfüllung der in den Berichten genannten defizitären Punkte würde den einzelnen Gemeinden der VG Hexental schon sehr helfen. Dass auch dafür entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden müssen, wird im Gutachten klar benannt
VG Hexental: Sie bewegen sich doch!
04.08.2026

In den vergangenen Wochen stellte ich mehrfach den dys-funktionalen Zustand der VG Hexental dar. Die Arbeitsweise in den Rathäusern und in der VG entspricht in weiten Teilen nicht den in der Verbandssatzung festgelegten Vorgaben. Dies geht auch aus einem Gutachten der Beratungsfirma IMAKA und aus der Stellungnahme der Rechtsaufsicht des Landratsamtes hervor.
Zuletzt wurden in den einzelnen Gemeinderäten des Hexentales (Au, Horben, Merzhausen, Sölden Wittnau) beraten welche Schlüsse aus dem IMAKA-Gutachten zu ziehen sind. Die Gemeinde Horben will eine Einheitsverwaltung. Au und Wittnau wollen als ersten Schritt die VG so aufstellen wie es in der Satzung vorgesehen ist. Die Gemeinde Merzhausen sieht im Zusammenschluss der fünf Gemeinden zur Einheitsgemeinde Hexental die sinnvollste Lösung.
Die Gemeinde Sölden will gar keine Veränderung. Sie lehnt die Übertragung von weiteren Aufgaben an die Verwaltungsgemeinschaft strikt ab. Wie von mir nicht anders erwartet will Sölden die bisherige Form der Rosinenpickerei weiter betreiben.
Ich habe unten die Sitzungsvorlage des Gemeinderates Merzhausen reinkopiert. Darin ist die Gesamt-Situation am besten beschrieben. Die einzelnen Fraktionen des Rates Merzhausen haben eine gesonderte Stellungnahme abgegeben in der die Bildung einer Einheitsgemeinde Hexental als beste Lösung gesehen wird. Ich weiß nicht ob dieses Papier nur für den internen Gebrauch verfasst wurde. Daher sehe ich mich nicht befugt auch dieses Papier hier einzufügen. Wenn ich die Freigabe erhalte dann werde ich das gerne nachholen. Ich könnte mich nämlich den dort vorgetragenen Argumenten weitgehend anschließen. Auch mit den Vorschlägen aus Au und Wittnau könnte der Gemeinderat Horben mitgehen. Der Weg würde zum gleichen Ziel führen!
Jedenfalls freue ich mich dass jetzt endlich überhaupt eine richtige Diskussion in Gang kommt. Die Finanzsituation fast aller Kommunen ist wirklich prekär. Das IMAKA-Gutachten macht deutlich dass die Bildung einer Einheitsgemeinde die meisten positiven Auswirkungen mit sich brächte. Wir sollten uns alle keine Denkverbote auferlegen!
Wenn sich die Gemeinde Sölden aus der VG ausklinken will: Dann "Geht mit Gott - Aber geht endlich!" Aus den Gesprächen mit vielen Gemeinderäten aus den anderen Gemeinden entnehme ich dass man die ständige Sabotierung jeder erweiterten Form der Zusammenarbeit vor allem durch Bürgermeister Rees bis oben hin satt hat! Wenn die 1300-Einwohnergemeinde Sölden nicht mitziehen will dann sollten wir uns von ihr nicht weiter blockieren lassen!
Hier die einstimmig angenommene Beratungsvorlage des Gemeinderates Merzhausen:
Aktuell beraten die Verbandsgemeinden die Ergebnisse aus dem Gutachten, um das weitere Vorgehen festzulegen. Dabei zeigen die bisher gefassten Beschlüsse völlig unterschiedliche Vorstellungen über die Art und den zukünftigen Ausbau der Zusammenarbeit.
Während Horben eine schnellstmögliche Vergemeinschaftung von Fachbereichen mit dem Ziel einer Einheitsverwaltung beschlossen hat, hat Sölden dies abgelehnt (die jeweiligen Beschlüsse sind den Anlagen zu entnehmen).
Aus Merzhauser Sicht würde eine Einheitsgemeinde die größten Vorteile bringen, da somit insbesondere die Erstellung von sechs Haushalten und Jahresabschlüssen hinfällig wäre und man sich auch die vielen aufwendigen unterschiedlichen Umlageschlüssel sparen könnte. Darüber hinaus würden z. B. auch Personal- und Sachkosten insgesamt geringer ausfallen, wenn es statt fünf Bürgermeistern und Gemeinderatsgremien nur noch einen Bürgermeister und Gemeinderat gäbe.
Die Verwaltungen von Au und Wittnau schlagen ein schrittweises Vorgehen wie folgt vor:
Zunächst sollten in einem ersten Schritt diejenigen Aufgaben auf die Verwaltungsgemeinschaft übertragen bzw. dort organisatorisch aufgebaut werden, die bereits heute nach der Verbandssatzung Aufgaben der Verwaltungsgemeinschaft sind, bislang jedoch überwiegend von den einzelnen Gemeinden wahrgenommen werden. Dies betrifft insbesondere den Bereich des Bauamtes einschließlich der damit verbundenen technischen Verwaltungsaufgaben.
Nach erfolgreicher Umsetzung dieses ersten Schrittes könnten weitere Aufgabenbereiche, wie beispielsweise das Bürgerbüro oder einzelne Aufgaben des Ordnungsamtes, in einem zweiten Schritt auf die Verwaltungsgemeinschaft übertragen werden.
Voraussetzung für alle Optionen ist jedoch, dass die notwendigen personellen, organisatorischen, technischen und räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Hierzu empfiehlt sich in Ergänzung des IMAKA-Gutachtens eine Fortschreibung bzw. Überarbeitung des Organisations- und Geschäftsplans der Verwaltungsgemeinschaft. Dieser sollte auf Grundlage der Empfehlungen des IMAKA-Gutachtens die künftige Organisationsstruktur, die schrittweise Aufgabenübertragung sowie die erforderlichen Personal- und Raumkonzepte darstellen.
Dabei sind insbesondere auch die Auswirkungen auf die Beschäftigten der Mitgliedsgemeinden sowie die Nutzung der vorhandenen Räumlichkeiten der einzelnen Rathäuser zu berücksichtigen. Freiwerdende personelle Kapazitäten in den Gemeinden könnten bzw. sollten bei der Verwaltungsgemeinschaft eingesetzt werden. Teilweise schon jetzt lt. Gutachten fehlendes Personal kann
innerhalb dieses Prozesses aufgestockt werden. Ebenso gilt es, Lösungen für den zusätzlichen Raumbedarf der Verwaltungsgemeinschaft in Verbindung mit der künftigen Nutzung freiwerdender Räumlichkeiten in den Rathäusern zu entwickeln.
Durch dieses stufenweise Vorgehen könnten die künftigen „Fachbereiche“ Schritt für Schritt dezentral innerhalb des
Hexentals organisiert und an unterschiedlichen Standorten in den Räumen der Rathäuser angesiedelt werden. So würden hohe Investitionskosten für einen zentralen Rathausneubau vermieden und vorhandene Infrastruktur in den bestehenden Rathäusern bleibt erhalten.
Bürgerinnen und Bürger hätten somit auch künftig wohnortnah Ansprechpartner für alltägliche Verwaltungsangelegenheiten, Bürgernähe und Bürgerservice blieben erhalten. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die kommunale Selbstverwaltung und die politischen Entscheidungsbefugnisse der Gemeinden unberührt blieben.Da die Gemeinde Horben einen offiziellen Beschluss gefasst hat, dass die Defizite bei den bereits in der Satzung festgelegten Aufgaben umgehend zu beheben sind, sollte nun zumindest dieser erste Schritt angegangen werden. Hier würde sich der von den Gemeinden Au und Wittnau aufgezeigte Weg anbieten.
Auch die Kommunalaufsicht des Landratsamtes schätzt die Situation so ein, dass den Vorgaben der Verbandssatzung zu entsprechen sei und durch die jahrzehntelange anderweitige Handhabung kein Gewohnheitsrecht entstanden ist
Horben: Appell zumWassersparen!!
03.08.2026
Auch in Horben wird das Trinkwasser zunehmend knapp. Bürgermeister Dr. Bröcker richtet daher den dringenden Aufruf an die Bürgerschaft den Wasserverbrauch auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken:
Dringender Aufruf zum Wassersparen!
Aufgrund der seit Wochen ausbleibenden Niederschläge und der anhaltend hohen Temperaturen ist die Situation in der Wasserversorgung zunehmend angespannt. Die Schüttungen der Quellen gehen von Tag zu Tag zurück. Auch der Wasserbezug über den Wasserversorgungsverband Hexental stößt inzwischen an seine Grenzen.
Der bewusste Umgang mit dem Wasser hat jetzt höchste Priorität. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, die Gartenbewässerung unverzüglich einzustellen oder auf das absolute Minimum zurückzunehmen. Die dort teils in einzelnen Gärten verbrauchten immensen Wassermengen bringen die Wasserversorgung in den frühen Morgenstunden täglich an ihre Grenzen. Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, wird die Gemeinde die Nutzung von Gartenwasser zeitnah per Allgemeinverfügung untersagen, da die Trinkwasserversorgung bei fortschreitender Entwicklung nicht mehr sichergestellt werden kann.
Wenn jeder Einzelne auch im Alltag zum Wassersparen beiträgt, ist die Versorgung problemlos gesichert und es kann auf eine Allgemeinverfügungverzichtet werden.
Ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser hilft der Natur und den Menschen, die auf eine verlässliche Wasserversorgung angewiesen sind. Die Gemeinde bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und ihr Verständnis.
Neues Transportfahrzeug für die FFW Horben
01.08.2026
Die Freiwillige Feuerwehr Horben benötigt ein geländegängiges Transportfahrzeug. Bisher wird das bald 60 Jahre alte Löschfahrzeug als Transporter genutzt. Dieses Fahrzeug ist jetzt wirklich über seinen Zenit hinaus. Es ist reparaturanfällig, die Ersatzteilbeschaffung ist schwierig. Entsprechend anspruchsvoll gestalten sich die TÜV-Abnahmen.
Gerade vor dem Hintergrund der zunehmendem Waldbrand-Gefahr ist ein flexibel mit Rollcontainern beladbares Fahrzeug notwendig. Mit einem solchen Fahrzeug könnten auch Feld- und Waldwege befahren werden. Das Fahrzeug könnte auch als Mannschafts Transportfahrzeug für nachrückende oder ausschwärmende Rettungskräfte dienen.
In den Haushalt des Jahres 2026 sind für die Beschaffung dieses Fahrzeuges 180.000 € eingestellt. Bereits bei der damaligen Beschlussfassung hatte ich Bauchweh! Nach den beiden noch nicht abgerechneten Baumaßnahmen Kindergarten und Grundschule halte ich eine Phase des "Durchschnaufens" für notwendig. Wenn diese beiden Maßnahmen abgerechnet sind wird die Gemeinde Horben mehr Schulden haben als jemals zuvor in ihrer Geschichte. Wir dürfen nicht den Überblick verlieren!!
Jetzt stellte sich heraus dass die im Haushaltsplan veranschlagten Beschaffungskosten bei weitem zu niedrig angesetzt wurden. Statt 180.000 € wird das Fahrzeug jetzt inklusive Bestückung mit Rollcontainern 281.000 € kosten. Nach Abzug der beantragten Fördermitttel und von Spenden verbleiben knapp 120.000 Euro bei der Gemeinde. Sollte der noch nicht genehmgte Zuschuss aus dem Ausgleichsstock geringer ausfallen als beantragt läge der Eigenanteil der Gemeinde noch höher.
Kommandant Amann erklärte die Diskrepanz damit dass die damalige Kosten-Angabe auf Schätzungen beruhte. Der damals genannten Zahl lag kein konkretes Angebot zugrunde. Man hatte sich an den Zahlen anderer Feuerwehren orientiert. Auch die aktuelle Zahl ist eine Schätzung die aber jetzt wesentlich fundierter sein soll. Doch kann es auch noch teurer werden!
Bei der Entscheidung im Rat war ich in einem für mich nicht auflösbaren Zwiespalt:
Zum einen sehe ich ein dass die Feuerwehr das Fahrzeug dringend braucht. Ein 60 Jahre altes reparaturanfälliges LF 8 als Transportfahrzeug ist kein Zustand. Ich sehe hier die unbdingte Pflicht für die Gemeinde ihre Feuerwehr so auszustatten dass sie ihrer Aufgabe so gut als möglich nachkommen kann.
Auf der anderen Seite sehe ich nicht wo wir das Geld hernehmen sollen! Zumal zeitnah auch die Leasing-Rücknahme für den Bauhofschlepper ansteht. Auch dafür sind dann um die 50.000 € fällig. Die Zahlen der mittelfristigen Finanzplanung weisen aus dass wir voraussichtlich 2030 nicht mehr liquide sind. Das könnte dann im Extremfall bedeuten dass wir den Diesel für die Fahrzeuge über Spenden finanzieren müßten!
Wie gesagt: Ich sah mich zu einer Entscheidung nicht in der Lage! Zum ersten Male seit 1999 enthielt ich mich bei einer wichtigen Entscheidung der Stimme. Der Rest des Gremiums stimmte dem Beschluss-Vorschlag zu!
Staufen: Dr. Bröcker kann immer noch nicht als Bürgermeister vereidigt werden!
31.07.2026
Die Posse um die Bürgermeisterwahl in Staufen geht weiter: Der Kandidat Dr. Benjamin Bröcker hatte die Stichwahl gegen den im ersten Durchgang zweitplatzierten Mitbewerber Gilbert Weber knapp gewonnen.Die Wahl wurde angefochten. Deren Rechtmäßigkeit wurde jedoch sowohl von der Rechtsaufsicht als auch vom Verwaltungsgericht festgestellt.
Doch Dr. Bröcker kann noch immer nicht als Bürgermeister der Stadt Staufen vereidigt werden. Seit Mai 2026 fungiert er als" bestellter hauptamtlicher Bürgermeister auf Zeit". In dieser Funktion hat er alle Rechte und Pflichten eines hauptamtlichen Bürgermeisters. Er ist Chef der Verwaltung und er vertritt die Gemeinde nach außen. Allerdings hat er im Gemeinderat kein Stimmrecht.
Die Vereidigung Dr. Bröckers verzögert sich weil der Wahl-Anfechter noch Rechtsmittel gegen das Urteil des Verwaltungs-Gerichts Freiburg vom April einlegen kann. Dieses Recht nimmt der Kläger jetzt wahr: Er geht in die nächste Instanz und stellt einen Antrag auf Zulassung der Berufung beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim.
Siehe dazu den Beitrag in der Badischen Zeitung von gestern:
Inzwischen ist auch der Name des Klägers offiziell bekannt. Er ist in dem Beitrag der Badischen Zeitung nachzulesen. Mir wurde vor Monaten verboten den Namen öffentlich zu nennen. Der Kläger befürchtete "soziale Nachteile" wenn sein Name offiziell bekannt würde. Allerdings pfiffen bereits damals sämtliche Spatzen den Namen von allen Dächern in Staufen. Die meisten Menschen in Staufen wussten für welche der Bewerbenden der spätere Kläger sich im Wahlkampf engagierte. Laut BZ-Bericht soll es auch jetzt um angebliche Verletzungen der Rechte der im ersten Wahlgang klar unterlegenen Bewerberin Pia Riesterer gehen.
In wie weit die vorgetragenen Gründe zutreffend sind und ob dem Antrag auf Zulassung zum Verwaltungsgerichtshof überhaupt stattgegeben wird kann ich nicht beurteilen. Aus meiner Sicht geht es hier nicht um die Verletzung von irgendwelchen Rechten oder um Wahlbeeinflussung. Hier geht es aus meiner Sicht vor allem ums Rechthabe und um dem Wahlsieger nachträglich ans Bein zu pinkeln!
So wie sich einzelne Bewerbende im Wahlkampf aufgeführt haben sahen diese sich bereits als "geborene Bürgermeister" von Staufen. Die Wahl erschien diesen eigentlich nur als Formsache. Dass die Wählenden das anders sahen muss offenkundig eine bis heute nachwirkende herbe Enttäuschung sein. Anders kann ich mir die trotz negativer Entscheidungen in zwei Vor-Instanzen an den Tag gelegte Hartnäckigkeit nicht erklären!
Jedenfalls wirft der Kläger weiter Sand ins Getriebe der Stadt Staufen. Es kann Jahre dauern bis eine endgültige Entscheidung gefallen ist. Bis dahin ist Dr. Bröcker immer noch nicht "richtig" Bürgermeister in Staufen. Ein gewisses Maß an Unsicherheit steht immer noch im Raum. "Vor Gericht und auf hoher See ist der Mensch allein in Gottes Hand!" Das weiß wohl niemand besser als der frühere Staatsanwalt Dr. Bröcker.
Die ständige Unsicherheit hat sicher auch eine private Dimmension: Was macht das ständige Hin und Her mit der Person Dr. Bröcker? Was macht das mit der Familie? Mit Frau Bröcker und den drei kleinen Kindern? Ob der so arg auf seinen sozialen Status bedachte Kläger und seine Hinter-Männer/ -Damen auch schon mal daran gedacht haben?
Gemeinderatssitzung in Horben:
29.07.2026
Gestern abend fand im Bürgersaal in Horben eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Im Wesentlichen ging es mal wieder um die finanzielle Situation unserer Gemeinde. Zwar wurde mehrfach betont dass Horben im Vergleich zu anderen Gemeinden noch gut dasteht. Doch das beruhigt mich wenig. Die Zahlen und vor allem der Trend stimmt mich nicht sonderlich optimistisch. Was nützt es mir wenn die Nachbarn ebenfalls pleite sind?
Frau Mangold vom Rechnungsamt der VG Hexental stellte den obligatorischen Finanz-Zwischenbericht vor. Danach entwickelt sich die Horbener Finanzlage im Großen Ganzen entsprechend der Annahmen im Haushaltsplan. Die Zahlen sind zwar nur vorläufig. Doch in einigen Bereichen werden die Einnahmen etwas höher liegen als geplant. So etwa bei der Gewerbesteuer. Bei den Ausgaben ( Kindergartenbereich!) liegen die Kosten zum Teil deutlich höher. Unter dem Strich wird ein um etwas höherer Fehlbetrag herauskommen als prognostiziert.
Beruhigend ist aus meiner Sicht dass die Baumaßnahmen "Neubau des Kindergarten" und "Erweiterung der Grundschule" ziemlich seriös und realistisch kalkuliert wurden. Bisher liegen die Kosten knapp unter den Erwartungen. Von daher mache ich mir über die spätere Endabrechnung keine allzu großen Sorgen.
Sorgen mache ich mir um die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Gemeinde für die Zukunft! Hier stimmt mich besonders eine Zahl zunehmend pessimistischer:
Derzeit beträgt die Liquidität der Gemeinde Horben noch knapp 1.400.000 Euro. Die mittelfristige Finanzplanung bis 2029 lässt erwarten dass dieser Wert zum 31.12.2029 auf etwas mehr als 200.000 € absinken wird. Ich sehe nicht dass sich dieser Trend zeitnah umkehren lässt. Wenn nichts Entscheidendes geschieht wird Horben zum Anfang des nächsten Jahrzehntes (also in vier Jahren!) zahlungsunfähig sein. Damit bestätigt sich meine seit 20 Jahren vertretene Auffassung dass der Betrieb einer selbständigen Flächengemeinde mit 1200 Einwohnern zu aufwändig ist!
Obwohl wir uns in vielen Bereichen mit im Vergleich bscheidenen Standards begnügen reicht das Geld einfach nicht. Seit ich denken kann hangeln wir uns in regelmäßigen Abständen von einem Baugebiet zum nächsten. Das bringt vorübergehend auch etwas Entlastung. Doch die Folgekosten holen uns dann schnell wieder ein. Mehr Einwohner bringen zwar mehr Einnahmen. Doch die Kosten steigen in gleicher Höhe mit. Unter dem Strich jedes Mal ein Null-Summen-Spiel!
Bürgermeister Dr. Bröcker reihte sich gestern in den Chor aller Kommunalpolitiker ein: Er unterstützt die Forderung nach mehr Hilfe von Bund und Land für Städte und Gemeinden. Diese Frorderung ist sicher berechtigt. Doch sie wird nach meiner Erwartung an der Situationwenig ändern. Bund und Land sind genau so pleite wie die Gemeinden! Auch dort hält man sich nur mit mehr oder weniger verdeckten finanziellen Taschenspieler-Tricks notdürftig über Wasser!
Eine Besserung könnte für uns ein engeres Zusammenrücken kleinerer Gemeinden bringen. Eine gemeinsame Zentralverwaltung für die Gemeinden der VG Hexental könnte erhebliche Kosten sparen. Hier hat der Gemeinderat Horben auch bereits Vorschläge und Anträge formuliert und vorgelegt. Aber es wird wohl nicht viel dabei herauskommen! Das eigensüchtige Kirchturm-Denken einzelner Bürgermeister/Innen und auch Gemeinderät/Innen lässt das nach meiner Erwartung nicht zu.
Dazu wählte Bürgermeister Dr. Bröcker ungewohnt offene Worte. Er sieht die VG Hexental in einem äußerst dis-funktionalen Zustand. Seit er auch Bürgermeister der Stadt Staufen ist wird ihm die Unzulänglichkeit der VG Hexental zunehmend bewusster. Er fordert die Gemeinderäte auf selbstbewusster aufzutreten und die Instanzen endlich zum Handeln zwingen.
Dr. Bröcker sprach damit indirekt genau das aus was ich ebenfalls schon seit zwei Jahrzehnten fordere: Die VG Hexental mit fünf Bürgermeistern, fünf autonomen Verwaltungen, fünf nebeneinander her wurstelnden Rathäusern, vier Feuerwehren, fünf gut ausgestatteten Bauhöfen ist im IT-Zeitalter ein Anachronismus der hart an die Veruntreuung von Steuergeldern heranreicht! Aus meiner persönlichen Sicht erfüllt die VG hauptsächlich den Zweck möglichst viele gut bezahlte Bürgermeisterstellen bereit zu stellen und deren Status zu sichern. Einen sachlichen Grund für die Aufrechterhaltung dieser ewiggestrigen Kirchturm-Politik kann ich jedenfalls nicht erkennen!
Das gilt es deutlich zu machen und das muss zeitnah geändert werden! Aus meiner Sicht sollte die Gemeinde Horben schnellst-möglich von der VG Hexental abrücken und sich stärker an die Stadt Freiburg anlehnen. Von dort werden wir bereits heute besser unterstützt als durch die unselige Kleinstaaterei im Hexental!
Dieser Aspekt wird zunehmend stärker hier bearbeitet werden! Bei Bürgermeister Dr. Bröcker bedanke ich mich ausdrücklich für seine klaren und offenen Worte in der gestrigen Sitzung!
Bürgermeisterwahl in Horben: Erster Bewerber hat zugesagt!
16.06.2026
Seit bekannt ist dass in der Gemeinde Horben in diesem Jahr ein neuer Bürgermeister gewählt wird wurde ich mehrfach gefragt ob es bereits Interessent/Innen gibt.
Bisher gingen zwar mehrere unverbindliche Nachfragen einzelner Aspiranten nach den Rahmen-Bedingungen (Zeitaufwand, Höhe der Aufwands-Entschädigung etc.)hier ein. Ein Dauer-Bewerber bei mehreren regionalen Wahlen denkt nach eigener Aussage darüber nach ob er "seine Erfahrung" in Horben einbringen soll. Meine bisherigen Kontakte wären aus meiner persönlichen Sicht jedenfalls keine passende Besetzung für das Amt.
In den letzten Tagen wurde das Interesse eines möglichen Bewerbers mit nachweislich hoher Fach- Kompetenz bekannt. Ein erstes "Beschnuppern" mit dem kompletten Gemeinderat fand bereits statt. Nach meinem persönlichen Eindruck verlief das Treffen für beide Seiten positiv. Aus meiner Sicht wäre diese Person eine passende Bewerbung um das frei werdende Amt.
Gestern erreichte uns die Nachricht, dass unser Gesprächspartner sich entschieden hat: Er wird zu Beginn der Bewerbungsfrist im September in Horben seine Bewerbung einreichen!
Wir wurden gebeten den Namen vorläufig noch nicht öffentlich zu nennen. Der künftige Kandidat will und soll selbst entscheiden ab wann und in welcher Form er an die Wählerschaft herantritt. Er ist jedoch damit einverstanden dass wir vermelden dass ein erster passender Kandidat intern bekannt ist.
Über diese Entwicklung freue ich mich! Ich wünsche mir zwar dass am Wahltag mehrere geeignete Bewerber auf dem Wahlzettel stehen werden. Eine Wahl ist aus meiner Sicht nur dann eine wirkliche Wahl wenn die Wählenden auswählen können unter mehreren Personen und zwischen unterscheidbaren Konzepten. Je mehr gute Kandidaten sich melden um so größer ist die Auswahl.
Doch meine Sorge war dass womöglich gar keine passende Bewerbung eingeht. In der jetzigen Situation können wir uns keinen Lehrling im Chef-Sessel unseres Rathauses leisten. Von daher bin ich schon mal beruhigt: Mindestens ein Bewerber mit der notwendigen fachlichen und persönlichen Kompetenz wird antreten!
Bürgermeisterwahl in Horben am 06. Dezember 2026
12.07.2026
Auch in der Gemeinde Horben steht die Wahl des Bürgermeisters bevor. Der seit März 2019 amtierende Bürgermeister Dr. Bröcker kandidiert nich mehr für eine zweite Amtszeit. Er wurde im Herbst 2025 zum hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Staufen gewählt. Bis zum Ende seiner Amtszeit übt er die ehrenamtliche Tätigkeit in Horben jedoch weiterhin aus. Dr. Bröcker ist also bis dahin sowohl hauptamtlicher Bürgermeister in Staufen als auch ehrenamtlicher Bürgermeister in Horben.
Der Gemeinderat Horben legte in der Sitzung am 19. Juni die Regularien für die Wahl fest:
Gewählt wird am 06. Dezember 2026 (Nikolaustag)! Eine möglicherweise notwendige Stichwahl fände am 20 Dezember 2026 rechtzeitig vor den Weihnachtsferien statt. Wenn es die Bewerber/Innen wünschen wird am Dienstag 01. Dezember 2026, 19:00 in der Festhalle eine öffentliche Kandidatenvorstellung angeboten. Dies macht in der Regel nur bei mehreren Bewerbern Sinn und diese sich auch vorstellen wollen. Doch darüber wird der Gemeinderat zu gegebener Zeit entscheiden.
Die Bürgermeisterwahl in Horben wird am 18. September im Staatsanzeiger und im Amtsblatt der VG Hexental veröffentlicht. Die Bewerbungsfrist beginnt am Samstag den 19. September um 00.00 und endet am Montag den 09. November 2026 um 18:00 Uhr. Eine Bewerbung bindet BewerberInnen auch für eine eventuell notwendige Stichwahl. Im Gegensatz zu früher kann eine Bewerbung nicht nach dem 1. Wahlgang zurückgezogen werden.
In der Sitzung wurden auch die Wahlvorstände bestimmt. Wahlvorsteher bei der Urnenwahl ist Bürgermeister Dr. Bröcker. Als Stellvertreter fungiert Reinhard Schneider. Julian Steffi ist Briefwahl-Vorstand. Stellvertreter ist Lothar Maier. Gewählt wird am Wahltag jeweils zwischen 8.00 und 18.00 Uhr.
Horben wird im Gegensatz zu den nur wenig größeren Nachbar-Gemeinden auch zukünftig durch einen ehrenamtlichen Bürgermeister verwaltet. Im Gemeinderat wurde auch nie darüber diskutiert ob die Stelle haupt- oder nebenamtlich besetzt werden soll. Wir sind uns darüber einig dass eine hauptamtliche Besetzung zum einen unnötig und zum anderen für uns zu teuer wäre. Allgemein ist es Konsens dass eine Gemeinde mit weniger als 2.000 Einwohnern keinen hauptamtlichen Bürgermeister braucht.
Seit bekannt ist dass Dr. Bröcker nicht mehr antritt haben sich bei mir persönlich bisher drei Personen nach den Rahmen-Beding-ungen erkundigt. Alle drei wären aus meiner Sicht keine gute Lösung. Auch ein ehrenamtlicher Bürgermeister sollte nach meiner Erfahrung ein Mindestmaß an Verwaltungskompetenz mitbringen. Das war bei den drei Personen nach meiner Meinung nicht der Fall. Entscheiden müßen selbstverständlich die Wähler. Aber unterstützen würde ich diese drei Bewerbungen jedenfalls nicht!
Ich bin guten Mutes dass sich geeignete Bewerber melden werden. "Ehrenamtlich" heißt ja nicht "umsonst"! Ich will hier keine Zahlen nennen. Aber ich kann sagen dass die bisher gewährte Aufwands-Entschädigung plus der Versorgungsleistungen aus meiner Sicht durchaus angemessen ist.
Meine persönliche Wunsch-Vorstellung wären BewerberInnen mit Erfahrung mindestens im gehobenen Verwaltungsdienst. Jemand der vor dem Ruhestand steht und noch nicht aufhören will. Ein Bürgermeister-Amt als Abschluss einer mittleren Amtsleiter-Karriere? Unser Bürgermeister wird unterstützt durch eine aktive Bürgerschaft mit motivierten Ehrenämtlern, eine kompetente Verwaltung und einen engagierten Gemeinderat.
Ich könnte mir weniger sinnvolle Tätigkeiten für einen aktiven (Vor-)Ruheständler vorstellen als das Bürgermeisteramt in Horben!
Verwirrung in Wittnau: Was wurde da eigentlich gewählt?
11.07.2026
In meinem Beitrag unten schrieb ich über die Pseudo-Bürgermeisterwahl in der Nachbargemeinde Wittnau. Nur 35,5% der Wahlberechtigten waren zur Wahl gegangen. 16% dieser Unentwegten wählten andere Personen als den einzigen offiziellen Kandidaten. Dabei gehe ich davon aus dass die ungültigen Stimmzettel nicht den Namen des amtierenden Bürgermeister enthielten. Darin waren wohl andere Namen ohne genaue Anschrift eingetragen. Sie konnten daher nicht eindeutig zugeordnet werden.
Zu meinem Beitrag entwickelte sich eine rege Diskussion. Von Montag bis Freitag gingen 34 Reaktionen in unterschiedlicher Form bei mir ein. Davon 21 aus Wittnau und aus Au. Dazu bin ich selbst auf mir als gut informiert bekannte Personen in Wittnau und in Au zugegangen. Danach muss ich feststellen dass selbst Gemeinderäte unterschiedlicher Auffassung darüber sind was die Wahl für die Gemeinden Au und Wittnau wohl bedeuten wird.
Ich selbst war der Meinung dass sich der Gemeinderat Wittnau wieder für einen hauptamtlichen Teilzeit-Bürgermeister entschieden hat. Dass Herr Kindel also bei der in wenigen Monaten stattfindenden Wahl in Au ebenfalls für das gleiche Modell antreten wird. So jedenfalls habe ich persönlich den entsprechenden Beschluss des Gemeinderates Wittnau interpretiert.
Mehrere Anrufer berichtigten mich jedoch: Herr Kindel sei wieder zum Vollzeit-Bürgermeister in Wittnau bestimmt worden. Das sei in dem damaligen Gemeinderatsbeschluss festgelegt worden. Darum sei es bei den Diskussionen in der Bürgerschaft im Vorfeld der Wahl gegangen und so sei es auch in der nachfolgenden Bürger-Informationsveranstaltung kommuniziert worden.
Dies wurde mir auch auf meine Anfrage bei einem Mitglied des Gemeinderates Wittnau bestätigt. Zwei andere Räte haben den Beschluss so verstanden dass das bisher praktizierte Teilzeit-Modell mit Au weitergeführt werden soll. Aus Au höre ich jedoch dass Herr Kindel dort wohl nicht mehr antreten wird. Seine Position in Au sei nach privaten Turbulenzen erschüttert.
Mit anderen Mitgliedern in der VG-Verbandsversammlung wurde auch diskutiert unter welchen Umständen Kindels heutige Lebensgefährtin vom Rathaus in Au zum Bauamt in der Verwaltungsgemeinschaft Hexental überwechseln konnte. Herr Kindel ist Vorsitzender der VG Hexental und Mitglied im allein für diese Personalie zuständigen vierköpfigen Verwaltungsrat. Bis heute wurde dem VG-Haupt-Organ Verbandsversammlung kein Protokoll zu der fraglichen Sitzung des Verwaltungsrates vorgelegt.
Wir wissen nicht ob andere Bewerbungen für diese Position eingegangen waren und aus welchen Gründen ggf. gerade diese Bewerberin den Vorzug vor anderen Bewerbenden erhalten hat. Mich würde auch interessieren ob Herr Kindel selbst aktiv an der Einstellung seiner Lebensgefährtin mitgewirkt hat.
Herr Kindel täte gut daran den Vorgang offen und nachvollziehbar öffentlich darzulegen! Diese intransparente Entscheidung Im Hinterzimmer lässt das Gerede darum bis heute nicht verstummen.
Kritisiert wird auch Ämterhäufung. Herr Kindel ist nicht nur Bürgermeister in gleich zwei Gemeinden. Seit zwei Jahren ist Herr Kindel auch der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Hexental. In einem externen Gutachten werden dort schwerwiegende Defizite benannt. Darüber hinaus ist er Vorsitzender des Bürgermeister-Sprengels Schönberg-Batzenberg. Ob er auch noch wie früher Organisator der deutschen Bürgermeister-Nationalelf ist konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.
Alle diese Punkte waren Gegenstand meiner Diskussionen zum Thema Bürgermeisterwahl in Wittnau. Den Gesprächen entnehme ich dass die Position des Bürgermeisters Jörg Kindel sowohl in Wittnau als auch in Au deutlich geschwächt ist!
Eine Wahl ohne Auswahl!
06.07.2026
Es kommt selten vor dass mich eine Bürgermeisterwahl in einer Gemeinde unserer Region nicht interessiert. Normalerweise bin ich bei solchen Ereignissen hautnah dabei. Doch die Wahl in unserer Nachbargemeinde Wittnau interessierte mich absolut nicht. Wahlen mit nur einem Kandidaten halte ich für eine reine Farce. Bei einer Wahl müssen die Wählenden die Auswahl haben unter mehreren Personen und unter unterscheidbaren Konzepten. Das war bei der Wahl heute in Wittnau nicht gegeben.
Dass sich kein Gegenkandidat gemeldet hat ist zwar dem Bewerber Kindel nicht anzulasten Theoretisch hätte zwar auch eine andere Person als der offizielle Kandidat gewählt werden können. Dazu hätte man diese Person extra mit korrekt geschriebenem Namen und mit vollständiger Adresse auf den Stimmzettel schreiben müssen. Ich kann mich nicht erinnern dass jemals der einzige (Wieder-) Bewerber nicht gewählt wurde.
Dass Wittnau wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister bestellen will war im Dorf umstritten. Die Entscheidung des Gemeinderates wurde in der Bürgerschaft teilweise heftig kritisiert. Vor allem die intransparente Art und Weise wie diese Entscheidung getroffen wurde kam im Dorf nicht gut an. Auch eine eiligst "nachgeschobene" Informations-Veranstaltung führte nicht zu mehr Akzeptanz. Bereits von daher war eine angemessene Wahlbeteiligung nicht zu erwarten.
Zwar teilt sich die Gemeinde Wittnau die Stelle mit der Nachbargemeinde Au. Doch Au wählt in wenigen Monaten ebenfalls neu. Was ist wenn Jörg Kindel dort dann nicht gewählt wird? Hat Wittnau dann bis 2034 wieder einen Vollzeit-Bürgermeister am Hals? Angesichts der Haushaltslage in Wittnau wäre das fatal. Dass er in Au wiedergewählt wird mag er selbst zwar als wahrscheinlich voraussetzen. Doch sicher ist das nicht. Ich höre auch von dort Stimmen die vor allem außerdienstliche Vorgänge im Rathaus Au äußerst negativ bewerten.
Jörg Kindel ist wieder für acht Jahre gewählt. Das ist Fakt. Die Umstände drum herum interessieren morgen niemand mehr. Doch über das Wahlergebnis kann auch er keine besondere Freude empfinden. Vor allem nicht über die Wahlbeteiligung. Nur 35,5% der Wittnauer Wahlberechtigten gingen überhaupt zur Wahl. Von 1218 Stimmberechtigten gaben ganze 432 ihre Stimme ab. 886 hatten etwas besseres vor. Das hat es in der traditionell am Gemeinwesen stark interessierten Gemeinde Wittnau noch nie gegeben!
Von diesen 432 tatsächlich Wählenden entschieden sich nur 348 für ihren bisherigen Bürgermeister. Das sind gerade mal 84% der abgegebenen Stimmen. 16% oder 84 Personen wählten andere Personen oder gaben ungültige Stimmzettel ab. Nur 28% der Wittnauer Wahlberechtigten haben Jörg Kindel zum Bürgermeister gewählt.
Ob sich Jörg Kindel mit diesen 28% aktiver Zustimmung demokratisch legitimiert sieht muss er selbst entscheiden! Gestärkt geht er aus dieser "Wahl" jedenfall nicht hervor!
Kaum Aussicht auf eine intensivere Zusammenarbeit der Gemeinden im Hexental
05.07.2026
Die Gemeinden Au, Horben, Merzhausen, Wittnau und Sölden erledigen Teile ihrer Verwaltung gemeinsam im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hexental. Im Rathaus Merzhausen ist das Rechnungsamt, das Bauamt, das Standesamt und andere VG-Dienststellen angesiedelt. Die Kosten werden von den einzelnen VG-Gemeinden anteilig gemeinsam getragen.
Ein externes Gutachten sagt aus dass die Institution VG Hexental ihre satzungsgemäßen Aufgaben nur unvollkommen erfüllt. Einzelne übertragene Aufgaben werden laut Gutachten gar nicht erledigt. Andere werden in den Gemeinden und in der VG doppelt erledigt. Es fehlt an Personal und in einzelnen Bereichen ist die notwendige Fachkompetenz nur unzureichend vorhanden.
Die Gemeinderatsgremien der beteiligten Gemeinden diskutieren seit Monaten intern und gemeinsam wie die Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft verbessert werden kann. Zu den erkannten organisatorischen Mängeln kommt die zunehmende kommunale Finanznot die auch die Gemeinden im Hexental zu Einsparungen zwingt.
Das Gutachten stellt neben anderen zwei Lösungen in den Raum:
Zum einen den Zusammenschluss der fünf Gemeinden zu einer Gesamtgemeinde Hexental. Diese Lösung war eigentlich bereits bei der Verwaltungsreform im Jahre 1971 vorgesehen: Die VG Hexental sollte lediglich Vorläufer einer Gesamtgemeinde sein. Die bis dahin selbständigen Gemeinden sollten ihre Strukturen einander anpassen und sich dann zur Gesamtgemeinde zusammenschließen. Diese Absicht war die Voraussetzung dafür dass die Verwaltungsgemeinschaft vom Land überhaupt genehmigt wurde.
Zu diesem Zusammenschluss ist es nie gekommen. Vor allem die inzwischen hauptamtlichen Bürgermeister im Tal verhinderten die Erfüllung dieser eigentlich verbindlichen Auflage. Zumindest vier der fünf Bürgermeister wären damit überflüssig geworden. Ebenso wären vier der fünf Hauptamtsleiter entfallen. Bauhofleiter, Feuerwehrkommendanten, Gemeinderäte..... Viele fürchteten um ihr Amt und um ihre Bedeutung. So wurde die kleinteilige Kirchturmspolitik beibehalten und noch weiter zementiert.
Eine Gesamtgemeinde Hexental kommt für die meisten Gemeinderäte immer noch nicht in Frage. Sachlich begründen lässt sich diese Haltung aus meiner Sicht nicht. Die Lebensverhältnisse sind inzwischen gleich, die Bewohner kennen sich, die Vereine und Institutionen arbeiten bereits zusammen. Ich sehe nicht was in den damals gebildeten Gesamt-Gemeinden Ehrenkirchen, Schallstadt, Staufen oder Münstertal schlechter läuft als bei der Kleinstaaterei im Hexental.
Das genannte Gutachten weist einen weiteren Weg: Die Einrichtung einer gemeinsamen Verwaltung! Alle Verwaltungsaufgaben aller fünf Gemeinden sollten von dieser Dienststelle aus erledigt werden. Leiter dieser Zentralverwaltung wäre ein angestellter oder beamteter Verwaltungsfachmann ohne politischen Auftrag. Das gesamte Personal aus allen Gemeinden wäre bei dieser Dieststelle angestellt. Die einzelnen Aufgaben würden zusammengefasst, zentral verantwortet und für alle erledigt. Notwendige Präsenzen vor Ort in den einzelnen Rathäusern könnten von VG-Personal wahrgenommen werden.
Dieser Weg wäre nahezu identisch mit der Situation im Jahr 2018: Die Gemeinde Horben wollte ihre Verwaltung auflösen und in die Verwaltung der Gemeinde Merzhausen integrieren. Doch das Vorhaben wurde durch einen Bürgerentscheid in Horben verhindert. Mit aus meiner Sicht unsinnigen Argumenten, mit Halbwahrheiten und Ganz-Lügen gelang es den Gegnern diese in der heutigen Zeit einzig sinnvolle Maßnahme zu sabotieren und eine Mehrheit zu überzeugen.
In der letzten Gemeinderatssitzung am 23. Juni sprach sich der Gemeinderat Horben für die Bildung einer Gesamtverwaltung im Hexental aus. Die Gemeinde Horben wird dazu den Antrag an die Verbandsversammlung der VG Hexental stallen. Der Beschluss wurde im Gemeinderat Horben einstimmig gefasst.
Doch dazu wird es wohl nicht kommen. Die Widerstände sind weiterhin zu groß. Beim Zustandekommen dieses Konstruktes wären nämlich die noch amtierenden hauptamtlichen Bürgermeister überflüssig. Der Plan sieht vor dass die Bürgermeister von ihrer Verwaltungs-Verantwortung entbunden würden. Sie wären dann nicht mehr "Chef`s der Verwaltung". Dafür wäre der beamtete Verwaltungsdirektor zuständig. Bürgermeister hätten nur noch eine politische Funktion. Sie könnten ehrenamtlich berufen werden.
Daran wird eine Reform der Verwaltungsgemeinschaft Hexental wohl scheitern. Der Antrag der Gemeinde Horben wird aus meiner Sicht keine Chance auf Annahme und Umsetzung haben. Der Gemeinderat Sölden hat eine intensivere Zusammenarbeit in der VG bereits strikt abgelehnt. Aus Merzhausen höre ich ebenfalls große Vorbehalte. Wittnau wählt heute wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister. Wenn nicht irgendwann übergeordnete Stellen eingreifen wird die längst überholte, viel zu teure Kirchturmspolitik im Hexental so lange weitergehen bis alle Gemeinden pleite sind. Die Pensionen der heutigen Bürgermeister aus anderen Kassen sind jedenfalls auch dann gesichert.
Meine Meinung ist seit langer Zeit dass sich die Gemeinde Horben vom Hexental lösen und sich verstärkt der Stadt Freiburg zuwenden sollte. Was wir aus Merzhausen bekommen könnte uns auch die Stadt Freiburg mindestens in gleicher Qualität liefern. Bisher habe ich dafür wenig Unterstützung bekommen. Inzwischen treten gewichtige Stimmen dafür ein dass die Möglichkeiten zu einer engeren Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg zumindest mal ergebnis-offen ausgelotet und diskutiert werden.



