
Persönliches + Privates
Hier werden Themen bearbeitet die zu den anderen Überschriften nicht passen:
Elitär, arrogant und asozial: Das Verhalten eines Professors!
14.03.2026
Gestern ist mir das Bild unten rechts versehentlich in meine Facebook-Seite reingerutscht. Es zeigt meine Gartenfläche die ich in den zuletzt warmen Tagen zur Bepflanzung vorbereitet habe. Die beiden anderen Bilder zeigen in der Mitte das Zuhause meiner vier Hühner und einen weiteren Teil meines Haus-Umfeldes. Die Bilder links und in der Mitte wurden im letzten Sommer aufgenommen. Das rechte Bild vor wenigen Tagen.
Für mich überraschend kamen zu dem versehentlich eingefügten Bild bis heute morgen insgesamt 19 Kommentare. Überwiegend mit Fragen zu dem unbeschrifteten Foto.
Ein mir persönlich gut bekannter Leser findet das Bild jedoch lächerlich. Ich sollte meine Zeit besser nutzen als sie mit solch unzeitgemäßem Getue zu verschwenden. Zum einen rechnet es sich nicht. Zum andern sei es auch nicht mehr notwendig. Lebensmittel in allen Variationen aus aller Herren Länder gebe es heute in Hülle und Fülle.
Der Leser sieht in meinem Tun einen Beweis dafür, dass "Die Grünen" absolut aus der Zeit gefallen seien. Statt sich den wirklich wichtigen Themen zuzuwenden und sich aktiv am Erhalt des gesellschaftlichen Wohlstandes zu beteiligen geben sie sich mit solchem Unsinn ab. Ich soll da Gras säen und gut sei!
Diese in ziemlich aggressiver Tonlage vorgetragene Aussage würde ich gar nicht zur Kenntnis nehmen wenn sie nicht von einem emeritierten Professor an der Universität Freiburg käme. Ich kenne den Mann seit vielen Jahren aus der Zeit in der ich selbst an der Universität angestellt war. Auf seinen ausgedehnten täglichen Wanderungen kommt er nahe an meinem Haus vorbei. Hin und wieder ergibt sich auch ein kurzes Gespräch. Allerdings spüre ich schon länger, dass er mich nicht ganz für voll nimmt. Mein intellektuelles Niveau reicht wohl aus seiner Sicht nicht ganz an das eines Universitäts-Professors heran.
Ich muss mich für mein Tun nicht rechtfertigen. Was ich da mache ist nicht nur Neigung und Hobby. Mir obliegt es mein Anwesen zu gestalten, zu bewirtschaften und zu pflegen. Das könnte ich tatsächlich auch tun in dem ich Rasen anlege und mir einen Mäh-Roboter kaufe. Doch ich bin nun mal der Meinung dass ich als Eigentümer von Land auch die Pflicht habe etwas Sinnvolles damit zu machen. Außerdem bin ich mit landwirtschaftlicher Tätigkeit aufgewachsen. Von daher liegt mir das was ich mache immer noch im Blut. Es ist für mich weder Arbeit noch Hobby. Es gehört zu meinem Leben einfach dazu.
Zum andern sehe ich in nachhaltiger gärtnerischer Aktivität durchaus einen gesellschaftlichen Nutzen. Neben dem Erhalt der Natur und der Förderung der Artenvielfalt und nicht zuletzt der Erzeugung gesunder Lebensmittel sehe ich einen weiteren Aspekt: Das Bewahren von Wissen und Fertigkeiten!
Nach meiner Überzeugung wird in nicht allzu ferner Zeit wieder das Selbermachen ein wichtiger Baustein im Alltag sein. Sich selbst versorgen, Dinge selbst erledigen, selbst herstellen, selbst reparieren, selbst erzeugen. Die Zeit des Delegierens an externe Dienstleister wird für viele bald zu teuer werden. Das gilt auch für einen bestimmten Grad der Selbstversorgung mit Lebensmitteln. Dann muss noch jemand da sein der noch weiß wie Selbstversorgung und Selbermachen geht!
Was mich besonders ärgert ist die Arroganz dieses ehemaligen Professors. Sein Verhalten zeigt mir, wie abgehoben manche Mitglieder der sogenannten Eliten sind. Weil ich ihn persönlich kenne und daher weiß dass er in praktischen Dingen eine absolute Niete ist hätte ich mehr Nachdenklichkeit erwartet. Er sollte denjenigen die anders als er unterwegs sind und seine eigenen Defizite dadurch ausgleichen Respekt entgegen bringen! Den gleichen Respekt den ich vor seinen wissenschaftlichen Leistungen habe. Er war auf seinem Fachgebiet anerkannte Spitze.
Doch seit seiner jetzt im Netz geäußerten Geringschätzung ist dieser Respekt schlagartig erloschen. Wo wird unsere Gesellschaft enden wenn unsere Eliten sich derart asozial verhalten?
Horben trauert:
06.03.2025
Heute um 14.30 findet in der Dorfkirche St. Agatha die Trauerfeier für unseren verstorbenen Mitbürger Josef Kury statt.
Sepp und ich gingen zusammen zur Schule. Zeitlebens hatten wir ein gutes Verhältnis. Ich schätzte seine ehrliche Offenheit und seinen oft hintergründigen Humor. Sepp war ein geselliger, gradliniger, ehrlicher Mann bei dem man stets wusste woran man bei ihm war. Bereits in frühester Jugend beneidete ich ihn um sein überragendes technisches Verständnis und um sein handwerkliches Geschick.
Josef Kury verstarb am 25. Februar. In wenigen Tagen wäre er 77 Jahre alt geworden. Er hinterlässt in der Dorfgemeinschaft eine spürbare Lücke. Unsere Gedanken sind bei der Familie!
Ebenfalls heute um 14.00 findet in der Einsegnungshalle im Hauptfriedhof in Freiburg die Trauerfeier für Hugo Zähringer statt. Hugo lebte mit seiner Familie in Freiburg. Er stammte vom Anwesen "Kuppel" am Gerstenhalm. Sein trockener Humor und seine klare Ansprache werden mir in guter Erinnerung bleiben. Hugo Zähringer interessierte sich noch im hohen Alter für das was in seinem Heimatort Horben vor sich ging.
Am kommenden Mittwoch, den 11. März um 14.00 findet in der Pfarrkirche St. Peter die Trauerfeier mit anschließender Urnenbestattung für Hubert Dold statt. Mit ihm starb im Alter von fast 90 Jahren ein Mann der in Horben viel bewegt hat.
Hubert stammte aus St. Peter im Schwarzwald. Er heiratete in jungen Jahren in die Horbener Unternehmerfamilie Bernauer ein. Schwiegermutter Rose Bernauer betrieb mit ihren Töchtern Agnes und Hildegard neben der Kirche einen Kaufladen. Josef Bernauer war selbständiger Fuhrunternehmer.
Hubert Dold arbeitete zunächst als Kraftfahrer bei Josef Bernauer. Später baute er zusammen mit seiner Frau Hildegard den kleinen Kaufladen zu einem damals modernen Selbstbedienungs-Laden um. In Horben vor 60 Jahren eine Sensation! Die Sachen selbständig aus dem Regal nehmen und zur Kasse tragen? Das konnte man sich lange nicht vorstellen!
Der Laden ging später an Gertrud und Horst Ballosch über. Die Familie Dold baute im Dorf gegenüber des "Raben" zwei neue Wohnhäuser. In einem der Häuser wurde später das heutige "Dorf-Chalet" eingerichtet. Seinen Lebensabend verbrachte Hubert in seinem Geburtshaus in St. Peter.
Hubert hatte in seiner Zeit in Horben viel bewegt. Er war einer der Mitbegründer des Schachclubs Horben und er war treibende Kraft bei der Gründung des Skiclubs Horben. Im Musikverein Horben war er sechs Jahrzehnte lang Mitglied. Im Jahre 1969 brachte er seinen früheren Lehrer Valentin Schweiger dazu in Horben um das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Mit tatkräftiger Unterstützung des wortgewaltigen Hubert Dold und anderer Aktivisten wurde Valentin Schweiger nach einem aufregenden Wahlkampf schließlich zum Bürgermeister gewählt.
Ich selbst habe Hubert Dold zu danken. Bei seiner späteren Tätigkeit in einem Mineralöl-Konzern sorgte er dafür, dass ich zu meiner Zeit als Tankwagen-Spediteur von der Freiburger Filiale seines Unternehmens immer wieder Transport-Aufträge erhielt. Gerade in meiner Anfangszeit war das für mich eine große Hilfe!
Ich schreibe dies deshalb so ausführlich weil nach meiner Wahrnehmung das Wirken des Hubert Dold für die Horbener Dorfgemeinschaft nie angemessen gewürdigt wurde. Das wollte ich mit diesem Beitrag ein Stück weit nachholen. .


