Lebenswelt Komunalpolitik

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Horben: Gemeinderatssitzung findet nicht statt!

12.05.2026

Bitte um Beachtung: Die für Dienstag, 19. Mai angekündigte Gemeinderatssitzung in Horben fällt aus. Die Absage erfolgt aufgrund verschiedener verwaltungsinterner und terminlicher Gründe so dass eine ordnungsgemäße Durchführung der Sitzung nicht möglich ist.

Bürgermeister Dr. Bröcker stellt dazu fest, dass die Absage der Sitzung nichts mit einem kollidierenden Termin in Staufen zu tun hat. Dort wird er am 20. Mai, also einen Tag später zum Bürgermeister bestellt. Dieser Verdacht wurde offenbar von besonders kritischen GemeinderätInnen in den Raum gestellt. Doch er habe sich für die Sitzung am Dienstag die notwendige Zeit freigehalten. 

Die tatsächlichen Gründe seien darin zu sehen dass ein wichtiger Referent seine Teilnahme abgesagt habe. Dazu wurde ein zur Bearbeitung vorgesehener Bauantrag zurückgezogen. Bei einem weiteren Thema seien weitere Fragen aufgetreten die vor einer Beschlussfassung noch geklärt werden müssen.

Dr. Bröcker stellt klar dass im Falle seiner Verhinderung ein/e Bürgermeisterstellvertreter/in mit der Sitzungsleitung beauftragt worden wäre. Die weiter noch vorgesehenen Themen seien jedoch nicht so dringend als dass sie nicht auch im Juni noch bearbeitet werden könnten.

So weit die Erklärung aus dem Rathaus. Ich habe keinen Grund an dieser Darstellung zu zweifeln. Zwar hätte ich Verständnis wenn Dr. Bröcker sich am Vorabend seiner Amtseinführung in Staufen von seinen Stellvertretern vertreteten ließe. Dafür sind diese ja da. Doch wenn sowieso alle wichtigen Themen weggebrochen sind kann ich auch mit der Absage leben. Der Aufstand aus der bekannten Ecke ist aus meiner Sicht mal wieder deutlich überzogen.

Vielleicht sollten wir den frei gewordenen Abend zu einer internen Besprechung nutzen? Ich sehe mit einiger Sicherheit voraus dass es bei Dr. Bröcker zukünftig doch zu Termin-Überschneidungen und damit bei Dr. Bröcker zu Verhinderungen kommen könnte. Es macht keinen Sinn hier darauf zu hoffen dass alles glatt nebeneinander her laufen wird. 

Immerhin ist Dr. Bröcker noch 9 Monate in Horben im Amt. Diese Zeit sollten wir gemeinsam in gewohnter Ordnung bewältigen.  Vor allem die Finanzlage erfordert aus meiner Sicht nach den neuesten Informationen unsere besondere Aufmerksamkeit. Es ist jetzt absolut nicht die Zeit um auf Populismus zu machen und grundlos auf die Barrikaden zu klettern!

Von daher wäre es nach meiner Meinung sinnvoll die neu entstandene Situation intern zu besprechen. Auch zum Thema "interkommunale Zusammenarbeit" werden bis dahin neue Informationen vorliegen. Aus dem Grund bitte ich die Kolleg:innen der großen Fraktionen zu überlegen ob wir uns am 19. Mai nicht zu einer internen Besprechung treffen sollten? Ich werde mir den Abend jedenfalls frei halten. 

Herrn Dr. Bröcker wünsche ich alles Gute für seinen Amtsantritt am 20 Mai in Staufen! Ich habe seinen Weg dort von Anfang an aufmerksam verfolgt. Er wird es dort bestimmt nicht leicht haben. Zum einen tritt er dort in sehr große Fußstapfen. Zum andern sehe ich im Staufener Gemeinderat und in der Bürgerschaft Kräfte, die erst noch überzeugt werden müssen. 

 

Hexental - Rund um die Bürgermeisterwahlen:

11.05.2025

In diesem Jahr finden in Wittnau und in Horben Bürgermeisterwahlen statt. In Au wohl Anfang des kommenden Jahres. In Wittnau bewirbt sich Jörg Kindel um eine weitere Amtszeit. Er will allerdings nicht mehr als Doppelbürgermeister in Au und in Wittnau fungieren. Somit wird zumindest in Au eine andere Person dieses Amt übernehmen.

Der Gemeinderat in Wittnau hat sich wieder für einen hauptamtlichen Bürgermeister entschieden. Mit dieser Entscheidung sind nach wie vor viele Bürger unzufrieden. Bisher wurde das Modell "Doppel-Bürgermeister" als interkommunale Errungenschaft in höchsten Tönen gepriesen. Jetzt ist es offenbar doch nicht so toll. 

Mit dieser Entscheidung erschwert oder verhindert gar der Gemeinderat Wittnau auch mögliche Optionen für eine engere Zusammenarbeit der Gemeinden im Hexental untereinander. Wenn in Wittnau ein hauptamtlicher Vollzeit-Bürgermeister gewählt ist dann gilt das für acht Jahre. Solange ist dann eine andere Konstruktion nur möglich wenn der gewählte Amtsinhaber einverstanden ist.

Viele Bürger in Wittnau finden die Entscheidung ihres Gemeinderates nach wie vor als nicht nachvollziehbar. Wenn es bisher mit einem 50%-Bürgermeister so gut geklappt hat wie stets behauptet wurde: Warum wird jetzt wieder alles zurück gedreht? Vor allem wegen der mehr als schlechten Haushaltslage in Wittnau ist diese Entscheidung vielen Bürgern unverständlich. Nach meinen Informationen wird diese Entscheidung nach Ende der Bewerbungsfrist in Wittnau noch intensiv hinterfragt und diskutiert werden.

Anders ist die Situation in Horben. Der derzeitige ehrenamtliche Bürgermeister Dr. Bröcker wurde zum hauptamtlichen Bürgermeister in Staufen gewählt. Er hat schon länger angekündigt dass er für eine weitere Amtszeit in Horben nicht mehr zur Verfügung steht. Er wird aber nach Kräften mithelfen den Übergang geordnet zu gestalten. So gehe ich davon aus dass er nicht einfach so aus dem Amt laufen wird wie sein Vorgänger Markus Riesterer bei dessen unrühmlichem Abgang.

Seit bekannt ist dass das Amt in Horben ebenfalls neu besetzt wird meldeten sich bei mir inzwischen vier interessierte Personen. Sie wollten wissen was da eigentlich zu tun ist. Bei zwei Aspiranten war die erste Frage wie hoch denn die Aufwands-Entschädigung ist. Ebenfalls zwei der Interessierten wollten mich und und meinen Blog als Unterstützer gewinnen. Aus meiner Sicht war jedoch niemand dabei den ich persönlich als geeignet ansehen würde. Unterstützen werde ich nur den- oder diejenige die ich selbst nach bestem Wissen und Gewissen als wählbar empfehlen kann. 

Sinnvoll fände ich wenn sich der Gemeinderat möglichst bald mit dem Thema befassen würde. Wir sollten uns bemühen möglichst mehrere geeignete BewerberInnen zu einer Kandidatur zu motivieren. Wir sollten nicht riskieren dass jemand Ungeeigneter ins Amt kommt nur weil womöglich kein weiterer Kandidat zur Verfügung steht. Für Populisten ist dieses Amt der falsche Platz.

Sollte sich jemand aus meiner Leserschaft eine Kandidatur in Horben um das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters vorstellen können stehen ich und bestimmt auch andere Mitglieder des Gemeinderates für ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung. Auf meine / unsere Vertraulichkeit können Sie dabei zu 100 % zählen! Mein / unser Interesse liegt ausschließlich an einer möglichst kompetenten Besetzung für dieses Amt.

Für mich selbst ist der nächste Bürgermeister der sechste den ich erlebe. Bisher waren es Ferdinand Zimmermann (1946-1969, Valentin Schweiger (1969-1975), Werner Dammert (1975 - 2002), Markus Riesterer (2002 - 2018) und jetzt Benjamin Bröcker seit 2018. In meiner Amtszeit als Gemeinderat seit 1999 habe ich die Herren Dammert, Riesterer und Dr. Bröcker erlebt. Ich will nach Kräften mithelfen unserer Wählerschaft ein kompetentes Kandidatenfeld zur Auswahl vorzulegen.

 

Zum Ursprung des Dorfes Horben

06.05.2026

Zuletzt kamen mehrfach Anfragen von weiter entfernt lebenden Leser:innen nach der Entstehungsgeschichte des Dorfes Horben. Der Einfachheit halber füge ich einen Auszug aus einem Text ein den ich vor mehreren Jahren geschrieben hatte und der damals in einem anderen Zusammenhang in einem Heimatkalender veröffentlicht wurde. 

Den ganzen Text darf ich wegen der abgetretenen Urheberrechte nicht veröffentlichen. Das Bild stammt von einer alten Postkarte die ich im Nachlass meiner im Jahr 2009 verstorbenen Mutter gefunden habe: 

Südlich der Universitäts-Stadt Freiburg liegt das heute gerade mal 1200 Einwohner zählende Bergdorf Horben. Diese wenigen Bewohner verteilen sich auf 8,75 Quadrat-Kilometer Fläche. Das Dorf liegt auf einem westlichen Ausläufer des 1284 m hohen Berges Schauinsland. Die Höhen-Unterschiede sind beträchtlich: Horben geginnt im Bohrertal bei 300 m Seehöhe. Die hochgelegenen Ortsteile Münzenried und Gerstenhalm liegen über 900 m hoch. Die Kernort mit Kirche, Rathaus, und Schule befindet sich auf einer kleinen Hochebene in 600 m Höhe.

Die Einwohner von Horben arbeiten heute überwiegend auswärts. Ein kleiner Teil arbeitet noch in der Landwirtschaft. Als zusätzliche Einkommensquelle für die Bauern entwickelte sich zunehmend der Tourismus. Wegen der herrlichen Höhenlage und durch die Nähe zur Großstadt ist Horben heute ein bekannter und viel-besuchter Urlaubs-Standort.

Über die Entstehungsgeschichte des Dorfes Horben ist nur wenig bekannt. Bei einem Großbrand auf dem Bauernhof des Bürgermeisters um 1850 wurden alle Unterlagen der Gemeinde vernichtet. Weil das damalige Rathaus baufällig und mit Schimmel befallen war erledigte Bürgermeister Asal zu der Zeit die Amtsgeschäfte in seiner privaten Wohnstube auf dem Christes-Hof.

Böse Zungen behaupten heute noch dass der Ursprung der Siedlung Horben in einem Großbrand des Freiburger Gefängnisses liegt: Irgendwann mussten die Wächter die Tore öffnen. Die meisten Insassen nutzten die unerwartete Chance und entflohen in alle vier Himmelsrichtungen. Noch am selben Abend sollen hoch oben am Horbener Berg die ersten Lagerfeuer gelodert haben. 

Aus diesen Anfängen heraus soll sich im Laufe der Jahrhunderte die Gemeinde Horben entwickelt haben. Als Ur-Horbener weise ich solche Darstellungen selbstverständlich ganz entschieden zurück!

Gesichert ist lediglich dass Horben um 1700 aus 24 Bauernhöfen bestand. Mit Ausnahme des im 19. Jahrhundert aufgelösten Salzburger-Hofes im Gründle bestehen diese Stammhöfe immer noch. Die ehemaligen Hofgebäude werden heute überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Die zu den Höfen gehörenden landwirtschaftlichen Flächen werden von den noch verbliebenen aktiven Landwirten weiter bewirtschaftet. Doch die Hof-Namen sind im dörflichen Sprachgebrauch nach wie vor bekannt und präsent. 

Die Ur-Horbener lebten ursprünglich hauptsächlich von der Landwirtschaft, vom Wald und wohl auch von der Jagd. Die Erzgruben am Schauinsland boten ihnen durch die Herstellung von Holzkohle weitere Verdienst-Möglichkeiten. Die Holzkohle wurde im Bergbau zur Erz-Schmelze benötigt. Durch die Abholzung der dafür verwendeten Eichen und Buchen entstand das heute noch weitgehend erhaltene markante Horbener Landschaftsbild. 

 

Horben: Anstehende Veränderungen und Diskussionen transparent begleiten!

29.04.2026

Wer als Gemeinderat an größeren Veranstaltungen teilnimmt kommt um kommunalpolitische Diskussionen nicht herum. Die Mitbürger wollen erfahren was in der Gemeinde läuft, warum etwas gerade so laufen muss und nicht anders und sie machen sich Gedanken über die Zukunft der Gemeinde. Als Gemeinderat ist es mir seit jeher ein Anliegen dieses Interesse so gut als möglich zu bedienen und zu kommunalpolitischer Transparenz beizutragen. Diesem Zweck dient auch ein Stück weit dieser Blog.

Am Sonntag beim Treffen der älteren Mitbürger unserer Gemeinde habe ich gespürt dass dieses Interesse gerade aktuell besonders hoch ist. Die Bewerbung von Bürgermeister Dr. Bröcker in Staufen erhielt in Horben doch mehr Aufmerksamkeit als ich zunächst wahrgenommen hatte. Meine Berichte dazu wurden auch in Horben intensiv gelesen. Da in diesem Jahr bei uns ebenfalls die Bürgermeisterwahl ansteht machen sich viele Menschen Gedanken wie es danach wohl weitergehen wird. Darüber hinaus werfen die gerade wieder anlaufenden Diskussionen um eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden bei vielen Menschen Fragen auf.

Die meisten Gespräche am Sonntag drehten sich um die Ende des Jahres anstehende Bürgermeisterwahl. Dr. Bröcker gab bereits früher bekannt dass er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen wird. Wir werden also danach auf jeden Fall eine andere Person in diesem Amt haben. Die Diskussionen gingen vor allem um die Frage nach geeigneten KandidatInnen. Es wäre fatal wenn sich nur Bewerber ohne das notwendige fachliche Rüstzeug melden würden. Die Zeit, in der sich Leute mit anderem Hintergrund einarbeiten konnten sind auch in kleinen Gemeinden vorbei. Die Aufgaben sind mittlerweile so komplex dass aus meiner Sicht fundierte Verwaltungserfahrung auch bei einem ehrenamtlichen Bürgermeister unabdingbar ist.

Wohl im Scherz wurde ich mehrfach gefragt ob ich nicht doch noch einmal antreten will. Die früher geltende Altersgrenze ist aufgehoben. Dazu bin ich jetzt seit 1999 mit einer krankheitsbedingten Unterbrechung aktiv als Gemeinderat tätig. Bei meinen Bewerbungen 2004 und 20012 hatte ich mich intensiv auf das Bürgermeisteramt vorbereitet und auch gute Ergebnisse erzielt.

Doch um es von vornherein klar zu sagen: Eine Kandidatur meiner Person bei der Wahl 2027 kann ich absolut ausschließen. Zum einen werde ich im Juni 76 Jahre alt. Das spüre ich in manchen Bereichen durchaus. Zum andern sind es die oben genannten Gründe: Die Zeit für Quereinsteiger in dieses Amt ist vorbei! 

Wir hatten bei der letzten Wahl 2019 Glück, dass mit Dr. Bröcker ein motivierter Volljurist zur Verfügung stand. Ich möchte mir gar nicht ausmalen wie es mit einem/r der Mit-Kandidierenden wohl gelaufen wäre. Auch eine langjährige Tätigkeit als Gemeinderat reicht für das Amt des Bürgermeisters nicht aus. Das sage ich auch an die Adresse der Person, die sich am Sonntag so offensichtlich wie aufdringlich in Stellung zu bringen versuchte!

Ich sehe es als Aufgabe des Gemeinderates dabei mitzuhelfen der Bürgerschaft ein geeignetes Bewerberfeld vorzuschlagen. Darin bin ich mir nach ersten Gesprächen mit einzelnen KollegInnen im Gemeinderat einig. Wir sollten gemeinsam aktiv auf passende Personen zugehen und sie zur Kandidatur motivieren. Die Wählerinnen und Wähler in Horben sollen die Auswahl haben zwischen geeigneten Personen mit jeweils passenden Konzepten. 

Dazu will ich meinen Teil beitragen. Als Reaktion auf vereinzelte Hinweise sollen auf dieser Seite verstärkt Themen aus der Region Horben/ Hexental bearbeitet werden.  Vor allem die anstehenden Bürgermeisterwahlen in Horben, Au und Wittnau und das Thema Interkommunale Zusammenarbeit" werden hier umfassend dargestellt und kommentiert.

Ich will nicht wieder das Desaster wie 2018 erleben. Damals wurde ein gutes Konzept durch mangelnde Transparenz sabotiert. Der damalige Gemeinderat mit Bürgermeister Riesterer und seinen Stellvertretern Kurz und Blattmann hielten eine umfassende Kommunikation mit der Bürgerschaft in einer so wichtigen Frage für weitgehend überflüssig. Der Bürgerschaft sollte eine unzureichend erklärte gravierende Veränderung übergestülpt werden. Die Quittung folgte dann mit dem Ergebnis des Bürger-Entscheides!

Ich kann versichern dass die Kommunikation bei den anstehenden Veränderungen anders laufen wird! Maximale Transparenz ist seit jeher mein politisches Markenzeichen. Hinterzimmerpolitik und Populismus wird es mit mir nicht geben!

 

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