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Hans-Peter Buttenmüller

aus der

Schreibstube im Merkerhof

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Umwelt + Wirtschaft + Soziales

Was kann ich gegen die Erd-Erwärmung tun?
02.07.2026

Die Hitzewelle der letzten Wochen lässt mich derzeit gedanklich nicht mehr los. Zum ersten Mal wurde mir so richtig bewusst welch große Bedrohung der Klimawandel für Natur und Menschheit darstellt. Obwohl ich für mein Alter noch ziemlich fit bin brachte mich die Hitze doch hart an die Grenzen. Wenn ich mir vorstelle ich müsste mit eingeschränkter Mobilität hilflos in einem unklimatisierten Krankenzimmer oder in einem Seniorenheim liegen dann überkommt mich das kalte Grausen!

Dabei sollen sich solche Temperaturen künftig zunehmend öfter einstellen. Wir haben jetzt erst Anfang Juli. Bis Ende August oder Mitte September kann sich das alles noch mehrmals widerholen. Da stelle ich mir die Frage wie ich auf solche Wellen reagieren und mit solchen Temperaturen umgehen kann?

Dabei bin ich gegenüber vielen anderen noch sehr privilegiert: Ich lebe in einer Höhenlage von 600 m. Hier erreichten die Temperaturen um die 36 Grad. Wenn ich von Bekannten im Markgräflerland höre dass ihr Thermometer 40 Grad erreicht hat dann sind wir hier noch gut dran. Darüber hinaus bin ich Rentner und zeitlich nicht so stark gebunden. Obwohl ich immer noch einiges zu tun habe: Ich konnte meine Sachen auf den ganz frühen Morgen oder auf den späten Abend legen. Außerdem wohne ich am Waldrand. Auf meinem Grundstück stehen einige hohe Bäume. Und in dem Zusammenhang erweist sich meine große Scheune einmal mehr als schattenspendender, relativ kühler Rückzugsort!

Doch mir geht es nicht allein um mich. Ich denke immer auch an das große Ganze! Wie wird die Situation in zehn Jahren aussehen? Wie entwickelt sich vor allem die Wasserversorgung? Je wärmer es wird, je weniger es regnet und schneit um so weniger füllen sich die Grundwasserspeicher. Wenn früher bei uns der Schauinsland-Gipfel zwei Monate lang durchgängig schneebedeckt war so sind das heute nur noch zwei Wochen. Der geschmolzene Schnee kann nicht langsam einsickern. Regen fließt über die versiegelten Straßen und die verdichteten Agrarflächen zu schnell ab. Die Grundwasserspiegel sinken ab und Quellen versiegen.

Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf! Die Menschen duschen und baden häufiger. Die Trockenheit zwingt die Landwirte öfters zum bewässern ihrer Felder, Hausbesitzer sprengen ihren Rasen und gießen ihre Gärten. Das Vieh in den Ställen wird mit kaltem Wasser gekühlt. Die Gemeinden besprühen Wege und Plätze.

Ein Hauptthema ist die Herstellung von Schattenplätzen. Im Siedlungsbereich sollen schattenspendende Bäume gepflanzt werden. Die Idee ist nicht neu: Napoleon ließ einst Ulmen-Alleen an Straßen entlang anlegen. Seine Soldaten konnten so im Schatten schneller marschieren und waren nach dem Marsch nicht so entkräftet. Heute sollen die Menschen unter Bäumen Schutz vor der Hitze finden. Außerdem verdunstet Feuchtigkeit im Schatten nicht so schnell.

Das ist auch die Idee hinter der Anlage von Waldgärten und Agroforst-Systemen. Im Schatten von Bäumen und Sträuchern sollen Früchte und Kräuter wachsen oder Vieh weiden. Ähnlich wie bei den früheren Streuobst-Wiesen. Nur werden heute die Bäume in Reih und Glied gesetzt. Das erleichtert die mechanische Bearbeitung zwischen den Baumreihen.

Doch schattenspendende Bäume benötigen auch Wasser. Diese Erfahrung machte ich zuletzt. Ich habe im Frühjahr 8 junge Obstbäume gesetzt: Kirschen, Birnen und Zwetschgen. Am vergangenen Freitag musste ich alle 8 wässern. Ich hoffe dass es später besser wird wenn die Wurzeln sich stärker entwickelt haben. Doch wenn die Trockenzeiten zunehmen müssen die auch später weiter gewässert werden. 

Da kommt der Regenwasser-Rückhaltung größere Bedeutung zu. Einmal durch den Einbau von Zisternen. Zum andern auch durch die Anlage von Teichen und Gräben. Mein Regenwasser-Vorrat umfasst 7.000 l. Das hat gerade so gereicht. Der Regen am Dienstag hat mich gerettet. Doch ich werde mehr tun müssen. Da kommt mir wieder das riesige Dach meiner Scheune zugute.

Die gute Nachricht: Aussterben werden erst unsere Enkel!
28.06.2026

Heute könnte der vorerst letzte Tag der laufenden Hitzewelle sein. Nach den Prognosen gehen die Temperaturen heute leicht zurück. In der kommenden Nacht und morgen soll es heftige Gewitter womöglich mit Starkregen, Hagel und Überschwemmungen geben. Danach soll es zunächst mit "normalen" Sommer-Temperaturen in unserer Region mit unter 30 Grad weitergehen. Wie sich der Sommer und der Herbst entwickeln wird sich dann zeigen. "Normalerweise" sind Juli und August die heißesten Monate im Jahr. Von daher könnten wir von diesem Sommer noch einiges an Hitze und Trockenheit erwarten!

Eine solch drückende Hitze wie zuletzt habe ich in meinem Leben noch nie erlebt. Und ich bin immerhin 76 Jahre alt. In unserer Höhenlage wehte früher auch im Hochsommer immer ein leiser Wind. Die Leute aus Freiburg und von weiter her kamen zur "Sommerfrische" nach Horben. Wegen der angenehmen Temperaturen warben unsere Hotels auch mit dem Begriff "Höhenluftkurort!´". Ob das ein offizielles Zertifikat war oder nur ein Slogan weiß ich allerdings nicht.

Die jetzt erlebte Hitzewelle könnte sich nach den Prognosen in immer schnellerer Folge wiederholen. Der Klimawandel vollzieht sich offenbar schneller als bisher erwartet. Mit zunehmend negativen Folgen ist demnach zu rechnen. Über bevorstehenden Wassermangel, über zunehmende gesundheitliche Schäden bis hin zu großflächigen Ernteausfällen für die Landwirtschaft und damit zu Problemen mit der Lebensmittel-Versorgung wird berichtet und diskutiert. 

Jetzt wird auch offensichtlich dass wichtige Teile unserer Infrastruktur diesen hohen Temperaturen nicht standhalten. Gestern wurden Autobahnen gesperrt weil der Straßenbelag sich in der Hitze aufgeweicht hat. Dabei ist es zu Unfällen und Staus gekommen. Auch die Halterungen von Bahngleisen lösten sich auf. Zugausfälle und Verspätungen waren die Folgen. In den Krankenhäusern fehlen klimatisierte Räume. Das waren mit Sicherheit lediglich Auszüge aus einer längeren Liste mit negativen Folgen.

Jetzt zeigt sich quasi von einem Tag zum andern dass unsere Gesellschaft auf den Klimawandel weitgehend nicht vorbereitet ist. Vor allem zeigt sich dass die weltweiten Klima-Veränderungen zu einem hohen Anteil menschengemacht sind. Wer jetzt den menschengemachten Klimawandel immer noch bestreitet sehe ich als Volksverhetzer der zur Rechenschaft gezogen werden sollte. 

Durch solche Lügen werden andere Menschen beeinflusst und eine demokratisch legitimierte wirksame Umwelt- und Klimapolitik verhindert. Der Tag rückt näher an dem die Demokratie durch autokratische Strukturen ersetzt werden muss. Die Zeit drängt. Die überwiegend unsinnigen und interessengeleiteten Diskussionen müssen ein Ende haben. Ab einem bestimmten Zeitpunkt muss gehandelt, angeordnet und sanktioniert werden. Dieser Zeitpunkt ist jetzt!

Der Anpassung an die Klimawandel-Folgen muss Vorrang eingeräumt werden vor materiellen Wirtschafts-Interessen! Mit dem Abbau des übertriebenen Wohlstandes können die Menschen klarkommen. Mit sinkendem Wohlstand kann man sich bei gutem Willen und Einsicht in die Realitäten arrangieren. Selbst bei den als arm geltenden Kreisen sehe ich in den meisten Fällen noch Spielräume für Einschränkungen und zu mehr Eigeninitiative.

Den Klimawandel-Folgen sind wir ausgeliefert. Den Klimawandel verhindern können wir Menschen nicht mehr. Dazu haben wir zu lange zu weit über unsere Verhältnisse gelebt. Unser Ziel muss jetzt sein den Klimawandel zunächst zu verlangsamen und unsere Verhältnisse so nahe wie möglich an die Naturgesetze anzupassen. Diesem Ziel müssen alle wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden! Schaffen wir das nicht dann haben unsere Nachkommen auf diesem Planeten keine Zukunft mehr!

Wir müssen aufhören noch mehr Regenwald und Wälder überhaupt abzuholzen. Im Gegenteil: Wir müssen aufforsten so viel nur geht! Wir müssen aufhören mit mit dem Verbrauch fossiler Energieformen! Mit der Vermüllung der Weltmeere! Mit der Versiegelung immer mehr Flächen! Mit der Ausrottung von noch mehr Arten. Mit der Massentierhaltung und mit der intensiven Landwirtschaft !Wir müssen mit dem wieder zurecht kommen was uns die Natur ohne dass wir  Raubbau betreiben zur Verfügung stellt!

Auf diesen Beitrag wird es wieder massenhaft Hohn und Spott herabregnen! Zurück in die Höhlen wird es spöttisch heißen. Andere faseln von dem zukünftigen technologischen Fortschritt! Der wird es schon richten! Der Großteil wird einfach nur dümmlich daher labern, faschistische Parolen nachplappern und über meine links-grün versiffte Ideologie schimpfen. Nur wenige Nachdenkliche werden sich zu Wort melden und ihrerseits konstruktive Beiträge beisteuern.

Von daher hält sich meine Hoffnung auf Rettung in engen Grenzen. Nach meinen Erfahrungen zu diesem Thema sind zuviele Menschen nicht in der Lage oder nicht willens die Dimension des Klimawandels zu erkennen. Sie verweisen z. B. auf die Wikinger die einst auf die Insel Island umgesiedelt sind. Wohin sie selbst umsiedeln würden: Dazu haben sie keine Vorstellung! Hauptsache sie haben jeden Tag Fleisch auf dem Teller, dürfen ohne Tempolimit über die Straßen brettern und mit dem 200-PS-SUV zum 300 m entfernten Aldi fahren!

Aussterben werden ja erst deren Enkel! Wenn sie denn welche haben! Das ist die gute Nachricht für all jene leichtsinigen Nicht-Denker und Ignoranten die einem "Weiter-so-wie-bisher" immer noch das Wort reden!

Afrika: Krasse soziale Unterschiede!
20.06.2026 

Eigentlich bin ich seit gut sieben Jahrzehnten ein großer Fußball-Fan. Als Kind habe ich mit meinen Brüdern und Nachbar-Jungen auf unserer Obstwiese zwischen den Bäumen gekickt. Im SV Au-Wittnau und beim ASV Merdingen spielte ich im Verein und ich war danach fast 20 Jahre lang als Schiedsrichter unterwegs.

Selbstverständlich habe ich in all den Jahren auch die Weltmeisterschaften beobachtet. Im Jahre 1966 stand bei uns zuhause das erste Fernsehgerät. Ich war Fan von Held und Emmerich. Das Tor der Engländer und die Empörung über die zweifelhafte Entscheidung des Schiedsrichters danach ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Genau so wie alle wichtigen Szenen bei den Weltmeisterschaften in den 56 Jahren danach.

Auch bei der aktuellen WM schaue ich mir die 19-Uhr-Spiele regelmäßig an. Die späteren nicht mehr. Ich bin Früh-Aufsteher und gehe daher um 22.00 ins Bett. Außerdem hat mich bisher noch kein Spiel aus dem Sessel gerissen. Auch wenn die TV-Modera-toren und Kommentatoren verzweifelt versuchen die Einschaltquoten mit ihrem gespielten Enthusiasmus hoch zu jubeln.

Zuletzt habe ich auch Spiele mit Mannschaften aus den sogenannten unterentwickelten Welt gesehen. Kongo, Ghana, Südafrika usw. Von dort kennen wir die schauerlichen Bilder über die dortigen Lebensverhältnisse. Berichte über Hunger und Krankheiten. Leben in Slums, ohne Zugang zu Arbeit und Bildung. Millionen sind auf der Flucht. Brutale Kriege um die letzten Resourcen. Der Klimawandel verschärft die Situation zunehmend.

Gleichzeitig höre ich Berichte über die horrenden Preise an den WM-Spielorten. Die Kosten für die Reise, Tickets, Verpflegung und Unterkunft wären auch für mich wohl unbezahlbar. Hier wird offensichtlich wieder so richtig Kasse gemacht. 

Doch auch bei den Spielen mit afrikanischer Beteiligung sind die Stadien weitgehend voll. Bilder von feiernden Afrikanern, gut genährt, gut gelaunt und noch besser gekleidet. Ausgestattet mit riesigen Fahnen und anderen teuren Fan-Utensilien. Nicht nur ein paar Hundert. Die Fan-Blogs mit schwarzen Zuschauern sind stets gut besetzt!

Danach muss es auch in Afrika und anderen armen Ländern krasse soziale Unterschiede geben! Auf der einen Seite Menschen die kaum das Allernötigste haben. Kinder die in Abfallhalden nach Verwertbarem wühlen oder in den Bergwerken schuften. Frauen die Kilometerweit zum nächsten Wasserloch laufen müssen. Riesige verwahrloste Slums rund um die Städte.

Auf der anderen Seite gibt es dort offenbar eine Kaste die sich die Reise zum WM-Spektakel oft mit Anhang locker leisten kann. Während die einen sich z.B. auf spanischen Erdbeerfeldern als Saisonarbeiter ausbeuten lassen müssen sitzen die anderen im Schatten der Stadiondächer und genießen fröhlich das Leben.

Es ist wohl auch dort so dass es Absahner gibt die sich alle Vorteile gegenseitig zuschustern. Mit unterschiedlicher individueller Leistung kann das nicht erklärt werden! Es ist wie bei uns in der westlichen Welt auch: Einerseits eine immer größere Zahl an Milliardären die immer mehr der vorhandenen Vermögenswerte aufsaugen. Daneben das wachsende Heer derer die so gut wie nichts haben. Die auch bei größter individueller Anstrengung keine Zukunfts-Optionen haben!

Der Krug geht auch auf dem sozialen Feld solange zum Brunnen bis er zerbricht! Erst dann werden die Reichen merken dass man Geld tatsächlich nicht essen kann!

Warum lässt Christian Streich sich so vorführen?
12.06.2026

Seit gestern läuft endlich die WM 2026! Die Medien bemühen sich seit Monaten dieses Mammut-Turnier auf zwei Kontinenten zu einem neuen "Sommermärchen" hochzujazzen! Die Übertragungsrechte für die Fernseh-Sender waren teuer. Die Kosten kommen nur dann wieder rein wenn möglichst viele Fans vor den Fernsehgeräten hocken und in den Werbepausen auch davor sitzen bleiben. Die Einschalt-Quoten müssen mit allen Mitteln hochgepusht werden damit die Werbepartner bei der Stange bleiben.. 

Die Moderatoren sind seit langem stark bemüht bei den Zuschauern Vorfreude zu entfachen. Altstars wie Schweinsteiger, Matthäus, Mertesacker, Babbel und Co. springt die zur Schau gestellte Euphorie buchstäblich aus allen Poren! Die Stimmen der Kommentatoren überschlagen sich schier wenn sie Deutschland zum Mitfavoriten hochjubeln. Wie man mit Rumpelfüßlern vom Typus eines Nick Woltemade bestehen kann muss sich erst noch zeigen!

Die auf ewig jung getrimmte Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein bemüht sich dabei krampfhaft den wahren Zustand der Welt auszublenden. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten müssen unbedingt außen vor bleiben!  Der erhoffte Hype um den Fußball darf auf gar keinen Fall eine Dämpfung erleiden! "Heile Welt" über alles!

Dass da täglich tausende Menschen sterben, Zehntausende ihre Existenz verlieren, dass Kinder zu Waisen werden,  dass da jede Nacht ganze Stadtteile dem Erdboden gleichgemacht werden: Darüber reden wir in vier Wochen wieder! Jetzt geht es erst mal ums ganz große Geschäft! Als Aufreger sind allenfalls die horrenden Ticket-Preise zulässig! Die Stadien müssen schließlich voll werden damit sich positive Stimmung und Konsum-Laune auch in die deutschen Wohnzimmer übertragen. Umsatz, Konsum und Wachstum sind heutzutage alles!

Gestern nun der erste Höhepunkt des TV-Spektakels: Die Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein und ihr Moderatoren-Partner hatten die bewährten Dampfplauderer Mertesacker und Kramer sowie die Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp auf ein Sofa drapiert. Gemeinsam wurde versucht den Zuschauern irgendwie die Langeweile zu vertreiben. Neben den ermüdenden Allgemeinplätzen der Altstars flimmerten ständig Szenen mit überdrehten Fans aus aller Welt über die Bildschirme. Angeblich spontane Folklore!

Dann der Höhepunkt der Sendung: Unter großem  Ballyhoo wurde der frühere Trainer des Bundesligisten SC Freiburg, Christian Streich begrüßt und in die Mitte des Sofa`s gesetzt. Die Moderatorin begrüßte Streich als "Kulttrainer"! Es wurden Szenen gezeigt in denen Streich am Spielfeldrand herum hampelte und für die er als besonders authentisch und nahbar gepriesen wurde! Für die sich Streich nach eigener Aussage selbst am meisten schämt! 

Ich schätze Christian Streich ungemein. Er macht auf mich den Eindruck dass er über den Fußball hinaus auch noch über weitere Kompetenzen verfügt. Seine Auftritte waren stets unaufgesetzt und seine Aussagen wirkten stets ehrlich. Was er in Freiburg als Spieler und Trainer geleistet hat steht für mich sowieso außer Frage! Er ist in diesem Business tatsächlich eine besondere Figur!

Doch in die Show-Runde gestern abend passte Streich absolut nicht rein! Schon sein Outfit in Straßen-Klamotten hatte gar nichts sportliches an sich. Sein Auftritt wirkte linkisch und schüchtern. Das betonte Alemannisch war an der Stelle deplatziert. Die Moderatorin bemühte sich redlich, bei Streich möglichst "kultige" Aussage zu provozieren. Streich war sich der ihm zugedachten Rolle durchaus bewusst. Er strengte sich an und die Anstrengung war ihm anzumerken!

Ich will es kurz machen: Streich wurde vorgeführt und er hat sich vorführen lassen. Ein Provinz-Mensch wie er passt da nicht hin! Er ist bei Freiburg im Schlepptau des trockenen Finanzbeamten Achim Stocker und des Visionärs Volker Finke groß geworden und hat sich im biederen Freiburger Umfeld entwickelt und etabliert! Er hat wohl selbst am besten gewusst warum er 14 Jahre in Freiburg geblieben ist und es nicht mal irgendwo anders versucht hat. 

Ich verstehe nicht dass Christian Streich sich auf so etwas eingelassen hat. Er hat sich blamiert und er wird sich weiter blamieren wenn er in dem Format dabei bleiben sollte. War es das sicherlich üppige Honrar? Will er womöglich doch wieder zurück ins Rampenlicht? Doch so macht er sich seinen Ruf völlig kapputt!

Recycling - Der Monte Scherbelino als Rohstoff-Lager?
04.06.2025

Die Umweltpolitik der aktuellen Bundesregierung wird aus meiner Sicht zurecht kritisch gesehen. Vieles von dem was unter der Ampel-Regierung an Verbesserungen erreicht und eingeleitet wurde nimmt Schwarz-Rot wieder zurück. Klima- und Ressourcenschutz werden an vielen Stellen zurückgefahren. Maßnahmen zum Umweltschutz wurden und werden noch als reine Lust am Verbieten und Gängeln angesehen. Ein Robert Habeck gilt in weiten Kreisen als unfähige Unperson. Erst die Zukunft wird zeigen welch großer Visionär dieser Mann tatsächlich ist. Dass gerade er von Populisten vom Schlage eines Markus Söder so derb beleidigt wird sehe ich als Nachweis für dessen intellektuelle Limitiertheit an.

Doch in einem Punkt zumindest wird Habecks Politik fortgesetzt: Die Schwarz-Rote Regierung will das Recycling stärken und dadurch unabhängiger von Rohstoff-Importen werden. Dinge zu optimieren und zu reparieren soll Vorrang vor der Entsorgung haben. Die in Abfall-Produkten verbauten Rohstoffe sollen zurückgewonnen werden. Auch Giftstoffe sollen separiert werden. Mit diesem Aktionsprogramm setzt die Regierung die von der Ampel 2024 beschlossene Nationale Kreislaufwirtschafts-Strategie um. 

Fragen und Antworten zur Kreislaufwirtschaft | Umweltbundesamt

Regierung will Kreislaufwirtschaft mit Aktionsplan ankurbeln | tagesschau.de

Dies sehe ich als richtigen Schritt in die richtige Richtung an. Mir persönlich tut es oft in der Seele weh wenn ich sehe was heute alles leichtfertig weggeworfen wird. Nicht nur das berühmte Beispiel der alten Handys und PCs. Das beginnt bei Papier und hört bei Altglas und Kleidung noch lange nicht auf. Oft werden noch völlig intakte Dinge weggeworfen nur weil es etwas Neues in neuem angesagterem Design gibt. Auch einfache Reparaturen sind oft nicht möglich weil es keine Ersatzteile mehr gibt.

In einer besseren Rohstoff-Kreislaufstrategie sehe ich nicht nur Vorteile beim Ressourcen- und Umweltschutz. Mehr Recycling bietet auch erhebliches wirtschaftliches Potential. Hier könnten zukunftsfähige Berufe und Arbeitsplätze entstehen. Wenn ich mir überlege wie viele wertstoffhaltige Abfälle auf den Abfalldeponien liegen, dort das Grundwasser und die Luft verschmutzen dann leuchtet mir die Sinnhaftigkeit des Recycling-Gedankens erst richtig ein. Ich sehe voraus dass etwa der Freiburger "Monte Scherbelino" eines nicht mehr fernen Tages im Tagebau als Rohstoff-Quelle genutzt wird!

Urban Mining | Umweltbundesamt

Der Aktionsplan ist kaum auf den Weg gebracht schon werden die Bedenkenträger aktiv. Die Industrie sieht das Programm kritisch. Sie fordert "Anreize für Investitionen". Sprich Subventionen. Den Umweltverbänden gehen die geplanten Maßnahmen nicht weit genug. Meine Befürchtung ist dass solche  sinnvollen Maßnahmen erst zerredet und dann verwässert werden. Am Ende bleibt dann von einem Elefanten nur noch ein kleines Mücklein übrig!

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