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Aktuell: Horbener Tagebuch

Über Land und Leute                       

23.07.2017:                                    Traurig!

 

Heute bin ich etwas traurig: Mein Lieblingshuhn ist gestorben! Sie war ein stolzes weißes Huhn der alten Haustier-Rasse "Altsteyrer". Diese Rasse hat einen kleinen wirren Federbusch auf dem Kopf. Den trug sie so erhaben als wäre sie eine Königin mit goldener Krone.

 

Meine Altsteyrer wurde kanpp neun Jahre alt! Ich habe sie 2011 im Alter von 3 Jahren bei einem Hobby-Züchter in Rickenbach im Hotzenwald zu einem Preis von 15 Euro gekauft. Mit dem Eierlegen hatte sie`s nicht so. Sie sah ihre Aufgabe eher in der Repräsentation! Zwei Eier die Woche mußten mir genügen. Dafür legte sie großen Wert auf schmackhaftes, reichhaltiges ausgewogenes Futter.

 

Sie war auch nicht sehr gesellig. Sie sonderte sich stets von ihren Kolleginnen ab. Nachts auf der Stange saß sie mit gebührendem Abstand am Rande. Auch der Hahn musste sich besonders anstrengen, wenn er bei ihr zum Zuge kommen wollte. Einfach daherkommen und aufspringen lief nicht. Eine Königin halt!

 

Wirtschaftlich ist es ein Unding, ein Huhn neun Jahre alt werden zu lassen. Dieses Huhn hatte seit drei Jahren kein einziges Ei mehr gelegt. Hühner bei professionellen Haltern werden keine zwei Jahre alt. Dann wandern sie in den Trog von Raubtieren im Zoo oder sie werden anderweitig entsorgt.

 

Doch ich töte kein Tier, nur weil es alt ist und keine Leistung mehr bringt. Auch ich bin froh, dass ich heute im Ruhestand eine auskömmliche Rente bekomme und nicht einfach entsorgt werde. Meine Hühner liefern mir soviele Eier wie sie können. Dafür erwerben sie auch den Anspruch auf eine angemessene Versorgung über ihre aktive Zeit hinaus.

 

Ich habe noch mehrere Hühner, die schon sehr alt sind und kaum noch Eier legen. Den Aufwand für sie verrechne ich mit der Leistung der Jüngeren. So sorgt auch im Hühnerstall eine Generation für die andere. Das ist meine Interpretation von Ethik und Nachhaltigkeit.

 

So bin ich eben! Drum werde ich auch in diesem Leben nicht mehr reich!

09.09.2017                         Koalition der Anständigen!

 

Die Vorgänge in Hamburg bringen mich zum Umdenken: Hatte ich bisher eine Mitte-Links-Regierung unter Führung der SPD präferiert, so sehe ich an den Reaktionen von Linken und Teilen der Grünen, dass eine solche Regierung unser Land ins Chaos führen würde! Wir brauchen jetzt eine Koalition der Anständigen!

 

Wer so wie linke und grüne Politiker die Schuld an den Vorgängen in Hamburg der Polizei-Führung zuschiebt, der ist in meinen Augen nicht wählbar! Genauso wenig wählbar sind Rechte, die auf den Vorgängen ihr politisches Süppchen kochen.

 

Es muss jetzt zu einer Zusammenarbeit der Ehrlichen, Vernünftigen, Maßvollen aus allen Parteien in diesem Land kommen!

 

Linke Radikale wie Kipping, Wagenknecht und Co. oder grüne Phantasten wie Roth, Beck, Ströbele oder Künast haben ihre politische Daseins-Berechtigung genauso verwirkt wie rechte Brandstifter a`la` Bernd Höcke, Gaulandt, Weidele, von Storch und Konsorten. In einer solchen Konstellation ist auch kein Platz für Populisten wie Schulz, Stegner, Seehofer, Täuber oder wer da alles so großmäulig daherredet.

 

Wir brauchen eine Regierung, die die öffentliche Ordnung im Land wieder herstellt und durchsetzt.  Die ideologiefrei alle dazu notwendigen Gesetze erläßt und sie auch durchsetzt. Für Terroristen wie den "Schwarzen Block" in Hamburg darf es genauso wenig Pardon geben wie für islamistische Hetzer oder braune Pegida-Marschierer. Ich will eine handlungsfähige Regierung, die weder auf Lobbyisten hört noch nur nach Wählerstimmen schielt.

 

Wenn durch eine solche Regierung die vielgerühmten Freiheitsrechte Einzelner auf ein vernünftiges Maß eingedampft würden, dann wäre dies aus meiner Sicht in vielen Bereichen hinzunehmen. Wer nichts zu verbergen hat, der muss Datenspeicherung oder Video-Überwachung und Ähnliches nicht fürchten.

 

Ich erwarte eine strengere Regulierung der sozialen Netzwerke. Was hier an Hetze und Irreführung veröffentlicht wird, ist vielfach Volksverhetzung pur. Wir brauchen auch kein "Dark-Netz"! Ich verstehe nicht, warum man solche zerstörerischen und verbrecherischen Dinge nicht verbietet und unter Strafe stellt!

 

Ich sähe auch in einer Einschränkung des Demonstrationsrechtes nichts Schlimmes. Wer hier in Deutschland für ein freies Kurdistan, ein freies Tibet oder für ein freies Palästina kämpfen will, der soll sich gefälligst nach Tibet, Kurdistan oder Palästina begeben und dort für seine Ziele eintreten. Derjenige Ausländer, der die deutsche Staatsbürgerschaft haben will, soll vorher seine bisherige ablegen und sich klar zu unserer Verfassung bekennen.

 

Und noch etwas: Wer hier im Land sein Wahlrecht in Anspruch nimmt, der hat zuerst nachzuweisen, dass er sich mit den Dingen auseinandergesetzt hat und wenigstens in etwa weiß, was und wen er da überhaupt wählt!

 

 

 

Bild könnte enthalten: Text

 

 

 

Wer nicht in der Lage oder nicht willens ist, sich einen Überblick zu verschaffen, der soll auch nicht mitbestimmen. Demokratie erfordert mündige aufgeklärte Bürger und keine Lemminge, die dumpf und blind den jeweiligen Rattenfängern jeder Richtung nachlaufen.

 

In der jetzigen Situation erhoffe ich mir im Herbst eine starke Regierung gebildet aus gemäßigten Kräften der CDU (ohne Münchner Populisten), aus SPD (ohne inhaltsleere Lautsprecher wie Schulz oder Stegner) und grünen Realos wie Habeck, Kretschmann, Özdemir, Mayer ( ohne linke Spinner wie Beck, Roth, Künast, Hofreiter und Co.)

 

Ich weiß, dass meine Hoffnung nur geringe Chancen auf Erfüllung hat. Vernuft und Maß haben im Land derzeit nur einen gerngen Stellenwert. Darum sehe ich schwarz für unser Land und für unsere Gesellschaft!

08.07.2017                      Im Namen der Demokratie?

 

Wenn ich diese Bilder aus Hamburg sehe, dann kommt mir die Galle hoch! Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt das, was sich dort gerade im Namen von Freiheit, Demokratie oder was weiß ich noch alles abspielt.

 

Neuer Inhalt (1)

 

Wer Autos anzündet, Scheiben einschlägt, Straßenbahnen demoliert, Steine und/oder Molotow-Coctails wirft, auf Polizei-Beamte einprügelt ist kein Demonstrant und kein Revolutionär. Das ist ein ganz gewöhnlicher mieser Verbrecher. Sonst rein gar nichts! Entsprechend gehört er behandelt.

 

Und wer solche Leute unterstützt und ihr Tun auch nur ansatzweise rechtfertigt, der ist Mittäter ohne Wenn und Aber! Mit allen Konsequenzen! Der Staat kann sich solche Auswüchse nicht länger gefallen lassen. Entweder haben wir Gesetze und setzen sie auch ein oder wir überlassen unser Gemeinwesen solchen Gangstern!

 

Ich frage mich, wer an ganz normalen Werktagen Zeit hat, um zum Beispiel von Basel mit dem Zug nach Hamburg zu fahren und dort Randale zu machen? Wer organisiert das alles? Wer steckt dahinter? Wer profitiert von diesen Vorgängen?

 

Sind das Typen, die das System, gegen das sie angeblich kämpfen, für ihre Zwecke nutzen? Machen da Leute mit, die regelmäßig ihre Hartz-4-Bezüge auf das Konto überwiesen bekommen? Sind das Leute, die von unserem wie von ihnen behauptet so undemokratischen Staat alimentiert und am Leben erhalten werden?

 

Für wen glauben die eigentlich zu kämpfen? Für die armen, unterdrückten Arbeiter? Ich glaube nicht, dass da viele wirkliche Arbeiter dabei sind. Ich würde mir diese Leute wirklich gerne mal anschauen. Ich bin sicher, dass ich mehrheitlich auf ganz viele leistungsunwillige faule verkrachte Existenzen stoßen würde.

 

Denen es doch völlig egal ist, wem der brennende Golf im Hamburger Arbeiterviertel gehört. Vielleicht einer Krankenschwester, die gerade von der Nachtschicht nach Hause gekommen ist? Einer Alleinerziehenden, die nachher ihre Kinder zur Schule und in die KITA fahren muss? Einem alten Menschen, der zum Arzt muss?

 

Denen es völlig egal ist, wem der geplünderte Laden mit den eingeschlagenen Schaufenstern gehört! Die machen ohne irgendwelche Bedenken kleine Existenzen kaputt. Sie schädigen vor allem diejenigen, für die sie zu kämpfen vorgeben. Nur weil sie angeblich Frust abbauen müssen!

 

Frust worüber? Weil sie selber nichts auf die Reihe kriegen? Weil sie ihre eigene kümmerliche Existenz nur durch Zerstörung irgendwie rechtfertigen können?  Und das alles im Namen von Demokratie und Freiheit!

 

Auch ich bin der Meinung, dass in unserer Welt vieles ungerecht ist. Dass Freiheit und Demokratie für viele Menschen weitgehend nur auf dem Papier stehen. Dass dieses System in vielen Bereichen gründlich verändert werden muss.

 

Ich bin auch der Meinung, dass dieser G-20-Gipfel ein totaler Anachronismus ist. Eine völlig sinnfreie Nabelschau der Reichen und Mächtigen, das Hunderte Millionen Euro kostet und das Leben der kleinen Leute in der betroffenen Stadt über Gebühr belastet und einschränkt.

 

Dagegen darf massiv demonstriert und argumentiert werden. Aber nicht mit solchen Mitteln! Das hier ist Krieg und keine Meinungsäußerung. Ein Krieg der Parasiten und Banditen gegen die Interessen derer, die wirklich Grund zum Widerspruch hätten.

 

Für uns persönlich hat das noch eine ganz andere Dimmension: Zwei unserer Kinder sind Polizeibeamte. Wir machen uns schon Sorgen, wenn sie zum Einsatz beim SC Freiburg müssen. Sie haben Familie und kleine Kinder zuhause.

 

Wenn wir uns vorstellen, dass sie in eine solche Hölle müßten, dann geht uns wirklich der Hut senkrecht hoch! Auch an die betroffenen Polizisten und ihre Familien sollte man manchmal denken!

 

 

06.07.2017                      Wohin am Wochenende?

 

Sie planen gerade Ihr Wochenende? Sie wissen noch nicht so recht, was Sie machen wollen? Ihre Feriengäste fragen Sie, wo denn in der Region was los sei?

 

Schauen Sie doch mal auf die Seite Regionale Veranstaltungen. Die finden Sie ganz oben über dem Blog in der Kopfleiste! Wenn Sie da nicht was passendes finden, dann müssen Sie halt wohl oder übel zu Hause bleiben! Dann gibt es nichts, das Ihren speziellen Bedürfnissen entspricht!

 

04.07.2017                      Kann man auch so sehen:

 

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

 

Abgekupfert bei Facebook-Freund Stefan Weißhaar!

03.07.2017                      Deutschlands schlimmste Populistin!

 

Populisten in der Politik sind nach meiner Auffassung Leute, die anderen immer nach dem Munde reden. Sie sagen stets genau das, was die Leute gerne hören wollen und was die größte Wirkung in den Medien zu erzielen verspricht.

 

In meinen Augen ist Bundeskanzlerin Merkel die schlimmste Populistin Deutschlands. Als Bundeskanzlerin sollte sie den Menschen ehrlich und klar sagen, was Sache ist, Notwendigkeiten beschreiben und die Dinge erklären. Ohne Rücksicht darauf, ob ihr das Stimmen einbringt oder ihr Stimmen kostet.

 

So wie es Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg macht: Der redet stets im Klartext. Der macht pragmatisch stur das, was notwendig und sinnvoll ist. Dabei scheint ihm völlig wurscht zu sein, ob sein Reden und Handeln in das Programm seiner Grünen oder zum gerade aktuellen Mainstreem passt oder nicht.

 

Angela Merkel tingelt durch das Land und schmiert ihren jeweiligen Gastgebern den Honig zentimeter-dick ums Maul. Sie verspricht allen alles, widerspricht selbst den absurdesten Ansichten niemals offen und achtet immer darauf, dass ihre Worte möglichst viel Beifall bei den Betroffenen hervorrufen.

 

So wieder an diesem Wochenende: Bei der Beerdigung von Helmut Kohl. Groß im Bild greift sie nach der Hand des medienwirksam so traurigen Bill Clinton! Angela Merkel tröstet die Großen dieser Welt! Ein vor offenkundiger Falschheit nur so triefender Auftritt aller Beteiligten!

 

Noch deutlich schlimmer war ihr devoter und anbiedernder Auftritt beim Deutschen Bauerntag! Die deutschen Bauern hätten in ihr eine treusorgende Fürsprecherin! Sie würde dafür sorgen, dass das wahrscheinlich krebserregende Mittel Glyphosat und anderes Chemiezeugs weiterhin auf die Äcker ausgebracht werden darf. Kein Wort zu dem hauptsächlich durch die Landwirtschaft verursachten Artenschwund, kein Wort zum Nitrat im Grundwasser, nichts zur Massentierhaltung, zur Überproduktion, zum Bauernsterben. Ausschließlich das, was die anwesenden Bauernvertreter gerne hören!

 

Da lobe ich mir den von mir ansonsten wenig geschätzten Grünen Anton Hofreiter. Der steht hin und sagt den Landwirten knallhart, was in der Landbewirtschaftung und in der Tierhaltung falsch läuft, was geändert werden muss. Hofreiter sagt das in dem Wissen, dass er am Ende von den versammelten Bauernvertretern niedergeschrien und ausgebuht wird. Diesen Mut zur Wahrheit und zur Kritik hätte ich eher von einer Bundeskanzlerin erwartet.

 

Merkel dagegen nimmt für ihr wohfeiles Geschwätz den donnernden Beifall entgegen und fährt zum nächsten Lobbyisten-Event. Zurück in Berlin macht sie weiterhin eine Agrar-Politik, die absolut nichts mit dem gemein hat, was sie gestern erzählt hat. Sie steht wieder fest an der Seite der Agrarfabriken, der Massentierhalter, der Schlachter und Verarbeiter und des Lebensmittel-Einzelhandels. Der ehrliche bedürftige  Bauer kommt in ihrem Handeln weiterhin nicht vor!

 

Das Schlimmste ist, dass ihr Populismus verfängt! Ihre Aussagen werden gar nicht hinterfragt. Die von ihr "verarschten" Bauern werden sie mehrheitlich wieder wählen. Solange wenigstens, bis sie ihre Situation endlich begreifen und sehen, auf welcher Seite diese Populistin wirklich steht!

 

30.06.2017                          Vielen herzlichen Dank!

 

Allen Menschen, die mir persönlich, telefonisch, per Post, E-Mail, WathsApp oder über Facebook zu meinem gestrigen Geburtstag gratuliert haben, danke ich ganz herzlich. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass über 200 Menschen an mich gedacht haben.

 

Zuerst habe ich versucht, jedem einzelnen Gratulanten persönlich zu danken. Doch bei dieser Vielzahl bin ich nicht nachgekommen. Darum steht mein Dank hier!

 

Heute habe ich noch einen viel größeren Grund zu Freude und Genugtuung: Vor genau 27 Jahren und vier Monaten haben wir den damaligen Neubau auf dem Merkerhof bezogen. Mit rund einer Million DM Schulden bei knapp 8% Zinsen! Ein Projekt, dem zahllose "Besserwisser" in unserer Gemeinde keine Chance gaben!

 

Heute wird die letzte Rate der Hypothek auf meinem Anwesen abgebucht. Danach ist der Merkerhof erstmals seit dem Jahre 1911 schuldenfrei!

 

Bis zu diesem Zeitpunkt galt mein Urgroßvater Leopold Buttenmüller als einer der reichsten Männer in unserer Gemeinde. Durch einen Währungsschnitt drei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg verlor er sein gesamtes Geldvermögen. Er hatte hohe Summen an andere Horbener ausgeliehen. Diese Forderungen waren von einem Tag auf den anderen nichts mehr wert.

 

Für mich ist heute ein ganz großer Tag! Ich konnte die Erwartung desjenigen, der mich im Alter von 15 Monaten per Testament an diesen Platz berufen hatte, erfüllen und unser Anwesen wieder auf gesunde Füße stellen. Aus dem von fast allen Insidern als wirtschaftlicher Totalschaden eingestuften Anwesen ist werthaltiges Vermögen mit guter Substanz und vielfältiger Perspektive geworden.

 

Das war mein Ziel in diesem Leben. Dem war alles andere weitgehend untergeordnet. Ich danke allen, die mir dabei geholfen haben. Meiner Familie, die auf viele materielle Dinge verzichten musste. Meinen Mietern, die durch ihre Zahlungen die Finanzierung gesichert haben. Auch der Südwestbank Freiburg, die mich insgesamt über 40 Jahre lang konstruktiv begleitet hat. Nicht zuletzt auch allen Handwerkern, die mir immer wieder helfend mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Jetzt gilt es, Ideen und Konzepte über den Tag hinaus zu entwickeln und die Weichen richtig zu stellen. Umsetzen müssen es diejenigen, die nach mir kommen. Sie werden die notwendige Beinfreiheit vorfinden, um die Anforderungen der Zukunft bewältigen zu können!

 

Vielleicht steht auch jener unglückliche Leopold Buttenmüller irgendwo ganz da oben auf einer Wolke und freut sich leise und erleichtert mit seinem Urenkel?

29.06.2017                       Gibt es nichts wichtigeres?

 

Ganz großes Kino in Berlin: SPD, Linke und Grüne haben sich zusammen getan und wollen am Freitag die "Ehe für alle" beschließen. Offenbar hat die deutsche Politik keine wichtigeren Themen als die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben mit heterosexuellen Männern und Frauen.

 

Um dieses Thema wird ein Hype gemacht, als stünde mit dieser Frage nichts weniger als der Bestand von Staat und Gesellschaft auf dem Spiel. Die SPD mit Martin Schulz riskiert mit ihrem Vorgehen wenige Monate vor der Bundestags-Wahl den Bruch der Koalition. Die CDU überwirft sich gar mit der Katholischen Kirche.  Und die Kanzlerin präsentiert sich einmal mehr in ihrer ganzen Beliebigkeit und tut so, als ob sie schon immer dafür offen gewesen sei.

 

Die Politik zeigt hier wieder einmal ihre ganze Armseligkeit. Es geht nämlich nicht darum, benachteiligten Menschen zu einem Recht zu verhelfen. Es geht allein um Stimmungsmache im Wahlkampf. Vor allem Rot-Rot-Grün geht es hier darum, den politischen Gegner am Nasenring durch die Manege zu führen.

 

Offenbar hat man entdeckt, dass Schwule und Lesben eine signifikante Wählerschicht darstellen. Die will man auf die eigene Seite herüberziehen. Die SPD wirft Linken und Grünen ein Leckerli hin in der Hoffnung, sie sich für eine spätere Koalition gewogen zu machen. Allein darum geht es und nicht darum, einer diskriminierten und bisher untergebutterten Gruppe Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

 

Ich kann nämlich nicht erkennen, dass homosexuelle Menschen bisher benachteiligt wären. Schwule Paare können heute schon heiraten. Ihre Verbindung wird offiziell zwar nicht Ehe genannt. Doch mit der "eingetragenen Lebensgemeinschaft" ist eine rechtliche Gleichstellung mit heterosexuellen Männern und Frauen doch weitgehend erreicht. In diesem Rahmen kann heute alles geregelt werden, was zur Übernahme von Verantwortung füreinander geregelt werden muss.

 

Einzig das Recht zur Adoption von Kindern ist schwulen Paaren nicht möglich. Ich bin hier der Meinung, dass Kinder in einer Familie mit Frau und Mann aufwachsen sollen.

 

Als Familie sehe ich die Keimzelle der Menscheit. Nur in einer Verbindung von Mann und Frau kann Leben weitergegeben und der Bestand unserer Art gesichert werden. Kinder brauchen das Vorbild und die Anleitung durch Vater und Mutter. Von daher ist diese Form von Familie vom Grundgesetz besonders geschützt. Ich halte es nicht für diskriminierend, wenn homosexuellen Paaren dieses Recht erschwert wird.

 

Ich respektiere gleichgeschlechtliche Lebensformen voll und ganz. Wenn jemand homosexuell leben will, dann soll er/sie es tun. Es geht mich ganz einfach nichts an. Ich mache mir keinerlei Gedanken darüber, ob Homosexualität ein unabänderliches Schicksal ist oder eine frei gewählte Lebensform. Jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Mich interessieren dazu auch nicht Gebote oder Meinung irgendwelcher Religionsgemeinschaften. Jemand zu lieben und für ihn einzustehen ist Privatsache.

 

Doch bei aller Liberalität wäre es aus meiner Sicht nicht richtig, homosexuelle Paare ganz selbstverständlich als Eheleute zu bezeichnen. Die Gründe dafür habe ich oben genannt. Daher sehe ich den Kampfbegriff "Ehe für alle" als völlig unpassend an.

 

Ich glaube auch nicht, dass den Betroffenendieses Thema mehrheitlich besonders wichtig ist. Den meisten ist es völlig piepe, ob sie nun eine Ehe eingehen oder eine eingetragene Partnerschaft gründen. Insofern sehe ich den rot-rot-grünen Vorstoß als reinen Populismus, als billige Wahl-Propaganda an.

 

Für mich persönlich hat der Vorgang auch etwas gutes: Ich brauche mir jetzt nicht mehr zu überlegen, ob ich die Grünen wählen soll! Bei aller Präferenz für Ökologie, bei aller Wertschätzung für grüne Politiker wie Winfried Kretschmann, Cem Özdemir, Boris Palmer, Alexander Bonde oder Bärbel Höhn kann ich keine Partei wählen, in der Sirenen wie Claudia Roth und Volker Beck mit solchen Themen soviel Einfluss haben!

26.06.2017                                Olle Kamellen!?!?

 

Die Wiesen rund um Horben sind abgeräumt. Die Bauern sind durch ihre technische Schlagkraft in der Lage, die Heuernte innerhalb weniger Tage zu erledigen. Anfang Mai wird unverblühtes eiweißreiches Grün zu Silage verarbeitet. Einen Monat später ebenfalls noch vor der Gräserblüte wird das Heugras geschnitten, getrocknet und zu Ballen gepresst. Eine Wiese wird je nach Standort bis zu vier Mal im Jahr abgeerntet. Nach jedem Schnitt erfolgt in der Regel eine Düngung mit Gülle.

 

Diese Form der Grünland-Bewirtschaftung mag zwar heute allgemein gebräuchlich sein. Wahrscheinlich ist sie auch wirtschaftlich notwendig. Ich will das hier gar nicht bewerten. Doch sollte kein Landwirt behaupten, eine derartige Vorgehensweise sei naturnah oder gar ökologisch.

 

Ich halte diese Praxis für haupt-verantwortlich für den viel-beweinten Artenschwund in der Natur. Durch die frühe und häufige Mahd und den obligatorischen Güllegaben wird einem Großteil der auf den Wiesen vorkommenden Arten die Lebensgrundlage entzogen. Pflanzen, Insekten und Wildtiere finden auf solchen "Industrie-Wiesen" kein Auskommen mehr.

 

Altes Bauernwissen besagt, dass mit der Heuernte erst am "Johannistag" dem 24. Juni begonnen werden darf. Zu dem Zeitpunkt haben die meisten Gräser, Blumen und Blüten ausgesamt und die Grundlage für ihre Regeneration gelegt. Der Nachwuchs der Bodenbrüter ist bis dahin flügge. Die Jungtiere bei Rehen und Feldhasen können ihre Sassen im Gras verlassen und im Wald weiterleben. Insekten haben bis dahin ausreichend Zeit, sich zu vermehren.

 

Ich habe die Zeit noch erlebt, an dem diese Bauernregel strikt eingehalten wurde. Der Johannistag war ein "Lostag", an dem sich die Bauern orientierten. Früher wurde jedes Jahr auf einer anderen Wiese mit der Heuernte begonnen. Eben weil die Natur überall ausreichend Zeit zur Entwicklung haben sollte.

 

Die damaligen Wiesen hatten einen wesentlich vielfältigeren Bewuchs als heute. Ich habe noch gelernt, dass eine gute Wiese etwa 66 % Obergras, 27 % Bodengras / Klee und etwa 7 % Kräuter enthalten sollte. Das Obergras brachte die notwendige Masse, das Untergras die wesentlichen Nährstoffe und die Kräuter wirkten als Arznei gegen das Auftreten von Krankheiten.

 

Heute scheint nur noch die schiere Masse wichtig zu sein. Die Nährstoffe kommen aus dem zugekauften, oft von weit her importierten Kraftfutter und die Arznei wird oft schon vorbeugend aus dem meist gut bestückten Apotheker-Schrank verabreicht.

 

Wie gesagt: Ich mache das nicht zum Vorwurf, ich beschreibe hier nur! Ich weiß, dass man mit einer Wirtschaft nach Bauernregeln nur noch ausnahmsweise wirtschaftlich überleben kann. Die Landwirtschaft muss heute Masse erzeugen. Dass sie sich damit langfristig ihr eigenes Grab schaufelt, steht auf einem anderen Blatt.

 

Das Streben nach Masse hat Kehrseiten: Früher wurden in unserer Region auf einem Hektar Grünland maximal eine Großvieh-Einheit gehalten. Heute doppelt so viele. Das Rauhfutter wie das Kraftfutter wurde auf dem Hof selbst erzeugt. Die Milchkühe wurden auf Lebensleistung und Robustheit gezüchtet und nicht nach kurzfristigen Rekorden. Die Bauern im Bergland betrieben auch Ackerbau. Die Nahrung wurde so selbst erzeugt und mit dem Rest wurden Schweine und Geflügel gemästet. Auf Streuobst-Wiesen wurde Obst geerntet. Der Wald galt als Sparkasse für Investitionen.

 

Diese Vielfalt machte die Höfe robuster und wirtschaftlich belastbarer. Waren die Schweine-Preise niedrig, dann war der Milchpreis vielleicht hoch oder Rinder und Kälber standen hoch im Kurs. Heute haben die Bauern in unserer Region meist nur noch eine Sparte: Rinderhaltung! Ist der Milchpreis im Keller, verstärkt sich rasant das Höfesterben. Dann beginnt die sattsam bekannte Orgie der Forderungen an den Staat und der Beschimpfungen an die Verbraucher und Discounter.

 

Die Folge der heutigen Wirtschaftsweise in der Landwirtschaft ist Überproduktion in vielen Sparten. Dadurch erfolgt Preisverfall und Verschuldung. Die landwirtschaftliche Produktion konzentriert sich auf immer weniger immer größere Betriebe mit jeweils einseitiger Produktion auf riesigen Schlägen in Monokultur.

 

Der vielbeklagte Artenschwund hängt eng mit der heutigen modernen Landwirtschaft zusammen. Würden dort die althergebrachten Regeln noch beachtet, gäbe es dieses und noch einige andere Probleme (Nitrat im Grundwasser etc.) nicht.

 

Das Groteske an der Situation ist, dass diese Probleme mit Steuergeldern noch weiter verstärkt werden. Würde man die Subventionen so umlenken, dass den Bauern eine Wirtschaft im Einklang mit der Natur möglich ware, ginge es den meisten besser: Den Bauern selbst, vor allem der Natur und der ganzen Gesellschaft. Doch bis sich diese Erkenntnis durchsetzt, gehen leider noch viele Arten unwiderbringlich verloren!

 

24.06.2017                            Es muss und kann anders gehen!

 

Die "moderne Landwirtschaft" in Europa leitet ihre Existenzberechtigung davon ab, dass nur durch Massentierhaltung in Agrarfabriken, Monokulturen,  Chemie-Einsatz und Kraftfutter-Import der Hunger in der Welt beseitigt und die weiter anwachsende Weltbevölkerung ausreichend ernährt werden kann.

 

Mit dieser Begründung werden hier Strukturen geschaffen, die so nicht funktionieren. So entstehen Umwelt-Belastungen und Tierqualen. Gesundheitliche Gefahren durch Tiermedizin. Artensterben durch Chemie und Technisierung. Diese Strukturen erzeugen eine in dem Maße regional nicht benötigte Menge an Lebensmitteln. Eine Folge davon sind Preisverfall und Bauernsterben.

 

Diese hochsubventionierten Überschüsse werden zu Dumpingpreisen brutal auf den Weltmarkt gedrückt. Dort machen sie die Märkte kapputt. Die Bauern dort können mit der unfairen Konkurrenz nicht mithalten. Sie geben ihre Flächen auf und ziehen in die Slums der Städte. Von dort aus machen sich viele als "Wirtschafts"-Flüchtlinge auf den Weg nach Europa.

 

Aus meiner Sicht ein Irrsinn ohnegleichen! Von einem Hochlohn-Land aus unter nicht optimalen Klimabedingungen durch Natur-widrige Methoden die Welt zu ernähren, kann nachhaltig nicht gelingen. Denn gleichzeitig verkommen anderswo fruchtbare Regionen zu menschenleeren Wüsten!

 

Die Badische Zeitung beschreibt heute ein interessantes Projekt.

 

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/wie-kenianer-gegen-die-armut-ackern

 

Hier wird aufgezeigt, wie es laufen müßte: Den Menschen in den Hungerländern auf die Beine helfen! Hilfe zur Selbsthilfe geben! Durch Ausbildung, Zugang zu Land und zu Geld. Statt hier in Deutschland eine umwelt- und sozialschädliche Überproduktion mit Steuergeldern künstlich am Leben zu erhalten und als Folge davon ein Heer von Flüchtlingen hier zu versorgen: Das Geld lieber direkt in die Entwicklungsländer und damit der dortigen Agrar-Wirtschaft Hilfe zur Selbsthilfe geben.

 

Dies würde viele Probleme sowohl dort als auch bei uns lösen: Die Menschen in der Dritten Welt bekämen eine wirtschaftliche Persektive. Sie hätten weniger Grund, sich auf einen unsicheren Weg nach Europa zu machen.

 

Bei uns könnten wieder gesunde, maßvolle Verhältnisse einkehren. Die Bauern bei uns könnten das tun, was sie eigentlich tun wollen und was ihre Aufgabe auch ist: Gesunde Lebensmittel erzeugen und dabei eine intakte Natur erhalten. Und dadurch unsere Lebensgrundlagen schonen und weiter verbessern!

 

Doch meine Hoffnung ist gering: Durch den Irrsinn wird noch zuviel verdient! Und Geld regiert eben die Welt. Geld muss noch mehr Geld verdienen. Solange das so ist, spielen Vernunft, Natur und Menschenleben nur eine untergeordnete Rolle.

17.06.2017                                  Fundsache:

 

Die unten stehende Karrikatur habe ich im sozialen Netz gefunden. Besser kann man die Schwächen unseres Schulsystems nicht darstellen. In unserer arbeitsteiligen Welt kommt es nicht darauf an, dass alle alles gleich gut können. Jeder sollte seine ganz persönlichen Stärken in das Ganze einbringen und sich auf den Gebieten, in denen er nicht so kompetent ist, von anderen helfen lassen.

 

Das trifft ziemlich genau mein persönliches Motto: "Wenn der Blinde den Lahmen trägt, kommen beide gut voran"!

 

 

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Was wäre die Folge, wenn der Fisch in unserem Schulsystem wäre? Er müsste den ganzen Tag Klettern üben, in Schwimmen hat er eine 1+, also muss er im Klettern von seiner 6 weg kommen. Was hat das wiederum zur Folge? Er wird im Schwimmen immer schlechter und Klettern wird er nie lernen, wird er auch nie brauchen, weil er einfach nicht fürs klettern gemacht ist. Der Fisch verliert die Lust, er fühlt sich schwach und nicht schlau genug, er verliert den Blick für seine einzigartige Fähigkeit. Genau das passiert jeden Tag tausendfach in unseren Schulen.

16.06.2017                               Komische Satire!

 

Der Beitrag unten entstammt der Feder des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Dieser ist derzeit in der Türkei in Haft. Die deutschen Behörden bemühen sich intensiv um die Freilassung dieses Journalisten mit deutschem Pass.

 

Angeblich soll das Satire sein. Mag sein. Für mich ist das eine Beleidigung des Landes, dessen Gastrecht er genießt! Ich stelle diese "Satire" auf die gleiche Stufe wie diejenige des Jan Böhmermann. Der hatte in einer Fernseh-Sendung den türkischen Präsidenten Erdogan einen "Ziegen-Ficker" genannt.

 

Satire hin oder her: Solche Posts sind absolut unzulässig! Nicht jedem Leser ist der Begriff "Satire" geläufig und nicht jeder versteht, was mit diesem Begriff gemeint ist. Insofern stellt dieser Post aus meiner Sicht eine massive Volksverhetzung dar!

 

Mit diesem Beitrag offenbart Yücel eine Haltung gegenüber Deutschland, die für viele Nutzer dieser Möglichkeit bezeichnend ist! Die Vorteile dieses Landes genießen, den Schutz seines selbstgewählten Staates einzuforden und dann ein solches Statement loszulassen. Hier stellt sich der Unfug mit der doppelten Staatsbürgerschaft in seiner ganzen dämlichen Dümmlichkeit dar!

 

Ich hätte nichts dagegen, wenn die deutsche Regierung die Bemühungen um die Freilassung dieses "Journalisten" umgehend einstellen würde. Und wenn sie Yüzel schnellst-möglich die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen würde! Wir brauchen hier keine Satiriker vom Schlage Yücels oder auch Jan Böhmermanns!

 

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12.06.2017                               Heute ein Spezial:

 

Heute wende ich mich an einen speziellen Personenkreis: An die Schachspieler aus der Region! An alle, die in einem der zahlreichen Schachclubs aktiv Schach spielen.

 

Der Badische Schachverband BSV richtet vom 26.-30. Juli 2017 in Walldorf die 89. Badischen Meisterschaften aus. Daran können alle im Deutschen Schachbund DSB gemeldeten Schachspieler teilnehmen. Die Meisterschaften sind unterteilt in ein A-Turnier (Badische Meisterschaft) für Spieler über 2000 DWZ und in ein C-Turnier (Badische Amateur-Meisterschaft) für Spieler getrennt unter 2000/1750/1400/1200 DWZ.

 

https://schachkongress.de/2017/pdf/Ausschreibung_BM2017.pdf

https://schachkongress.de/2017/pdf/Ausschreibung_Amateur2017.pdf

 

Bisher haben sich erst 29 Spieler zu dem Event angemeldet.

 

https://schachkongress.de/2017/teilnehmer.php?turnier=A

https://schachkongress.de/2017/teilnehmer.php?turnier=C

 

Von einem Bekannten aus dem Schachverein 1947 Walldorf werde ich gebeten, hier auf die Veranstaltung hinzuweisen. Der Verein ist daran interessiert, für seine Mühe bei der Ausrichtung durch eine hohe Teilnehmer-Zahl belohnt zu werden. Man werde seitens des SV Walldorf alles tun, um den Spielerinnen und Spielern ein angenehmes und interessantes Turnier zu bieten.

 

Ich selbst werde in meiner nunmehr 9 Jahre dauernden "zweiten Karriere" als aktiver Spieler zum dritten Male an dieser Veranstaltung teilnehmen. Zuvor war ich bereits in Emmendingen und in Haslach i.K. dabei. Beide Male hat es mir sehr gut gefallen. Bei jeder dieser Veranstaltungen habe ich neue und interessante Menschen getroffen. 

 

Bei diesem Turnier werde ich garantiert keinen Blumentopf gewinnen. Meine aktuelle Wertungszahl liegt aktuell bei ca. 1120 DWZ. Damit ist maximal ein Mittelfeldplatz in der schwächsten Gruppe erreichbar. Doch darum geht es mir gar nicht. Ich mag die Atmosphäre bei Schachturnieren. Mir gefällt das Wechselspiel zwischen Ärger und Freude. Und auch die Genugtuung, wenn man mal ein Spiel gewonnen hat.

 

Walldorf ist nicht gerade um die Ecke. Aus Emmendingen und Haslach bin ich abends jeweils nach Hause gefahren. Das geht diesmal nicht. Daher habe ich in Walldorf ein Zimmer in der selben Straße wie der Turnierort gebucht. Ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Bahnhof und Schulsporthalle.

 

Ich fahre mit der Bahn. Meine Lust, Autobahn zu fahren, ist nicht mehr ausgeprägt. Zwar war über ich über zwei Jahrzehnte als LKW-Fahrer unterwegs. Fahren könnte ich also schon. Doch in meinem kleinen engen 80 PS-Dacia fühle ich mich zwischen rasenden Lastzügen, Bussen und rücksichtslosen Dränglern zu sehr gestresst.  

 

Ich fahre mit dem IC von Freiburg nach Mannheim. Von da mit dem Regionalzug nach Walldorf. Fahrtzeit knapp 2 Stunden. Vom Bahnhof Walldorf bis zu meiner Unterkunft 10 Geh-Minuten. Die Rückfahrkarte kostet als Sparpeis inkl. Sitzplatz- Reservierung 58 Euro. Billiger fahre ich mit dem PKW auch nicht. Bequemer und sicherer sowieso nicht. Und als Rentner kann ich durchaus etwas Zeit investieren.

 

Ganz billig wird die Exkursion allerdings nicht. Das Startgeld für das Turnier beträgt 40 Euro, die Fahrkarte kostet 58 Euro, Unterkunft ohne Frühstück für 4 Nächte 160 Euro. Für die Verpflegung mit Taschengeld rechne ich ca 100 Euro für 5 Tage. Macht immerhin 358 Euro. Doch das ist mir der Spass wert! Man gönnt sich ja sonst nichts!

 

Ich hoffe, dass noch ein paar Schachfreunde aus dem Bezirk Freiburg dazu kommen. Bisher hat sich nur Jürgen Döserich von Schwarze Pumpe Freiburg angemeldet. Es ist immer schön, auch außerhalb der engeren Heimat vertraute Gesichter zu sehen.

 

Ich schreibe diesen Bericht hier, weil ich weiß, dass mein Blog auch von zahlreichen Mitgliedern der regionalen Schach-Szene gelesen wird. Vielleicht fühlt sich der eine oder die andere zu einer Anmeldung animiert. Würde mich sehr freuen!

 

04.06.2017                                           Es hört nicht auf!

 

Tag-täglich immer neue Meldungen über Terror-Anschläge in Europa. Letzte Nacht in London. Entmenschte Attentäter fuhren mit einem Auto auf einer Brücke in eine Menschenmenge. Danach stiegen sie aus und stachen mit Messern wahllos auf Menschen ein. Sechs Tote und mindestens dreißig Schwerverletzte. Drei Attentäter wurden von der Polizei erschossen.

 

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/london-bridge-auto-soll-in-menschenmenge-gefahren-sein-a-1150

 

Die Attentate geschehen in immer schnellerer Folge. Heute London, vor wenigen Tagen Manchester, Dortmund, Paris, Brüssel, Berlin. Dazu Anschläge in Afghanistan. Vorgestern wurde am Nürburgring ein Rock-Konzert vor mehr als 80.000 Besuchern unterbrochen. Es wurde befürchtet, dass aus dem salafistischen Umfeld heraus ein Anschlag geplant war.

 

Beinahe täglich hören wir von Festnahmen und Razzien. in den Fällen war die Polizei dann wohl einfach nur schneller und konnte so das Schlimmste verhindern. Doch der Tag wird unweigerlich kommen, an dem das nicht gelingt und irgendwo ein neues Blutbad angerichtet wird.

 

Heute morgen wird dazu das übliche Ritual ablaufen: Unsere Kanzlerin und unser Präsident werden in bedrückter Haltung vor die Kameras treten und dem britischen Volk das Mitgefühl und die Unterstützung des deutschen Volkes aussprechen.

 

Der Innenminister wird ebenfalls zackig auftreten und uns mit markigen Worten dazu aufrufen, uns von Terror und Gewalt nicht beeindrucken zu lassen. Die Polizei habe alles im Griff. Gleichzeitig werden sich massenhaft Gutmenschen zu Wort melden und eindringlich vor Rassismus, Vor-Verurteilungen und Verdächtigungen warnen.

 

Ich kann alle diese Leiern nicht mehr hören! Dieses dumme Geschwafel ohne jegliche Substanz! Sie dienen alle nur dazu, von eigenem Versagen abzulenken! Gleichzeitig wird nämlich offenbar, wie dilettantisch bei der Aufnahme, Identifizierung und der Registrierung von Flüchtlingen vorgegangen wurde und immer noch wird.

 

Da kann ein Mensch als Berufssoldat in einer Kaserne Dienst tun und gleichzeitig unter anderem Namen in einer Flüchtlingsunterkunft leben. Ein unglaublicher Vorgang! Der Attentäter von Berlin war unter den Augen der Polizei lange Zeit als Drogendealer tätig, ohne dass er in Haft kam. 

 

Das zuständige Bundesamt muss zugeben, dass ein großer Teil der Entscheider über Asyl-Anträge gar keine Befähigung dazu hat. Sie erhielten als Seiteneinsteiger weder Schulung noch Qualifizierung. Zig-Tausende Flüchtlinge kamen ins Land, ohne dass die Behörden wissen, wie sie tatsächlich heißen und wer sie wirklich sind. Tausenden wurden nicht einmal  Fingerabdrücke genommen.

 

Bei uns herrschen geradezu paradiesische Zustände für jene Zuwanderer, die sich mit finsteren Absichten tragen. Die Kanzlerin lässt die Grenzen öffnen und lädt Millionen Flüchtlinge zu uns ein! Mit treuherzigem Blick erklärt sie den Kritikern: "Wir schaffen das!" Neben den wirklich Verfolgten nehmen auch eine große Anzahl von Attentätern und anderen Verbrechern die großzügige Einladung an.

 

Von Angela Merkel kommt kein Wort der Entschuldigung gegenüber den Opfern ihrer desaströsen Entscheidung. Ein paar blumige Worte nach jedem weiteren Attentat und markige Durchhalte-Parolen. Das ist alles. Wir sollen weiterhin ohne Angst und Sorge an Massenveranstaltungen teilnehmen, unsere Kinder in Fußballstadien und zu Rock- Konzerten schicken.

 

Wenn es uns trifft: Dann haben wir halt Pech gehabt! Angela Merkel macht ihre Raute und wendet sich wieder dem Wahlkampf zu!

 

01.06.2017                                  Wir Lemminge tun es trotzdem!

 

Alle Welt redet vom Umweltschutz. Wie dringend notwendig ein Umdenken bei uns allen sei. Weniger Schadstoffe in die Umwelt abgeben, weniger Fleisch essen, keine Plastiktüten bei Aldi mitnehmen und was der sinnvollen Dinge mehr sind.

 

Gerade jetzt erscheinen im TV wieder fast täglich Bilder von Unwettern, Dürren und Waldbränden. Immer weitere Teile der Erde werden zu Wüsten, immer größere Blöcke des "Ewigen Eises" schmelzen. In Afrika sind Millionen Menschen auf der Flucht, weil sie in ihrer angestammten Region nicht mehr leben können.

 

Auch hier in unserer gemäßigten Region ist der Klimawandel zunehmend zu spüren. Zuerst im April sommerliche Temperaturen, dann der Frost im Mai und jetzt bereits über 30 Grad im Schatten. Keine Jahreszeiten. Frühling und Herbst fallen weitgehend aus. Milde nasse Winter und heiße trockene Sommer lösen sich unmittelbar ab.

 

Die globale Veränderung schreitet immer schneller voran. Belegbare Zahlen lassen befürchten, dass bei weiter unveränderter Entwicklung die Erde bereits in 100 Jahren für Menschen unbewohnbar sein wird.

 

Wir Menschen wissen, dass nur eine radikale Veränderung unserer Gewohnheiten und unseres Verhaltens die Klimaveränderung begrenzen kann. Wenigstens soweit, dass auch die kommenden Generationen noch auf dieser Erde leben können.

 

Uns ist bekannt, dass unter anderem die Verminderung des Energie-Verbrauchs und des damit verbundenen Co²-Ausstoßes zu den vordringlichsten Aufgaben auf diesem Gebiet zählen.

 

Doch was tun wir Menschen, um die akute Bedrohung abzuwenden? Der Verbrauch fossiler Energie steigt weltweit weiter rasant an. Statt ÖPNV und Elektro-Mobilität entscheidend voran zu bringen, werden immer noch mehr Straßen gebaut. Statt erneuerbare Energien wirksam zu fördern gehen immer noch neue Kohlekraftwerke ans Netz.

 

Die Politik ist zu schwach, um wirksamen Umwelt- und Klimaschutz zu organisieren. Statt das Notwendige und Alternativlose zu tun, schielt sie nach Wählerstimmen und hört auf die Einflüsterungen der vielen Lobbyisten.  Umweltschutz heißt Verzicht und Einschränkung. Beides bedeutet in unserer trägen Demokratie Verlust von Stimmen und der daran hängenden Pfründe!

 

Statt umweltschädliche Praktiken zu verbieten stellt die Politik allein die Interessen der Wirtschaft in den Fokus. Die Wirtschaft muss stetig wachsen. Der Umsatz muss stimmen. Alles andere muss warten. Nach uns die Sintflut!

 

Auf freiwillige Anstrengungen der Menschen zu umweltverträglichem Verhalten zu hoffen, ist vergeblich. Was nicht ausdrücklich verboten ist, wird selbst bei besserer Einsicht trotzdem getan.

 

Das wurde mir letzte Woche wieder mal eindringlich bewußt. In den Tagen um den Vatertag zogen endlose Kolonnen Motorräder vom Hexental her kommend durch unseren abgelegenen Ortsteil in Richtung Schauinsland. Tonne um Tonne Treibstoff wurde zu Co.2 und sinnlos nur zum privaten Vergnügen in die Atmosphäre geblasen. Von Lärm und Gefahr und den sozialen Kosten durch Unfälle gar nicht zu reden.

 

Das nur als kleines Beispiel. Wollte die Politik mit dem Klimaschutz wirklich ernst machen, dann müßte sie solche Vergnügungsfahrten unterbinden. Doch da würden zu viele mächtige Lobby`s Sturm laufen: Motorrad-Hersteller, Mineralöl-Industrie, Tourismus und wer sonst noch alles.

 

Mit denen will man sich nicht gerne anlegen. Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing! So denken die meisten Politiker. Also doktert man an den Symptomen herum und tut so, als wolle man den Klimawandel tatsächlich ernsthaft begrenzen. An die Ursachen traut man sich nicht wirklich ernsthaft heran.

 

Genauso ist es mit der Landwirtschaft. Alle Welt redet vom Artensterben, vom Nitrat im Grundwasser, vom Bauernsterben, von Massentierhaltung, hohem Fleischkonsum.

 

Die Probleme wären einfach zu lösen: Verbot von Monokulturen, Beschränkung des Tierbesatzes strikt durch die Fläche, Verbot von chemischen Pflanzenschutzmitteln, weitere Senkung der Gülle-Ausbringung pro ha, Umlenkung von Subventionen zu Gunsten des ökologischen Landbaues, Verbot der Einfuhr von Futtermitteln aus der Dritten Welt.

 

Das würde zwar die Lebensmittel deutlich verteuern. Doch niemand hat ein Anrecht auf Nahrungsmittel aus ethisch und ökologisch schädlicher Produktion. Wenn ärmere Bevölkerungsschichten sich nicht mehr angemessen versorgen könnten, dann ist das eine Aufgabe der Sozialpolitik und nicht der Umwelt- und Landwirtschaftspolitik.

 

Oft würde auch eine Umstellung von Gewohnheiten viel bewirken. Ein Verzicht auf Tabak und Alkohol zum Beispiel würde bei vielen Bedürftigen zu mehr Gesundheit führen und Geld für gute Lebensmittel frei machen. Es geht auf jeden Fall nicht an, sozial schädliche Produktion auch noch mit Steuergeldern hoch zu subventionieren.

 

Das alles wissen die meisten Menschen in den Industrienationen. Wir wissen, wie schädlich in vielen Bereichen unser Verhalten ist. Wir tun es trotzdem. Zum einen weil wir hochgradig verwöhnt und verdorben sind. Zum andern, weil es (fast) alle so machen. Man könnte ja ins Hintertreffen geraten. Oder der Nachbar könnte glauben, wir könnten uns ein so schnelles Motorrad oder die Flugreise nicht leisten.

 

Wir werden es weiter so tun bis kurz vor dem bitteren Ende! Durch demokratische Regierungen wird die Welt nicht gerettet. Zuviele egoistische Köche verderben den Brei. Es wird eine Zeit kommen (müssen!), in der Autokraten das Ruder übernehmen und die Welt mit harter Hand wieder in Ordnung bringen!

 

Hoffentlich geschieht das noch rechtzeitig!

 

30.05.2017                                    Ich bin noch da!

 

Heute morgen klingelte bereits kurz nach sieben das Telefon: Einer meiner treuesten Leser wollte wissen, warum in den letzten Tagen kein Beitrag hier zu finden sei. Das gleiche Problem beschäftigt seit gestern auch mehrere Leute auch außerhalb von Horben. Insgesamt gingen bis heute morgen 6 E-Mails mit der gleichen Frage ein.

 

Es ist schön, wenn man vermißt wird. Und ich verstehe auch, dass der Vorgang etwas ungewöhnlich ist. Seit 7 Jahren schreibe ich so gut wie jeden Tag einen Beitrag in diesen Blog. Und jetzt seit drei Tagen nichts mehr! Eine Leserin befürchtete gar, dass sich mein Gesundheitszustand wieder dramatisch verschlechtert haben könnte!

 

Doch es besteht kein Grund zur Sorge! Ich hatte an anderer Stelle dargelegt, dass ich wegen eines größeren Auftrages bis 31. Mai nur unregelmäßig Zeit für diesen Blog finde. Heute morgen habe ich nun das fertige Produkt weggeschickt. Ich hoffe, dass alles ok. ist. Dann habe ich künftig wieder mehr Zeit für meine Beiträge.

 

Vielen Dank für die Rückmeldung, dass viele Leser merken, wenn ich mal für ein paar Tage nichts veröffentliche. Das zeigt mir, dass meine Arbeit doch von vielen Lesern beachtet und wertgeschätzt wird.

 

(Schauen Sie heute auch auf die Seite "Horben-spezial".)

26.05.2017                                     In eigener Sache:

 

Heute wende ich mich in eigener Sache an meine Leser. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand bei dieser Suche helfen könnte:

 

Ich suche einen oder zwei Mann, die kleinere Beton- und Maurerarbeiten ausführen können. In meinem Ökonomiegebäude soll der Futtergang (11 x 3,20) neu betoniert und mit einem einfachen Glattstrich versehen werden. Weiter soll das Eingangstor zum Futtergang (3,20 x 3,50) zugemauert werden. In diese Mauer muss ein Fenster und eine Außentür eingebaut werden. Reine Ausriegelung unter einem vorhandenen Sturz.

 

Die Arbeiten sind für einen Fachmann nicht schwierig. Es besteht kein Zeitdruck und die Arbeit ist keine Schinderei. Bezahlung im Rahmen einer geringfügigen Tätigkeit. Also keine Schwarzarbeit. Gut geeignet für rüstige Rentner oder auch für eine kleine Baufirma.

 

Ausführungsort ist Horben bei Freiburg. Weitere Folgeaufträge können in Aussicht gestellt werden.

 

Wenn Sie Interesse haben oder jemanden kennen, der Interesse haben könnte, bitte ich um Kontaktaufnahme unter 0761 2909024 oder h.p.buttenmueller@t-online.de

25.05.2017       Rinderhaltung in der "modernen" Landwirtschaft

 

Ich bin ein Fan alter Haustierrassen. Ob Sundheimer Hühner, Schwarzwälder Kaltblutpferde, Meißner Widder-Kaninchen, Toggenburger Langhaarziegen, Hallesche Schweine: Sie alle sind vielseitig, robust, landschafts-angepasst.

 

Vor allem sind sie als Gen-Bank unersetzbar. Es wird eine Zeit kommen, in der die heutigen überzüchteten, genetisch verengten Rassen wieder rückgezüchtet werden müssen. Dann wird man auf die Restbestände alter Rassen angewiesen sein.

 

Rinder sind meine Lieblingstiere Wenn ich zum Beispiel eine Hinterwälder-Kuh sehe, bin ich hin und weg. Ein solches Tier beinhaltet alles, was Landwirtschaft für mich bedeutet: Schöne, edle, charaktervolle geländegängige Tiere, Mütterlichkeit, Ruhe, Robustheit, Langlebigkeit, Genügsamkeit, wertvolle Milch, schmackhaftes Fleisch.

 

 

Früher wurde dieses kleine Rind auch als Drei-Nutzungsrind gehalten: Hinterwälder Kühe wurden vor allem bei Kleinbauern auch als Zugtiere eingesetzt. Durch ihre Ruhe und durch ihre sehr harten Klauen waren sie auch dafür geeignet. Leider ist diese Rinderrasse beinahe ausgestorben. Sie sind heute fast nur noch an den Steilhängen des Belchen, Feldberg und Schauinsland anzutreffen. 

 

Die "moderne" Landwirtschaft glaubt, auf Zweinutzungsrassen verzichten zu können. Kühe werden heute als Spezialisten in eine Richtung gezüchtet: Entweder auf Fleisch oder auf Milch.

 

Die Fleischrassen bilden zum Teil ganz extreme, unnatürliche Muskelberge aus. Ein besonders grasses Beispiel ist die Rasse "Weißblaue Belgier". Aus meiner Sicht eine absolute Qualzucht! Diese Tiere werden bis zu einer Tonne schwer. Ein Hinterwälder- Bulle bringt kaum die Hälfte auf die Waage. Bei den Weiß-Blauen Belgiern wurde ein Gen-Defekt zur Züchtung solcher Apparate genutzt.

 

Die Kühe dieser Rasse geben kaum soviel Milch, um ihren Nachwuchs zu ernähren. Sie können meist auch nicht auf natürliche Weise gebären. Zur Geburt muss in der Regel ein Kaiserschnitt durchgeführt werden.

 

In Deutschland ist diese Rasse noch nicht sehr verbreitet. Doch in Belgien kommt das Fleisch überwiegend von Tieren dieser unnatürlichen Rasse.

 

LC-A 120: Fotografie zwischen zwei Welten · Lomography

 

Die heute gebräuchlichen Hochleistungs-Milchkühe sind für mich ebenfalls reine Qualzuchten! Abgemagert bis auf die Knochen, Rieseneuter: Durch unnatürlich hohe Mengen an Kraftfutter werden 12.000 kg und mehr Milch aus den Eutern gequetscht. Zum Vergleich: Eine Hinterwälder-Kuh gibt 3.500 kg Milch!

 

 

Die Überfütterung mit Eiweiß-Futter führt neben anderen Problemen oft zu weichen Klauen und zu vorzeitiger Unfruchtbarkeit. Solche sogenannten Spitzenkühe werden im Schnitt nur fünf Jahre alt und gebären weniger als drei Kälber. Eine Hinterwälder- kuh wird bis zu sechzehn Jahre und kann in der Zeit 12 Kälber zur Welt bringen.

 

Ein Problem bei den extremen Milchrassen sind die männlichen Kälber. Milchkühe müssen jedes Jahr kalben, um ihre Leistung hochzuhalten. Die weiblichen Tiere gehen in die Zucht. Bei den Bullenkälbern werden nur wenige Tiere in der Zucht benötigt. Der Rest kann nicht wirtschaftlich gemästet werden. Reine Milchrassen setzen kaum Fleisch an. Der männliche Nachwuchs wird meist mit Verlust verramscht und verwurstet.

 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/Die-Ramschkaelber,sendung514264.html

 

Ähnliche Auswüchse finden wir bei allen Nutztier-Arten. Als weiteres Beispiel könnte man das Hähnchen-Schreddern anführen. Sie sind das Ergebnis einer spezialisierten, teilweise pervertierten landwirtschaftlichen Tierhaltung. Hier zählen nur Umsatz und Masse. Ethik und Nachhaltigkeit bleiben weitgehend auf der Strecke.

 

http://www.peta.de/eier#.WSZ_HsakLIU

 

Eine Zukunft hat diese Form der Landwirtschaft nach meiner Wahrnehmung nicht! Das einseitige Streben nach Effizenz und Höchsterträgen führt zu Überproduktion und Preisverfall. Die heute gängige Form der Tierhaltung und Landbewirtschaftung führt zu massiven Umweltbelastungen und zu sozialen Problemen.

 

Es führt auch zu immer schnellerem Bauernsterben. Die Revolution frißt ihre Kinder. Heute werden kleine und mittlere Bauernhöfe gefressen. Morgen sind die Großen dran. In China, USA, Russland, Saudiarabien, Neuseeland gibt es bereits Farmen mit zehnmal soviel Tieren als die sogenannten Agrarfabriken bei uns heute haben.

 

Woran sind die Dino-Saurier zugrunde gegangen? Sie sollen die Erde kahl gefressen haben. Die Gattung Mensch wird das Schicksal dieser nimmersatten Urwelt-Echsen irgendwann teilen! Für eine Rückkehr zur Vernunft ist es nach meiner Wahrnehmung bereits viel zu spät!

24.05.2017                                      Fundstücke:

 

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

 

heute habe ich wenig Zeit für einen Beitrag. Doch dieses Fundstück aus dem sozialen Netz will ich Ihnen nun doch nicht vorenthalten! Die Aussage, die mit diesen Bildern transportiert werden soll, entspricht natürlich nicht meiner persönlichen Meinung und schon gar nicht meiner eigenen Erfahrung. Ich bin schließlich kein Chauvinist! Doch ein kleines bißchen Wahrheit könnte manchmal doch drin stecken? Was ist Ihre Meinung dazu?

 

Bild könnte enthalten: Text

23.05.2015                             Der neue Möllemann!

 

Was regt mich dieser FDP-Chef Christian Lindner auf! Sitzt frech-grinsend in jeder Talk-Show und redet von Leistung und von unternehmerischer Freiheit, als ob er selbst schon jemals irgendeine besondere Leistung erbracht hätte.

 

Lindner ist die Zweitausgabe seines Vor-Vorgängers Möllemann. Was noch fehlt, ist die 18% auf den Schuhsohlen und am Ende der Absprung ohne Fallschirm aus dem fliegenden Flugzeug. Lindner wie Möllemann und auch ein Stückweit der verstorbene Westerwelle haben und hatten nicht annähernd die politische Statur früherer FDP- Größen wie Genscher, Scheel, Solms, Lambsdorff, Baum, Hirsch und andere. Sie leben nach meiner Wahrnehmung nicht von erarbeiteter Substanz. Ihr Rüstzeug ist einzig und allein ihre unverschämte große Klappe!

 

Auf Facebook habe ich einen Beitrag gefunden, der den Werdegang des Christian Lindner nachzeichnet. Ich kann darin kein Zeichen von Leistung und Können finden.

 

Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd, Anzug und Nahaufnahme

Nina Hinckeldeyn

»Warum gibt es überhaupt Freie Demokraten? Weil wir an den einzelnen Menschen glauben. Daran, dass er nicht schwach und anleitungsbedürftig ist, so wie das die politische Linke glaubt und deshalb die Menschen mit Stützrädern ausstatten will.« (Zitat: Christian Lindner, #FDP)

 

Weil ich #Lindners unternehmerische Tätigkeiten so interessant finde und mich bei der Gelegenheit seine »Stützräder« interessierten, möchte ich Euch unbedingt an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen.

 

(..)Von 1997 bis 1999 und 2002 bis 2004 war Lindner als freiberuflicher Unternehmensberater[14] und im Stromhandel tätig.[15][16] Diese Tätigkeit ließ er im Zuge seiner Wahl zum nordrhein-westfälischen FDP-Generalsekretär auslaufen.


Von 1999 bis 2002 war Lindner geschäftsführender Gesellschafter der von ihm mitgegründeten Unternehmensberatung knüppel lindner communications GmbH, deren Ersteintragung im Handelsregister unter die Königsmacher GmbH erfolgte.[17] Das Unternehmen entfaltete keine größere Geschäftstätigkeit und wurde 2003 aufgelöst.[18]

 

Im Mai 2000 gründete Lindner zusammen mit drei weiteren Partnern die Internetfirma Moomax GmbH.[19] Die Anschubfinanzierung von circa ❌ 2 Millionen Euro erfolgte durch eine Wagniskapitalgesellschaft, wofür diese wiederum einen Kredit in Höhe von 1,4 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau erhielt.[20] Lindner war von 2000 bis 2001 Geschäftsführer[14] und verließ dann das Unternehmen, das kurze Zeit später Insolvenz anmeldete. Der Kredit aus öffentlicher Hand musste aufgrund der Insolvenz nicht zurückgezahlt werden.[20](..)(Quelle: Wikipedia

 

Lindners Frau (Rosenfeld-Lindner) ist übrigens Journalistin bei WeltN24, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Axel Springer SE, die die Aktivitäten der Welt-Gruppe und des Fernsehsenders N24 bündelt. Das sieht ja auch so n bissel nach »Stützrad« aus, oder nicht?
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Sein Zitat findet ihr in der Abschrift seiner Rede zum 68. Bundesparteitag der Freien Demokraten vom 28. April 2017

https://www.fdp.de/…/lindner-rede-wir-haben-uns-erneuert-we…
Foto: smokeonthewater2 - Christian Lindner, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48309074

 

Den ungekürzten Facebook-Eintrag finden Sie hier:

 

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1258747417577056&set=a.245110438940764.53267.100003254284370&type=3&theater

20.05.2017                    Meine Seite "Regionale Veranstaltungen":

 

Beinahe täglich erreichen mich E-Mails zu meinem Blog. Meine Beiträge werden von immer mehr Leuten gelesen. Die durchschnittlichen Zugriffszahlen (zu 90% aus dem Raum Breisgau) auf diese Homepage sind mittlerweile auf über 200 gestiegen.

 

Meine Beiträge werden auch in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Auf Facebook bin ich aktuell mit 1500 anderen Mitgliedern vernetzt. Über 200 Followers haben die Seite abonniert. In den Foren beteilige ich mich intensiv am Meinungsaustusch.

 

Sehr gut entwickelt sich die Seite "Regionale Veranstaltungen". Hier werden regionale Events aufgelistet. Vor allem kleineren, nicht so bekannten Veranstaltungen will ich eine preiswerte Werbefläche bieten. Gemeinnützige Vereine und Institutionen können hier kostenlos auf ihre Veranstaltungen hinweisen.

 

Eine Leserin bemängelt, dass zunehmend auch Veranstaltungen mit kommerziellem Hintergrund auf der Veranstaltungsseite erscheinen.

 

Wenn ich zum Beispiel auf den "Tag der offenen Tür" einer seriösen Firma hinweise: Wo ist da das Problem? Wir alle leben in irgendeiner Weise von Umsatz. Jeder von uns benötigt Lieferanten und Dienstleister. Diese stellen Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung und zahlen Gewerbesteuer in die Gemeindekassen. Von nichts kommt nichts. Werbung ist ein unverzichtbares Treibmittel.

 

Entsprechend dieser Sichtweise veröffentliche ich auch Hinweise auf kommerzielle Aktivitäten. Allerdings nicht ganz umsonst. Jede Arbeit ist eines Lohnes wert. Mein Angebot reicht vom puren Hinweis auf Veranstaltungen über positiven Berichte bis hin zu größeren Homestorys. Auch Dauerwerbung durch Verlinkung ist möglich.

 

Dass dabei nur seriöse Aktivitäten unterstützt werden, versteht sich wohl von selbst. Meine eigenen Aktivitäten entsprechen steuerlich allen rechtlichen Erfordernissen.

 

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Viel Geld verdiene ich damit sicher nicht. Meine Preise sind mehr als human. Sinn und Zweck meines Blogs ist nicht Gewinnerzielung durch Werbung. Er dient mir als Auslage und Schaufenster für andere Bereiche.

 

Sollten auch Sie einen Eintrag auf meiner Event-Liste wünschen: Eine kurze Mail genügt. h.p.buttenmueller@t-online.de

19.05.2017                             Einseitig, stillos und kleinlich:

 

Dass der Gemeinderat Hartheim seiner Bürgermeisterin nach Kräften Steine in den Weg legt, ist für mich als neutralem Beobachter offensichtlich. Hier scheinen Kräfte am Werk die ihre Aufgabe vor allem darin sehen, die Bürgermeisterin zu provozieren und sie zu beschädigen.

 

Dabei geht es meist nur am Rande um die Sache und das Wohl der Gemeinde. Vor allem scheint es darum zu gehen, der Bürgermeisterin irgendwie an den Karren zu fahren. In diesem Eifer wird jegliche persönliche Fairnis und jeglicher demokratische Stil außen vor gelassen.

 

Hier ein Beispiel aus den letzten Tagen:

 

http://www.badische-zeitung.de/hartheim/schoenberger-steht-zur-wahl-aber-keiner-soll-es-wissen

 

Das Kommunalrecht schreibt vor, dass Bürgermeisterwahlen ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung muss so erfolgen, dass ein möglichst breiter Kreis von Bewerbern angesprochen wird. In aller Regel werden dazu Anzeigen in mindestens einer großen regionalen Tageszeitung, im Gemeindeblatt und im Staatsanzeiger geschaltet.

 

In solchen Ausschreibungen wird so gut wie immer mitgeteilt, ob sich der bisherige Amtsinhaber wieder bewirbt. Meist wird auch extra darauf hingewiesen, wenn sich der derzeitige Bürgermeister nicht wieder bewirbt. Ich finde solche Mitteilungen als fair gegenüber Leuten, die Bürgermeister werden wollen.

 

Wer ernsthaft Bürgermeister werden will, wird in aller Regel nicht gegen einen gut arbeitenden Wiederbewerber kandidieren. Wer in solchen Fällen dennoch zur Wahl antritt, rechnet sich von vornherein kaum eine Chance aus. In der Regel treten hier Leute an, die den Wählern lediglich eine Alternative anbieten wollen. Wahl bedeutet nämlich, dass der Wähler auch eine Auswahl hat.

 

Die Gemeinde Hartheim wird in der Ausschreibung der Wahl der übliche Zusatz "Die derzeitige Amtsinhaberin bewirbt sich wieder" weglassen. Das sehe ich als weiteren Affront gegen Bürgermeisterin Kathrin Schönberger.

 

Offiziell sollen qualifizierte Bewerber durch einen solchen Zusatz nicht abgeschreckt werden. Wäre dies der wahre Grund, dann wäre das zu akzeptieren. Eine große Zahl guter Kandidaten kann nur im Interesse einer Gemeinde sein. Doch darum geht es den Hartheimer Gemeinderäten erkennbar gerade nicht.

 

Sie wollen der Bürgermeisterin und der Gemeinde aufzeigen, dass sie einen anderen Bürgermeister wollen. Man will Frau Schönberger provozieren und sie öffentlich als Person madig machen. Ich gehe auch davon aus, dass die wahren Machthaber im Ort  eine ihnen genehme Person als Nachfolger/In bereits bestimmt haben.

 

Der Gemeinderat Hartheim macht sich in meinen Augen lächerlich. Dieser Vorgang erweckt den Anschein, dass der Gemeinderat sich mehrheitlich als Handlanger bei der Durchsetzung von Einzel-Interessen mißbrauchen läßt.

 

Wirklich interessierten Bewerbern wird auch so nicht verborgen bleiben, dass Kathrin Schönberger wieder antreten wird. Frau Schönberger hat bereits vor Monaten erklärt, dass sie sich wieder bewirbt. Diese Ankündigung wurde auch öffentlich verbreitet.

 

Potentielle Kandidaten hören sich vor einer Bewerbung in der betreffenden Gemeinde um. In Hartheim werden sie erfahren, dass die Bürgermeisterin in der Bevölkerung ein sicheres Standing hat. Ihnen wird dabei auch klar werden, dass in Hartheim  eine Wechselstimmung höchstens hinsichtlich der nächsten Gemeinderatswahlen im Jahre 2019 zu verzeichnen ist.

18.05.2017                         "Ziegenficker" und "Nazischlampe!"

 

Ich bin nun wirklich kein Anhänger der AfD. Ich finde die Art und Weise, wie diese Partei Politik macht, nicht in Ordnung. Wer Probleme anspricht und kritisiert, muss auch Lösungsvorschläge  machen. Und die Richtung dieses Björn Höcke möchte ich nun wirklich nicht in irgendeinem Parlament vertreten sehen.

 

Doch geht es mir gegen den Strich, wie andere Parteien auf die AfD reagieren. Alle Mitglieder und Wähler dieser Partei werden als Nazi, Populisten und Rechtsradikale bezeichnet. Jetzt hat ein Gericht entschieden, dass die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel sogar "Nazi-Schlampe" genannt werden darf.

 

Das geht für mich zu weit! Ich möchte einmal sehen, was los wäre, wenn die Linken-Protagonistin Sarah Wagenknecht als "Stasi-Schlampe" bezeichnet würde. Die hat mit der Stasi genau soviel oder sowenig zu tun als Alice Weidel mit den Nazis.

 

Auch wenn man mit der AfD absolut nichts am Hut hat: Die Partei ist demokratisch genauso legitimiert wie Grüne, Linke oder FDP. Die Stimme eines jeden AfD-Wählers ist genau soviel wert wie die jedes anderen Wählers. Es steht niemandem zu, Wähler mit demokratischer Ausrichtung derart frech abzuqualifizieren.

 

Dass die AfD überhaupt nennenswerte Zustimmung erfährt, haben sich die anderen Parteien selbst zuzuschreiben. Offenbar gibt es Defizite, bei deren Beseitigung die etablierten Parteien versagt haben. Oder um die sie sich gar nicht kümmern.

 

Dass die AfD in dieses Vakuum stößt, ist ihr nicht vorzuhalten. Man kann auch hier die Art und Weise kritisieren. Dass im Land eine Unzufriedenheit mit bestehenden Verhältnissen herrscht, kann aber nicht bestritten werden. Ich sehe es als Aufgabe jeder politischen Kraft an, bestehende Defizite zu erkennen und zu benennen. Die AfD tut dies. Andere in vielen Bereichen nicht. Sie mogeln sich um viele wichtige Fragen einfach herum.

 

Die AfD mag anderen Parteien unbequem sein. Doch niemandem steht es zu, den politischen Gegner derart brutal anzugehen. Die Partei agiert noch im Rahmen des Grundgesetzes. Solange sie sich darin bewegt, ist sie legal. Man muss sich mit ihr politisch auseinandersetzen. Auch wenn sie sich am äußersten rechten Rand dieses Rahmens aufhält. Erst wenn sie diesen Rahmen verläßt, muss man sie verbieten.

 

Man nennt es zwar Satire. Da darf man andere beleidigen. So wie dieser unsägliche Jan Böhmermann den Türken Erdogan einen "Ziegenficker" nennen darf, so darf jetzt auch eine Alice Weidel als "Nazi-Schlampe" bezeichnet werden.

 

Wir leben in einem Rechtsstaat. Und wir bilden uns ja zurecht eine ganze Menge auf unsere hoch entwickelte Kultur ein! Ausdrücke wie Nazi-Schlampe und Ziegenficker im öffentlichen Fernsehen sind offenbar Ausdruck dieser Hochkultur! 

 

Dass jetzt womöglich eine ganze Menge weiterer Wähler ihren Beschützerinstinkt entdecken und erst recht die Partei der Alice Weidel wählen, muss das hohe Gericht nicht sonderlich interessieren!

15.05.2017                               NRW-Wahl: Linkes Desaster!

 

Die Wahl gestern in NRW wurde zur Katastrophe für die SPD und Martin Schulz. Das Ergebnis ist für mich unfassbar. SPD, Linke und Grüne sind einmal mehr an ihrer eigenen Dummheit gescheitert. Sie sind nicht im Stande, ihre gute Arbeit richtig darzustellen und in Wählerstimmen umzumünzen.

 

Zu dem Ergebnis will ich keinen eigenen Kommentar schreiben.  Sie werden dazu im Verlaufe des gestrigen Abends und der nächsten Tage genug zu lesen bekommen. Dafür habe ich heute im Netz nach Beiträgen gesucht, die eine Erklärung für das Desaster sein könnten:

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/landtagswahl-so-hat-nordrhein-westfalen-gewaehlt-1.3500753

 

http://cicero.de/berliner-republik/nach-der-nrwwahl-warum-die-schulzspd-ein-opfer-ihrer-eigenen-blindheit-ist

 

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_81168584/kommentar-nrw-braucht-jemanden-der-anpackt.html

 

Von mir nur eine Anmerkung zur AfD. Alle haben sie vor der Wahl auf die AfD eingedroschen: Alle politischen Gegner, die Kirchen. Wer etwas auf sich hielt und hält, hat seine Abscheu vor den rechten Schmuddlern herausposaunt. CDU, CSU und FDP sind ihrerseits in der Flüchtlingsfrage und bei der Inneren Sicherheit so weit nach rechts gerückt, dass ihre Aussagen mit denen der AfD fast deckungsgleich sind. Und doch haben 8% der NRW-Wähler die AfD gewählt.

 

Sie wird weiter Auftrieb bekommen. Die NRW-Wahl ist vorbei. CDU/CSU werden wieder nach links schwenken und noch mehr potentielle AfD-Wähler verprellen. Wenn die AfD ihre internen Probleme in den Griff bekommt, wird sie bald wieder über 10% kommen.

 

Der Grund dafür ist einfach: Die AfD benennt die Themen, die in der Bevölkerung für Unruhe sorgen. Zwar sicher mit falschen Argumenten und hauptsächlich durch zum Teil unsägliche Parolen. Doch sie trifft die Stimmung in puncto Innere Sicherheit und in der Flüchtlingsfrage.

 

Ohne die AfD würden sich die anderen Parteien um diese unangenehmen Probleme gerne herummogeln. Die AfD sorgt dafür, dass diese Themen überhaupt öffentlich diskutiert werden. Dies ist gut so und wenn die AfD überhaupt irgendeinen Nutzen hat, dann ist es dieser.

 

Kaum ist die Wahl rum, da erklärt Schäuble, dass man die Haushaltsüberschüsse für die Versorgung der Flüchtlinge benötige. Nichts davon bleibt übrig für die Sanierung der maroden Infra-Struktur, nichts für eine schlagkräftigere Polizei, nichts für eine bessere Bezahlung von Pflegekräften, nichts für bezahlbaren Wohnraum, nichts für den Abbau der Überschuldung, nichts für eine nenneswerte Steuerentlastung für den Mittelstand, nichts für eine stärkere Antwort auf die Klimaveränderung. Diese Liste könnte man weiter fortsetzen.

 

https://www.welt.de/wirtschaft/article152972939/Schaeubles-Ueberschuss-Milliarden-sind-fuer-Fluechtlinge-reserviert.html

 

Bereits diese Aussage Schäubles wird der AfD wieder zusätzlichen Zulauf bescheren. Die Verantwortlichen in den anderen Parteien und in der Regierung haben offenbar in der Tat nicht noch nicht erkannt, was ihre Wähler wirklich umtreibt! Auch solche, die mit der AfD absolut nichts am Hut haben!

12.05.2017                    Kann in der SPD denn niemand rechnen?

 

Ein paar Wochen lang sah es aus, als hätte Martin Schulz der müde taumelnden SPD neues Leben eingehaucht. Deren Umfragewerte stiegen fast über Nacht von 17% auf zeitweise über 30% an. Auf der Beliebtheitsskala zog Martin Schulz an der bis dahin souverän führenden Angela Merkel vorbei. Schulz wurde mit sagenhaften 100% zum Vorsitzenden der SPD gewählt.

 

Das Erwachen der SPD aus dem politischen Koma brachte Bewegung in die erstarrte Polit-Landschaft. Es gab jetzt eine Option, mit der die staubtrockene Kanzlerin mit ihren CDU-Schranzen und -Vasallen abgelöst werden konnten. Es gab Hoffnung für diejenigen, die sich an den Merkels, Schäubles, Altmeiers, Laschets, Kauder, von der Leyens, Laschets bis zum "Geht nicht mehr" satt gesehen haben.

 

Zur AfD gewechselte Protestwähler wandten sich jetzt der SPD zu.  Bisherige oder zukünftige Nichtwähler sahen einen Grund, am 24. September doch wieder zur Wahl zu gehen. Es schien ein Ruck durch`s Land gegangen zu sein, der die SPD mit Martin Schulz unaufhaltsam ins Kanzleramt zu spülen schien.

 

Dann kam die Saarland-Wahl. Die SPD konnte ihren Sturmlauf hier nicht fortsetzen. Sie kam "nur" auf 30%. Wenige Wochen zuvor lag die SPD noch bei 20%. Wie man nach einem solchen Zugewinn ein 30%-Ergebnis als Niederlage bezeichnen kann ist mir bis heute ein Rätsel geblieben!

 

Dass es im Saarland nicht zum Wahlsieg gereicht hatte, lag an der äußerst populären CDU-Ministerpräsidentin. Ingrid Karrenbauer fuhr ähnlich wie Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg oder Marlu Dreyer in Rheinland-Pfalz den Sieg im Alleingang ein. Der Person Karrenbauer hatte die SPD einfach zu wenig entgegen zu setzen.

 

Statt dies einzugestehen und sich über die 30% zu freuen, redet sich die SPD in einen Abwärtstrend. Dass man sich nicht eindeutig von den Linken distanziert habe, sei ein Fehler gewesen! Seither vergeht kein Tag, an dem nicht irgend ein SPD-Politiker eine Koalition mit den Linken im Bund zumindest als unwahrscheinlich bezeichnet. Auch Hannelore Kraft in NRW erklärte dieser Tage, dass es mit ihr als Ministerpräsidentin kein Rot-Rot-Grün im größten deutschen Bundesland geben wird!

 

Viel dümmer geht`s fast nimmer! Ich frage mich, wie Kraft und Schulz ohne Linke eine Mehrheit organisieren wollen? Zum Regieren braucht man nun mal Mehrheiten. Nach Lage der Dinge liegt die CDU sowohl in NRW als auch im Bund klar vorne. Die FDP ist zumindest in NRW im Aufwind. Die Grünen befinden sich derzeit auf dem absteigenden Ast.

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Ohne Linke haben weder Kraft noch Schulz eine Chance, die Regierung zu führen. Mit den Grünen allein reicht es nicht. Mit der FDP geht ein "Programm der sozialen Gerechtigkeit" überhaupt nicht. Was Lindner und Kubicki da herausposaunen, ist Kapitalismus pur! Mit einer Ampel-Koalition SPD/Grüne/FDP würden sich sowohl Schulz als auch Kraft völlig unglaubwürdig machen.

 

Bliebe noch eine große Koalition mit CDU und SPD. Hier wäre die SPD nach Lage der Dinge nur Junior-Partner! Das will die SPD hoffentlich auch nicht. Sie will führen und gestalten. Dazu muss sie sowohl in NRW als auch im Bund die Ministerpräsidentin und den Bundeskanzler zu stellen.

 

Ganz abgesehen davon: Die Menschen im Land haben die große Koalition so was von satt! Sie wollen endlich frischen Wind spüren, sie sind das politische Mittelmaß leid. Die nervtötende Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner genügt ihnen nicht mehr . Sie wollen weg von der Übermacht einer Groko, sie wollen eine Opossitition, die nachvollziehbare Alternativen aufzeigen kann!

 

Die Bürger wollen auswählen unter Personen und unter verschiedenen Konzepten. Martin Schulz hat den Bürgern mehr soziale Gerechtigkeit versprochen. Dieses so vehement vorgetragene Versprechen hat den Schulz-Hype erst ausgelöst. Aus dieser Nummer kommen weder die SPD noch Martin Schulz je wieder heraus.

 

Doch dieses Konzept braucht Mehrheiten. Schulz muss erklären, wie und mit wem er sein Versprechen einhalten will. Dabei darf er nicht mit der Lobbyisten-Partei CDU daher kommen. Und schon gar nicht mit der wirtschaftsliberalen Klientel-Partei FDP!

 

Soziale Gerchtigkeit geht glaubwürdig nur mit Rot/Rot/Grün!  Martin Schulz sollte also einen Lagerwahlkampf für R2G führen. Das ist seine einzige Chance! Hier darf nicht herum geeiert werden. Schulz muss klare Kante zeigen: "Wir stehen für eine eine sozialere Politik! Dazu brauchen wir dieGrünen und die Linken!" Dazu sollte er eine Neu-Auflage der Großen Koalition eindeutig ausschließen!

 

Weder die Linken noch die Grünen werden stur auf extremen Positionen bestehen. In einer R2G-Koalition können sie sich besser profilieren als in der Opposition oder als lästiges Anhängsel in einer schwarz-gelb-grünen Konstellation. Eine Koalition ist immer ein Kompromiß. Da müßen alle Beteiligten Federn lassen. Auch die SPD und auch die Grünen. Keine Partei wird 100% ihrer Themen durchsetzen können. Doch bei Rot/Rot/Grün sind nach meiner Wahrnehmung die Schnittmengen am größten.

 

Ich bin sicher, dass in der SPD doch noch jemand rechnen kann. Wenn eins und eins noch immer zwei ist, dann braucht sie die Linken für eine Regierungsbildung. Ich hoffe sehr, dass die SPD diese Chance nicht aus taktischer Kurzsichtigkeit zerstört!

 

Hier eine Reaktion der Linken auf die Absage von Hannelore Kraft:

 

http://m.tagesspiegel.de/politik/vor-der-wahl-in-nrw-sahra-wagenknecht-auf-kampflinie/19792176.html?utm_referrer=http%3A%2F%2Fm.facebook.com%2F

11.05.2017                                       Senioren-Bashing

 

Die Medien haben ein schönes Thema gefunden: Sie nehmen die zuletzt mehrfach gemeldeten Unfälle mit betagten Autofahrern zum Anlass, älteren Menschen generell die Fahr-Tauglichkeit abzusprechen. Es wird wohl nicht lange dauern, bis die Politik in ihrem grenzenlosen Populismus eine Altersbegrenzung für Autofahrer einführt.

 

Sicherlich ist der Fall in Säckingen ein schlimmer Vorgang. Mehrere Menschen kamen zu Tode, 27 wurden zum Teil schwer verletzt. Ein hochbetagter Autofahrer wollte am Rande einer Fußgängerzone wenden und verwechselte die Bremse mit dem Gaspedal. Eine hochgradige Fehlleistung mit schlimmen Folgen für die Betroffenen.

 

Doch passiert so was nur Älteren? Autofahren ist eine Gefahren-geneigte Tätigkeit. Der geringste Fehler kann schlimme Auswirkungen haben. Und Fehler machen nicht nur die älteren Autofahrer! Wieviele Schwerst-Unfälle geschehen durch junge Raser? Durch Hantieren mit dem Handy? Aus Unachtsamkeit? Technische Defekte? Durch Alkohol und Drogen? Wie viele Prozent derer, die Gaspedal und Bremse verwechseln, sind im Seniorenalter und wieviele sind jünger?

 

Der Rennfahrer Gehard Berger hat es einmal so gesagt: Für ihn sei ein Rennen mit Tempo 300 sicherer als eine Autobahnfahrt mit 120. Im Rennen habe er es nur mit Profis zu tun. Alle um ihn herum seien hervorragende Autofahrer. Auf der Autobahn dagegen müsse er mit Alkoholisierten, Drogensüchtigen, Depressiven, Schwangeren, Kranken, Unerfahrenen, Unsicheren, Unfähigen, ja sogar mit Selbstmördern rechnen.

 

Ältere verursachen nach meiner Wahrnehmung weniger Unfälle als Jüngere. Allein schon deshalb, weil sie in der Regel vorsichtiger fahren und sich mehr an die Regeln halten. Wenn man schon strenger sein will, dann muss der Zugang zum Verkehr für alle Verkehrsteilnehmer erschwert werden. Bessere Fahrausbildung, Nachprüfungen, Gesundheitszeugnisse und was der schönen Schikanen mehr sind.

 

Es ist ja nicht so, dass jeder automatisch mit 75 fahr-untauglich wird. Es gibt viele 80-Jährige, die mental noch voll fit sind und es gibt genügend 60-jährige, die an der Demenzgrenze entlang lavieren. Eine ältere Hausfrau, die im Leben nur mal hin und wieder ein paar Kilometer gefahren ist (vielleicht nur einmal wöchentlich, um ihren Mann vom Stammtisch heim zu holen?) wird sich im höheren Alter sicher schwerer tun als ein ehemaliger Berufskraftfahrer, der Jahr für Jahr 80.000 oder mehr km auf einem schweren LKW abgerissen hat. 

 

Man sollte auch bedenken, dass viele ältere Menschen auf das Auto angewiesen sind! Senioren in stadtfernen Orten sind ohne Auto regelrecht aufgeschmissen. Wir hier in Horben haben keinen Laden, keine Apotheke, keinen Arzt, kein Postamt, gar nichts in der Hinsicht. Wir haben zwar eine gute Kinderbetreuung, Um die Senioren jedoch kümmern sich weder Kirchengemeinde noch die politische Gemeinde. Ältere ohne Auto und ohne Angehörige sind ganz einfach zum Wegzug gezwungen. Wenigstens diejenigen, die sich nicht für jedes Bedürfnis Dienstboten leisten können.

 

Dies alles sollten diejenigen berücksichtigen, die jetzt wieder für eine generelle Altersbeschränkung für die Fahrerlaubnis plädieren. Es kommt auf den Einzelfall an. Die angelegten Kriterien müssen für alle gelten. Nur auf die Älteren zu schauen, halte ich für diskriminierend!

08.05.2017                              Macron ein Hoffnungsträger?

 

Der Krug scheint gerade noch einmal an der Welt vorübergegangen zu sein. Bei der Wahl in Frankreich wurde Emmannuell Macron zum Präsidenten gewählt. Die Bürger der Grand Nation einigten sich mehrheitlich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, mit dem sie die Radikale Marie Le Pen und ihre Front National noch einmal aus dem Elysee-Palast fernhalten konnten.

 

Die europäische Presse und Politik sind erleichtert. Wie hatten sie doch gegen die angeblichen Rechtsradikalen gewettert. Eine Wahl von Le Pen wäre der Untergang Europas. Macron wurde zur Lichtgestalt hochstilisiert. Er würde das wirtschaftlich und gesellschaftlich angeschlagene Frankreich retten!

 

Aus meiner Sicht besteht jedoch kein Grund zum Jubeln. Die Rechtspopulisten haben immerhin ein Drittel der Wählerstimmen erreicht. Insgesamt stellt die französische Rechte eine klare Mehrheit. Die Welt hat Glück, dass Le Pen den anderen Rechten zu radikal ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie mit Macron ihren Wunschpräsidenten gefunden haben. Er bedeutet für die Mehrheit der französischen Wähler lediglich das kleinere Übel.

 

Ob dieses kleinere Übel Frankreich einen und zu neuer Blüte führen kann, ist mehr als fraglich. Macron verfügt nicht einmal über einen eigenen Partei-Apperat. Seine Bewegung wurde erst vor einem Jahr begründet und ist bisher nicht in der National- Versammlung vertreten. Macron wird sich bei jeder Entscheidung mit den Rechten Sarkozys bis hin zu den extremen Linken einigen müssen. Die extremen Rechten der Front-National hat er sowieso gegen sich.

 

Ich bin sicher, dass sich bereits gestern Abend die ihn tragenden Parteien mit ihren Forderungen gemeldet haben. Die Rechten verlangen tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Einschnitte. Sie halten eine Art "Agenda 2000" wie in Deutschland für unabdingbar. Massiver Sozial-Abbau und eine Liberalisierung der Wirtschaft soll Frankreich aus der Misere führen.

 

Das wird mit den französischen Sozialisten und Kommunisten nicht gehen. Die werden eher auf die Straße gehen und Generalstreiks ausrufen. Wenn die Linken einer französischen Variante von Hartz IV oder Schröders Agenda 2000 zustimmen würden, dann wären sie politisch so gut wie erledigt.

 

Macron wird nicht umhin kommen, zur Terror-Abwehr die Freiheits-Rechte seiner Landsleute noch weiter einzuschränken. Auch das wird mit den Linken und auch mit weiten Teilen der politischen Mitte nicht gehen. Franzosen sind selbstbewußt und stolz. Für sie steht die persönliche Freiheit des Einzelnen hoch im Kurs.

 

Dazu stehen viele Linke Macron sehr skeptisch gegenüber. Er gilt als Marionette der Finanz-Wirtschaft. In seiner Zeit als Minister hat er hauptsächlich die Interessen der Banken und Konzerne vertreten. Von dieser Seite kommt wohl auch der größte Teil der Finanzmittel, mit denen Macron seinen aufwändigen Wahlkampf bestritten hat.

 

Mit wem also will Macron wie versprochen das Volk einen, vor dem Terror schützen und die dringend notwendigen  Reformen durchsetzen? Seine Bewegung der Mitte wird bei den bevorstehenden Wahlen zur Nationalversammlung wohl ein paar Sitze erringen. Dass sie aber aus dem Stand heraus zur nennenswerten politischen Kraft wird, ist nicht zu erwarten. Der Präsident wird sich für alle Vorhaben die Mehrheiten suchen müssen.

 

Macron ist ein Präsident ohne Macht! Ein Kaiser ohne Kleider! Auf Frankreich wartet eine weitere Periode des Stillstandes. Fünf Jahre lang wird Macron gehetzt, zerrieben und zermürbt werden im Kampf  der Linken gegen die Rechten.

 

Am Ende droht dann doch der Triumpf der Front National und das Ende Europas!

07.05.2017                                        Hysterie!

 

Gestern stand es in der Badischen Zeitung: Obst und Gemüse aus Feldern und Gärten in St. Ulrich, Bollschweil und Ehrenstetten könnte vergiftet sein! Im Uferbereich der Möhlin wurde festgestellt, dass die Böden verseucht sind. Der "Genuss" von Obst, Kartoffeln, Karotten oder Spargeln von dort könnte Vergiftungen hervorrufen.

 

http://www.badische-zeitung.de/bollschweil/im-boden-des-moehlintals-schlummert-das-gift

 

Die Giftstoffe stammen aus der Hinterlassenschaft der Bergbau-Aktivitäten in St. Ulrich in der Zeit von 1100 bis 1500 n. CH. Also vor rund 1.000 bis 600 Jahren. Das Erz wurde im Bach bearbeitet. Die Giftstoffe wurden ausgewaschen und in Richtung Breisach zum Rhein hin verteilt.

 

Ich finde die Aufmachung in der BZ übertrieben. Hier sahen Journalist und Biologe eine Gelegenheit, aus einem bereits bekannten Sachverhalt ein großes Thema zu machen. Und damit gleichzeitig Acker- und Gärtnerei-Besitzer entlang der Möhlin und deren Kunden zu verunsichern.

 

Wenn die Einnahme von Früchten aus diesen Böden gefährlich wäre, dann müssten Krankheitsfälle belegbar sein. Mir ist nicht bekannt, dass die Sterblichkeit oder das Auftreten von Krebs in dieser Region höher wäre als anderswo. 

 

Im Mittelalter wurde an ganz vielen Stellen im Schwarzwald Bergbau betrieben. Die bekannteste regionale Abbau-Fläche ist wohl der Schauinsland. Dort wurde bis vor 65 Jahren Silber und andere Metalle abgebaut.

 

Wieviel Blei, Cadmium, Arsen und was auch immer mögen dort Jahrhunderte lang zu Tale geflossen sein? Ich bin sicher: Wenn man akribisch nach solchen Giften sucht, würde man auch im Bohrertal, im Kapplertal und im Dreisamtal fündig. Genauso wie im Münstertal und noch an vielen anderen Orten.

 

Man sollte die Kirche doch im Dorf lassen! Was wird in der heutigen Zeit nicht alles in die Umwelt abgelassen. Da relativieren sich die paar Tonnen Erz aus St. Ulrich bald. Wieviele Tausend Tonnen radioaktiver Müll steht in den KKW`s, von dem niemand weiß, wie er entsorgt werden könnte? Und der strahlt noch mehrere tausend Jahre lang. Oder die Abgase von Auto- und Flugverkehr?

 

Ich bin der Meinung, dass der Journalist auf dem Boden bleiben sollte. Sein Artikel gibt unterhalb der reißerischen Überschrift nichts Greifbares her. Weder Krankheits- fälle noch Gesundheitsgefährdung noch überschrittene Grenzwerte. Dass man Dreck von frischen Karotten vor dem Verzehr abwaschen sollte, gilt nicht nur in Bollschweil, St. Ulrich und Ehrenstetten. Dreck vom Ufer der Möhlin ist sicher nicht giftiger als der anderer Flächen am Rande von Straßen, Fabriken, Parkplätzen etc.

 

Da fällt mir ein: Auch bei uns in Horben wurde zu der Zeit Bergbau betrieben: Unter der Anhöhe hinter dem Schulhaus wurde vom Hansmarti-Hof her gegraben. Im Keller des Wohnhauses vom Hansmarti-Hof entdeckte man vor rund 30 Jahren den Eingang zu einem Stollen unter dem Heubuck sowie antikes verrostetes Bergbau-Werkzeug.

 

Das Erz wurde im Bereich des Zähringerhofes im Ober-Bach gewaschen. Der uralte Hof heißt im Volksmund heute noch "das Schmalzloch". Wohl eine Abwandlung  von "Schmelzloch". Das beim Hansmarti-Hof abgebaute Erz wurde hinunter an den Ober- Bach gekarrt. Auch hier wurden bestimmt Schadstoffe ausgewaschen und in Richtung Hexental geschwemmt.

 

Wie oben gesagt: Man sollte die Kirche im Dorfe lassen!

 

Übrigens: Eine Strecke unterhalb des Zähringerhofes vereinigt sich der Oberbach mit einem weiteren Bächlein, das vom Bühlhof und Burgetenhof her fließt. Hier war ein Wasserrad aufgebaut, das einen großen runden Schleifstein antrieb. Daran schärften die Bergleute Pickel und Meißel. Dieses Gewann heißt bis heute das "Schliffi-Loch":

 

Die Begriffe "Schmalzloch" und "Schliffi-Loch" belegen, dass in dem Gebiet Bergbau betrieben wurde! Wenn`s nach der BZ ginge: Vorsicht mit dem Verzehr von Gemüse, Kartoffeln, Karotten. Nur gut, dass auf dem Zähringerhof und dem Bühlhof entlang des Baches keine Spargeln angebaut werden!

 

06.05.2017                                         Auszeit!

 

Vorderhof Haslach - Bollenbach

 

Ich bin dann mal weg! Dieses Wochenende genehmige ich mir eine Auszeit. Auch ein Rentner muss mal raus. Deshalb fahre ich nachher nach Bollenbach.

 

Bollenbach? Noch nie gehört? Schade. Da haben Sie was verpasst. Bollenbach ist ein eingemeindeter Teilort nördlich von Haslach im Kinzigtal. Ein Örtchen mit weniger als 1000 Einwohner. Mit eigener Ortsverwaltung und einem kleinen aber schmucken

Gemeindezentrum. Und einem kleinen Tiergehege am Ortsrand.

 

Bollenbach bekam vor Jahren den ersten Preis bei "Unser Dorf soll schöner werden". Das sieht man heute noch. Die kurze Hauptstraße ist umsäumt von Häusern mit ausnahmslos gepflegten Gärten. Alles ist geordnet, gepflegt und in Schuss. Keine Bausünden. Und um das Dorf herum massive Bauernhöfe mit Walmdächern und den im Kinzigtal typischen vielen Fenstern.

 

Was ich dort mache? Ich spiele Schach. Der Schachclub Haslach richtet alljährlich die "Ortenau-Open aus". Ein etwas hochtrabender Name für ein normales Schachturnier. Nichts Großes, nur 6 € Startgeld und überschaubarem Preisgeld. Das Teilnehmerfeld ist unterteilt in Gruppen gleicher Spielstärke. Am Rande noch ein U12 Jugendturnier.

 

Wie ich zu diesem Turnier komme? Vor Jahren führte der Badische Schachverband in der Stadthalle von Haslach die Badische Amateur-Meisterschaft durch. Ein großes Turnier mit 200 Teilnehmern. In den Pausen habe ich mir das Städtchen angeschaut und mich in diesen historischen Ort verliebt! Der Stadtkern von Haslach ist einfach toll! Seither bin ich öfters auf dem bekannten Kleintiermarkt in der Markthalle. Und eben alljährlich bei den "Ortenau-Open"!

 

Viel gewinnen werde ich wohl nicht. Aber dabei sein ist alles. Und mal was anderes sehen und neue Leute kennen lernen. Das reicht mir schon für ein paar Wochen!

 

05.05.2017                                  Flächenversiegelung

 

In Deutschland wird täglich eine Fläche so groß wie 120 Fußballfelder neu zugebaut. An allen Ecken wird gebaut auf Teufel komm raus. Für Natur und Landwirtschaft wird der Raum immer kleiner. Die Versiegelung schafft Probleme für den Wasserhaushalt und für den Katastrophenschutz.

 

Das Umweltbundesamt und die Umwelt- und Naturschutz-Verbände weisen seit Jahr  und Tag auf dieses Problem hin. Politik und Wirtschaft legen Lippenbekenntnisse ab, nach denen sie den Flächenverbrauch eindämmen wollen. Gleichzeitig fressen sich die Bagger immer weiter in Naturschutz-Gebiete, in Wälder und Moore hinein.

 

Begründet wird der Zubau mit der Wohnungsnot, der in Ballungsgebieten angeblich herrscht. Alle Leute zieht es offenbar in die Städte. Die platzen aus allen Nähten und gleichzeitig bluten die stadt-fernen Dörfer und Gemeinden aus. Grundstückspreise und Mieten explodieren in den Städten, während in entfernten Gegenden Wohnraum leer steht. Die Städte suchen verzweifelt nach Flächen, die sie überbauen können.

 

Gestern wird gemeldet, dass die Stadt Freiburg einen Real-Center und einen Möbel- Markt umsiedeln möchte. Auf den frei werdenden Flächen sollen 1.000 Wohnungen gebaut werden. Die beiden Märkte sollen anderswo gleichwertige bisher noch freie Flächen zugewiesen bekommen.

 

Hier wäre eine Gelegenheit zur Einsparung von Flächen. Mich wundert immer.warum Gewerbebetriebe soviel Grundfläche brauchen. Nehmen wir zum Beispiel das Real- Center in Freiburg St. Georgen: Ein riesiger Flachbau ohne Fenster. Drum herum ein riesiger Parkplatz.

 

Ich frage mich. warum die Verkaufsräume in einem oberirdischen Flachbau unter gebracht werden müssen. Die haben doch eh kein Fenster. Warum verlegt man diese  Flächen nicht ins Untergeschoss und baut darüber ein mehrstöckiges Parkhaus?

 

 

Ich bin überzeugt, dass man allein bei Real in St. Georgen ein Hektar oder 10.000 m² Fläche einsparen könnte. Das gilt genauso für das daneben liegende Gewerbegebiet Haid. Riesige Areale, mit Flachbauten überbaut. Riesige oberirdische Abstellflächen, die genausogut unterirdisch verlegt werden könnten.

 

Ich sehe ja noch ein, dass ein Autohaus die Ausstellungsflächen und die Werkstatt ebenerdig haben muss. Aber warum können Verwaltung, Lager und Mitarbeiterräume nicht in einem Obergeschoss untergebracht werden? Warum können PKW`s nicht in Tiefgaragen stehen? Warum werden in weiteren OG`s nicht Wohnräume geschaffen?

 

Mit Flächen wurde und wird noch viel zu großzügig geaast! Ich bin sicher, dass man bei intelligenter Aufteilung das riesige Gewerbegebiet auf der Haid auf zwei Drittel der Fläche unterbringen könnte. Bei gleich vielen Firmen und gleich vielen Arbeits- plätzen. Dazu noch eine bessere ÖPNV-Anbindung, damit Anwohner, Mitarbeiter und Kunden auch mit Bus und Bahn hinkommen können. So könnten allein dort ebenfalls mehrere 1.000 Wohnungen errichtet werden.

 

Der Grund für diese überdimmensionierten Grundstücke ist der viel zu niedrige Preis. Ein Unternehmen, das Arbeitsplätze und Gewerbesteuer verspricht, bekommt das Grundstück weitgehend geschenkt. Das ist aus meiner Sicht ein Fehler im System. Wären die Preise für Gewerbe-Grundstücke höher, dann wären die Unternehmen zur Einsparung von Fläche gezwungen.

 

Derzeit wird in unserem Nachbardorf Sölden über den Bau eines Einkaufsmarktes am Ortsrand auf grüner Wiese diskutiert. Gegen das Vorhaben regt sich nicht nur in der betroffenen Gemeinde nach wie vor starker Widerstand. Und in der Tat ist es schon interessant, wie bedenkenlos die Verantwortlichen in der Gemeinde bereit sind, eine so große freie Fläche zu opfern.

 

Der Widerstand wäre sicher geringer, wenn wirklich nur die unbedingt notwendige Fläche verbaut werden würde. Wie gesagt: Ein angemessen großer Verkaufsraum auf möglichst kleiner Fläche, darunter Tiefgarage, die Nebenräume im OG. In ein 1200- Seelen-Dorf muss kein so monumentaler auffälliger Riesenbau hingeklotzt werden.

 

Doch sparsamer Umgang mit Flächen scheint bei diesem Projekt kein so besonders wichtiges Kriterium zu sein. Denkmäler sollen ja auch was hermachen.

 

04.05.2017            So kann`s tatsächlich kommen!

 

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

 

Es könnte durchaus sein, dass mein Enkel eines Tages in einer Erdhöhle sitzt und seinen Enkeln von der "Guten alten Zeit" vorschwärmt. Ganz unglaubliche Story`s gibt er zum besten, so wenig glaubhaft, dass die Kinder ihren Großvater milde zurechtweisen:

 

"Aber Opa! Das sind doch Kindermärchen! Es kann doch nicht sein, dass früher die Menschen in schönen warmen Häusern gewohnt haben, elektrisches Licht und fließendes Wasser hatten. Jeden Tag genug zu essen und schöne Kleider zum Anziehen und Autos und Flugzeuge und Schiffe, mit denen sie um die ganze Welt reisen konnten. Jeder hatte eine Rente, alle waren krankenversichert? Schien draußen wirklich die Sonne schien, war wirklich alles grün? Und gab es wirklich Bäume und Bäche und Flüße und Tiere?"

 

Ich hoffe nur, dass mein Enkel dann in der Lage sein wird, den Kindern zu erklären, warum es das alles jetzt nicht mehr gibt!

 

(Die Grafik oben ist entnommen von Facebook)

                                

02.05.2017                              Eindeutig zweideutig!

 

Ich bin ja nicht so für zweideutige Witze! Aber der hier hat mich so zum Lachen gebracht, ich muss ihn hier reinstellen. Zumal unsereiner als alemannisch schwätzender Schwarzwälder auch immer mal wieder in Situationen kommt, in denen Mißverständnisse vorprogrammiert sind:

 

Gefunden auf Facebook:

 

Bild könnte enthalten: Text

 

 

02.05.2017                               Zukunft: Wie sieht die aus?

 

Ich muss zugeben: Auch ich bin in vielen Dingen rückwärtsgewandt und hänge der Vergangenheit nach. Die heutige Welt ist mir zu laut, zu schnell, zu schrill, zu wenig sozial, zu egoistisch. zu gefährlich.... Wenn ich mir dann noch überlege, wo das alles hinführen soll, wird mir oft angst und bange. Doch die Zukunft wird wohl auf meine Ängste und Sorgen wenig Rücksicht nehmen. Sie wird kommen. So oder so.

 

Dabei halte ich mich als relativ belesen. Ich sage dies ohne Hochmut oder Arroganz. Als grundsätzlich neugieriger Mensch beschäftige ich mich mit vielen Dingen und ich gehe den Dingen auch auf den Grund. Vor allem Im Umgang mit wirklich Gebildeten und Befähigten an meinem früheren Arbeitsplatz an der Universität habe ich in 18 Jahren in dieser Hinsicht sehr viel gelernt.

 

Irgendwo soll mal ein gebildeter Mensch gesagt haben: "Je mehr ich weiß, um so sicherer weiß ich, dass ich nichts weiß!" So ungefähr geht es mir heute. Wenn ich mir überlege, um welchen Kokolores in meinen 16 Jahren als Gemeinderat oft heftigst gestritten wurde, schäme ich mich fast. Meist ging es doch um Dinge, die im großen Maßstab eigentlich völlig unbedeutend sind. Die wirklich wichtigen Fragen wurden gar nicht angesprochen. Die meisten der zur Entscheidung Berufenen kennen sich jenseits ihres individuellen Tellerrandes auch gar nicht so gut aus.

 

Davon nehme ich mich selbst keineswegs aus. Denn wenn ich in mein Bücherregal schaue, dann habe ich hauptsächlich Dinge gelesen, die meine Skepsis gegenüber neuen modernen Entwicklungen bestätigten und verfestigten. Utopien und Visionen sind meine Stärken eben nicht. Sicherheit vor Schnelligkeit lautet meine Devise.

 

Durch meine heutige berufliche Tätigkeit als Autor komme ich jedoch nicht umhin, mich auch mit den großen Zukunftsthemen zu befassen. So sammle ich Aussagen und Interwievs von und mit Leuten, die wichtige Entwicklungen auf fundierter Basis zu Ende denken. Da werden mir sehr oft Zusammenhänge klar, die ich durch eigene Recherche wohl niemals erkennen würde.

 

Es geht nämlich nicht um mich als Individuum und um meine Interessen. Es geht um das Große Ganze! Das macht es schwierig, die richtigen Lösungen zu sehen und auch durchzusetzen. Jeder sieht und fordert nur das, was ihn persönlich betrifft.

 

Weil bei uns in der letzten Woche ein paar Apfelblüten erfroren sind, erhebt sich ein Riesen-Geschrei. Dass es in weiten Teilen Afrikas schon seit drei Jahren nicht mehr geregnet hat und Hunderttausende am Verhungern sind, ist hierzulande kaum ein paar Zeilen wert. Das wird  erst dann ein Thema, wenn die Flüchtlinge bei uns vor der Tür stehen. Das sind dann die Wirtschaftsflüchtlinge.

 

Ich habe mir abgewöhnt, interessengeleitete Aussagen von Parteien, Politikern, NGO, Verbänden, Lobbyisten, Wirtschaftsbossen ernst zu nehmen. Die weisen nicht den richtigen Weg für das Ganze auf. Sie alle geben nur Wasser auf ihre eigenen Mühlen. Ich folge nur noch wirtschaftlich unabhängigen Publizisten. Die müssen zwar auch von etwas leben. Doch gibt es Gott sei dank noch viele, die sagen was ist und die nicht käuflich sind.

 

Hier zwei Interwievs mit Leuten, die weltweit als kluge und unabhängige Köpfe anerkannt und bekannt sind. Beide haben neben anderen mein Weltbild stark beeinflusst und in Teilen auch korrigiert.

 

Zuerst ein Interwiw des Philosophen Richard David Precht im Deutschlandfunk:

 

http://www.deutschlandfunk.de/die-zukunft-der-arbeit-wir-dekorieren-auf-der-titanic-die.911.de.html?dram%3Aarticle_id=385022

 

Hier ein Interwiev des Stern mit Prof. Dr. Nico Paech von der Universität Oldenburg:

 

http://www.stern.de/wirtschaft/news/niko-paech-im-interview--ueber-konsumaeffchen-und-vegane-vielflieger-7412006.html?utm_campaign=social-flow&utm_source=facebook-fanpage&utm_medium=link

 

Urteilen Sie selbst! Man muss nicht mit allem 1 : 1 einverstanden sein. Mir geben beide Publizisten unendlich viel Stoff zum Nachdenken!

 

30.04.2017                                  Falsche Erwartungen

 

Für diejenigen, die diesen Beitrag in der Badischen Zeitung vom 22.04.2017 noch nicht gelesen haben:

 

https://www.badische-zeitung.de/falsche-bilder-vom-dorf--135876475.html

 

BZ-Redakteur Wolf Rüskamp bringt hier einen Beitrag, der den Nagel mitten auf den Kopf trifft. Das Landleben in den Dörfern ist heute völlig anders als das, was in den teuren Magazinen wie "Landlust" etc. vorgegegaukelt wird.

 

Das ruhige beschauliche Leben auf dem Dorf in intakter freier Natur, mit fleißigen biederen Bäuerlein, herzigen Tierchen und gesunden Lebensmitteln direkt frisch vom Acker, das alles in unmittelbarer Nähe zu den Vorzügen der Großstadt: Das alles gibt es heute in der Form nicht mehr. Auf dem Land ist es heute laut, es stinkt und mit der ländlichen Frömmigkeit und Kultur ist es auch nicht mehr so weit her.

 

Bauernhöfe werden heute meist im Nebenerwerb betrieben. Viele Hofgebäude stehen leer. Für sie muss eine andere Nutzung gesucht und gefunden werden. Das soziale Leben im Dorf hat sich verändert. Eine Dorfgemeinschaft wie früher ist schon aus Zeitgründen und wegen der heutigen Interessen-Vielfalt nicht mehr möglich. 

 

Man kann diese Entwicklung bedauern oder auch nicht. In jedem Fall müssen sich die Akteure in den Dörfern auf diese Entwicklung einstellen. Verwaltung, Gemeinderäte, Kirchengemeinden, Vereine. Die Notwendigkeiten und Ansprüche der Mehrheit der Dorfbewohner sind andere geworden. Das schafft Mißverständnisse und Konflikte.

 

Ich halte es für falsch, das Althergebrachte und das "immer schon Dagewesene" mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Es gibt alte Zöpfe, die abgeschnitten gehören. Es war auch nicht so gut, dass die Pfarrer früher bis in die Ehebetten hinein regierten. Oder dass die Söhne von Großbauern bessere Noten erhielten als die Kinder von Taglöhnern. Auch die soziale Kontrolle der Bürger untereinander muss nicht so umfassend sein wie in früheren Jahren. Standesunterschiede, Hierarchien, Ab- und Ausgrenzung in der früher üblichen Form muss wirklich nicht mehr sein.

 

Es wäre aber genauso falsch, wenn das Alte einfach zur Seite geschoben würde. Die Zeitrechnung in den einzelnen Dörfern hat nicht mit dem Zuzug von Neubürgern begonnen. Hier gibt es Errungenschaften und Verdienste, die zu erhalten und zu würdigen sich lohnt. Hier hat so manches heute unscheinbar daher kommende alte Bäuerlein mehr für den Erhalt des Dorfes geleistet als die meisten neu zugezogenen Akademiker je zu leisten gewillt sein werden.

 

Auch der Begriff Tradition ist nicht ein alter Zopf, den man getrost über Bord gehen lassen kann. Wer nicht weiß, wo er herkommt, der weiß auch nicht, wo er hingeht. Nur weil man etwas nicht kennt, ist dieses noch lange kein dummes Zeug. Ohne die Traditionen gäbe es keine Kultur und auch die so sehr geschätze Kulturlandschaft wäre so nicht entstanden. Das alles sollte von der jungen Generation und auch von den Neubürgern respektvoll gewürdigt werden.

 

Altbürger sollten dagegen bedenken, dass sie alleine eine selbständige Gemeinde in der früheren Größe heute gar nicht mehr finanzieren könnten. Wie sollten etwa 600 alt-eingesessene Horbener eine Kanalisation nach Freiburg, 11 km Gemeindestraßen, Verwaltung, Kindergarten, Schule etc. finanzieren?

 

Und einige der Altbürger sollten auch manchmal daran denken, dass sie durch den Verkauf von Bauland zu Wohlstand und Vermögen gekommen sind. Ich bin sicher, dass es heute deutlich weniger der monströsen, beeindruckenden Traktor-Riesen gäbe, wenn sie nicht durch Baulandverkäufe hätten finanziert werden können.

 

Die Zeiten haben sich geändert. Auch in den Dörfern. Es ist an der Zeit, Dorfleben neu zu definieren und die gegenseitigen Erwartungen in Einklang zu bringen. Das sehe ich auch als eine der vordringlichsten Aufgaben der Kommunalpolitik an.

 

Wolf Rüskamp beschreibt hier das große Mißverständnis zwischen Altbürgern und Zugezogenen in fast allen Dörfern. Aus diesem Mißverständnis heraus entstehen Konflikte und Enttäuschungen. Die Gerichte sind mit der Beilegung solcher Konflikte gut ausgelastet.

 

Ein wirklich lesbarer Beitrag, der vielleicht den einen oder anderen von beiden Seiten zum Nachdenken anregen kann!

28.06.2017                                    Die Starken voran!

 

Mich ärgert immer wieder, wenn völlig unreflektiert über vermögende Leute abfällig geredet wird. Ich bin der Meinung, dass Vermögende, die ihr Geld im Land arbeiten lassen und die Erträge hier ordnungsgemäß versteuern, unverzichtbar für jede Form von Entwicklung sind.

 

Gestern ist mir wieder so ein Beispiel begegnet: Hier bei uns im Ortsteil Langackern wohnen zwei Leute, die eine große Tesla-Elektro-Limousine fahren. Bei dem einen durfte ich vor Monaten eine kurze Strecke mitfahren. Ein ganz tolles Fahrgefühl so ganz ohne Motorengeräusch. Der andere ist mir gestern im Bühlhofweg begegnet. Ich bin regelrecht erschrocken und war dann begeistert, als am "Lochhäusle" eine große dunkle Limousine völlig geräuschlos um die Ecke geschnurrt kam.

 

Die beiden Wagen in Langackern sind keine Alltags-Autos für jedermann. Ich gehe davon aus, dass solche Fahrzeuge um die 100.000 Euro oder auch mehr kosten. Ich muss also nicht über den Kauf eines solchen Autos nachdenken. Für Normalos wie mich wäre der Wunsch nach solch einem Auto wohl noch lange Zeit völlige Utopie.

 

Aus meiner Sicht ist die E-Mobilität für kleine Leute derzeit nicht alltagstauglich. Ein einigermaßen brauchbares E-Mobil kostet immer noch mindestens 30.000 Euro. Mit dem Kauf sind noch zuviele Risiken verbunden. Die Technik ist noch nicht ausgereift. Die Speicher-Kapazität noch zu gering, daher zu geringe Reichweite, noch zuwenig öffentlich zugängliche Ladestationen.

 

Dennoch gehört dieser Antriebsform die Zukunft. In Verbindung mit dem Ausbau der alternativen Strom-Erzeugung ist die Entwicklung der E-Mobilität ein ganz wichtiger Baustein zum Klimaschutz. Wenn einmal Indien, China und andere der aufstrebenden Nationen die gleiche Verkehrsdichte erreicht haben wie die Industrie-Nationen, dann sind die heutigen Verbrennungsmotoren nicht mehr länger tragbar.  

 

Bis diese Technik ausgereift ist, muss noch viel Geld in Forschung und Entwicklung investiert werden. Neben den Ingeneuren muss es Leute geben, die letzt voran gehen und solche Autos auch kaufen (können). Nur wenn die Autos gekauft werden, kommt Geld in die Kasse. Nur wenn diese Autos auch unter realen Alltags-Bedingungen auf den Straßen stehen, können Erfahrungen gemacht und Verbesserungen durchgeführt werden. Je mehr E-Mobile unterwegs sind, um so mehr verbilligt sich die Produktion, um so eher lohnt sich der Ausbau von Ladestationen um so größer wird der Kreis der möglichen Nutzer.

 

Um diese Entwicklung in Gang zu bringen, braucht es die potenten Einsteiger. Die neben dem Interesse auch das nötige Geld haben, den Ingeneuren Feedback geben. Es müssen Leute sein, die auch Geld riskieren können. Für einen Normalo wie mich wäre es ein zu großes Risiko, für 30.000 € ein E-Mobil zu kaufen, das sich dann als untauglich erweist. Um hier mit voran gehen zu können, muss man auch mal einen größeren Flop verschmerzen können.

 

Daher freue ich mich, wenn immer mehr E-Fahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sind. Ich freue mich über große Firmen wie DHL, die ihren Fuhrpark Zug um Zug auf E-Technik umstellen wollen. Ich sehe den Tag näher kommen, an dem Innenstädte nur noch mit elektro-betriebenen Taxen, Bussen, Lieferwagen..... befahren werden dürfen.

 

Aus meiner Sicht ist es völlig abwegig, neidisch auf diejenigen Leute zu sein, die sich heute eine teure E-Limousine leisten können. Sie tragen nämlich ihren Teil dazu bei, dass auch ich mir zu meinem 70. Geburtstag in etwas mehr als drei Jahren vielleicht ein modernes E-Mobil leisten kann.

 

Womit wir wieder bei den Starken in unserer Gesellschaft wären. Oder bei meinem Lebensmotto, das ich mir in meiner Zeit bei der Bundeswehr verinnerlicht habe:

 

"Wenn der Blinde den Lahmen trägt, kommen beide gut voran!"

 

Das gilt nicht nur bei der Flucht vor dem Feind! Das gilt nach meiner Wahrnehmung in allen Bereichen des Lebens. Kooperation ist immer besser als Konfrontation. Das Problem ist nur, dass das noch nicht alle so sehen!

 

26.04.2017                               Fußball-Helden von damals:

 

Mein Beitrag vom 17.04.2017 (siehe unten) rief ein gewaltiges Echo hervor: Genau 41 Mails kamen zu diesem Beitrag! Und diesmal ausschließlich positiv und zustimmend. Auch das ist selten bei meinen Beiträgen!

 

Die Reaktionen bringen die Freude zum Ausdruck, dass hier auch mal dem "kleinen" Fußball mit den "kleinen" Vereinen ein paar Zeilen gewidmet wurden. Heute sei nur noch der bezahlte Fußball interessant. Wo kein Geld fließe, sei heute tote Hose!

 

Ich war zu meiner Zeit in drei Vereinen aktiv: Zuerst beim SV Au-Wittnau 12 Jahre als Spieler und Schiedsrichter. Nach meinem Wegzug nach Merdingen neun Jahre beim ASV Merdingen als Schiedsrichter, in einigen Spielen auch als Spieler in der AH und in der zweiten Mannschaft. Danach bin ich nach Gottenheim umgezogen und war auch im SV Gottenheim neun Jahre als Schiedsrichter und als AH-Spieler aktiv.

 

Vor allem in den 18 Jahren als Schiedsrichter habe ich viele interessante Spieler aus der Region kennen gelernt. Darunter waren viele große Talente. Bei der Förderung, die heute üblich ist, wären einige davon sicher groß raus gekommen. Ich denke da an Hans Gangwisch, den Torwart von Ehrenstetten. An Bernd Schmidt vom VfR Ihringen. Beide hatten auch Angebote von größeren Vereinen. Sie waren ortsgebunden und blieben ihrer angestammten Region treu.

 

An eine große Spielerpersönlichkeit aus einem kleinen B-Klassen-Verein erinnere ich mich besonders gerne: An Bernhard Granacher vom ASV Merdingen!

 

Im Jahre 1951 geboren, von Beruf Maurer, ein guter Typ mit trockenem Humor. Er war zu seiner Zeit zusammen mit Ernst Schwarz, Herbert Männer, Heiner Baldinger, Hans Spittler, den Selinger-Brüdern Peter und Paul Herz und Seele der Merdinger Mannschaft.

 

Benni spielte Libero. Er war nicht der schnellste. Aber er hatte ein sagenhaftes Auge, ein super Stellungsspiel, eine hervorragende Ballbehandlung. Zusammen mit seinem Vorstopper Herbert Männer hielt er den Laden hinten dicht!

 

Wenn Benni mit dem Ball am Fuß durch das Mittelfeld trabte, herrschte Alarm bei der gegnerischen Abwehr! Näher als 30 m durften sie den Benni nicht vor´s Tor kommen lassen! Denn dann kam eine Bombe, die der Torwart erst sah, wenn sie im Netz lag. Granacher hatte einen Schuß, der eigentlich waffenschein-pflichtig gewesen wäre!

 

Ich kann mich nicht erinnern, dass Benni Granacher jemals ein böses Foul begangen hätte. Zum einen hatte er das bei seinem Stellungsspiel nicht nötig. Zum anderen hätte er lieber ein Tor zugelassen als dass er eine gegnerische Verletzung in Kauf genommen hätte. Benni war Sportsmann durch und durch!

 

Bernhard Granacher erhielt auch Angebote aus der Bezirks- und Landesliga. Er hätte mancherorts auch ein bißchen Geld verdienen können. Doch Benni hätte man beim ASV schon davonjagen müssen, ehe er zu einem anderen Verein gewechselt wäre! 

 

Bernhard Granacher war der in jeder Hinsicht kompletteste Spieler, den ich in den unteren Klassen kennengelernt hatte! Es gab auch andere mit großem Namen. Hans Gangwisch und Bernd Schmidt habe ich bereits genannt. Die hätten auch bei den Stuttgarter Kickers und beim damaligen Bundesligisten Ürdingen anheuern können.

 

Ich denke aber auch an die Torjäger Robert Riede, Gerd Wilke, Gerd Schäfholz. Oder an den soliden Bollschweiler Stopper Erich Rombach. Auch Josef Hermann, Hans Karle oder Manfred Glöckler vom SV Au-Wittnau waren gute Spieler mit Charisma. Ich erinnere mich allerdings auch an das Mengener Horror-Duo Mäx und Pauli. Auch sie waren gute Fußballer. Doch beide waren weniger berühmt als viel mehr berüchtigt!

 

Jetzt muss ich aufhören! Sonst steht am Ende mein ganzes Fußball-Archiv im Netz. Ich wollte hier nur aufzeigen, dass es schon immer große Talente auch im kleinen Fußball gab. 

 

24.03.2017                                       Neue Seite:

 

Gestern habe ich weitere zwei Seiten angefügt. Die kommunalpolitische Gruppierung Unabhängiges Bürgerforum Horben / UBF informiert auf zwei Seiten über relevante öffentliche Vorgänge in der Gemeinde Horben und stellt ihre Meinung dazu dar. 

 

Siehe den Button oben. Wir bitten um freundliche Beachtung!

 

Bitte beachten Sie auch die Veranstaltungshinweise auf der nächsten Seite. Hier finden Sie auch Events, die nicht großartig auf Facebook oder in der Tagespresse angekündigt werden. Bei nicht-kommerziellen Veranstaltungen ist der Eintrag auf dieser Seite kostenlos. Bitte schicken Sie mir eine Mail, wenn Sie einen Eintrag hier wünschen.

 

21.04.2017                Clubheim in Wittnau mit neuem Pächter:

 

 

Zum Jahreswechsel war Simon Heldt vom Clubheim des SV AU-Wittnau in die ehemalige "Stube" in Au gewechselt. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten haben Guerino und Andrea La Matta die Vereinsgaststätte am Kirchweg in Wittnau wieder eröffnet.

 

Die Gaststätte firmiert jetzt unter dem Namen "Punkt 11!". Das Angebot ist auf badische und meditterane Küche ausgerichtet. Derzeit werden noch motivierte Mitarbeiter gesucht. Nähere Angaben unter

 

https://www.facebook.com/punkt11wittnau/?pnref=story

20.04.2017               Landwirtschaft ist dem Gemeinwohl verpflichtet!

 

Kritik an den Methoden der "modernen" Landwirtschaft wird durch Bauern-Verbände meist mit harschen Worten zurückgewiesen. Tierschützer, Vegetarier oder Veganer werden dabei als einseitige Stimmungsmacher dargestellt. Der "Bayerische Bauern-Verband fühlt sich durch Veganer sogar regelrecht gegängelt.

 

Man muss kein Veganer sein, um zahlreiche Praktiken in der heutigen Landwirtschaft zu kritisieren. Ich esse Fleisch und kann das auch vor mir selber verantworten. Doch ich erwarte, dass Lebensmittel tierischer Herkunft in ethisch verantwortbarer Weise erzeugt werden. Ich bin gegen jede Form von Tierquälerei. Viele Methoden nach der vielbeschworenen fachlichen Praxis entsprechen diesen meinen Anforderungen nicht!

 

Verbände und ihre Untergliederungen stemmen sich derzeit gegen Versuche, in der Massen-Tierhaltung mehr Tierwohl verbindlich vorzuschreiben. Das sei zu teuer, ideologisch verblendet, praxisfremd und was weiß ich noch alles. Sie sprechen Kritikern tierquälerischer Methoden das Recht auf Meinungsäußerung ab.

 

Landwirte seien schließlich freie Unternehmer. Als solche wollen sie tun, was ihnen nützt. Das Wohl der wehrlosen Kreatur  hat hinter wirtschaftlichen Interessen zurück zu stehen. Diese Meinung vertreten die bäuerlichen Interessenverbände nach meiner Wahrnehmung auch beim Natur- und Landschaftsschutz, Wasserschutz, Schutz der Artenvielfalt und weiteren Bereichen.

 

Nach meiner Meinung kann es die Gesellschaft nicht den Landwirten überlassen, wie mit den Lebensgrundlagen von uns allen umgegangen wird. Landwirtschaft ist dem Gemeinwohl verpflichtet. Dass der Berufsstand für gesellschaftliche Leistungen an- gemessen honoriert werden muss, sieht jeder vernünftige Mensch ein.

 

Was in dem Bereich als angemessen gelten kann, ist zwischen dem Berufsstand und der Gesellschaft auszuhandeln. Ob der derzeit gezahlte Preis angemessen ist, kann dahingestellt bleiben. Ist er zu niedrig, muss er aufgebessert werden. Dafür gibt es die zuständigen Gremien auch in der Politik.

 

Demokratische Gesellschaften bestehen aus einzelnen Menschen. Die Willensbildung geschieht hier nach demokratischen Regeln. Jeder und jede darf seine Meinung in die Diskussion einbringen. Am Ende entscheidet der Mehrheitswillen. 

 

Auch Vegetarier, Veganer, Natur-, Tier-, Umweltschützer sind Teil der Gesellschaft. Sie sind berechtigt, für ihre Sichtweise zu werben.  Genauso wie die Landwirtschaft ihre Argumente vortragen darf.

 

Doch die Landwirtschafts-Verbände tragen keine Argumente vor. Sie wollen einem wachsenden Teil der Gesellschaft einfach den Mund verbieten. Die Gesellschaft soll ruhig dabei zusehen, wie Tiere nicht artgerecht gehalten, unsachgemäß geschlachtet werden. Sie soll zusehen, wie mit agro-chemischen Mitteln das Artensterben und die Gewässerbelastung forciert wird. Sie soll ganz einfach den Mund halten und mehr für die Lebensmittel zahlen als an der Ladenkasse verlangt wird. Diesem Anspruch ist entschieden entgegen zu treten!

 

Das ist meine Meinung zu dem Thema. Ich weiß, dass eine zunehmende Zahl von Verbrauchern und auch Landwirten ähnlich denkt. In der Dillinger Tageszeitung sind zwei Leserbriefe abgedruckt, die mir voll und ganz aus der Seele sprechen.

 

Mir ist auch bekannt, dass Leserbriefe ähnlichen Inhaltes in anderen Zeitungen oft nicht abgedruckt wurden. Die Bauern-Lobby ist vielerorts immer noch mächtig. Doch sie schneidet sich mit ihrem ignoranten Gebaren am Ende ins eigene Fleisch.

 

Hier die beiden angesprochenen Leserbriefe:

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19.04.2017                       Diese Entwicklung macht mir Angst!

 

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

 

Ca. 50 % der hier lebenden Deutsch-Türken haben an dem Referendum in der Türkei teilgenommen. 63% davon stimmten für eine Änderung der türkischen Verfassung. Damit haben sie entscheidend dazu beigetragen, dass Erdogan zum Alleinherrscher über ihr Herkunftsland werden kann.

 

Türken mit Doppel-Staatsangehörigkeit haben durch die Verfassungsänderung in der Türkei keine Nachteile zu befürchten. Sie leben weiter in unserer hochentwickelten Demokratie und können sich weiterhin auf die ihnen in Deutschland zustehenden Bürgerrechte berufen. Sie sind und bleiben Deutsche mit allen Rechten und Pflichten.

 

Ich halte die Möglichkeit zur doppelten Staatsbürgerschaft für falsch und gefährlich! Ich verstehe zwar noch, dass man den vor Jahrzehnten in unser Land eingewanderten türkischen Gastarbeitern und ihren Nachkommen die Chance geben wollte, dauerhaft in Deutschland zu bleiben und sich hier zu integrieren. Diese Menschen tragen zu unserem Wohlstand bei und zahlen in unsere Sozialkassen ein. Sie sollen auch von den Erträgen profitieren.

 

Doch sie sollten sich entscheiden müßen! Wollen sie Deutsche werden und sich damit zu unserer Demokratie und zu unseren Werten bekennen? Dann sollen sie ihre alte Staatsangehörigkeit ablegen.

 

Oder wollen sie Türken bleiben und sich weiterhin auch hier an türkischen Werten orientieren und sich in die Angelegenheiten ihrer früheren Heimat einmischen? Das sollte man ihnen ermöglichen. Dann sollten sie sich aber nicht Deutsche nennen.

 

Diejenigen Deutsch-Türken, die nun für Erdogan gestimmt haben, bezeugen mit ihrem Votum eindeutig, dass sie mit Demokratie und Bürgerrechten nichts am Hut haben. Sie sind dafür, dass die Rechte des Parlaments beschnitten werden können, dass mißliebige Menschen eingesperrt und andere Meinungen ausgegrenzt werden. Sie würden sogar die Einführung der Todesstrafe in Kauf nehmen.

 

Dieser demokratiefeindliche Teil der Deutsch-Türken darf im September auch an der Bundestagswahl teilnehmen. Es wäre für mich sehr interessant zu erfahren, wie diese Wähler hier in Deutschland wählen!

 

Sind sie für Autokratie oder Diktatur dort und für Demokratie hier? Kann man seine Meinung derart spreizen? Oder befördern sie auch hier eine Richtung, die sich gegen die Demokratie und gegen die Achtung der Bürgerrechte wendet?

 

Oder wählen sie hier gar nicht? Weil ihnen ihr neues Heimatland im Grunde völlig am A... vorbeigeht und sie nur die Vorteile unserer Verfassung und unseres Sozialstaates mitnehmen wollen? Sehen diese Mitbürger sich immer noch in erster Linie als Türken und nur wenn es Vorteile bringt, sind sie auf einmal Deutsche?

 

Ich will nicht soweit gehen, zu sagen, dass diese Leute in die Türkei zurückkehren sollen. Aber ich erwarte, dass sie sich hier klipp und klar zu unseren Werten und zu unserem Staat bekennen. Dies ohne Wenn und Aber! Dazu passt ein Ja für Erdogans Referendum aus meiner Sicht ganz und gar nicht!

 

Ich halte die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft für Nicht-EU-Bürger für falsch. Es ist eine alte Weisheit: Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen! Ich halte es für ein Unding, dass in Deutschland Wahllokale für ausländische Wahlen zur Verfügung gestellt werden. Wer an den türkischen Wahlen teilnehmen will, soll sich gefälligst in die Türkei begeben.

 

Als noch größeres Unding sehe ich es an, dass in Deutschland sogar Wahlkampf für ausländische Institutionen betrieben werden darf. Ganz unmöglich aus meiner Sicht ist die Tatsache, dass in unseren Städten öffentliche Demonstrationen ausländischer Parteien und Gruppen zugelassen werden.

 

Wir sind hier in Deutschland. Von uns wird verlangt, dass wir uns nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen. Also sollen diese anderen Staaten ihre inneren Angelegenheiten auch zuhause regeln. Das gilt aus meiner Sicht für Türken genauso wie für Kurden oder Tibeter oder was sonst noch so alles fahnenschwingend auf unseren Straßen herumläuft!

 

Mir macht die Entwicklung Angst! Wie entwickelt sich unser Staatswesen, wenn eines Tages noch mehr Fremdstämmige mit ihren überkommenen Sichtweisen in unserem Land mitbestimmen dürfen? Ich will ganz sicher nicht das Lied der AfD singen! Doch darf man auch nicht die Augen verschließen vor den Gefahren, die unserer Ordnung und unserem Staatswesen durch die Politik der ungeregelten Zuwanderung drohen!

16.04.2017                                                Bruderhahn-Initiative!

 

 

Teil meiner weitgehenden Selbstversorgung mit Lebensmitteln ist die Hühnerhaltung. Ich habe 12 Hühner und einen Hahn. Die legen derzeit knapp fünfzig Eier pro Woche. Zehn Eier benötigt meine Frau für unseren Haushalt. Darüber hinaus versorgen wir weitere vier Haushalte in der Nachbarschaft mit je zehn Eiern pro Woche.

 

Mir geht es dabei nicht um Gewinn. Der Erlös deckt kaum die Sachkosten. Zur reinen Selbstversorgung würden mir vier Hühner völlig genügen. Doch zu einer natürlichen Hühnerhaltung gehört ein Hahn. Und der braucht nun mal rund ein Dutzend Hühner. Bei nur vier Hühnern wäre ein Hahn völlig unter- und seine Damen total überfordert.

 

Meine Hühner haben einen weiten Auslauf. Ihr Futter suchen sie sich zum großen Teil selbst. Wenn ich zufüttere, dann nur garantiert gentechnik-freies Körnerfutter aus regionaler biologischer Erzeugung. Das ist derzeit extrem teuer. Aber wie gesagt: Ich muss damit ja nicht reich werden!

 

Mir geht es um die Qualität der Eier. Wenn ich Hühnerhaltung betreiben würde nach konventionellem Standard könnte ich unsere Eier bei Aldi kaufen. Meine wären dann um keinen Deut besser. Nur viel teurer!

 

Nur weil ein Bauer nur wenige Hühner hält sind seine Produkte noch lange nicht von höherer Qualität. Wenn der sie auf kleinem Raum einsperrt, sie nicht ins Grüne lässt und ihnen nur billiges Importfutter füttert: Bei dem muss niemand 40 Cent für ein Ei bezahlen. Die sind nicht mehr wert als die beim Discounter für 19,99 Cent!

 

Meine Art der Hühnerhaltung war bis vor zwei Jahren ökologisch dennoch nicht auf hohem Niveau: Damals habe ich den Nachwuchs nicht selbst erzeugt. Der stammte von dem in regelmäßigen Abständen im Hexental verkehrenden "Hühnerwagen".

 

Das ist ein LKW mit speziellem Aufbau. Darin transportiert ein Geflügelzüchter aus dem Renchtal Hühner, Puten, Enten etc. und bietet sie kleineren Geflügelhaltern an. Er gibt vorher bekannt, wann er hier durchkommt. Wer Hühner kaufen will, kann zur angegebenen Zeit an die bekannten Haltestellen kommen.

 

Dort werden Tiere angeboten, die rein auf Eierproduktion gezüchtet sind. Die legen in 14 Monaten um die 340 Eier. Danach sind sie ausgepowert und müssen entsorgt werden. Man kann solche Hühner nicht schlachten. Sie sind nur Haut und Knochen. Sie investieren ihre ganze Energie in die Eierproduktion.

 

Mit dieser Hybrid-Zucht sind zahlreiche ethische Probleme verbunden: Eines davon ist das Hähnchen-Schreddern. Nach dem Brüten sind etwa 50 % der Küken weiblich. Sie gehen in die weitere Aufzucht und dann in die Eierproduktion.

 

Die anderen 50 % sind männlich, also kleine Hähnchen. Für die haben die Profis keine Verwendung. Hähnchen dieser reinen Legerassen können nicht gemästet werden. Sie setzen kaum Fleisch an. Ihre Aufzucht wäre unwirtschaftlich. Also werden sie kurz nach dem Schlüpfen vergast. Ihre Kadaver finden im besten Falle noch als Futter für Zootiere Verwendung.

 

Diese miese ethische Situation war mir bis vor zwei Jahren nicht bewußt. Ich habe halt jedes Jahr drei Jungtiere gekauft und mir über das Schicksal der Brüder meiner Junghennen keinerlei Gedanken gemacht.

 

Doch nach näherer Befassung beschloss ich, meine Praxis zu ändern. Das Thema wurde  in der Öffentlichkeit mit zunehmender Schärfe diskutiert. Von da an kaufte ich keine Hybrid-Tiere mehr. Ich kaufte Bruteier von alten Zwei-Nutzungs-Rassen.

 

Das sind Tiere, die zwar nicht so viele Eier legen dafür aber mehr Fleisch ansetzen. So können diese Hähnchen ebenfalls aufwachsen. Ihr Leben hat einen Sinn. Sie sind nicht von vorn herein wertlos.

 

Heute habe ich einen Mix aus deutschen Sundheimern und französischen Grand-Noir-Poulard`s. Mit denen bin ich zufrieden. Ich habe auch dieses Jahr wieder zehn Bruteier gekauft und brüte diese im Brutkasten aus. Die Hähnchen werden mit ihren Schwestern aufgezogen und dann geschlachtet.

 

Ich habe zwar auch noch drei Hybrid-Hühner aus früheren Zeiten. Die sind bereits sehr alt. Bei mir sterben die meisten Hühner an Altersschwäche. Ich freue mich, dass ich selbst eine gute Rente beziehen darf und nicht mit 65 Jahren geschlachtet wurde. Meine Hühner sollen für ihre Lebensleistung ebenfalls gerecht belohnt werden!

 

So hoffe ich, jetzt einen weiteren Schritt zu einer wirklich ökologischen Tierhaltung gemacht zu haben. Das Thema ist derzeit in Bio-Kreisen in aller Munde. Biohöfe und Verbände befassen sich inzwischen intensiv mit dem Thema Hähnchen-Schreddern. Zum besseren Verständnis habe ich Ihnen einen Link angefügt:

 

https://provieh.de/eier-initiativen-gegen-kuekentoetung

16.04.2017                                                  Sauer!

 

Der Hackerangriff vorletzte Nacht geht mir an die Nieren! Inzwischen stellt sich heraus, dass auch mein Online-Banking angegriffen wurde. Doch dort sind die Sicherungen stärker. Nach dem dritten Fehlversuch des Hackers wurde die Online-Funktion automatisch durch meine Bank gesperrt. 

 

Ein Schaden ist mir dadurch direkt nicht entstanden. Doch Umstände habe ich schon. Ich muss am Dienstag zur Bank fahren und den Zugang wieder freischalten lassen. Immerhin beruhigend, dass die Sicherheits-Instrumente meiner Bank funktionieren!

 

Bei mir sind 16 Reaktionen eingegangen von Lesern, die das Desaster bemerkt und die Einträge gelesen hatten. Einer meiner Auftraggeber drohte mir die Kündigung eines sehr schönen Auftrages an. Ich musste meine geballte Überzeugungskraft aufwenden um den Verlust noch abzuwenden. So ist mir kein Nachteil entstanden. Doch mein Auftraggeber ist mißtrauisch geworden Das verstehe ich voll und ganz.

 

Meine Facebook-Seiten sind so weit ich erkennen kann sauber geblieben. Ich habe auch hier mein Passwort geändert. Da sollte auch nichts mehr passieren. Sollten Sie aber doch merkwürdige Post`s auf meinen Seiten entdecken: Bitte teilen Sie mir das umgehend mit! Sie stammen jedenfalls ganz sicher nicht aus meiner Feder!

 

Mein E-Mail-Konto verzeichnet seit gestern wieder vermehrt Spam`s. Womöglich ist dort was passiert. Ich habe jetzt meine Zugänge verändert. Vielleicht sollte ich meine E-Mail-Adresse ändern? Jedenfalls: Sollten Sie unanständige E-Mails von meiner derzeitigen Adresse bekommen: Bitte sofort informieren!

 

Eine Bitte noch: Ich musste auch die Rubrik "Veranstaltungen" löschen. Einige der Ankündigungen sind verloren gegangen. Ich bin zwar dabei, auch diese Seite wieder zu rekonstruieren. Doch einige der Hinweise finde ich nicht mehr. Bitte schicken Sie mir die Links nochmal zu.

 

Ich vermute, dass das eigentliche Ziel des Angriffs meine Facebook-Seite war. Dort bin ich derzeit mit genau 1300 Followers vernetzt. Zur Verbreitung von Parolen ist diese Seite dadurch wesentlich interessanter. Über meine Homepage wollte man da auf diese Schiene kommen. Doch dort ist man nicht weiter gekommen. So hat man sich damit begnügen müssen, den Dreck auf meiner Homepage abzuladen.

 

Sie glauben gar nicht, wie sauer ich bin! Ich gebe mir mit meinen Seiten wirklich viel Mühe. Und jetzt kommt da so ein Schmutzfink daher und zwingt mich, das ganze Projekt zu löschen! Es ist gut, dass ich den oder die nicht kenne. Der oder die könnte sich auf was gefasst machen!

 

Was Sie jetzt hier lesen, ist eine völlig neue Seite. Mit der Zeit wird das schon werden. Und ich habe den Viren- und Spamschutz deutlich verbessert. Laut Stand heute sollte ich jetzt auf der sicheren Seite sein!

 

Ihnen und den Ihren einen schönen Ostersonntag!

15.04.2017                        Der unheimliche Hacker hat wieder zugeschlagen!

 

Heute nacht war er wieder da: Der unheimliche Hacker, der mir jetzt zum zweiten Male in die Parade gefahren ist:

 

Als ich heute morgen meinen PC hochfuhr, wollte ich meinen Augen nicht trauen: 6 Einträge mit rechtsradikalen Inhalten der ganz üblen Sorte gemischt mit den Bildern primitivster Pornografie! Wer glauben musste, dass diese Einträge von mir stammen, der muss mich für den schlimmsten, primitvsten Typen im ganzen Land halten.

 

 Ich habe zwar zunächst alles gelöscht. Doch immer wieder entdeckte ich neue Sätze und Bilder in der gleichen Art. Es blieb mir nichts anderes übrig, als die Homepage komplett zu löschen. Ich bin gerade dabei, eine neue Seite zu erarbeiten.

 

Ich weiß nicht, wie ich mich vor solchen Eingriffen schützen kann. Ich habe alles so gut gesichert, wie ich es vermag. Und ich ändere auch meine Passwörter jede Woche. Und doch kommt jetzt so ein Schmierfink an meine Daten.

 

Doch unterkriegen lasse ich mich jetzt nicht! Fangen wir halt wieder von vorne an. Richard hat mir gerade eben noch ein paar Tips gegeben, wie ich alles noch dichter machen kann. Vielleicht hilfts diesmal!

 

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Osterfest!


                      

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