Januar 2018

31.01.2018                                                                               Gemeinderatssitzung Horben I.

 

Gestern abend fand in Horben eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Hauptthema war der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Luisenhöhe. Ich hatte mir vorgenommen, heute hier darüber zu berichten.

 

Doch das Thema und die in der Sitzung gewonnenen Eindrücke sind so komplex und vielfältig, dass ich die Dinge selbst erst sortieren muss. Ich muss auch noch zu ein paar gehörten Dingen Auskünfte einholen. Daher bitte ich um etwas Geduld. Es bringt nichts, wenn ich hier jetzt aus dem Bauch heraus einfach loslege.

 

Ich finde es nicht in Ordnung, dass die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung die Bürger der Gemeinde so mangelhaft informieren. Laut Gemeinde-Ordnung § 41 b ist die Verwaltung verpflichtet, die Beratungsunterlagen auf der offiziellen Homepage zu veröffentlichen. Zudem hat sie diese Unterlagen im Zuhörerraum für die Zuhörer einsehbar auszulegen.

 

Das ist mittlerweile in anderen Gemeinden gängige Praxis. Dort kann der interessierte Bürger genau verfolgen, um was es überhaupt geht. Er verfügt über die gleichen Infos, die auch den Gemeinderäten mit der Einladung zu der Sitzung zur Verfügung gestellt werden.

 

Nicht so in Horben. Hier hat man es mit der Bürger-Info offenbar nicht so. Da erfahren Sie nur die nackte Tagesordnung. Hintergründe und Inhalte bleiben weitgehend im Dunkeln. Nach meiner Wahrnehmung hat auch die Diskussionsfreude und das Diskussionsniveau im Rat zuletzt deutlich abgenommen. Das führt dazu, dass auch überdurchschnittlich informierte Zuhörer ( zu ihnen zähle ich mich) nach der Sitzung genau so schlau sind wie zuvor.

 

Vorschrift ist, dass öffentlich gefasste Beschlüsse innerhalb einer Woche auf der Hompage der Gemeinde zu veröffentlichen sind. Auch das geschieht nach meiner Wahrnehmung in Horben nicht. Da die in Horben üblichen Minimal-Protokolle gerade nur das Allernotwendigste beinhalten, kann der nicht so tief in der Materie drin steckende Normalbürger bei wichtigen Dingen gar nicht nachvollziehen, was da beschlossen wurde.

 

Ich fordere Herrn Bürgermeister Riesterer hiermit öffentlich auf, künftig für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu sorgen. Diese Bestimmungen sind nicht ohne Grund erlassen worden. Das Interesse der Bürgerschaft an den Vorgängen in ihrer Gemeine soll erhalten und wo notwendig wieder geweckt werden.

 

Dass das bei einigen Bürgermeistern gar nicht so sehr gewünscht ist, mag sein. Aber darauf kommt es nicht an. Ich jedenfalls bestehe künftig darauf, so wie im Kommunalrecht vorgesehen informiert zu werden.

 

Hier der einschlägige Gesetzestext:

 

§ 41 b
Veröffentlichung von Informationen

(1) Die Gemeinde veröffentlicht auf ihrer Internetseite Zeit, Ort und Tagesordnung der öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats und seiner Ausschüsse. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend.

 

(2) Die der Tagesordnung beigefügten Beratungsunterlagen für öffentliche Sitzungen sind auf der Internetseite der Gemeinde zu veröffentlichen, nachdem sie den Mitgliedern des Gemeinderats zugegangen sind. Durch geeignete Maßnahmen ist sicherzustellen, dass hierdurch keine personenbezogenen Daten oder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse unbefugt offenbart werden. Sind Maßnahmen nach Satz 2 nicht ohne erheblichen Aufwand oder erhebliche Veränderungen der Beratungsunterlage möglich, kann im Einzelfall von der Veröffentlichung abgesehen werden.

 

(3) In öffentlichen Sitzungen sind die Beratungsunterlagen im Sitzungsraum für die Zuhörer auszulegen. Absatz 2 Sätze 2 und 3 gelten entsprechend. Die ausgelegten Beratungsunterlagen dürfen vervielfältigt werden.

 

(4) Die Mitglieder des Gemeinderats dürfen den Inhalt von Beratungsunterlagen für öffentliche Sitzungen, ausgenommen personenbezogene Daten oder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, zur Wahrnehmung ihres Amtes gegenüber Dritten und der Öffentlichkeit bekannt geben.

 

(5) Die in öffentlicher Sitzung des Gemeinderats oder des Ausschusses gefassten oder bekannt gegebenen Beschlüsse sind im Wortlaut oder in Form eines zusammenfassenden Berichts innerhalb einer Woche nach der Sitzung auf der Internetseite der Gemeinde zu veröffentlichen.

 

(6) Die Beachtung der Absätze 1 bis 5 ist nicht Voraussetzung für die Ordnungsmäßigkeit der Einberufung und Leitung der Sitzung.

 

 

30.01.2018                                  Es geht schließlich ums Geld!

 

Alle Welt redet vom Umwelt- und Klimaschutz. Da werden riesige Konferenzen abgehalten und angeblich bahnbrechende Vereinbarungen getroffen. Vollmundig verkündet unsere Politik, dass man geeignete Maßnahmen ergreife, um die drohende Gefahr noch  rechtzeitig abzuwenden. Industriebetriebe lassen ihre Produkte als nachhaltig ökologisch zertifizieren. Uns allen wird suggeriert, wir können gerade so weitermachen wie die letzten 100 Jahre. Wir können beruhigt kaufen und wegwerfen! Es geht schließlich ums Geld!

 

Daneben wird berichtet, dass das Plastik in den Weltmeeren zu einer Katastrophe wird. Plastik zerstöre ganze Ökosysteme und bedrohe direkt die menschliche Gesundheit. Bereits heute werden in vielen Nahrungsmitteln Plastikteilchen gefunden, die sich im menschlichen Gewebe ablagern. Gegenmaßnahmen durch Politik und Wirtschaft? Absolute Fehlanzeige!

 

Trotz dem Wissen um die Zerstörungskraft von Plastik wird weiterhin alles mehrfach in Plastik verpackt. Ich war gestern wieder einkaufen und habe besonders darauf geachtet. Ich habe Eier gesehen, die in Plastik-Boxen verpackt sind. Zahnpasta ist in einer Kunststoff-Röhre und drum herum noch einmal eine Verpackung. Jedes kleinste Produkt wird noch einmal in eine Plastik-Folie eingepackt.

 

Bereits vor dem Einkauf hatte ich die (kostenlose) Sonntagszeitung gelesen. Die ist beim Rein-holen immer so schwer. In die Zeitung sind regelmäßig gut ein Dutzend Hochglanz-Prospekte eingelegt. Der Informationsteil ist auf wenige Seiten eingeschrumpft. Doch der ist auch nicht so wichtig. Das Blatt finanziert sich durch die Werbung. Was durch die vielen Prospekte an Abfall produziert wird, mag sich der geneigte Leser vorstellen. Unmengen Tonnen an Farbstoffen und Papier, Unmengen an Wasser und Energie werden verbraucht. Ganz zu schweigen von den Abgasen der Verteiler-Fahrzeuge.

 

Nach dem Einkauf ist zuhause wieder ein gelber Sack aus Plastik prall voll. Wir deutschen seien Weltmeister im Müll-Trennen. Fein säuberlich hier der Kunststoff und dort das Papier. Am Ende kommt der Müllwagen. Auch der stößt Unmengen an Schadstoffen aus. Die gelben Säcke werden abgefahren, von riesigen Maschinen zu riesigen Ballen gepresst. Der Großteil davon wird zum Hafen gefahren und in die Dritte Welt verschifft. Aus den Augen, aus dem Sinn!

 

Gestern wurde bekannt, dass im Auftrag der Auto-Industrie Menschen und Affen Abgasen von Dieselmotoren ausgesetzt wurden. Man wollte beweisen, dass Dieselabgase nicht gesundheits- schädlich sind! Dabei ist das Gegenteil längst erwiesen. Es ging der Auto-Industrie offenbar nur darum, mit Scheinergebnissen und Fake-News für ihre Dreckschleudern werben zu können.

 

Man fürchtet sich nicht vor der Klima-Katastrophe oder dem Umweltkollaps. Man hat Angst vor Fahrverboten und strengeren Normen. Die Gesundheit der Menschen ist denen egal. Es geht schließlich ums Geld!

 

Ebenfalls kürzlich wurde nachgewiesen, dass Deutschland Kriegsgerät an alle Kriegs-Parteien im Nahen Osten liefert. Da schießen Türken und Kurden mit deutschen Panzern aufeinander. Das alles weiß die deutsche Politik selbstverständlich. Aber was soll die Politik machen? Es geht schließlich um`s Geld!

 

So ist es mit den Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. Es ist eindeutig, dass das meiste von diesem Zeug umweltschädlich ist. Böden und Grundwasser werden belastet, die Artenviel-falt wird reduziert, Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Wenn es um Natur und Umwelt und um das Wohlbefinden von Mensch und Tier ginge, müßte das Zeug längst verboten werden. Doch das macht die Politik nicht: Es geht ihr vor allem ums Geld! Um das der Chemie- und Lebensmittelindustrie und um das der Bauern. Die müßten dann nämlich wieder pflügen, eggen, striegeln oder gar vom Traktor absteigen und hacken!

 

Das waren nur einige Beispiele dafür, wie um des Geldes Willen die Welt kapputt gemacht wird. Es geht nur sehr selten darum, wie man mit schonenderen Verfahren die Umweltbelastung minimieren könnte. Es geht vor allem darum, wie man möglichst schnell immer mehr immer schneller immer billiger produzieren und verkaufen kann.

 

Es geht ganz einfach nur ums Geld! Wie hatte doch der alte Häuptling einst geprochen? "Wenn.............dann werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!"

 

28.01.2018                      Toller Spieltag für den Schachclub Horben!

 

 

Die Aktiven des Schachclub Horben absolvierten heute den fünften von neun Spieltagen der laufenden Runde. Alle vier Mannschaften mussten auswärts antreten. Alle kehrten mit Erfolg nach Hause zurück.

 

Heute will ich mit unseren Jüngsten anfangen:

 

Unser Jugendteam Horben IV. musste in Endingen antreten. Zwar wurde letztlich nach hartem Dagegenhalten mit 1 : 3 verloren. Doch das hatte seinen Grund: Unsere Mannschaft musste mit nur drei Mann antreten. Christian Rees wurde kurzfristig in das Erwachsenen-Team berufen. Dieses Handycup konnten Lyam Hayden Strunk, Lukas Schneider und Tobias Scholz allein nicht ausgleichen. Trotz der Niederlage stehen unsere Jungs im erweiterten Mittelfeld in der Tabelle der Kreisklasse D.

 

Horben III war ebenfalls gegen Endingen II am Brett. Bis heute hatte unsere Mannschaft noch keine Bäume ausgerissen. Ein knapper Sieg zum Runden-Auftakt gegen Sölden III. Danach mussten wir zwei Niederlagen gegen Münstertal und Zähringen hinnehmen. Das Tabellen-Ende war uns bedrohlich nahe gerückt!

 

Doch heute die Wende: Nach unglaublich zähem Ringen über vier Stunden hinweg hatten wir gegen einen stark aufgestellten Gegner mit 5 : 3 knapp die Nase vorn! Wolfgang Hug, Lukas Bengel, Jürgen Hercher und Abdul Moeen gewannen ihre Spiele. Claus Schindler und meine Wenigkeit konnten ein Remis zum Mannschaftserfolg beitragen.

 

Zwei Aspekte freuen mich dabei besonders: Zum einen die Tatsache, dass Abdul Moeen bereits seinen vierten Sieg im vierten Spiel landen konnte! Der achtzehnjährige Asylbewerber spielt erst seit einem Jahr aktiv Schach. Er wird von Spiel zu Spiel besser. Es ist einfach unglaublich, über wieviel Kampfgeist und über welche mentale Stärke dieser junge Mann verfügt!

 

Für mich war es das Ende einer längeren Durststrecke. In der laufenden Runde hatte ich bisher alle drei Spiele verloren. Auch heute hatte ich nicht allzuviel Hoffnung. Der Gegner war nominell deutlich stärker als ich und hatte bisher noch kein Spiel verloren. Doch endlich schaffte ich es wieder, ordentlich dagegen zu halten. Mein Gegner sah bald keine Entfaltungsmöglichkeit mehr und bot mir von sich aus Remis an. Wenn wir meinen Sieg zum Mannschaftserfolg gebraucht hätten, wäre ich nicht darauf eingegangen. Die Chance zum Gewinnen war gegeben. Doch der Spatz in der Hand war mir heute doch lieber als die Taube auf dem Dach!

 

Unsere zweite Mannschaft landete in Müllheim gegen Markgräflerland II einen fulminanten 7 : 1- Erfolg. Dieser hohe Sieg wurde dadurch begünstigt, dass die Markgräfler nur sechs Mann an den Brettern hatten. Dort scheint es dieses Jahr nicht richtig zu laufen. Wir hoffen alle, dass die Verantwortlichen dieses sympathischen Vereins die Dinge bald wieder in den Griff bekommen!

 

Das schmälert den Horbener Sieg jedoch in keiner Weise. Josef Buttenmüller, Dimitri Gorodin, Phillipp Murek und Günther Zimmermann spielten konzentriert und ließen ihren Gegnern keine reelle Chance. Roland Brunner und Christian Steinke erkämpften sich ein Remis. Zusammen mit den kampflos gewonnenen Punkten durch Benedikt Foitzik und Jens Gärttner ergab dies einen verdienten Kantersieg.

 

Durch diesen Sieg ist unsere Reserve wieder in Reichweite der Tabellenspitze gerückt. Sollten zwei Mannschaften aufsteigen, dann wäre Horben II wieder ein ernsthafter Anwärter auf Platz 2! Das sollte doch Motivation genug sein, um auch die nächsten Spiele ebenfalls mit Zuversicht, Schwung und Kampgeist anzugehen!

 

Doch das Highlight des Tages lieferte einmal mehr unsere Erste! Unser Spitzentem war bereits als Tabellenführer zum hartnäckigsten Verfolger zu Brombach II an den Hochrhein gefahren. Die Brombacher waren punktgleich und sie würden alle Hebel in Bewegung setzen, um unser Team vom Spitzenplatz zu verdrängen.

 

Doch auch Horben brachte alles an die Bretter, was auf diesem Niveau mithalten kann. Aus der Schweiz war unser langjähriger Mitstreiter Dr. Jose` Perez angereist, um uns zu helfen. Phillipp Müller ebenfalls aus der Schweiz war wieder dabei. Aus München kam Frank Buttenmüller. Felix Schell war aus Schweden heim gekommen. Zusammen mit den etatmäßigen Abonnement-Siegern Thomas Buttenmüller, Johann Haker, Thomas Ahner und am letzten Brett mit Doncho Donchev hatten wir ein Team zur Stelle, das den hoch-motivierten Brombachern mit 4,5 : 3,5 Punkten einen knappen aber verdienten Sieg abtrotzte!

 

Ich lehne mich jetzt noch weiter aus dem Fenster als bisher schon: Dieser Sieg war die halbe Miete für den Aufstieg in die Landesiga! Zwar sind die noch kommenden Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen! Doch bei Horben stimmt im Moment vieles. Und die Aussicht auf Aufstieg und Meisterschaft sollte doch jedem Ansporn genug sein! Ich jedenfalls bin zuversichtlich!

 

Besonders herauszuheben ist die Leistung unserer Spitzenspieler an den vorderen Brettern: Thomas Buttenmüller hat alle fünf Spiele bisher gewonnen! Damit führt er die Bestenliste der Bereichsliga unangefochten an. Auch Johann Haker mit 4,5 Punkten aus fünf Spielen und Thomas Ahner mit 3 aus vier Spielen liegen in diesem Ranking ganz vorne.

 

Tabelle

Rang Mannschaft Spiele MP+ MP- Brettpt BW
1 SC Horben 5 10 0 29½ 147
2 SC Brombach   2 5 8 2 27 107½
3 SGEM Dreisamtal   2 5 6 4 23 112½
4 SK Neustadt 5 6 4 23 105
5 SK Denzlingen 5 6 4 18½ 94
6 Schwarze Pumpe FR 5 5 5 23 94½
7 SF S-W Merzhausen   2 5 5 5 18½ 77
8 SC Ebringen   2   (N) 5 2 8 15 59
9 SGEM Waldshut-Tiengen   2   (A) 5 2 8 13 58½
10 SF Wutachtal   (N) 5 0 10 44

 

Unter dem Strich also ein sehr erfolgreicher Spieltag für unseren Verein. So kann`s aus unserer Sicht durchaus weitergehen.

 

Am 18. Februar steigt im Horbener Bürgersaal die nächst Runde! Adrenalin-Freaks sollten sich diesen Termin gleich mal vormerken! Vielleicht werden Sie ja angesteckt und wollen künftig selber in einem guten Verein mitmachen? Sie sind jederzeit herzlich willkommen!

 

 

27.01.2017                                            Geschichte, Geschichten und Story`s::

 

Zu einzelnen in diesem Blog behandelten Themen kommen immer wieder Hinweise und Nachfragen. Allgemein interessierende Themen will ich gerne aufgreifen:

 

Zu meinem Beitrag über Roman Rees kommt von einem auswärts lebenden gebürtigen Horbener der Hinweis, dass die Mutter von Roman Rees aus Horben stammt. Anneliese Rees sei eine geborene Zimmermann und wäre am Heubuck aufgewachsen. Sie sei eine Schwester vom "Roseli-Franz", der vor einigen Jhren gestorben ist. Roman Rees müßte danach ein Cousin von Regina Rasquin geb. Zimmermann und Gerhard Zimmermann sowie von Veronika Männer geb. Asal sein. Vronis Mutter wäre dann eine Schwester von Frau Rees in Hofsgrund.

 

Ich selbst kenne Frau Anneliese Rees geb. Zimmermann nicht persönlich. Doch wenn der Hinweis stimmt, strahlt ein ganz kleines Stückchen des Ruhmes von Roman Rees über den Schauinsland auch nach Horben. Um so fester drücken auch wir Horbener für Pjöngjang die Daumen!

 

Mehrere Zuschriften kamen im gleichen Zusammenhang zum Namen Rees. Auch hier die Nachfrage eines Horbeners namens Rees. Er wohnt jetzt ebenfalls in Freiburg. Er interessiert sich für seine eigene Familiengeschichte und frägt nach Hinweisen und Unterlagen. Er habe Kenntnis davon, dass es in früheren Zeiten ein regelmäßiges Namensträger-Treffen in der Stadt Rees am Rhein gegeben haben soll. Der Großvater des Hinweisgebers soll ein- oder mehrmals daran teilgenommen haben.

 

Mir ist neu, dass der Name etwas mit dieser Stadt zu tun haben soll. Ich kenne nur die Version, dass die Rees hier nach dem Dreißigjährigen Krieg in die Bergbau-Region eingewandert sind. Ich weiß auch nicht, was der Name bedeutet und von was er abgeleitet wird. Vielleicht eine Berufsbezeichnung wie Schneider, Müller, Wagner, Schmidt etc.? Oder ein Hinweis auf die Herkunftsregion? Oder sind andere Rees an den Niederrhein ausgewandert und haben dort eine Stadt gegründet?

 

Gefragt wird nach dem Nachlass des früheren Dorfchronisten Franz Zimmermann. Wer den verwaltet und ob man von dort Unterlagen beziehen könnte. Dazu weiß ich nur, dass die inzwischen ebenfalls verstorbene Witwe von Franz Zimmermann diese Unterlagen an die Gemeinde übergeben hat. Die darf sie erst nach Ablauf von zehn Jahren öffentlich zugänglich machen. Ob Tochter Ursula Oberhem über Abschriften verfügt und wann die zehn Jahre abgelaufen sind weiß ich nicht.

 

Ich selbst möchte da derzeit nicht näher einsteigen. Zum einen komme ich an die Unterlagen bei der Gemeinde derzeit nicht ran. Zum andern habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Angaben von Franz Zimmermann nicht wasserdicht belegt sind. Er war als Ratschreiber in Horben zwar bestens informiert. Seine Geschichtskenntnisse basieren daher weitgehend auf der persönlichen Bekanntschaft mit allen Familien und der beruflichen Kenntnis aller bedeutsamen Vorgänge in Horben.

 

Doch vieles widerspricht sich. Manches kann auch ganz einfach nicht stimmen. Die öffentlich einsehbaren Schriften des Franz Zimmermann lesen sich spannend. Einen wirklichen historischen Wert haben sie weitgehend nicht. Sie taugen als Hinweise darauf wie ewas gewesen sein könnte. Wer wirklich strukturiert arbeiten will muss die Archive der katholischen Kirche und der Gerichtsbehörden einsehen.

 

Doch Vorsicht: Dort habe ich Vorgänge (auch über meine eigenen Vorfahren) gefunden, die auch heute noch nicht an die Öffentlichkeit gehören. Wir Horbener waren wirklich nicht immer nur reine Engel!

 

Das können wir eigentlich auch gar nicht sein: Es gibt nämlich eine unbelegte Geschichte darüber, wann und wie Horben gegründet wurde: Um 1300 sei in Freiburg das Gefängnis abgebrannt. Im letzten Moment ließ man die Gefangenen raus. Die meisten seien sofort in die umliegenden Wälder geflohen. Noch am gleichen Abend seien die ersten Ur-Einwohner in Horben eingetroffen!

 

Noch eine weitere Geschichte, die ich gefunden habe: In einem Jahresbericht der Pfarrei Merzhausen wird um 1400 festgehalten, dass in diesem Jahr die "Horbener Plage" wieder besonders schlimm aufgetreten sei. Nachts kämen dunkle Gestalten aus dem Wald geschlichen und würden Feldfrüchte und Obst stehlen. Danach würden sie mit ihrer Beute im Dickicht verschwinden. Da oben würde nichts richtig wachsen. Daher bedienten sich die Horbener auf den fruchtbaren Feldern im Hexental.

 

Es gab auch fromme Horbener: Um 1930 brach mein Großonkel Leopold Buttenmüller zusammen mit anderen Burschen in eine Bauhütte auf der Baustelle der Schauinslandbahn ein und stahl mehrere Bündel Leder. Die verkauften sie an Schuhmacher und Sattler in Freiburg. Als ihnen die Polizei auf den Fersen war, floh unser Oheim nach Merzhausen ins Jesuiten-Kloster. Dort erkannte man das Potential des frommen Leopold sofort. Sie zogen ihm eine Kutte über und machten ihn zum Kleriker. Die anderen Mittäter gingen jedoch lieber ins Gefängnis als ebenfalls ins Kloster!

 

Solche Geschichten mögen sich aus heutiger Sicht amüsant anhören. Kleine und größere Gauner gab es in Horben genau so wie anderswo auch. Doch ich habe bei meinen Recherchen ein paar Vorgänge gefunden, die auch heute noch nicht zum Lachen sind. Einige sind noch keine hundert Jahre her. Auch zu solchen oft sehr speziellen Dingen werden vereinzelt immer wieder Nachfragen an mich gerichtet.

 

Mir steht es jedoch nicht zu, an alten Dingen zu rühren. Darum gebe ich die Ergebnisse von Recherchen nur ungern an Dritte weiter. Auch ich bin nur ein interessierter Laie und kein Historiker. Mit Sicherheit würde ich Fehler machen. Das gäbe nur weiteres böses Blut. Mir geht es hauptsächlich um schöne Geschichten und Storys. Sie machen für mich meine Heimatgemeinde erst richtig heimelig und liebenswert.

 

Daher bitte ich um Verständnis, wenn ich weder zum Namen Rees noch zu anderen diesbezüglich keine näheren Angaben machen möchte.

 

26.01.2017                                                                  Reaktionen zum Leimiweg:

 

Mit meiner Berichterstattung über die Vorgänge im Leimiweg habe ich erkennbar ein Thema angerührt, das vielen auch nicht direkt betroffenen Horbener Bürgern ein Ärgernis ist. Beinahe täglich gehen E-Mails zu dem Vorgang bei mir ein. Die Menschen verstehen das Vorgehen der Gemeinde nicht. Einerseits werde die schwierige Finanzlage beklagt und die Bürger mit immer höheren Abgaben belastet. Zudem würde immer wieder die überaus hohe Arbeitsbelastung in der Verwaltung herausgestellt. Auf der anderen Seite würden hohe Kosten riskiert und viel Zeit-Aufwand investiert in ein Projekt, das der Gemeinde insgesamt so oder so nichts nützen kann.

 

Die meisten der Rückmelder (darunter ist auch ein Rechtsanwalt) sehen die Begründung der Gemeinde als vorgeschoben an. Ein Anwohner des unteren Heubuck sieht Parallelen zu früheren Vorgängen. Dort habe man sich erfolgreich gegen eine Maßnahme der Gemeinde (Straßenbenennung) gewehrt. Seither fühlt sich dieser Diskussions-Teilnehmer durch die Gemeinde regelrecht schikaniert. Als ein Beispiel wird dabei die dem Bürgerentscheid folgende Änderung der Hausnummern genannt. Die werde als reiner Racheakt des Bürgermeisters gegen die unbotmäßigen Heubuck-Bewohner gesehen.

 

Breiten Raum in der Diskussion nimmt die sogenannte Gegendarstellung des Freiherrn von Droste zu Hülshoff ein. Einige Bürger sind regelrecht empört über die darin enthaltenen Aussagen. In allen Zuschriften wird der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen strikt abgestritten. Ich könnte hier Punkt für Punkt anführen. Doch das ist aus meiner Sicht müßig. An dieser Stelle sollen nur wenige Punkte angesprochen werden:

 

Freiherr von Droste zu Hülshoff behauptet, dass Wanderer und Anlieger zu jeder Zeit die Bachfurt bei der ehemaligen Brücke nutzen könnten. Ich war gestern selbst dort. Bei dem gegenwärtigen Hochwasser ist aus meiner Sicht eine Durchquerung des Baches so gut wie unmöglich. Selbst bei normalem Wasserstand brauchen Sie Gummistiefel. Mit einem normalen PKW kann ich mir eine Durchquerung überhaupt nicht vorstellen. Sie benötigen einen Traktor. Welcher normale Wanderer hat schon immer einen Traktor oder Gummistiefel dabei? Mit dem Abbruch der Brücke wurde der Leimiweg faktisch zur Sackgasse degradiert.

 

Darüber hinaus wird mir von einem Wanderer berichtet, er sei durch Angehörige der Familie von Droste zu Hülshoff in einer Weise des Weges verwiesen worden, die der Betroffene als äußerst rüde empfand. Zudem sei der Weg durch ein Schild gesperrt. In weiteren E-mails wird gefragt, wo sich die Familie im Dorfleben einbringt? Oder wo sie sich in besonderer Weise um Biotope und Landschaft kümmert? Ein Anwohner schickt mir eine Liste mit Argumenten und Nachweisen, die den Aussagen des Freiherrn völlig widersprechen.

 

Zum geplanten Bau der Regenwasser-Rückhalte-Anlage wird meine eigene Meinung bestätigt. Danach endet das Bohrertal ja nicht an der Gemarkungsgrenze. Und wenn schon ein Rückhaltebecken unumgänglich ist: Dann ist der geplante Standort auf der Großmatte der am wenigsten störende. Ich freue mich nach wie vor darüber, dass die Stadt Freiburg damals meinen Vorschlag aufgenommen hat, mit dem Damm auf Horbener Gemarkung auszuweichen. Die Alternative war ein 15 m hoher Damm unweit der Punkthäuser vor Günterstal. Die Straße nach Horben wäre hoch in den Wald verlegt worden. Auch andere Grund-Eigentümer mussten Teile ihrer Flächen für Straßenbau oder Kanalisation oder was auch immer abgeben. Grundbesitz verpflichtet nun mal!

 

Ich kann hier nicht auf alle Zuschriften eingehen. Sie sind alle im gleichen Tenor gehalten. Ich bedanke mich bei der Horbener Persönlichkeit, die sich an eventuellen Prozesskosten beteiligen will. Doch das wird nicht notwendig sein. Zum einen habe ich die Forderungen des Freihherrn umgehend erfüllt. Sie sprechen nämlich für sich. Zum anderen wäre eine Anzeige gegenstandslos. Drittens bin ich durchaus in der Lage, mich mit eigenen Mitteln zu wehren. Aber vielen Dank für Ihr Angebot!

 

Zum Schluss will ich eine gestern hier eingehende Zuschrift einfügen: Als Beispiel für insgesamt neunzehn e-Mails, die mich im Laufe der Zeit zu dem Thema erreicht haben. Wie immer habe ich die Namen entfernt:

 

Sehr geehrter Herr Buttenmüller,
 
zunächst ein Dank an Sie Herr Buttenmüller für Ihr Engagement für die Gemeinde. Es ist leider so, dass die Ehre sowie die Finanzen in Sachen Leimiweg seitens der Verwaltung missbraucht werden – für welche dunklen und nicht erkenntlichen Zwecke auch immer.
 
Es ist darüber hinaus sehr ehrenvoll, dass Sie so gelassen auf die Einwendung des Herrn Baron reagiert haben und seine Gegendarstellung abgebildet haben. Besonders unangemessen empfand ich die implizite Drohung des Barons mit dem Hinweis auf seine Profession. Aber sei`s drum, manche Menschen scheinen es wohl zu brauchen.
 
Nichtsdestotrotz strotzt diese Einwendung– wie Sie bereits auch angedeutet haben – von Unwahrheiten. Eine davon möchte ich zunächst mit einem simplen Foto widerlegen.
 
Der Baron behauptet ja frei heraus, dass Wanderer und Radfahrer den Weg benutzen könnten welcher ja immer noch ein Wanderweg ist und für viele Touristen eine sehr schöne Tour bieten könnte. Dass die Benutzung allerdings keinesfalls gestattet wird, zeigt nicht nur das Bild des aufgestellten Verbotsschildes, sondern auch die Aussagen unzähliger Wanderer und Radfahrer, welche seitens der Adelsfamilie auf das Ausfälligste des Weges verwiesen werden. Wenn man das Bild etwas größer macht, ist das „Benutzung Verboten“ besser zu sehen.
 

 

Es gibt weitaus mehr und bedeutendere Unwahrheiten als das. Natürlich was das Urteil betrifft, aber auch was den Wegausbau betrifft, welcher von Herrn Rosset durchgeführt wurde sowie weitere. Diese hat meines Wissens Herr ........... bereits zusammengestellt. Sollten Sie diese nicht haben, dann sende ich Ihnen diese gerne zu.
 
Herzlich
..............................

25.01.2017                                             Da läuft grundsätzlich etwas schief!

 

Im Beitrag unten habe ich mich gefragt,  zu welcher Sorte Mensch jemand gehören muss, der sich an Kindern vergeht und sie mißbraucht, misshandelt oder sie auch nur vernachlässigt. Was wird aus solchen Kindern später im Erwachsenenalter? Ich hatte darauf hingewiesen, dass es heute immer mehr zerrüttete Familien, überforderte Alleinerziehende, lebensuntaugliche Eltern und gleichgültige Lehrer und Verwandte gibt.

 

Immer mehr Kinder leben in einem Umfeld, in dem sie immer weniger sinnvolle Anleitung und immer weniger gute Vorbilder haben. Sie sind heute angewiesen auf Fernsehen und Internet. Die dort zur Schau gestellte coole Welt hat mit der tatsächlichen Lebenswirklichkeit nichts zu tun. In der Clique wird versucht, diese virtuelle Scheinwelt zu immitieren. Angesagte Klamotten, schrille Musik, cooles Imponier-Gehabe, Ablehnung von Normen und Regeln, ungezügelter Konsum, früher Sex, zuviel Alkohol, Drogen sind bei immer mehr Kindern und Jugendlichen zum wichtigsten Inhalt ihres jungen Lebens geworden.

 

Nach meiner Wahrnehmung wächst eine Generation heran, die sich ziellos treiben lässt. Viele junge Menschen kennen keine moralischen Grenzen, für sie gibt es keine Tabu`s, sie beachten keine Verbote und sie fürchten auch keine Sanktionen. Selbst Gerichte entfalten keine abschreckende Wirkung mehr. Zum einen sind die Urteile heute aus meiner Sicht oft zu moderat, um wirklich abschreckend zu wirken. Zum andern spielt es für immer mehr junge Menschen offenbar gar keine Rolle mehr, ob sie ihre Zeit im Gefängnis verbringen oder ob sie auf der Straße herumlungern.

 

Mir sind heute bei der Zeitungslektüre drei Meldungen aufgefallen:

 

In Freiburg sind zwei 14 und 15 Jahre alte Kinder festgenommen worden, die eine Schule in Brand gesetzt haben sollen. Die Schule ist abgebrannt. Ein Millionenschaden. Die beiden beschuldigen sich gegenseitig. Also ist da etwas dran. Sie seien wegen verschiedener anderer Delikte bereits polizeibekannt. Ein Lehrer zeigt sich erleichtert, dass die beiden mutmaßlichen Täter keine Schüler der abgebrannten Schule sind. Kein Gedanke daran, dass Lehrer auch einen gesamt-gesellschaftlichen Auftrag haben. Für einen Erzieher müßte es doch schlimm sein, dass es überhaupt Kinder in dem Alter gibt, die zu so etwas fähig sind!

 

In Lünen hat ein 15-Jähriger einen 14 Jahre alten Mitschüler erstochen. Einfach so aus einem Affekt heraus. Der Getötete habe die Mutter des Täters "provozierend angeschaut". Was immer das auch heißen mag. Eine Ohrfeige oder einen Kinnhaken hätte ich ja noch verstanden. Der 15-Jährige hatte jedoch selbstverständlich ein Messer dabei. Ist ja heute offenbar völlig normal. Damit stach er seinem Gegenüber in den Hals.

 

Ein weiterer Bericht betrifft einen Vorgang, der zuletzt offenbar immer öfter vorkommt: Jugendliche hätten Sanitäter und Polizisten angegriffen, die sich nach einem Verkehrsunfall um Schwerverletzte kümmern wollten. Die Rettungskräfte mussten den Einsatz unterbrechen und sich zeitweilig zurückziehen. Eines der Opfer ist in der Zwischenzeit verstorben. Im Internet sei jetzt ein Video mit dem Todeskampf des Opfers aufgetaucht.

 

Das waren drei Meldungen nur von heute morgen. Und sicher nur die Spitze des Eisberges. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was sonst noch alles geschieht. Wir alle sind in der Zwischenzeit ja so abgestumpft, dass wir nur noch die besonders spektakulären Fälle zur Kenntnis nehmen. Brutale Gewalt ist heute allgegenwärtig. Auf der Straße, in der Straßenbahn, im Fußballstadion genau so wie zuhause hinter verschlossenen Jalousien. Gegen Kinder, gegen Frauen. Gegen Schwule, Alte, Behinderte und Hilflose. Gegen Andersdenkende oder einfach nur, weil da einer über ein Tor eines anderen Vereines gejubelt hat. Oder weil einer provozierend schaut!

 

Ich habe unten im Zusammenhang mit den missbrauchten und misshandelten Kindern gefragt: "Was sind das für Menschen?" Ich möchte heute meine Frage erweitern: "Was ist das für eine Gesellschaft, in der solche Dinge geschehen?" Aus meiner Sicht wird viel zu wenig diskutiert über die zunehmende Verrohung und Skrupellosigkeit von immer mehr Menschen. Wo kommt das her und wo wird das hinführen? Wie kan man dem begegnen?

 

Allerdings habe ich wenig Hoffnung, dass sich dieser Trend noch einmal zurückholen lässt. Mit der kulturellen Durchmischung der Gesellschaft wird diese Verrohung eher noch verstärkt. Solange es nach eigenem Verständnis "progressive" politische Kräfte gibt, die die Freigabe von Cannabis fordern oder den Sex mit Kindern ab zwölf Jahren legalisieren wollen, solange wird unsere Gesellschaft immer weiter verschlampen und letztendlich untergehen.

 

24.01.2018                                                          Wie alles begann:

 

Hin und wieder werde ich gefragt, warum ich von der Kommunalpolitik derart angefressen bin. Viele Leser zeigen sich erstaunt, mit welchem Aufwand ich hier über kommunal-polilitische Themen schreibe. Die meisten meiner Kontakte finden das gut. Hier werde auch die andere Seite der Medaille aufgezeigt. Aus den Rathäusern kämen immer nur diejenigen Informationen, die wir Bürger hören sollen. Kritische oder gar selbstkritische Berichte würde man von Bürgermeistern oder Gemeinderäten selten hören. Über gelungene Aktionen käme ein Trara wie von einem Huhn, das gerade ein Ei gelegt hat. Über Fehlleistungen oder gar Versagen würde stets ein dicker Mantel des Schweigens gelegt.

 

Genau das ist der Grund, warum ich 1998 beschlossen habe, mich um ein Mandat als Gemeinderat zu bewerben. Damals fand in Horben die Bürgermeisterwahl statt. Der damalige Amtsinhaber bewarb sich für eine dritte Amtszeit. Zahlreiche Horbener Bürger vertraten damals die Auffassung, dass es in Horben nicht gerecht zugeht. Einzelne Familien hätten mehr Einfluss als andere. Wer dazu gehört, werde unterstützt. Die anderen würden ausgegrenzt.

 

Diese Meinung hörte ich immer wieder. Auch wenn diese Meinung sicher nicht immer zutreffend war: Der böse Anschein allein war für die Stimmung im Dorf verheerend. Und die kommunalpolitischen Akteure im Dorf taten nur wenig, um den verbreiteten Argwohn nachhaltig zu zerstreuen.

 

Ich selbst hatte bis dahin keinen Grund, mich über den Bürgermeister zu beschweren. Wir hatten zusammen in den Achziger Jahren größere Aktionen zwischen mir und der Gemeinde abgewickelt. Ich kann nicht sagen, dass ich da zu kurz gekommen wäre. Ich habe Herrn Dammert stets als zwar harten, im Grunde aber zuverlässigen Verhandlungspartner erlebt. Dass er dabei den Vorteil der Gemeinde im Auge hatte, ist nicht zu beanstanden. Dass er über meine damalige Notlage Bescheid wusste und er dieses Wissen auch weidlich nutzte, wäre aus meiner Sicht jedoch nicht in allen Fällen notwendig gewesen.

 

Bei der Bürgermeisterwahl 1998 bewarb sich neben dem Amtsinhaber auch wieder Franz Asal. Der hatte schon bei der Wahl zuvor kandidiert und dabei ein gutes Ergebnis erreicht. Als gebürtiger Horbener und langjähriger aktiver Gemeinderat hatte er auch noch nach seinem Wegzug nach Merzhausen einen festen Bezug nach Horben. Ihm wurden bei der anstehenden Wahl gute Aussichten eingeräumt.

 

Doch der damalige CDU-dominierte Gemeinderat hatte sich nach meiner Wahrnehmung mehrheitlich auf den Wiederbewerber festgelegt. Das wäre bis zu einem gewissen Grad auch noch legitim. Auch Gemeinderäte dürfen in solchen Situationen eine Meinung haben. Doch sie sollten alles tun, um eine faire unbeeinflusste Wahl zu garantieren und zu ermöglichen. Hier hat in meinen Augen der damalige Gemeinderat krass versagt. Nach meiner Wahrnehmung wurde alles unternommen, um die Wahl des bisherigen Amtsinhabers sicherzustellen.

 

So gab es keine von der Gemeinde organisierte gemeinsame Kandidatenvorstellung. Die Mehrheit der Gemeinderäte betätigte sich regelrecht als Wahlhelfer und betrieben massiv Stimmungsmache gegen den Mitbewerber Asal. Dessen Sympathisanten in Vereinen und Institutionen wurden angegangen und mundtot gemacht. Einzelne Bürgervertreter standen am Wahltag gar auf der Straße in der Nähe des Wahllokales, um die Wähler  nach dem Kirchgang zur Wahl ihres Favoriten zu überreden.

 

Der gewann die Wahl auch mit knappem Vorsprung. Soweit ich mich erinnern kann, errang der Wiederbewerber 60% und der Herausforderer 40% der Stimmen. Für den heutigen Altbürgermeister aus meiner Sicht eine Blamage. Für Franz Asal ein Erfolg, für den er sich nichts kaufen konnte. Die Cliquen hatten einmal mehr die Oberhand behalten. Einige der Mitläufer zeigten ihre Genugtuung am Wahlabend in einer Weise, die ich auch im Nachhinein nur als unverfroren und schamlos bezeichnen kann.

 

Zu dem Zeitpunkt lebte ich erst wieder wenige Jahre in Horben. Von 1975 bis 1994 hatte ich in Merdingen und in Gottenheim gelebt. Bis dahin hatte ich mich eigentlich nie besonders für Kommunalpolitik interessiert. Als Geschäftsmann sah ich mich auch gehalten, eine gewisse Neutralität und Zurückhaltung an den Tag zu legen. Doch was ich bei der Horbener Bürgermeisterwahl des Jahres 1998 beobachten konnte, rief meinen Widerspruchsgeist und meinen Gerechtigkeitssinn auf den Plan. Dieses Maß an Einseitigkeit und Unfairnis aus dem Gemeinderat heraus durfte in meinen Augen nicht sein. Ich begann, mich intensiv mit der Kommunalpolitik zu befassen. Dabei entdeckte ich immer weitere Vorgänge, die möglicherweise gerade noch legal, aber aus meiner Sicht und nach Meinung anderer ganz bestimmt nicht richtig waren.

 

In dieser Zeit wurde der "Kommunal-Politiker" Hans-Peter Buttenmüller geboren. Zusammen mit anderen wollte ich gegen diese aus meiner Sicht unhaltbaren Zustände etwas tun. Ich bewarb mich bei den Gemeinderatswahlen 1999 auf der Liste HLBU um ein Mandat und wurde auch auf Anhieb mit dem viert-besten Ergebnis gewählt.

 

Mit dem Einzug in den Gemeinderat begann für mich ein immerwährender Kampf gegen Ungerechtigkeit, gegen Hinterzimmer-Politik und gegen Klüngelwirtschaft. Ein Weg, der durch die damaligen "Machthaber" mit einem Übermaß an Gehäßigkeit, Ausgrenzung, Beleidigung und Provokation begleitet wurde. Ein Kampf, der auch heute nach 19 Jahren noch nicht beendet ist und der seine Fortsetzung hier in diesem Blog findet!

 

 

22.01.2018                                    Politik ist die Kunst des gebrochenen Wortes!

 

Der SPD-Parteitag endete, wie befürchtet werden musste. Eine knappe Mehrheit entschied sich für`s Weiterwuschteln! Die SPD wird ab Dienstag mit der CDU/CSU über die Bildung einer Großen Koalition verhandeln. Am Ende wird ein Ergebnis stehen, das den Stillstand weiter verwalten wird. Dieses Ergebnis wird Mitgliedern und Bürgern wiederum als "hervorragendes Ergebnis" verkauft werden. In Berlin wird "Weiter so" regiert werden. 

 

Ich habe den Parteitag gestern auf Phoenix die ganze Zeit verfolgt. Ich bin zutiefst verärgert über die linken rethorischen Tricks mit denen das Ergebnis beeinflusst wurde. Es begann damit, dass die Parteiführung ihren Leitantrag in letzter Minute noch einmal abgeändert hatte. Da standen jetzt  Dinge drin, die in dem eigentlich zur Abstimmung stehenden Sondierungs-Ergebnis gar nicht enthalten sind.

 

In dem Leitantrag sind wesentliche Teile der Bürgerversicherung und des Familien-Nachzugs angeführt. Darüber muss jedoch erst noch mit CDU/CSU verhandelt werden. Die Union hat vorher deutlich gemacht, dass die genannten und andere Punkte auf keinen Fall in eine Koalitionsvereinbarung aufgenommen werden könnten. Für sie ist das Sondierungspapier bereits das fertige Ergebnis. Vor allem die Schreihälse aus München und Stuttgart haben mehrfach deutlich gemacht, dass sie zu keinen weiteren "Zugeständnissen" bereit sind.

 

 

Was ist, wenn die später eingefügten Punkte nicht durchgesetzt werden können? Ist die gestrige Abstimmung dann hinfällig? Oder über was hat der Parteitag eigentlich abgestimmt? In weiten Teilen über reine Absichtserklärungen! 

 

Immer wieder der Hinweis auf angebliche Verbesserungen, die man für den "kleinen Mann" erreicht habe. Vieles von dem wird geschehen, ohne dass darüber verhandelt werden musste. Die Festschreibung des Renten-Niveaus bis 2025 auf 48% ergibt sich bereits aus den Entwicklungen der Vergangenheit. Das ist kein Verhandlungsergebnis, das musste niemandem abgerungen werden. Das ist eine  ganz normale Folge der bisher geltenden gesetzlichen Regelungen. Mit dem Soli ist es dasselbe. Der wurde eingeführt, um die ehemalige DDR an die Lebensverhältnisse der BRD heranzuführen. Das ist bereits weitgehend erreicht. Der Soli hat keine rechtliche Grundlage mehr. Er muss so oder so abgeschafft werden.

 

So könnte man Punkt für Punkt durchleuchten: Die SPD hat der Union weitgehend nur das "aberungen", was diese ohnehin hätte tun müssen. Oder was bereits im alten Koalitionsvertrag enthalten war und nicht umgesetzt wurde.Das verkaufen Martin Schulz und Co. jetzt als ihr "hervorragendes Ergebnis". Sie blenden dabei völlig aus, dass sie von ihren Kernforderungen etwa nach einer Bürgerversicherung, nach Erhöhung des Spitzen-Steuersatzes, Abschaffung der Befristung von Arbeitsverträgen etc. so gut wie gar nichts durchsetzen konnten. Darüber will sie jetzt noch einmal mit der Union verhandeln. Söder und Dobrindt werden den SPD-Dilettanten was husten!

 

Oder die Wichtigtuerei mit der staatspolitischen Verantwortung! Niemand hat SPD gewählt, damit sie der CDU zur Kanzlerschaft verhilft! Der Wähler hat die Koalition des Stillstandes und des Mittelmaßes abgewählt. Wenn sich die CDU dennoch anmaßt, die Richtlinien der deutschen Politik weiter bestimmen zu wollen, dann soll sie zusehen, wie sie das tun kann. Für die SPD ist damit keinerlei Verpflichtung verbunden. Wenn Merkel Kanzlerin bleiben will, dann muss sie von ihrem hohen Ross runter und sich ihre Mehrheiten eben suchen. Ganz so wie es im Grundgesetz eigentlich vorgesehen ist.

 

Über den Klimaschutz oder über andere dringend notwendige ökologische Maßnahmen wurde überhaupt nicht geredet. Die seit Jahren festgeschriebenen verbindlichen Klimaschutzziele wurden bereits zu Beginn der Sondierung abgeräumt. Sie seien schlicht nicht mehr erreichbar. Aber die für 2030 gesetzten Werte sollen ganz bestimmt erreicht werden! 2030 ist weit! Dass die Ziele auch dann nicht erreicht werden, ist zwar bereits absehbar. Doch das müssen dann andere begründen. Irgendetwas wird auch denen  als Entschuldigung wieder einfallen.

 

Politik ist die Kunst des gebrochenen Wortes! Martin Schulz selbst steht kurz vor seinem dritten Wortbruch: Zuerst hatte er mehrfach klar gemacht, dass die SPD auf keinen Fall für eine erneute Große Koalition zur Verfügung steht. Jetzt geht er hin und kämpft wie ein Berserker für das, was er gestern noch strikt abgelehnt hatte.

 

Darüber hinaus hatte er erklärt, dass er persönlich nie als Minister in ein Kabinett unter Angela Merkel eintreten werde. Gestern Abend bei Anne Will ließ er die letzte Frage zumindest wieder offen. Martin Schulz wird selbstverständlich Minister unter Merkel werden. Was soll er auch sonst machen? Was kümmert einen wie ihn sein Geschwätz von gestern?

 

Aus meiner Sicht bleibt zu hoffen, dass die SPD-Mitglieder am Ende eine solche  Koalition endgültig ablehnen. Dann sind wir sowohl Martin Schulz als auch Angela Merkel als auch Horst Seehofer und eine ganze Reihe anderer endlich los. Mit solchen verbrauchten ideenlosen Politikern kommen wir nicht weiter. Da muss neuer Schwung durch neue Köpfe mit neuen Ideen kommen. Das wird geschehen. Die Frage ist nur wann.

 

Zu diesem Komplex schickt mir ein Leser einen Link zu einem hoch-interessanten Beitrag eines anderen Autors. Darin wird aus meiner Sicht der Nagel voll auf den Kopf getroffen!

 

https://www.heise.de/tp/features/Das-Parteiensystem-muss-sich-aendern-3945073.html

 

23.01.2018                                                         Andere Sichtweisen:

 

In meinen Beiträgen vom 17.01.2018 und 19.01.2018 hatte ich meine persönliche Meinung zu den öffentlichen Vorgängen im unteren Leimiweg dargestellt. Jetzt erreicht mich ein Schreiben des Freiherrn von Droste zu Hülshoff. Er fordert mich im eigenen Namen und im Namen von Hortensie Freifrau von Droste zu Hülshoff sowie im Namen von  Herrn Baron Benedikt Freiherr von Droste zu Hülshoff a). zu einer Entschuldigung und b). zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung auf:

 

Schreiben zu a.):

 

Herrn

Hans-Peter Buttenmüller

Langackernstraße 8 

79289 Horben

 

Gegendarstellung zu Ihren beiden Blogartikeln vom 17.01.18 „Leimiweg: Ein vernünftiger Vorschlag“ und „Versagen auf ganzer Linie“ vom 19.01.2018

 

Sehr geehrter Herr Buttenmüller, in Vertretung von Benedikt Frhr. von Droste zu Hülshoff und meiner Ehefrau Hortense Frfr. von Droste zu Hülshoff übersende ich Ihnen die beigefügte Gegendarstellung zur Veröffentlichung auf ihrer Homepage. Der Anspruch auf Gegendarstellung besteht gemäß §11 Landespressegesetz für das Land Baden-Württemberg sowie allgemeinen Pressegesetzen in Verbindung mit den allgemeinen Persönlichkeitsrechten meines Sohnes, meiner Ehefrau und mir selbst.

 

Die Verletzung unserer Persönlichkeitsrechte ergibt sich unter anderem daraus, dass in dem Artikel der grob wahrheitswidrige der Eindruck erweckt wird, dass meine Ehefrau als Eigentümerin der Villa Küchlin und bis 2013 der dazugehörigen landwirtschaftlichen Flächen, ich selbst als ihr Vertreter und unser Sohn als ihr Rechtsnachfolger Interessen und Rechte von Horbener Mitbürgern und der Gemeinde „unanständig“ und „dreist“ missachten würden. Zugleich erfüllen diese Behauptungen den Straftatbestand der „üblen Nachrede“.Ich fordere Sie daher unter Hinweis auf §11 Pressegesetz Baden-Württemberg dazu auf, die beigefügte Gegendarstellung bis spätestens  25. Januar 2018 in Ihrem Blog zu veröffentlichen und eine Wiederholung der falschen Tatsachenbehauptungen, sowie jegliche öffentliche üble Nachrede über meine Familie und mich künftig zu unterlassen. Im Übrigen fordere ich Sie auf, sich für die folgenden, unsere Familie beleidigenden, Ausdrücke zu entschuldigen und diese öffentlich zurückzunehmen: „...Chuzpe...“Unanständig“„Die Familie von Droste hat sich in dem ganzen Verfahren...um die Interessen der Gemeinde und der Nachbarn einen feuchten Dreck geschert...nur ihre eigenen Interessen verfolgt. Rigoros und unnachgiebig!“..“Geradezu dreist...ein Bürger, der stets nur seine eigenen Interessen im Blick hat..“Sollten Sie diesen Aufforderungen nicht fristgemäß nachkommen, so werden wir den Anspruch auf Gegendarstellung gerichtlich durchsetzen und gegen Sie Strafanzeige erstatten

 

Horben, den 20.01.2018

 

gez. Wilderich Freiherr Droste zu Hülshoff(Rechtsanwalt)

 

Hierzu ist zu sagen, dass ich kein Interesse daran habe, die Dinge auf die Spitze zu treiben. In den genannten Beiträgen habe ich einen öffentlichen Vorgang dargestellt und ausschließlich meine persönliche Meinung dazu zum Ausdruck gebracht. Es war nicht meine Absicht, irgend jemanden persönlich zu beleidigen. Sollte dies dennoch geschehen sein, dann tut es mir leid und ich entschuldige mich bei den sich betroffen Fühlenden in aller Form dafür.

 

Zu der unter b). verlangten Gegendarstellung habe ich nicht geprüft, ob ich zu einer Veröffentlichung verpflichtet wäre. Ich will mich jedoch nicht dem Vorwurf aussetzen, nur einseitige Berichterstattung zu betreiben. Daher soll auch die Familie von Droste ausführlich zu Wort kommen.

 

Aus diesem Grunde veröffentliche ich hier das Schreiben der Adelsfamilie von Droste zu Hülshoff im vollen Wortlaut. Ich verzichte dabei auf Hinweise zum Wahrheitsgehalt der darin gemachten Aussagen. Wer als Horbener Zeitzeuge, Nachbar oder auch als Gemeinderat von den Vorgängen Kenntnis hat oder selbst betroffen ist, wird den dargestellten Sachverhalt richtig zu beurteilen und einzuordnen wissen.

 

Schreiben zu b).

 

Gegendarstellung

gem. § 11 Pressegesetz Baden-Württemberg

 

gegen die auf der Homepage von H.P. Buttenmüller (https://www.hp-buttenmueller.de/) veröffentlichten Blogbeiträge „Leimiweg: Ein vernünftiger Vorschlag“ vom 17.01.2018 und „Versagen auf ganzer Linie“ vom 19.01.2018

 

Leimiweg und Hochwasserdamm: Abwegige Behauptungen und Ideen

 

Die in den Artikeln vom 17.01.2018 und vom 19.01.2018 aufgestellten Behauptungen entsprechen in zahlreichen Punkten nicht den Tatsachen.

 

  1. Falsch ist die Behauptung, die Gemeinde verhelfe durch die Klärung ihres Wegerechts auf Flst. 111 nur den Eigentümern der Villa Küchlin zur Überfahrt über fremde Grundstücke.

 

Richtig ist, dass die Gemeinde mit einer Feststellungsklage in ihrem eigenen Interesse Rechtssicherheit über die Verkehrssicherungs- und Unterhaltspflichten auf dem Leimiweg erhalten will. Die Eigentümerin des betr. Grundstückes Flst. 111 hatte zuvor die Gemeinde per Unterlassungsklage dazu gezwungen, die Unterhalt sparende Asphaltierung auf ihrem Grundstück zu unterlassen. Da die Öffentlichkeit des Leimiwegs nicht Gegenstand der Klage war, wurde diese im rechtskräftigen Urteilstenor weder bejaht noch verneint. Ganz unabhängig davon besteht im Lastenblatt von Flst. 111 schon seit 1957 ein immerwährendes Wegerecht zu Gunsten der Eigentümer der Villa Küchlin, welches dann weiter gelten würde, wenn das öffentliche Wegerecht der Gemeinde wider Erwarten nicht durch das Gericht bestätigt würde.

 

  1. Falsch und außerdem üble Nachrede ist die Behauptung des Verfassers, der Eigentümer des landwirtschaftlichen Betriebes der Villa Küchlin habe die Unterstützung der Gemeinde gegen das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) „verwirkt“, weil er stets nur seine eigenen Interessen im Kopf habe.

 

Richtig ist, dass die Familie von Droste zu Hülshoff und deren Vorgänger Küchlin sich stets aktiv für den Erhalt und die Pflege der Tallandschaft und Biotope im Bohrertal und das Landschaftsschutzgebiet Horben eingesetzt haben. Bereits mehrfach (Landesstraße, Abwasserkanal usw.) musste der Betrieb Teile der Flächen für die Interessen der Gemeinschaft hergeben. Zuletzt 8.000 qm für einen Radweg.

 

Gerade der Hofnachfolger, welcher 2014 den Betrieb übernommen hat und ihn weiter ausbaut, wirbt mit seiner Marke „Badische Lösung Likör“ und seiner im Aufbau befindlichen Lamazucht für den Tourismus und die Attraktivität des Standortes Horben und bringt sich aktiv ins Dorfleben ein. Auch über das Dorfgeschehen hinaus setzt sich die Familie ehrenamtlich für gemeinnützige Zwecke ein, u.a. im Malteser Hilfswerk und durch eine von ihr getragene gemeinnützige Stiftung.

 

Richtig ist auch, dass der Hofinhaber sich im Verfahren um das geplante Hochwasserrückhaltebecken (HRB) zugleich für die öffentlichen Interessen, wie z.B. den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes Horben und des Landschaftsbildes im Biosphärenreservat sowie die Verhinderung von massiven Verkehrsbeeinträchtigungen während der Bauzeit einsetzt. Der Verfasser des Artikels dagegen hat in Freiburg dafür geworben, dass das HRB nach Horben, anstatt auf Freiburger Alternativstandorten gebaut wird.

 

  1. Falsch ist auch die Behauptung, der Leimiweg sei erst durch den Abbruch der Bohrerbachbrücke zur Sackgasse gemacht worden und könne im Zusammenhang mit dem von der Stadt geplanten HRB in Richtung Freiburg verlängert werden. Richtig ist: Eine „Verlängerung“ des öffentlichen Leimiweges existierte nie und wäre zum geplanten Damm hin gar nicht zulässig.

 

Der Leimiweg endete als öffentliche Straße schon immer an der Villa Küchlin als Sackgasse. Zwar existierte bis 1992 ein Privatweg über den Bohrerbach, den gelegentlich Unbefugte als „Abkürzung“ nach Horben befuhren. Dieser war aber mit einer Schranke zur Landesstraße hin absperrbar. Er wurde allein von den Eigentümern der Villa Küchlin unterhalten. Nur für die unmittelbaren Nachbargrundstücke sind grundbuchliche Wegerechte bestellt, die auch nach dem Abbruch der Brücke weiter genutzt werden können. Der Gemeinde und den Anliegern hat das Landratsamt schriftlich den privaten Charakter dieses Weges bestätigt und ihn mit „Durchfahrt verboten“ beschildert.

 

Richtig ist auch, dass die von Herrn Dick vorgeschlagene „Abkürzung“ über den Bohrerbach auf Grund ihrer Lage im Überschwemmungsgebiet des HRB mindestens alle 5 Jahre bei Einstau des HRB unbefahrbar wäre und auf den Nasswiesen beim Bohrerbach insgesamt an rechtlichen und technischen Hindernissen scheitert, wie z.B. unzulässiger Zerstörung zahlreicher Biotope, Bachläufe, Feucht- und Überschwemmungsgebiete sowie den absurd hohen Baukosten.

 

  1. Falsch sind folgende Behauptungen über die Vorgeschichte des Privatweges im Bohrer, über welche die Familie von Droste zu Hülshoff seit den 60er Jahren als Zeitzeugen, sowie durch ihre Vorgängerin Frl. Küchlin, sowie durch Fotos und Dokumente bestens informiert ist:

 

Unwahr ist, die Interessen der Gemeinde seien in eigennütziger Weise missachtet worden. Richtig ist dagegen, dass sich der Unterzeichner ab 1988 in Verhandlungen mit der Gemeinde und Anliegern für den Erhalt der baufälligen Brücke und des Weges maßgeblich engagiert hat, obwohl deren Erschließung bereits durch den Leimiweg gesichert war. Jedoch konnten weder die Bauherrschaft, Bauausführung, behördliche Genehmigungsfähigkeit noch eine Unterhaltsvereinbarung zwischen den Beteiligten rechtzeitig vor Ablauf der Antragsfrist geklärt werden, wie der Schriftverkehr beweist. Die Eigentümer der Villa Küchlin hatten zuvor jahrzehntelang zugunsten der Nachbarn allein die Unterhaltskosten des gesamten 800 m langen Privatweges und auch des umstrittenen Abschnitts des Leimiwegs getragen, ohne dazu verpflichtet zu sein.

 

Falsch ist, dass der Leimiweg erst aufgrund des Wegfalls der Bohrerbachbrücke als Zufahrt zur Villa Küchlin genutzt worden sei. Richtig ist, dass er bereits bei deren Erbauung durch Karl Küchlin auf dem Flst. 111 in seiner heutigen Form ausgebaut wurde, wie u.a. Fotos aus den 20er Jahren beweisen, und seither aufgrund von Wegerechten immer als deren Zufahrt von der Kreisstraße her diente.

 

Falsch ist die Behauptung, die private Bohrerbachbrücke sei ohne Rücksichtnahme auf andere Berechtigte abgerissen worden. Richtig ist vielmehr, dass sie nach einem Schadensfall wegen Einsturzgefahr durch das Landratsamt gesperrt worden war und einige Jahre später im Einvernehmen beider verkehrsicherungspflichtiger Grundstückseigentümer wegen akuter Gefahr auch für Fußgänger abgebrochen werden musste. Rücksichtslos dagegen war das Befahren des Privatweges durch nicht Wegeberechtigte und ohne Beteiligung an dessen hohen Unterhaltskosten, die durch viele Jahrzehnte hindurch allein von den Eigentümern der Villa Küchlin getragen wurden.

 

  1. Falsch ist auch die Behauptung, andere Anlieger sowie Wanderer könnten die Wege auf dem Küchlinareal nicht mehr nutzen. Richtig ist, dass sowohl landwirtschaftliche Fahrzeuge der Anlieger als auch Wanderer weiterhin die Bachfurt durchqueren können.

 

Horben, den 20.01.2018

 

 

gez. Wilderich Freiherr Droste zu Hülshoff

(Rechtsanwalt)

 

 

21.01.2018                            SPD: Ein Ende mit Schrecken oder Schrecken ohne Ende?

 

Heute entscheidet ein SPD-Parteitag darüber, ob die Parteispitze mit der CDU/CSU Verhandlungen über eine Neuauflage der Großen Koaltion in Berlin aufnehmen darf. Der überwiegende Teil der Parteiführung ist dabei der Meinung, dass das Ergebnis der Sondierung für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen ausreicht. An der Partei-Basis ist die Stimmung gespalten. Vor allem die JUSOS sprechen sich vehement gegen eine Weiterführung der KroKo unter Angela Merkel aus.

 

Wie die Entscheidung heute auch ausgeht: Die SPD wird am Ende als Partei der Verlierer und Umfaller dastehen. Tritt sie in ein Bündnis mit der Union ein, dann macht sie deutlich, dass ihr gesprochenes Wort das Papier nicht wert ist, auf dem es steht. Am Abend nach der Wahl hatten alle Partei-Oberen klar und deutlich gesagt, dass die GroKo Geschichte sei. Ab morgen werde man Opposition machen. Und was für eine! Andrea Nahles verstieg sich sogar zu der dümmlichen Ankündigung, ab morgen werde man den heutigen Ministerkollegen "in die Fresse" hauen. Sie bekräftigte dies später mit einem noch dümmlicheren "Bätschi!" Heute ist Nahles zusammen mit Schulz und Malu Dreyer eine der eifrigsten Verfechter einer erneuten Großen Koalition.

 

Interessant dabei ist aus meiner Sicht, dass sich viele wichtige SPD-Funktionäre wegducken.Weder von Sigmar Gabriel noch von Olaf Scholz, Barbara Hendricks, Ralf Stegner, Manuela Schwesig ist ein klares Bekenntnis zu hören. Leute wie Schäfer-Gümpel und andere geben sich ganz schlau: Sie wollen zwar Koalitionsverhandlungen. Aber dort soll das Sondierungsergebnis noch einmal ganz neu aufgerollt werden. Eine GroKo soll es nur geben, wenn die Union weitere Zugeständnisse macht. Dabei wissen Schäfer-Gümpel und Co. genau, dass die CSU überhaupt nicht weiter nachgeben kann.

 

Schulz, Nahles und Dreyer stehen also weitgehend alleine im Regen. Ihre Unterstützer kommen überwiegend aus der zweiten Reihe. Vor allem aus den Reihen der Bundestags-Abgeordneten. Sie müssen mögliche Neuwahlen aus persönlichen Gründen fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Es ist abzusehen, dass die SPD bei Neuwahlen noch schlechter abschneiden würde als im September. Umfragen sehen sie aktuell deutlich unter 20%. Viele im September gewählte Abgeordnete müßten befürchten, dass sie ihr Amt bei einer Neuwahl wieder verlieren würden. Für sie ein wichtiger Grund, um Neuwahlen tunlichst zu vermeiden. Zu dieser Gruppe gehört ein wesentlicher Teil der Delegierten auf dem heutigen Parteitag.

 

Der heutige Tag ist auch für andere Politiker der Tag der Entscheidung. Lehnt der Parteitag heute Koalitionsverhandlungen ab, sind die Tage des Martin Schulz als Partei- und Bundespolitiker endgültig gezählt! Er wird dann wohl noch heute zurücktreten und danach hoffentlich endgültig in der politischen Versenkung verschwinden. Selten ist ein Kandidat mit so vielen Vorschußlorbeeren ausgestattet worden wie er. Und selten hat ein so hochgelobter Politiker so krass versagt wie er.

 

Um es einmal deutlich zu sagen: Aus meiner Sicht ist Martin Schulz ein vorlauter Maulheld ohne Rückgrat. Einer der schwätzt ohne vorher nachzudenken. Dabei vergisst er gerne, was er gestern gesagt hat. Er plärrt heute dies in die Miktofone und morgen das Gegenteil und übermorgen was anderes. Wie ein derartiger Dilettant Präsident des Europäischen Parlaments werden konnte, ist mir persönlich ein Rätsel. Dass er dort etwas werden konnte, sagt viel über die Qualität des Europäischen Parlamentes aus. Unter den Blinden ist der Einäugige der König!

 

Auch eine Zustimmung heute wird ihn nicht retten. Er wird nur Zeit gewinnen. Egal, wie ein danach ausgehandelter Koalitions- Vetrag aussehen wird: Er muss noch einmal durch einen Mitgliederentscheid gebilligt werden. Auch ein aufgehübschtes Ergebnis wird die Basis nicht akzeptieren. Ihr geht es schon lange nicht mehr um Inhalte. Das einfache Mitglied hat keine Pöstchen zu verlieren. Ihm geht es um die Erneuerung. Vor allem um einen Austausch der Gesichter. Das gemeine Parteivolk ist nach meiner Wahrnehmung von Schulz und anderen so tief enttäuscht, dass jetzt auf jeden Fall Köpfe rollen müssen.

 

Auch wenn der Parteitag heute zustimmt wird es trotzdem am Ende keine neue Regierung geben. Die Union wird allenfalls noch kleine kosmetische Zugeständnisse machen. Das wird für einen positiven Mitglieder-Entscheid nicht ausreichen. Dann bleiben doch nur Neuwahlen. Durch einen positiven Ausgang der heutigen Abstimmung würde lediglich noch mehr Zeit vergeudet.

 

Neuwahlen würde auch Angela Merkel politisch nicht überleben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie noch einmal als kandidatin der CDU antreten kann. Sie ist in den letzten Wochen und Monaten in einer Weise entzaubert worden, wie ich es so schnell nicht für möglich gehalten hätte. Ihre einfältige Raute und ihre schmucklosen Hosenanzüge als Markenzeichen öden viele Menschen nur noch an. Sie hat die unsägliche Flüchtlingspolitik verbrochen. Und sie ist nicht im Stande, eine tragfähige Regierung zu bilden. In Europa und in der Welt hat ihr Einfluss drastisch abgenommen.

 

Die Frage ist hier nur, ob in der CDU überhaupt noch jemand ihre Rolle spielen könnte. Doch das ist das Problem von morgen. Heute geht es erstmal darum, ob es überhaupt Koalitionsverhandlungen geben wird. Hierzu erwarte ich ein knappes Ja. Danach wird es noch einige Zeit dauern, bis sich die Unterhändler aller Parteien eingestehen, dass sie endgültig gescheitert sind. Spätestens der SPD-Mitgliederentscheid wird die Neuwahlen auslösen. Erst danach kann die Erneuerung der politischen Kultur in Deutschland beginnen. Mit anderen Figuren, mit neuen Ideen und mit neuem Schwung.

 

Der heutige Tag entscheidet nur, wie lange die Leidenszeit und der Stillstand noch dauern. Ist heute abend schon Schluss mit dem Zirkus oder erst in ein paar Wochen?  Ich bin für heute! Ein schnelles Ende mit Schrecken wäre aus meiner Sicht allemal besser als ein Schrecken ohne Ende!

 

20.01.2018                                                     Was sind das für Menschen?

 

Der Mißbrauchsfall in Staufen läßt mich geradezu verzweifeln: Wie weit ist die Menschheit verkommen, wenn so etwas überhaupt möglich ist? Wie kann eine Mutter zusehen und sogar selbst mitmachen, wenn ihr "Lebensgefährte" sich an ihrem Kind vergeht? Wie weit muss ein Mensch heruntergekommen sein, wenn er sich an einem Kind vergeht und ein regelrechtes Geschäft mit der "Vermietung" eines Kindes zum Mißbrauch betreibt? Wenn er dadurch seinen Lebensunterhalt bestreitet? Was sind das für Verbrecher, die sich ein Kind mieten und an ihm ihre dreckigen Perversitäten ausleben?

 

Vor allem: Was machen solche Verbrechen mit dem betroffenen Kind? Wieviel Vertrauen wird zerstört? Wieviel geht bei dem Kind kapputt? Welche Verhaltensweisen wird so ein Kind später selbst an den Tag legen? Kann ein so mißhandeltes Kind überhaupt ein normales Leben aufbauen? Normale Beziehungen entwickeln?

 

Die Zahl pädophiler Individuen ist offenbar nicht gering. Es gab und gibt wohl noch immer eine gewisse Anzahl Geistlicher, die sich über Jahrzehnte an Ministranten vergiengen. Mir geht noch immer eine kalter Schauer über den Rücken, wenn ich die Schilderungen der Betroffenen lese oder höre. Wieviel Not muss ein solches Kind gelitten haben! Hier der Pfarrer, eine als Respektsperson gesehene Instanz. Der vorne offiziell Böses bekämpft und das Gute einfordert. Der gleichzeitig Kinder schändet!

 

Kinder scheinen vor solchen Verbrechern nicht sicher zu sein. Sportvereine sehen sich heute gehalten, von Übungsleitern und Trainern ein Führungszeugnis zu verlangen. Um zu verhindern, dass sich Pädophile über den Sport an Kinder heranmachen. Das gleiche gilt für Kinderheime, Kindergärten oder Schulen. Auch solche Institutionen schauen heute aus gutem Grund genau hin, wer als Erzieher mit Kindern arbeiten will. Weitgehend ungeschützt sind Heranwachsende, an die sich skrupellose Verführer auf offener Bühne heranmachen.

 

Genauso häufen sich die Fälle von Gewalt gegen hilflose Kinder. Ich denke an den kleinen Alessio in Lenzkirch oder den kleinen Jungen in Laufenburg. Irgendwelche Taugenichtse schlagen kleine Kinder tot, nur weil ihnen ihr Weinen auf den Wecker geht! Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, was Kindern noch alles angetan wird, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt.

 

Es ist müßig, hier von Versagen der Behörden zu sprechen. Wer kann das schon beurteilen? Jugendämter können auch nur die schlimmsten Fälle bearbeiten. Wollte man jedes seelisch oder körperlich gefährdete oder vernachlässigte Kind gleich in ein Heim stecken, dann wären die Heime bald überfüllt. Es gibt heute nach meiner Wahrnehmung einfach zuviele zerrüttete Familien und zuviele unfähige, verantwortungslose Eltern. Es gibt zuviele Lehrer und Nachbarn, die nicht hinschauen und es gibt auch zuviele Großeltern und andere Verwandte, die sich nicht kümmern und nicht helfen. Was sollen da Behörden und Gerichte ausrichten?

 

Die inzwischen verbreitete soziale Verwahrlosung der Gesellschaft generell können sie jedenfalls nicht beheben. Nach meiner Wahrnehmung nimmt diese Verwahrlosung von Generation zu Generation zu. Es gibt immer mehr überforderte Alleinerziehende, immer mehr Eltern, denen ihre Kinder eine Last sind. Immer mehr Menschen, die sich nicht anstrengen wollen und sich im sozialen Netz einrichten und somit immer mehr Eltern, die als Vorbilder für die nachwachsende Generation nichts taugen.

 

Wie kann die Gesellschaft, wie kann der Staat das ändern? Wie soll man Menschen wie die Mutter aus Staufen, ihren Typen oder die Freier angemessen bestrafen? Wie sind Kinderschänder und -Mißhandler überhaupt zu behandeln?

 

Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht! Wegsperren natürlich! Was anderes bleibt ja nicht übrig. Aber was nützt das?Im Gefängnis wird dann ein Heer von Therapeuten auf sie angesetzt. Ebenfalls in den meisten Fällen ohne Erfolg. Wenn sie rauskommen, geht das wieder von vorne los. Wie eingangs gesagt: Wer die Dinge zu Ende denkt, muss an den Zuständen in der Welt verzweifeln.

 

19.01.2018                                                       Versagen auf ganzer Linie!

 

In der Vergangenheit hatte ich mehrfach über die Vorgänge im Leimiweg berichtet. Zuletzt unten im Beitrag vom 17.01.2018.  Zu den einzelnen Beiträgen gingen jedes Mal Meinungsäußerungen bei mir ein. So auch zu meinem Beitrag am Mittwoch. Aus den Reaktionen entnehme ich, dass viele Bürger in Horben gar nicht mehr wissen, um was es da überhaupt geht:

 

Der Leimiweg wurde seit jeher als öffentlicher Weg gesehen. Als Verlängerung des Vogtsweges über die Kreisstraße hinaus war diese Strecke der kürzeste Weg vom Dorf nach Günterstal und weiter nach Freiburg. Der Weg führte an der Küchlin-Villa vorbei über eine Bachbrücke wieder auf die Kreisstraße beim "alten Starthäuschen". Über diesen Weg wurden neben der "Leimi" (heute Reinhardt) auch die Anwesen Wißler und Niedek (Feuerstein) erschlossen. Später sind an diesem Weg noch weitere Gebäude errichtet worden. Weiter liegen an dem Weg mehrere landwirtschaftliche Grundstücke, die früher zum Junghof, zum Jägerhans und zum Lochhäusle gehörten. 

 

Bis zur Flurbereinigung in den Siebziger-Jahren waren die Wegerechte auf solchen Wegen nicht im Grundbuch eingetragen. Es galt das ungeschriebene Gewohnheitsrecht. Ich kann mich nicht erinnern, dass es da jemals Schwierigkeiten gegeben hätte. Die begannen erst nach Ende der Flurbereinigung. In diesem Verfahren wurde die Zufahrt zu einzelnen Anwesen und Grundstücken  geregelt  Die Vereinbarungen darüber wurden in einer Plan-Karte festgehalten und sollten im Grundbuch eingetragen werden.

 

Dieser zu den Grundakten gehörende Plan ist wesentlicher Bestandteil des Grundbuches. Verantwortlich für die richtige Eintragung und die Führung des Grundbuches war der damalige Grundbuch-Ratschreiber Franz Zimmermann. Dieser Mann war mit seiner Aufgabe offenbar völlig überfordert. Ich erfahre selbst immer wieder bei meinen eigenen Angelegenheiten, was dieser von vielen so hoch gelobte "Verwaltungsfachmann" im Grundbuch angerichtet hat.

 

Jedenfalls ist diese unverzichtbare Karte unter den Augen des Grundbuch-Ratschreibers verschwunden. Es gibt davon nirgends eine Kopie. Weder beim Flurbereinigungsamt noch beim Landwirtschaftsamt noch beim Forstamt. Das ist äußerst ungewöhnlich. Und so ist es nicht verwunderlich, dass im Dorf wilde Gerüchte kursierten. Viele Insider sind der Meinung, die Karte sei nicht aus Versehen verschwunden. Doch das sind Spekulationen, an denen ich mich mangels Beweisen hier nicht beteiligen will.

 

Tatsache ist jedoch, dass ohne diese Karte auch eingetragene Rechte im Bestreitensfalle nur schwer zu beweisen sind. Jeder Betroffene liest sich aus den Eintragungen das heraus, was ihm heute in den Kram passt. Zudem sind viele Eintragungen nach meiner Wahrnehmung so dilletantisch formuliert, dass sie je nach Interessenlage so oder so ausgelegt werden können.

 

Als unerhörten Skandal sehe ich das Verhalten der Gemeinde nach dem Bekanntwerden des Verlustes. Aufgabe des jeweiligen Bürgermeisters wäre es aus meiner Sicht, Schaden von allen Beteiligten abzuwenden. Dazu wäre es notwendig, alle betroffenen Grundstücks-Eigentümer und alle beteiligten Ämter an einen Tisch zu holen und die Karte zu rekonstruieren.Das Allermindeste wäre endlich eine förmliche Entschuldigung an diejenigen, die durch das Versagen in der Gemeindeverwaltung belastet sind. Doch dazu sehen weder Altbürgermeister Dammert noch der heutige Bürgermeister eine Veranlassung. Außer einigen süffisanten Bemerkungen über die unmöglichen Streithähne am Leimiweg ist dazu aus dem Rathaus nichts zu hören. Dass die Ursache der vielen Streitereien vom Rathaus hervorgerufen wurde: Darüber wird vornehm geschwiegen!

 

Der nächste Skandal ist aus meiner Sicht das Verhalten der neuen Küchlin-Eigentümer. Die Brücke über den Bohrerbach war desolat geworden. Die Eigentümer rissen die Brücke einfach ab. Zuvor und später gemachte Angebote der Gemeinde und des Forstamtes wurden abgelehnt. Die Wiederherstellung der Brücke sollte ca. 70.000 DM kosten. Davon wären rund 80 % durch die genannten Stellen zugeschossen worden. Doch die Familie von Droste ließ sich darauf nicht ein. Das führte dazu, dass andere Grundstücks-Eigentümer ihre Wiese am Bach gar nicht mehr anfahren konnten. Der Leimiweg wurde zur Sackgasse. Auch Wanderer können den Weg nicht mehr benutzen.

 

Für ihre eigene Zufahrt zur Villa nimmt die Familie Droste jetzt das Grundstück der Nachbar-Familie in Anspruch. Auf diesem Grundstück ist ein öffentliches Recht zugunsten der Gemeinde eingetragen. Auch dieses Vorgehen sehe ich persönlich als unanständig an. Der Öffentlichkeit und den Nachbarn die seit alters her bestehende Zufahrt talwärts unmöglich machen und  dann selbst über andere Grundstücke fahren und gehen wollen. Dazu muss man erst einmal die notwendige Chuzpe aufbringen!

 

Doch auch der genaue Verlauf dieses öffentlichen Rechtes läßt sich eben wegen des fehlenden Grundbuch-Dokumentes nicht beweisen. Die Gemeinde will den strittigen unteren Wegteil befestigen und teeren. Der Eigentümer wehrt sich dagegen. In einem Verfahren über mehrere Instanzen bis zum Verwaltungsgerichtshof wurde ihm bisher Recht gegeben. Doch die Gemeinde läßt nicht locker. Sie zieht jetzt vor das Landgericht, um den Eigentümern des Küchlin-Anwesens eine Zufahrt zu erstreiten.

 

Diese einseitige Unterstützung der Küchlin-Eigner sehe ich vor dem oben geschilderten Hintergrund als weiteren Skandal! Die Familie von Droste hat sich in dem ganzen Verfahren nach meiner Wahrnehmung um die Interessen der Gemeinde und der Nachbarn einen feuchten Dreck geschert! Sie haben in allen mir bekannten Vorgängen zu jeder Zeit nur ihre eigenen Interessen verfolgt. Rigoros und unnachgiebig!

 

Wie kommt die Gemeinde jetzt dazu, ausgerechnet diesen Leuten eine geteerte Straße auf dem Tablett servieren zu wollen? Wieso legt sie sich für diese Leute zu Lasten anderer Bürger derart ins Zeug? Für eine Straße, von der außer dieser Familie Droste niemand einen Vorteil hat? Die Gemeinde schon gar nicht. In meinem Beitrag am Mittwoch hatte ich dargelegt, dass das Argument der Rechtssicherheit völlig abwegig ist! Hier muss es sachfremde Gründe geben, die nicht benannt werden und die für mich auch nicht erkennbar sind.

 

Mein Gerechtigkeitssinn wird hier über die Maßen strapaziert!!

 

Vor dem oben geschilderten Hintergrund sehe ich es geradezu als dreist an, wenn Baron Droste zu Hülshoff von der Gemeinde Horben und ihren Bürgern Unterstützung im Kampf gegen das geplante Regenwasser-Rückhaltebecken im Bohrertal erwartet! Ein Bürger, der selbst stets nur seine eigenen Interessen im Blick hat, der hat seinen Anspruch auf die Solidarität der Dorfgemeinschaft verwirkt!

 

Auch das ist meine ganz persönliche Meinung! Die allerdings in den meisten Wortmeldungen zu meinen Beiträgen geteilt wird!

 

 

 

18.01.2018                                                           Zum Thema Wahlen:

 

 

Wie an anderer Stelle bereits angegkündigt soll hier eine Extra-Seite zu regionalen Wahlen entstehen. Im Zusammenhang mit meiner Berichterstattung über die Bürgermeisterwahlen in Eschbach, Hartheim, Ihringen und Sölden habe ich erfahren, dass das Interesse der Bevölkerung an solchen Vorgängen ungebrochen hoch ist. Den meisten Bürgern ist es nämlich nicht gleichgültig, wer in ihrem Rathaus ihre Gemeinde organisiert. Trotz der intensiven Berichterstattung durch die Badische Zeitung, durch den Reblandkurier, Sonntagszeitung... verzeichnete mein Blog während der Wahlkämpfe in den genannten Gemeinden ungewöhnlich hohe Zugriffszahlen. Sind es normalerweise ca. 200 Zugriffe täglich, so riefen in den Wahl-Zeiten pro Tag bis zu 700 Homepage-Besucher meine Beiträge dazu auf.

 

In den kommenden Monaten finden direkt vor unserer Haustür mehrere Wahlgänge statt. Zunächst voraussichtlich im Juli in Wittnau die Bürgermeisterwahl. Dann über den Jahreswechsel in Horben ebenfalls die Wahl des Bürgermeisters. Mitte des kommenden Jahres  Gemeinderatswahlen und im Herbst 2019 die Bürgermeisterwahl in Au. Dazu finden in der weiteren Region ebenfalls Bürgermeisterwahlen statt.

 

Bei den Wahlen in Eschbach, Hartheim und Ihringen war ich bei vielen Veranstaltungen vor Ort. Bei allen öffentlichen Terminen waren die Hallen teilweise überfüllt. Im Anschluss an die Kandidaten-Vorstellungen standen und saßen die Bürger noch lange zusammen und diskutierten das soeben Wahrgenommene. Ein weiterer Beleg für das Interesse der Bürgerschaft an solchen Ereignissen. Daher möchte ich auch über die anstehenden Wahlen umfassend berichten. Als Kenner der kommunalpolitischen Szene kann ich die Vorgänge sicher besser einschätzen als so mancher nicht so gut informierte Redakteur einer Regionalzeitung.

 

Ich muss nicht so sehr Ausgewogenheit und Neutralität achten. Daher kann ich mir durchaus erlauben, meine eigene Meinung darzustellen und meine ganz persönlichen Eindrücke wiederzugeben. Über mir wacht keine Lokal-Redaktion, ich habe keine Partei-Räson zu beachten und ich verfolge keine privaten oder wirtschaftlichen Interessen. Mit einzelnen Bewerbern hatte ich zwar zuletzt immer mal wieder unverbindlichen Kontakt. In keinem einzigen Fall ließ ich mich zu einer gewünschten Darstellung überreden. Das hat auch niemand versucht. Vielleicht macht gerade das meine Berichte für viele Leser so Interessant?

 

Meine erste bewusst erlebte Bürgermeisterwahl fand im Jahre 1969 in Horben statt. Der seit 1946 amtierende Bürgermeister Ferdinand Zimmermann trat damals nicht mehr an. Es gab zwei offizielle Kandidaten: Den einheimischen Landwirt Emil Riesterer und den ehemaligen Lehrer und Landtagsabgeordneten Valentin Schweiger aus Freiburg. Der in Horben als "Graue Emminenz" geltende Ratschreiber Franz Zimmermann wäre zwar auch gerne Bürgermeister geworden. Aber die Aufwandsentschädigung für einen ehrenamtlichen Bürgermeister war ihm zu gering. Seine Bedingung für eine Kandidatur war eine hauptamtliche Bestellung. Dies lehnte der Gemeinderat jedoch ab.

 

Nach brutalem Wahlkampf mit unsäglichen Beleidigungen und Verunglimpfungen von beiden Seiten wurde Valentin Schweiger gewählt. Schweiger war SPD-Mitglied. Das machte ihn bei vielen Horbenern von vorn herein suspekt. Ihm wurde das Leben in einer Weise schwer gemacht, dass er nach fünf Jahren vorzeitig zurück trat. In Horben haben Schlammschlachten zurgunsten von CDU-Bewerbern also nicht erst seit 2003 Tradition!

 

Mit meinen Beiträgen will ich auch verhindern, dass Kandidaturen ehrlicher Bewerber durch interessierte Kreise mit unlauteren Mitteln kapputt gemacht werden. Ich habe im Jahr 2003 am eigenen Leib erleben müssen, zu was persönlich interessierte Kreise mit Hilfe ihrer Mitläufer fähig sind. Nur um ihre Macht und ihren Einfluss in die neue Ära hinüber zu retten.

 

Sie haben es auch damals geschafft. Ihr Favorit wurde mit immerhin vier Stimmen Vorsprung zum Bürgermeister gewählt. Sie selbst haben heute nichts mehr davon. Teilweise ruhen sie bereits hinter der Kirche. Andere sind in der kommunal-politischen Versenkung verschwunden. Alle gemeinsam hinterließen sie eine tief zerstrittene Dorfgemeinschaft mit einem Bürgermeister, der ohne deren unsägliche Umtriebe das Horbener Rathaus wohl niemals von innen gesehen hätte.

 

Darauf werde ich bei allen künftigen Wahlen vor allem achten: Sollte ich von ähnlichen Machenschaften wo auch immer erfahren, dann werde ich hier Ross und Reiter nennen! Wenn ich irgend etwas zur Unterbindung unfairer Machenschaften gegen seriöse Bewerbungen unternehmen kann, dann werde ich das ohne falsche Rücksichtnahme tun. Gewählt werden soll die am besten geeignete Person mit dem aus Sicht des Gemeinwohls besten Konzept! Zwielichtige Dunkelmänner und parteipolitisches Kalkül dürfen auch in kleinen Dörfern bei demokratischen Wahlen keine entscheidende Rolle mehr spielen!

 

Den oben geschriebenen Absatz habe ich eingefügt, weil ich aus Wittnau von ersten Kontaktaufnahmen mit dem Ziel einseitiger Unterstützung eines interessierten Bewerbers und gleichzeitiger Abschreckung anderer potentieller Kandidaten erfahren habe.

 

 

17.01.2018                                             Leimiweg: Ein vernünftiger Vorschlag!

 

In die seit Jahrzehnten schwelende Angelegenheit "Leimiweg" kommt offenbar Bewegung. Dieser Tage erlangte ich Kenntnis von einem Vorschlag, den einer der Beteiligten der Gemeinde und dem Nachbarn unterbreitet hatte. Dieser Vorschlag bedient nach meiner Wahrnehmung alle Interessen, um die es in diesem Streit geht. Er stellt aus meiner Sicht die einzige sinnvolle Lösung dar.

 

Zur Erinnerung: Seit alters her bestand die Zufahrt zur Villa Küchlin im Bohrer aus dem Weg, der talwärts über den Bach auf die Landstraße nach Freiburg führt. Die früheren Küchlin-Eigner wären wohl nie auf die Idee gekommen, den Leimiweg als Zufahrt zu ihrem Anwesen zu sehen. Dazu war dieses Sträßchen zu schmal und zu steil. Außerdem stellte die Fahrt über den Leimiweg einen beträchtlichen Umweg nach Freiburg dar. Der untere Leimiweg wurde früher lediglich als Zufahrt für die Bewirtschafter der Bachwiesen und als Wanderweg von Horben nach Freiburg genutzt.

 

Vor ca. 25 Jahren änderte sich die Sachlage. Die neuen Küchlin-Eigner rissen die inzwischen desolate Bachbrücke ab. Der Leimiweg wurde zur Sackgasse. Als Zufahrt nutzten sie jetzt den Leimiweg. Der führt über ein privates Nachbar-Grundstück. Auf dem ist ein Wegerecht zugunsten der Gemeinde im Grundbuch eingetragen. Dadurch sehen sich die Küchlin-Eigner berechtigt, das Grundstück ihres Nachbarn als ihre Zufahrt in Anspruch zu nehmen.

 

Vor mehreren Jahren wollte die Gemeinde den Weg befestigen und teeren. Dem widersetzte sich der Eigentümer des Weges. Das Recht der Gemeinde würde sich nicht auf den gesamten Verlauf des derzeitigen Weges erstrecken. Er verbot der Gemeinde, Baumaßnahmen auf einem Teil des Weges durchzuführen. Die Verwaltungsgerichte gaben ihm in mehreren Instanzen recht.

 

Normalerweise wäre dieser Streit einfach aufzulösen: Man würde nachsehen, was dazu im Grundbuch steht. Dort müßte eigentlich alles stehen, was zum Nachweis eines Rechtes erforderlich ist. Nicht so in Horben. Dem fraglichen Grundbuch-Eintrag war eine Karte beigegeben, auf der Verlauf und Umfang des Rechtes genau eingetragen sind Diese Karte ist aber irgendwann aus dem Grundbuch verschwunden.

 

Wie ein derartiges Dokument aus einem Grundbuch verschwinden kann, ist sowohl Juristen als auch Beteiligten unerklärlich. Ich selbst und so gut wie alle anderen Insider haben zu diesem Vorgang eine ganz bestimmte Meinung, die sich aber wohl nicht mehr beweisen läßt. Darum will ich hier nicht darauf eingehen. Interessant in dem Zusammenhang jedoch ist auch das Verhalten der Gemeinde. Nachdem der Verlust der Karte bekannt wurde, wäre es aus meiner Sicht Aufgabe des Bürgermeisters gewesen,  die Karte zu rekonstruieren. Doch von dieser Seite kam viel zu lange nichts. Man ließ die Beteiligten einfach streiten.

 

Erst als das vermeintliche Recht der Gemeinde tangiert wurde, begann die Gemeinde sich zu interessieren. Angeblich haben Bürgermeister und Hauptamtsleiter tage- und wochenlang erfolglos nach dem verschwundenen Dokument gesucht. Warum man im Rathaus Horben jetzt auf einmal so aktiv wurde, ist aus meiner Sicht ein weiteres Mysterium. Die Gemeinde hätte nämlich vom Ausbau der Sackgasse keinerlei Vorteile. Sie besitzt dort keine Grundstücke. Der Weg hat seit dem Abbruch der Brücke für die Gemeinde keinen Nutzen.

 

Lediglich die Familie des Herrn Baron hätte Vorteile. Doch sie hat die Sackgassen-Situation selbst herbeigeführt. Daher soll sie aus meiner Sicht sehen, wie sie ihre Zufahrt einrichten kann. Die notwendigen Flächen dazu talwärts stehen in ihrem Eigentum. Im Interesse der Gemeinde wäre es, wenn die Brücke wieder hergestellt würde. Doch davon ist in dem Verfahren nicht die Rede. Es geht nach meiner Wahrnehmung einzig hauptsächlich darum, den Eigentümern der Villa eine Zufahrt über fremdes Eigentum zu erstreiten. Ein öffentliches Interesse kann ich in dem Vorgang beim besten Willen nicht erkennen.

 

Das durch den Bürgermeister vorgebrachte Argument der notwendigen Rechtssicherheit halte ich für absolut abwegig. Die könnte man einfacher und billiger haben: Man müßte nur auf das nicht beweisbare und darüber hinaus völlig nutzlose Recht verzichten. Dann wäre die Gemeinde alle Pflichten und Kosten los. Statt dessen treibt man den Streit jetzt weiter. Nachdem die Gemeinde in mehreren Instanzen beim Verwaltungsgericht unterlegen war, versucht man es jetzt vor dem Landgericht.

 

Der beklagte Eigentümer macht jetzt einen aus meiner Sicht sehr sinnvollen Vorschlag: Im Zuge des geplanten Dammbaues im Bohrer könnte die Brücke über den Bach und ein Weg zur Villa wieder hergestellt werden. Je nach Verlauf des Dammes an anderer Stelle wie früher. Teilweise auch über ein Grundstück der Beklagten. Der Damm muss sowieso über den Bach hinaus gebaut werden. Die Stadt muss so oder so eine Brücke bauen. Diese Brücke oder gar die Dammkrone könnte als Verlängerung des Leimiweges zur Landstraße im Bohrer genutzt werden. Die Küchlin-Eigner hätten eine sehr viel bessere Zufahrt als jetzt. Die beklagten Nachbarn hätten ihre Ruhe. Die Gemeinde hätte endlich einen Nutzen von dem Recht. Dem Dorffrieden wäre gedient.

 

Der beklagte Eigentümer Herr Nikolaus Dick hat diesen Vorschlag an den klagenden Nachbarn und an die Gemeinde gerichtet. Allen Gemeinderäten wurde eine Abschrift zugeleitet. Auch ich wurde direkt durch Herrn Dick informiert. Ich sehe die Gemeinde jetzt in der Pflicht, diesen aus meiner Sicht einzig zielführenden Vorschlag ernsthaft zu prüfen. 

 

 

14.01.2018                                                      Ich rege mich auf!

 

Nachdem ich gestern Gelegenheit hatte, den Inhalt der Sondierungsvereinbarung zwischen Union und SPD genauer zu lesen, kann ich den Unterhändlern von CDU/CSU nur ein ganz dickes Kompliment aussprechen: Sie haben sich auf der ganzen Linie durchgesetzt! Sie haben ihre dümmliche Obergrenze, sie setzen den Familiennachzug für Flüchtlinge aus. Die Reichen werden geschont. Was von den Kernforderungen der SPD drin steht, ist so unkonkret, dass sie jederzeit so oder so ausgelegt werden können. Herzlichen Glückwunsch an Merkel. Sie haben ihr Schoßhündchen wieder zurück in der Regierung!

 

Das Sondierungsergebnis zeigt ganz deutlich, warum die SPD bei 20% steht: Mit diesem politisch unfähigen Personal kann nichts herauskommen! Zuerst dieser Hype um den abgehalfterten Europa-Politiker Schulz. Mit 100 % zum Partei-Vorsitzenden und zum Kanzlerkandidaten gewählt und dann nach einem haarsträubenden Wahlkampf bei 20% gelandet! Jede andere Partei hätte einen solchen politischen Versager umgehend in die Wüste geschickt.

 

Dann machen er und Nahles und Co. noch auf dicke Hose: Ab heute ist die GroKo beendet! Ab sofort wird in Deutschland wieder Opposition gemacht! Nahles will der Union sogar politisch "in die Fresse hauen"!  "Bätschi!" Dann ergibt sich doch noch einmal eine Chance, mitregieren zu dürfen Die SPD läßt diese großmäuligen Versager auch noch die Sondierungsgespräche führen. Entsprechend ist das Ergebnis!

 

Während die SPD-Parteispitze jetzt durch die Lande tingelt, um die Basis zur Zustimmung zu den Vereinbarungen zu überreden, dreht die CSU nun völlig durch: Die SPD-Basis habe hier zuzustimmen!. Das Ergebnis sei nicht mehr verhandelbar. So wie darin beschrieben müsse auch ein Koalitionsvertrag aussehen. Und so müsse künftig auch regiert werden.

 

Hier dazu ein bezeichnender Beitrag:

 

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_83045318/dobrindt-fordert-schulz-zum-ende-des-zwergenaufstands-auf-.html

 

Die SPD läßt sich dies alles bieten! Keine Zurückweisung der Einmischung in innere Angelegenheiten der SPD. Kein Wort dazu, dass Sondierungsergebnisse ja nur die Grundlage von Koalitionsvereinbarungen sein sollten. Dobrindt und Söder sehen den berechtigten Unmut weiter Teile der SPD als Zwergenaufstand!! Das sei bereits ein Koalitionsvertrag. Da gäbe es nichts nachzuverhandeln! Eine Tonlage wie von Herren zum Gesinde!

 

Die Oberen der SPD rasen derweil durchs Land und heischen um Zustimmung. Sie wissen genau, dass sie bei einer Ablehnung der vorliegenden Papiere persönlich endgültig "fertig" haben. Schon allein deshalb sollten die Delegierten des Parteitages die Vereinbarung ablehnen! Mit diesem Führungspersonal wird die SPD nämlich sehr bald hinter die Wahlergebnisse der AfD zurück fallen. Schickt Schulz, Gabriel, Stegner, Nahles....  endlich in die Wüste. Erst dann kann der überfällige Erneuerungsprozess wirklich beginnen. In der Opposition. Zum Regieren taugt des derzeitige Personal nämlich bei weitem nicht!

 

Ich bin deraßen sauer auf meine ehemalige Partei! Wenn ich nicht schon länger mein Parteibuch zurückgegeben hätte: Noch heute würde ich es in den Ofen werfen!

 

13.01.2018                                                       Ich habe es satt!

 

Nach einem einwöchigen sattsam bekannten Ritual ist endlich geschehen, was auf jeden Fall geschehen musste: CDU/CSU und SPD einigten sich darauf, Verhandlungen über die Fortführung der Großen Koalition aufzunehmen. Die Sondierungsgespräche hätten nach den Aussagen der Unterhändler ergeben, dass man sich über die Inhalte soweit einig ist, dass weitere Gespräche sinnvoll erscheinen. Jetzt muss nur noch ein SPD-Parteitag zustimmen. Danach kann es langsam losgehen mit dem ernsthaften  Geschacher um Posten und Pöstchen.

 

Drei völlig übermüdete Gestalten verkündeten das Ergebnis gestern morgen vor der Presse. Alle sind sie sehr zufrieden oder gar hochzufrieden. Alle tun so, als ob sie knallhart für die Zukunft unseres Landes gekämpft hätten. Jede und jeder versucht sich als Sieger der Sondierungen darzustellen. Dabei sind sie als Wahlverlierer alle drei die politischen Looser des Jahres.

 

Mir persönlich geht es weniger darum ob die Regierungsparteien jetzt SPD und Union heißen oder ob andere Parteien an der Regierung sind. Die Programme taugen nach meiner Wahrnehmung eh nur noch für den Wahlkampf. Nach der Wahl werden sie eingestampft und vergessen. "Was kümmert uns unser Geschwätz von gestern! Jetzt wird wieder vier Jahre Politik gemacht. Und zwar so, wie es uns in den Kram passt! Vor der nächsten Wahl schauen wir dann, was die Menschen so denken und wollen. Genau das versprechen wir ihnen dann!"

 

Wie armselig standen Merkel, Schulz und Seehofer gestern vor den Medien auf dem Podium! Politisch geschlagene Leute am Ende ihrer Karriere! Die sich auf Gedeih und Verderb irgendwie einigen mussten. Nicht zum Wohl des Landes. Da hätte es nach meiner Wahrnehmung bessere Möglichkeiten gegeben als diese krampfhafte Heuchelei! Die drei genannten Personen kämpften vor allem um ihr eigenes politisches Überleben! 

 

Vorwiegend darum wurde eine Vereinbarung zusammengeschustert, die bei fast allen bisher strittigen Punkten schwammig und unkonkret gehalten ist. Für jeden musste etwas dabei sein, das er seiner Partei als sensationellen Erfolg persönlicher Politkunst verkaufen kann:

 

Seehofer bekommt seine Obergrenze. Damit kann er sich in München wieder sehen lassen. Von allem anderen jeweils ein bißchen. Etwas mehr Rente, ein paar Abstriche beim Familiennachzug, Abschaffung des Soli für einige dafür keine Erhöhung des Spitzensteuersatzes, etwas weniger Glyphosat, ein paar Sozialwohnungen mehr und so weiter. Alle rennen nun durchs Land und verkaufen uns diese unausgegorenen Nicht-Ergebnisse als ihren großen politischen Erfolg.

 

Inzwischen wurden Umfragen bekannt, nach denen eine große Mehrheit der Bürger im Land eine erneute GroKo ablehnt. Auch bei den Mitgliedern von Union und SPD wird eine solche Koalition als keine gute Lösung gesehen. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass bei den strittigen Fragen kaum Unterschiede bei Anhängern von Union und SPD zu erkennen sind. Weite Teile der Union würden die Positionen der SPD mittragen und umgekehrt. 

 

Dies führt mich zu der Frage, wo denn dann die Probleme eigentlich liegen? Wenn sogar die Mitglieder der Parteien wesentliche Inhalte der anderen Parteinen akzeptieren oder sogar selber vertreten könnten? Warum will dann eine Mehrheit aller Menschen im Land keine Große Koalition mehr in Berlin haben?

 

Nach meiner Wahrnehmung liegt es an den führenden Personen auf beiden Seiten! Hier sind so viele persönlichen Interessen im Spiel, dass es denen gar nicht mehr allein um das Wohl des Landes gehen kann! Merkel will nicht als Geschlagene abtreten. Sie will das Ende ihrer Ära selbst bestimmen. Und womöglich in der EU oder in der UNO neue hochkarätige Positionen erobern. Das kann sie nur aus der Position als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland heraus.

 

Seehofer wurde in München als Ministerpräsident quasi rausgeworfen. Als Ersatz braucht er in Berlin wieder ein Ministeramt. Schulz würde ohne Ministeramt in einer GroKo völlig in der Bedeutungslosigkeit versinken. In Brüssel schmählich rausgeflogen, in der SPD kläglich gescheitert: Martin Schulz könnte vielleicht im heimischen Würselen wieder einen Buchladen eröffnen. Als Politiker wäre er jedoch endgültig erledigt. Gerade er braucht ganz dringend einen Posten als Minister.

 

Die Menschen im Land wissen das. Sie spüren, dass sie manipuliert und überredet werden sollen. Sie haben sich jedoch an den Gesichtern der politisch handelnden Personen satt gesehen! Die einfältige Raute der Kanzlerin, die primitive Kraftmeierei von Seehofer, die überkippende Fistelstimme von Schulz, die griesgrämige Visage von Ralf Stegner:

 

Auch ich kann diese Politiker bald nicht mehr ertragen. Genausowenig wie Dobrindt, Altmeier, Kauder, Scheuer, Nahles, von der Leyen, Klöckner und wie sie alle heißen. Ich bin ganz sicher, dass nach einem rigorosen Austausch der Führungspersonen beider Parteien in ganz kurzer Zeit eine neue handlungsfähige Regierung eine Mehrheit im Land hinter sich bekäme.

 

Jetzt liegt es am Parteitag der SPD! Die Delegierten dort haben es jetzt in der Hand, mit diesem eigensüchtigen Personenkult aufzuräumen! Wenn dieses demokratsch bestimmte Gremium eine erneute Große Koalition ablehnt, dann ist das Thema wohl gestorben. Merkel, Seehofer und Schulz und ihre Mitläufer wären am Ende. Neue, unverbrauchte Köpfe würden das tun, was im Interesse des Landes liegt ohne Rücksicht auf etwaige frühere Verdienste einzelner Personen. Spätestens bei den dann unumgänglichen Neuwahlen würden die sich heute als unverzichtbar sehenden Figuren in der Versenkung verschwinden. 

 

Ich bin gespannt, ob meine ehemalige Partei die Kraft zur wirklichen Erneuerung nicht nur der SPD aufbringt! Die Angst vor einer noch stärkeren AfD sollte sie dabei nicht lähmen.. Ein Weiterwursteln mit den gleichen Personen wie bisher würde den Rechten nur immer noch mehr Wähler zutreiben!

 

 

12.01.2017                                                                  Reaktion:

 

Auf meinen gestrigen Bericht über Roman Rees aus Hofsgrund (siehe unten: "Einer aus der Region") ging eine aus meiner Sicht etwas seltsame Reaktion bei mir ein: Ein Mensch aus Horben mit dem Nachnamen Rees verbittet sich, dass ich mich mit der Herkunft seines Nachnamens beschäftige. Die Person fühlt sich herabgewürdigt, weil ich erwähnt hatte, dass die "Rees" hier  in der Gegemd im 17. Jahrhundert aus Vorarlberg in die Bergbau-Region Schauinsland eingewandert sind und dass frühere Rees- Generationen sich ihren Unterhalt im Bergbau verdient hätten.

 

Dazu will ich sagen, dass ich an meinem Bericht absolut nichts Negatives finden kann. Zu der Zeit sind auch andere heute als alt-eingesessen geltende Familien in unsere Gegend eingewandert. Auch der Urvater des Namens Buttenmüller kam zu der Zeit in unsere Region. Er soll Viehhändler in der Gegend von Heilbronn gewesen sein. Dort hatte er Probleme mit dort lebenden Bauern. Es ging wohl um säumige Zahlungen.

 

Urahn Buttenmüller zog es aus Sicherheitsgründen vor, seine Zelte dort abzubrechen und nach hier in den Süden zu emigrieren. Nach Stationen in der Ortenau kam ein Ableger der Sippe ebenfalls nach Hofsgrund. Auch er arbeitete als Bergmann und als  Köhler. Sohn Johann Peter Buttenmüller betätigte sich ebenfalls als Viehhändler. In diesem Zusammenhang kam er auch nach Horben ins Katzental auf den "Inneren Steckenbühlhof". Er heiratete die einzige Tochter des Bauern. Ende des 17. Jahrhunderts baute er den in den Spanischen Erbfolge-Kriegen beschädigten Hof wieder neu auf.

 

Seither heißt der innere Steckenbühlhof Hans-Peter-Hof. Eben nach dem Erbauer Johann-Peter Buttenmüller. Auf diesem Hof lebt die Familie Buttenmüller noch heute. Eigentümer ist Markus Buttenmüller. Der vor rund 85 Jahren vom Hans-Peter-Hof abgetrennte Neuhof ist im Eigentum von Rudolf Buttenmüller. Ableger vom Hans-Peterhof besaßen später den Vorderen Eckhof im Münzenried und sind heute noch Eigentümer des Merkerhofes in Langackern und des Stöckenhofes in Wittnau. Alle Buttenmüller im Raum Hexental stammen von dem umtriebigen Viehhändler und Bergarbeiter ab.

 

Mit dem Namen Rees habe ich mich ebenfalls intensiv beschäftigt. Und zwar deshalb, weil ich auch Nachfahre dieser Sippe bin. Der erste Rees in Horben saß auf dem Reeslehof in Langackern. Der Anhang Rees"le" deutet darauf hin, dass der Bauer klein an Statur gewesen sein könnte. Ich kannte noch den letzten blutsverwandten Reeslehof-Bauern Josef Rees. Dessen Adoptiv-Sohn Horst Rees lebt als unverheirateter Altbauer noch auf dem Hof. Horst hat den Hof vor Jahrzehnten an Heinrich Lebtig übergeben.

 

Josef Rees vom Reeslehof heiratete um 1700 in den Ringli-Hof ein. Der vormalige Besitzer Hans Ringli hatte nur Töchter. Johann Rees vom Ringlihof kaufte um 1800 den Vorderen Eckhof. Ludwig Rees vom Eckhof erwarb um 1830 zunächst das Anwesen Eduartshöhe ( heute s`Wießlers") im Münzenried und später den Ignaz-Hof im Dorf. Mein Großvater Franz Rees war wiederum ein Ableger vom Ignazhof. Meine Mutter war eine geborene Rees.

 

Auch väterlicherseits bin ich mit den Rees verwandt. Meine Großmutter Maria geb. Rees stammte von der "Leime" (heute im Eigentum der Familie Reinhard). Meine Urgroßmutter Maria geb. Rees stammte vom Ringlihof. Ich hatte also allen Grund, mich bei der Bearbeitung meiner Familiengeschichte mit dem Namen Rees zu beschäftigen.

 

Dass da auch ein paar unrühmliche Vorgänge ans Licht kamen, ist eine andere Sache. Doch diese haben mit den Rees auf dem Schauinsland absolut nichts zu tun. Ich habe mich hauptsächlich mit den Horbener Rees beschäftigt. Lediglich die Herkunft zuerst von Tirol nach Vorarlberg und von dort nach Hofsgrund und weiter nach Horben interessierte mich dabei.

 

Deshalb gab es für mich gestern überhaupt keinen Grund, auch solche Begebenheiten im Zusammenhang mit Roman Rees zu erwähnen. Darauf werde ich zum gegebenen Zeitpunkt mit anderem Bezug vielleicht noch zurückkommen.

 

Ich sehe die agressive Reaktion gestern als dümmlich und abwegig an.  

 

 

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11.01.2018                        Einer aus unserer Region!

 

Die Sensation gestern im Biathlon-Sport in Ruhpolding: Roman Rees aus Hofsgrund startete als Letzter der über 100 Läufer. Niemand rechnete damit, dass der junge Schwarzwälder noch in die Spitzengruppe hinein laufen könnte. Zum einen gilt er noch als Lehrling, der bisher stets unter "ferner liefen" im Ziel eingekommen war. Zum andern scheinen die deutschen Biathleten derzeit nicht so gut in Form zu sein.

 

Doch Roman Rees belehrte die Zweifler eines Besseren! Er lief wie der Teufel und schoß viermal fehlerlos auf die Scheiben. Mit dieser Leistung katapultierte er sich so weit nach vorn, dass er die Olympia-Qualifikation auch noch gleich klar machte!

 

Roman Rees entstammt einer alt-eingesessenen Hofsgrunder Familie. Die Vorfahren der Rees waren im 16. Jahrhundert in die im 30-Jährigen Krieg entvölkerte Region am Schauinsland eingewandert. Die Sippe stammte aus der Region Vorarlberg. Die

ersten Rees verdienten sich ihren Lebensunterhalt über Generationen im Bergbau. Noch heute ist dieser Name in Hofsgrund, Horben, Münstertal, Kappel weit verbreitet.

 

Roman Rees ist der Sohn von Anneliese und Norbert Rees aus dem Oberrieder Ortsteil Hofsgrund. Der Großvater Erwin Rees war Zimmermeister und betrieb über viele Jahrzehnte hinweg das Sportgeschäft Rees in Hofsgrund.

 

Vater Norbert Rees erkannte schon sehr früh das große Talent des kleinen Roman. Bereits vor vielen Jahren soll der Vater öffentlich seine felsenfeste Überzeugung geäußert haben, dass sein Sohn später als Wintersportler an den Olympischen Spielen teilnehmen werde. Für diese Aussage wurde Norbert Rees des öfteren belächelt. Doch der ließ sich nicht beirren. Er förderte die Entwicklung seines Sohnes wo er nur konnte. Zu dieser tollen Entwicklung hat sicher auch die räumliche Nähe des Wohnortes Hofsgrund zu dem Biathlon-Stützpunkt am Notschrei beigetragen.

 

Gestern hat Roman Rees die feste Überzeugung seines Vaters eindrucksvoll bestätigt: Er wird im koreanischen Pjöngjang an den Olympischen Spielen teilnehmen! Dazu auch von meiner Seite meinen ganz herzlichen Glückwunsch von Horben über den Berg nach Hofsgrund! Die ganze Region wird im Februar vor dem Fernseh-Gerät sitzen und "ihrem" Roman die Daumen drücken!

 

 

9.01.2017        Schöne Aktion der Narrenzunft Haibraingeister Horben:

 

Gestern morgen fand ich in meinem Briefkasten einen relativ dicken Umschlag. "Schon wieder eine Rechnung" war mein erster Gedanke. Doch es war ein Brief der Narrenzunft Haibraingeister Horben. Ein Schreiben an alle passiven Mitglieder. Darin werden die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Jahr noch einmal dargestellt. An den Anfang ist ein nachdenkliches Gedicht gestellt. Verfasserin war Elisabeth Gothe, die Mutter von Johann Wolfgang von Goethe. Ein Rezept für ein gelingendes gutes neues Jahr. Sehr interessant! Ich wusste bisher nicht, dass Goethes Mutter ebenfalls als Schriftstellerin tätig war. Aber irgendwo her muss der kleine Johann Wolfgang sein Talent ja geerbt haben!

 

Als Beilage noch eine Aufstellung der Termine, die in der bevorstehenden Kampagne absolviert werden sollen. Ein ambitioniertes Programm!  An neun Veranstaltungen in Herbolzheim, Hartheim, Bollschweil, Gundelfingen, Breitnau, Binzen, Kirchzarten werden sich die Haibraingeister präsentieren. Dazu kommt noch die eigene Veranstaltung am Schmutzige Dunschdig und die Teilnahme am Fasnettanz des Musikvereins Horben. Da werden die Recken froh sein, wenn nach der Buurefasnet in Neuenweg die letzte Klappe der diesjährigen Kampagne gefallen ist.

 

Beeindruckend auch die Aktivitäten unter dem Jahr. Mir fällt auf, dass neben dem Oktoberfest und anderen Aktivitäten sehr viel mit Kindern und Jugendlichen unternomen wird. Der "Narresome" hat im Verein einen hohen Stellenwert. Dabei habe ich noch nie gehört, dass Mitglieder der Horbener Zunft bei auswärtigen Auftritten übermäßig über die Stränge geschlagen hätten. Frohsinn und Brauchtum ja, auch mal ein Gläschen mehr als unter der Zeit. Aber von negativen Auswüchsen durch Horbener Narren ist mir nichts bekannt. Die Haibraingeister repräsentieren ihr Dorf bei ihren Auftritten auswärts in angenehmer Weise.

 

Ich habe viele Jahre in Merdingen und Gottenheim gelebt. Zwei der aktivsten Hochburgen fasnächtlichen Brauchtums. Wenn ich den Bericht unserer Zunft lese, dann müssen sich die Horbener Narren vor den Zünften dort absolut nicht verstecken. Dies ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil zum einen Horben nur halb so groß ist wie die genannten Gemeinden. Zum andern umfasst die Narrenzunft Haibraingeister nur knapp 80 Mitglieder. Sie sind wohl neben dem Tauziehclub der kleinste Verein in unserer Gemeinde. Angesichts dieser Tatsache ist die hohe Aktivität besonders hervorzuheben.

 

Ich selbst habe mit Fasnacht eigentlich nur wenig am Hut. Dennoch bin ich seit fast zwei Jahrzehnten passives Mitglied der Zunft. Nicht wegen des Remmi-Demmis. Sondern weil die Haibraingeister ein großer Aktiv-Posten im Gemeindeleben und ein wichtiger  Baustein der Horbener Jugendarbeit ist.

 

Eben als Passiv-Mitglied habe ich mich über die Info der Haibraingeister sehr gefreut. Die Zunft zeigt damit, dass ihr die passiven Mitglieder auch wichtig sind. Ich bin nach wie vor Mitglied in siebzehn Vereinen und Organisationen. Nicht nur in Horben. Bei einigen Vereinen habe ich als Passiver das Gefühl, man wird nur noch als Beitragszahler wahrgenommen. Oftmals ist die einzige Verbindung noch die alljährliche Beitrags-Abbuchung. Allenfalls flattern noch Einladungen zu mehr oder weniger kommerziellen Veranstaltungen ins Haus.

 

Die Narrenzunft Haibraingeister Horben zeigt mit ihrer Aktion, dass sie auch die passiven Mitglieder als Teil der Vereinsfamilie ansieht. Vielen Dank dafür!

 

06.01.2018                                        Die Mehrheit in Deutschland denkt rechts?!

 

Die CSU in Deutschland allen voran ihr unsäglicher Protagonist Dobrindt gehen derzeit mit der Behauptung hausieren, dass die Mehrheit in Deutschland rechts denkt. Diese Mehrheit werde jedoch von einer linken Minderheit dominiert und bevormundet. Die CSU will dieser Mehrheit jetzt zu ihrem Recht verhelfen.

 

Ich halte die CSU seit jeher für eine Hinterwäldler-Partei. Angefangen von Strauß und Zimmermann bis in unsere Tage zu Stoiber, Seehofer, Dobrindt, Scheuer, Söder verbinde ich mit bayrischer Politik nicht viel mehr als halbstarkes Fingerhakeln, mafiöse Amigo-Mentalität und engstirnig-bräsige Überheblichkeit. Wenn Deutschland einst als Land der Dichter und Denker gesehen wurde: Bayrische Politiker können zu diesem guten Ruf nicht sehr viel beigetragen haben. Ausnahmen mögen auch hier die Regel nur bestätigen.

 

Doch mit ihrer eingangs zitierten Meinung hat die CSU recht! Auch nach meiner Beobachtung steht die Mehrheit im Land rechts! Das bestätigen bereits die Wahlergebnisse: Die rechts der Mitte stehenden Parteien Union, FDP und AfD hätten im Bundestag eine satte Mehrheit. Ohne Ausgrenzung der AfD wäre die Bildung einer Regierung in Berlin überhaupt kein Problem. Dass man mit der derzeitigen AfD nicht koalieren kann, ist zum Glück Konsens. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass 60% der Wähler rechts gewählt haben.

 

Ich bin überzeugt, dass es auch bei den Grünen und in der SPD konservative und rechtsgerichtete Strömungen gibt. Bei einem Volksentscheid etwa über die Flüchtlingspolitik oder über Europa gäbe es für die derzeitige Richtung keine Zustimmung. Die Mehrheit der Deutschen ist nach meiner Meinung konservativ und traditionell. Fremdem gegenüber distanziert und reserviert. Dem Neuen gegenüber mißtrauisch und abwehrend. 

 

Diese Haltung begegnet mir überwiegend in meinem Umfeld und ich finde sie in ganz vielen Bereichen auch bei mir selbst. Wer etwas zu verteidigen hat, will es sichern und erhalten. Nur wer nichts zu verlieren hat kann von Umwälzungen profitieren. Die Mehrheit der Deutschen hat etwas zu verlieren: Wohlstand, Eigentum, Arbeitsplatz, Wohnung, Tradition und Ansehen. Das alles sieht die Mehrheit nach meiner Wahrnehmung durch Fremde und durch neue Entwicklungen bedroht.

 

Eine qualifizierte Minderheit sieht das anders. Sie sieht in einer globalsierten Welt ohne Grenzen, im Multi-Kulti, in einer Welt ohne Unterschiede, in der weitstgehenden Selbstverwirklichung eines jeden, einer Gesellschaft ohne Normen und Regeln das Paradies. Für sie ist Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt!

 

Diese Minderheit ist in der Regel überdurchschnittlich gebildet und beansprucht daher für sich das Meinungs-Monopol. Durch ihre überdurchschnittliche Bildung sind sie der Mehrheit rethorisch überlegen. Daher doniniert sie die Diskussionen auf allen Ebenen. Und sie ist in sich geschlossener. Für Akademiker sind Menschen ohne Abitur in der Regel keine adäquaten Diskussionspartner. Die braucht man zwar um den Alltag in Gang zu halten. Aber bei der Gestaltung der Welt will man unter sich bleiben. Man hält es für vergebliche Liebesmüh, Grethy und Bleedy die Zusammenhänge zu erklären. Die würden es ja doch nicht verstehen.

 

Diese Haltung der sogenannten Eliten ist für mich der Grund, warum sich die Mehrheit der Menschen im Land von der Politik nicht mehr vertreten fühlt. Etablierte Bildungsbürger haben in der Regel wenig Ahnung vom Alltag der Mehrheit. Sie müssen nicht um eine bezahlbare Wohnung kämpfen, ihr Arbeitspaltz ist meist nicht in Gefahr, sie müssen nicht zusehen, wie sie mit beschränkten Mitteln einigermaßen über die Runden kommen. Sie haben Zugang zu Informationen und sie verfügen über Beziehungen. Sie sind in der Regel gut erzogen und wurden früh an Bildung herangeführt und gefördert. 

 

Diese Minderheit kann sich also voll auf das Große Ganze konzentrieren. Daher wird die Distanz zur Mehrheit immer größer. Die Welt wird gleichzeitig immer komplizierter. Um alles wirklich zu verstehen, benötigt man Zugang zu Informationen und vor allem auch Zeit, um diese Informationen zu nutzen. Diese Resoucen sind bei der Mehrheit beschränkt. Ihr Wissen bleibt zu oft an der Oberfläche. Die Hintergründe bleiben ihr verborgen.

 

Das macht die Mehrheit anfällig für billige und griffige Parolen. Aus Mangel an Zeit und Interesse lesen viele Leute nur die Überschriften. Je kürzer und griffiger die sind, um so mehr identifizieren sich Menschen mit ihnen. Auf die Inhalte kommt es oft  gar nicht mehr an. Darauf begründet sich der Erfolg der Bildzeitung genauso wie der Aufstieg der AfD. Der Durchschnittsbürger empört sich über einen Flüchtling, der unserer Gesellschaft auf der Tasche liegt und womöglich straffällig wird. Dann blättert man weiter zum Sport und wirft noch einen Blick auf das fast nackte Coover-Girl. Das wars dann oft mit Information und Bildung. Warum was wie ist und welche Alternativen es gäbe interessiert zu viele Mnschen nicht.

 

Jetzt kommt mein Dilemma. Für wen soll man Politik machen? Für die Mehrheit, die viele Zusammenhänge nicht versteht und sie auch nicht wirklich verstehen will? Oder soll die Politik auf die gebildete, aufgeklärte Minderheit hören? Auf Menschen, die über den Tag hinaus denken? Die sich nicht so sehr um das Heute sorgen müssen, die aber bereits das Morgen im Blick haben? Die den Überblick haben und eine Vorstellung davon, wohin die Reise geht und wie die Zukunft gestaltet werden kann?

 

Um Mißverständnisse zu vermeiden: Ich zähle mich selbst durchaus zu dieser Mehrheit! Mir ist bewusst, dass ich nicht den ganz großen Überblick habe. Ich habe lange genung in einer Universitäts-Einrichtung gearbeitet um zu wissen, dass ein Professor nicht zufällig ein solcher ist. Mir ist sehr bewusst, dass ich auf die ernsthaften Gebildeten auch hören sollte. Ich vertraue in vielen Bereichen darauf, dass die Wissenschaft die notwendigen Lösungen zur rechten Zeit erarbeiten wird.

 

Doch ich halte es für falsch, wenn diese Elite der weniger gebildeten Mehrheit ihre Meinung einfach überstülpen will. Nicht einfach verächtlich abwinkt, wenn ein nicht akademisch Gebildeter auch mitreden will. Ich sehe bei der Spitze die Pflicht, die Dinge allgemeinverständlich umfassend zu erklären! Auch sie stehen auf den Schultern anderer in einer Pyramide, die unter ihnen jederzeit wegbrechen kann. Ohne die unter ihnen Stehenden hätten auch die Oberen keine Chance. Die Lahmen müssen die Blinden tragen. Dann kommen beide voran. Allein stünde jeder für sich auf verlorem Posten.

 

CSU und AfD blenden aus, dass die Gesellschaft ein Ganzes ist. Dass alle miteinander verbunden und auf einander angewiesen sind. Sie buhlen ausschließlich um die Mehrheit. In dem Wissen, dass sie bei der aufgeklärten Schicht keine Chance haben. Deshalb sind nach meiner Wahrnehmung sowohl CSU und als auch AfD billige Populisten. Sie sagen und fordern nur das, was die Mehrheit hören will. Unbequeme oder anstrengende Wahrheiten und Notwendigkeiten werden unterschlagen. Populisten spalten die Gesellschaft, statt sie zusammen zu führen.

 

AfD Und CSU sehe ich als die "politische Bildzeitung" an! Für jeden eine Parole aber keine zielführenden Lösungen!!

 

 

05.01.2017                                         Service-orientierte Handwerker - es gibt sie noch!

 

Sie haben als Hausbesitzer ein Problem? In Ihrem Haus ist eine Reparatur fällig? Nichts großes, ist schnell erledigt, kostet auch nicht so viel? Sollte aber dringend schnell gemacht werden?

 

Dann haben Sie heutzutage sehr oft wirklich ein Problem! Kompetente und seriöse Handwerker zu bekommen, ist heute ziemlich schwierig. Die Baubranche freut sich über eine selten erlebte Hochkonjunktur. Historisch günstige Zinsen und der Druck auf dem Wohnungsmarkt haben einen Bauboom ausgelöst, der die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe anschwellen läßt. Obwohl alle am Anschlag arbeiten, sind in aller Regel längere Wartezeiten in Kauf zu nehmen.

 

Dazu kommt der Mangel an Fachkräften. Die Nachwuchsrekrutierung im Handwerk ist schwierig. Deutsche Lehrlinge sind auf den Baustellen immer seltener zu finden. Körperliche Arbeit im Freien ist für die meisten jungen Leute heutzutage wenig attraktiv. Man geht heute zur Schule und dann ab in eine Tätigkeit, bei der man nicht schmutzig und wenn`s geht auch nicht übermäßig müde wird. Wer heute auf eine Baustelle kommt, der trifft in der Mehrzahl Arbeitskräfte aus Osteuropa und vom Balkan an.

 

Handwerksbetriebe können sich die Aufträge derzeit aussuchen. Das verführt auch so manchen Handwerker zu Überheblichkeit. Kunden klagen über Ungeduld und unfreundliche Ansprache bereits am Telefon. Beschwerden über nicht eingehaltene Termine, schluddrige Arbeit und sehr oft auch über zu hohe Rechnungen hört man immer wieder.

 

Ich selbst bin mit meinen Dienstleistern in aller Regel sehr zufrieden. Wenn immer es geht, arbeite ich mit Horbener Unternehmen zusammen. Ob es Eugen Schneider im Sanitärbereich ist oder Andreas Klassen als Elektriker oder früher auch Christian Rasquin für die Heizung oder Wolfgang Zimmermann für Pflaster- und Erdarbeiten: Wenn immer ich ein Problem habe, wird mir bereitwillig, kompetent und auch preisgünstig geholfen. Und ohne die Dienstleister um Josef Steffi wäre ich mit meinen zwei linken Händen schon längst aufgeschmissen. Er ist in aller Regel mein erster Ansprechpartner. Wenn er selbst etwas nicht machen kann, dann hat er zumindest eine oft auch unorthodoxe Idee und eine Adresse, an die ich mich wenden kann.

 

Dieses Jahr habe ich darüber hinaus zwei weitere Firmen hier aus der Region kennengelernt, denen Kundenfreundlichkeit und Service noch etwas bedeutet. Mit beiden Firmen hatte ich vorher noch nie etwas zu tun und in beiden Fällen war es äußerst dringend. Und jedesmal wurde mir umgehend und sachkundig geholfen ohne dass man meine Not bei der Rechnungsstellung ausgenützt hätte:

 

 

Anfang Oktober war es erstmals kalt und ich musste meine Ölheizung in Betrieb nehmen. Es klappte alles ganz prima, die Heizkörper wurden schnell und vollständig warm. Zwei Stunden später klingelte ein Mieter Sturm bei mir: Im Heizraum würde es brennen! Der ganze Flur war verqualmt. Ich stürzte hinunter und schaltete den Sicherheitsschalter aus. Flammen waren keine zu sehen. Doch alles war verrußt und verqualmt.

 

Was tun? Rasquin war nicht greifbar. Er arbeitet heute überwiegend in der Schweiz. Warten konnte ich nicht. Also rief ich die Firma Sachsenheimer in Merzhausen an. Die Dame am Telefon war sehr freundlich. Nachdem ich ihr mein Problem geschildert hatte, sagte sie mir ohne langes Drum-rum-Gerede zu, dass sie jemanden schicken würde. Könne aber dauern. Die Monteure seien alle auf den Baustellen. Doch auf jeden Fall würde heute noch jemand kommen.

 

Da war es 15.00 h. Um halb fünf fuhr das Service-Fahrzeug der Fa. Sachsenheimer vor. Ein freundlicher Mann, das richtige Werkzeug und das passende Ersatzteil dabei: In 20 Minuten lief meine Heizung wieder bis heute ohne Probleme. Eine Woche später kam der Mann noch einmal, um nachzuschauen und um die Heizung optimal einzustellen. Erst dann kam die Rechnung in einer absolut angemessenen Höhe.

 

Gestern dann das zweite positive Erlebnis: Ich hatte Ihnen gestern berichtet, dass mir der Sturm zwei Löcher ins Dach meiner Scheune gerissen hatte. In einer Höhe, die mich bereits beim Hochschauen schwindlig werden ließ. Für mich persönlich absolut unmöglich, da hinauf zu klettern. Ich wollte auch Josef Steffi nicht dazu veranlassen, bei dem noch immer herrschenden Sturm da hinauf zu klettern. Ihn brauche ich noch lange gesund und munter! Da musste ein Fachbetrieb mit entsprechender Ausrüstung her. Und zwar schnell. Die darunter liegenden Räume durften auf gar keinen Fall nass werden.

 

Also die Gelben Seiten! Bei den ersten Adressen wurde ich teilweise barsch abgewimmelt. Ich sei nicht der Einzige, der Sturmschaden habe. Ich müsse warten, bis man Zeit habe, nach Horben zu kommen. Mein dritter Anruf ging nach Sölden zum Dachdeckerbetrieb Heiko Riegger. Es dauerte einige Zeit, bis abgenommen wurde. Ich hatte nicht viel Hoffnung. Doch dann der Chef selbst am Apparat. Man habe Betriebsferien bis Montag. Er habe keinen Mitarbeiter zur Verfügung. Doch er werde sich jetzt selbst ins Fahrzeug setzen und schauen wie er mir helfen kann.

 

Zwanzig Minuten später stand Rieggers Kombi bei mir auf dem Hof. Herr Riegger schnappte sich die von mir bereitgestellte Dachleiter und die ebenfalls vorrätigen Ziegel und kletterte zwar vorsichtig aber doch zielstrebig auf das Dach. Nach einer halben Stunde war mein Dach wieder dicht!

 

Wohgemerkt: Ich war vorher noch niemals Kunde dieser Firma. Reich kann eine Firma mit solchen Aufträgen auch nicht werden. Herr Riegger hätte viele Gründe haben können, mich ebenfalls abzuwimmeln. Doch er kam sofort ohne sich zu zieren zu mir nach Horben und half mir in meiner bedrängten Situation.

 

Diese Einstellung finde ich ganz toll und es ist mir ein Bedürfnis, eine solche Haltung hier auch mal zu erwähnen! Und ich sehe mich meinerseits immer in der Pflicht, alle meine Handwerker auch pünktlich und vollständig zu bezahlen. Ich finde es schäbig, wenn jemand im Nachhinein verspätet oder gar nicht bezahlt, mit fadenscheinigen Begründungen Geld abzieht oder kleinlich an der Arbeit herum mäkelt. In berechtigten Fällen darf man reklamieren. Ansonsten ist der vereinbarte Preis zu entrichten.

 

Es wird soviel geschimpft über "die" Handwerker. Oftmals auch zu Recht. Doch es gibt auch die anderen. Und wenn der Bauboom vorbei sein wird, wird eine zufriedene Kundschaft diesen Firmen auch die Treue halten. Man wird sich an ihr heutiges Verhalten auch später noch dankbar erinnern.

 

 

03.01.2018                                            Christoph Bayers Diskussionsbeitrag:

 

Derzeit machen sich viele Leute Gedanken über die Zukunft unseres Staates. Die lange Dauer der Regierungsbildung macht die Menschen nervös und ungeduldig. Soll die SPD eine erneute GroKo eingehen? Soll sie sich in der Oppossition erneuern? Sind Neuwahlen der bessere Weg zu stabilen Verhältnissen? Oder soll Merkel eine Minderheitsregierung bilden?

 

Zu all dem wird viel gesagt und geschrieben. Vieles davon ist interessant, manches kann ich auch unterschreiben. Beileibe nicht alles! Gar manche Aussage ist aus meiner Sicht zumindest teilweise absoluter Nonsens!

 

Gestern nun war auf Facebook ein Beitrag des früheren SPD-Landtagsabgeordneten Christoph Bayer zu lesen. Ich kenne Herrn Bayer aus meiner Zeit als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hexental sehr gut. Ich war stets beeindruckt von seinem ernsthaften sachlichen Diskussionsstil und von seinem Überblick und seiner politischen Weitsicht..

 

Sein Spezialgebiet war Jugend und Bildung. Doch seine Palette umfasste den ganzen Bereich der Gesellschaftspolitik. Ich denke sehr  gerne an den Tag zurück, an dem ich für ihn einen Besuch auf einem Horbener Bauernhof vermitteln konnte. Ich sehe heute noch, wie tief er von der Diskussion mit den beiden anwesenden Horbener Landwirten beeindruckt war. Vor deren Arbeit in dieser Topografie und bei diesen Strukturen hatte er höchsten Respekt. 

 

Der Beitrag von Christoph Bayer auf Facebook war die beste Analyse,die ich bisher zum Zustand des Gemeinwesens gelesen habe. Er beschränkt sich nicht nur auf die Beschreibung des Dilemmas. Er zeigt auch Wege in die Zukunft auf. Nicht nur für die SPD und nicht nur für Deutschland. Für unsere gesamten westlichen Gesellschaften. Sein Beitrag bildet aus meiner Sicht die Grundlage einer umfassenden Diskussion.

 

Hier der Beitrag Christoph Bayers im Wortlaut:

 

Christoph Bayers Profilbild, Bild könnte enthalten: 1 Person, Nahaufnahme

 

 

Was ich meiner Partei, der SPD, in diesen Tagen wünsche:


Momentan scheint die Einschätzung, dass die SPD in einer Koalition unter Führung der CDU nur verlieren kann, unumstößlich zu sein. Willy Brandt hat das Gegenteil bewiesen. Warum sollte dies nicht auch in den Jahren des Niedergangs von Angela Merkel möglich sein. Ich glaube nicht, dass dieser Niedergang eine gesamte Legislaturperiode dauert und ich glaube nicht, dass sich Regierungsverantwortung und Parteierneuerung zwangsläufig ausschließen. SPD Politik erschöpft sich doch nicht in den Projekten, die aktuell mit einem Koalitionspartner verwirklicht werden können. Das ist Politik als die Kunst des momentan Möglichen. Alles andere ist einer selbstbewussten Partei vorbehalten. Wenn der von ihr proklamierte Erneuerungsprozess gelingen soll, müssen große programmatische Bögen geschlagen und neues Personal einbezogen werden. Nur so kann die viel geforderte „neue sozialdemokratische Erzählung“ entstehen.

 

Für diesen Doppel-Weg nenne ich 10 Punkte

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1. Mehr Staat wagen. Der Staat muss Grundlagen einer Solidargemeinschaft gewährleisten, für Sicherheit sorgen und gleiche Lebensverhältnisse garantieren. Er muss über entsprechende Ressourcen verfügen. Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten.


2. Sparen allein ist kein Gütemerkmal eines Haushalts - insbesondere, wenn man einen gigantischen Investitionsstau vorfindet.


3. Investitionen in die Bildung sind ein Schlüssel für Innovation. 30 Milliarden zusätzlich sind notwendig, um auf OECD Standard zu kommen.


4. Der gigantische Investitionsstau - z.B. bei der Verkehrsinfrastruktur (Brücken, Straßen, Schiene, Kanäle) sind Schulden, die wir kommenden Generationen zuschieben.


5. Vererbt werden nicht nur Reichtum (jährlich 400 Milliarden), sondern auch Armut. Dies und der immer größer werdende Abstand zwischen Gutverdienern und Einkommensschwachen verlangt nach neuen Stellschrauben.


6. Die Mehrklassenmedizin muss ein Ende finden. Da ein radikaler Komplettwechsel kaum durchsetzbar ist, müssen Einstiegskorridore in ein neues System, z.B. die Bürgerversicherung gefunden werden.


7. Eine Erneuerung von Europa ist dringend geboten, wenn das Jahrhundertprojekt nicht vor die Wand gefahren werden soll. Initiativen für ein soziales und demokratisches Europa müssen auch von Deutschland ausgehen.


8. Langfristig muss ein grundsätzlicher Umbau des Sozialvericherungs- und Steuersystems auf die politische Agenda, wobei auch radikale Ideen, wie z.B. die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht von vorne herein als Spinnerei abgetan werden sollten.


9. Die Ächtung von Atombomben und Verzicht auf Waffenexporte, den eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet, darf nicht nur anzustrebendes Ziel sein, sondern muss in einer konsequenten Friedensperspektive konkret verankert werden.


10. Das Wachstumsdogma kommt an seine Grenzen. Die Auswirkungen der digitalen Revolution werden kaum ernst genommen. Auf beide Mega-Herausforderungen braucht es grundsätzlich neue Antworten, die über eine reine Verlängerung bisheriger Politikkonzepte weit hinausgehen. Eine Politik und Lebensweise der Suffizienz, eine konsequent sozial-ökologische Perspektive, Grundsatzdiskussion über Bedeutung und Verteilung von Arbeit, oder über ein neues Ausbalancieren von persönlicher Freiheit und Gemeinwohl sind m.E. wertvolle Ansatzpunkte.

 

Soweit der Beitrag von Christoph Bayer. Er hat mir persönlich in fast allen Punkten aus der Seele geschrieben!

 

 

02.01.2018                                                            Übergänge:

 

Heute nehmen in Hartheim und in Ihringen die im vergangenen Herbst neu gewählten Bürgermeister ihre Arbeit auf. Für beide Gemeinden ist dies ein Übergang in eine neue Zeit. Sowohl Hartheim als auch Ihringen bekommen Bürgermeister, die Verwaltung von der Pieke auf gelernt haben. Beiden gemeinsam ist ihr noch relativ junges Alter.

 

In Hartheim verläßt Kathrin Schönberger nach acht Jahren das Rathaus. Sie wurde mit nur 11% der Stimmen nicht mehr wieder gewählt. Die fachliche Bilanz ihrer Amtszeit kann sich durchaus sehen lassen. Der Haushalt der Gemeinde ist in Ordnung. Alle notwendigen Aufgaben wurden erledigt oder sind in der Umsetzung.

 

Dies gelang ihr trotz fehlender Unterstützung oder gar  Mobbing durch Teile des Gemeinderates. Die Gründe für die Niederlage von Kathrin Schönberger sind wohl im zwischen-menschlichen Bereich zu suchen. Es passte einfach an zu vielen Stellen nicht mehr. Da ist es wohl auch für beide Seiten besser, man trennt sich.

 

Das Amt in Hartheim wird heute auf Stefan Ostermaier übergehen. Ostermaier ist 31 Jahre alt und bereits Bürger der Gemeinde Hartheim. Er wohnt mit seiner Familie im Ortsteil Feldkirch. Seine Frau ist gebürtige Hartheimerin. Beide erwarten ihr zweites Kind. Stefan Ostermaier spielte noch bis zuletzt im Sportverein des Ortsteiles Bremgarten aktiv Fußball. Auch wenn er selbst kein gebürtiger Hartheimer ist, so ist er in der Gemeinde doch bereits gut integriert.

 

Stefan Ostermaier ist studierter Verwaltungsfachmann. Nach anderen Stationen war er zuletzt bei der Gemeinde Bollschweil im Hexental als Hauptamts- und Rechnungsamts-Leiter tätig. Auch wenn die Gemeinde Bollschweil mit der gut doppelt so großen 3-Dörfer-Gemeinde Hartheim nicht zu vergleichen ist: Stefan Ostermaier wird sich der Aufgabe gewachsen zeigen.

 

Von hier aus alles Gute im neuen Amt! Auch Frau Schönberger wünsche ich alles Gute für ihre Zukunft!

 

In der Gemeinde Ihringen übernimmt heute ebenfalls ein neuer Bürgermeister die Amtskette. Das kommt in Ihringen selten vor. Arthur Köbele, der Vor-Vorgänger des neuen Ihringer Bürgermeisters war 32 Jahre lang im Amt. Dessen Nachfolger Martin Obert war 24 Jahre lang Bürgermeister der Kaiserstuhl-Gemeinde. Beide ehemaligen Bürgermeister übten ihr Amt bis zur Pension aus.

 

Wenn der neue Bürgermeister Benedikt Eckerle ebenfalls bis zur Pensionsgrenze Bürgermeister in Ihringen bleiben will, dann hat er noch 40 Dienstjahre an der Ihringer Bachenstraße vor sich! Fünf Amtsperioden! Fast ein ganzes Arbeitsleben. Denn Benedikt Eckerle ist erst 25 Jahre alt! Ich kenne keinen Bürgermeister weit und breit, der in derart jungen Jahren in so ein wichtiges  Amt gewählt worden wäre!

 

Nach dem Eindruck, den ich von ihm im Wahlkampf gewonnen habe, wird der gebürtige Münstertäler seine Aufgabe ebenfalls gut meistern. Ich habe selten einen jungen Mann in dem Alter getroffen, der einen so ernsthaften, bodenständigen "erwachsenen" Eindruck bei mir hinterlassen hat. Dass er mit Elan an die Arbeit geht, erweist sich allein dadurch, dass er bereits heute morgen noch vor dem offiziellen Amtsantritt auf der Gemeinde-Homepage mit Foto und Grußwort als Bürgermeister in Erscheinung tritt!

 

Auch Benedikt Eckerle ist studierter Verwaltungsfachmann. Seine praktische Berufserfahrung bei der Stadt Freiburg scheint nur gering. Eckerle suchte nicht den "normalen" Weg zum Bürgermeister über eine Hauptamtsleiter-Stelle bei einer Gemeinde oder als Sachbearbeiter beim Landratsamt. Er ging nach Abschluss des Studiums und nach einer einjährigen Weltreise gleich in die Vollen und hatte Erfolg damit. Wenn er als Bürgermeister weiterhin so zielstrebig vorgeht, dann wird er die Gemeinde Ihringen gut voran bringen.

 

Ich wünsche auch Benedikt Eckerle viel Erfolg im neuen Amt!

 

 

 

01.01.2018                                                        Deutschland ist Weltklasse!?!?

 

Am Morgen des Neujahrstages 2018 jubeln die Medien: Deutschland ist Klasse! In der Sylvester-Nacht wurden nur wenige sexuelle Übergriffe verzeichnet. In der ganzen Welt kein einziger nennenswerter Terror-Anschlag! Das sind heutzutage bereits  Erfolgs-Meldungen, die zu ungeheurer Euphorie Anlass zu geben scheinen!

 

Gleichzeitig meldet die Wirtschaft einen Rekord nach dem anderen:Das Wachstum wird gewaltig zulegen, die Arbeitslosigkeit wird noch weiter sinken. Die Deutschen geraten in Kauflaune! Die Politik jubelt im Gleichklang: Die Steuern sprudeln! Die öffentlichen Kassen quellen schier über! Sogar der Anstieg der Inflationsrate wird als Erfolg gefeiert! Wenn wir erst mal wieder eine stabile Regierung haben, dann geht die Post erst richtig ab!

 

Ich frage mich ständig: Warum jubeln die denn? Wäre es nicht normal, wenn es gar keine sexuellen Übergriffe, keine Morde an kleinen Kindern, keine Attentate gäbe? Müßte man nicht jedes einzelne derartige Geschehnis als Katastrophe, als Anlaß für Wut und Trauer und für die Menschheit als Blamage ansehen? Und gibt es angesichts der täglichen Meldungen über getötete und mißbrauchte Menschen in Nahost, in Afrika oder in Afghanistan überhaupt ein Recht, über die relative Ruhe bei uns zu jubeln? 

 

Ist es denn wirklich ein Segen, wenn ausgerechnet die deutsche Wirtschaft derartig heiß läuft? Wozu brauchen wir denn immer noch mehr? Haben die meisten von uns denn nicht schon mehr als genug? Sollen wir denn noch mehr wegwerfen, uns noch mehr zumüllen, noch öfter noch weiter reisen, noch sinnloser Geld ausgeben?

 

Dabei sollte mal geklärt werden, was eigentlich wachsen soll? Nur Handel und Konsum oder auch sinnvolle Investitionen, etwa in den Umweltschutz oder in die Absicherung von Alter und Krankheit? Oder ist in das prognostizierte Wachstum auch die Zunahme von Prostitution, Pornoindustrie, Drogenhandel, Waffenproduktion, Spielkasinos mit eingerechnet? Oder die Umsätze für die  durch unser System verursachten Zivilisationskrankheiten und Umweltschäden? Ist auch diese Art von Wachstum in der Rechnung mit enthalten, dann ist die Qualitätssteigerung durch Wachstum von vornherein sehr begrenzt!

 

Wohin soll unsere Mehr-Produktion denn verkauft werden? Die Märkte im Inland sind gesättigt. Hier ist nur mit sehr spektakulären Neuheiten noch Geld zu verdienen. Also sollen wir das noch Brauchbare wegwerfen und neues Zeug des moderneren Designs wegen kaufen. Dies erhöht allenfalls die Abfallberge. Echten Mehrbedarf gibt es im Inland nach meiner Wahrnehmung nicht.

 

Der Großteil  der zusätzlichen Produktion muss ins Ausland verkauft werden. Dort werden durch hochsubventionierte deutsche Waren die einheimischen Märkte zerstört. Zuerst wird die Dritte Welt ausgebeutet und dumm gehalten. Danach wird ihre Kultur zerstört und ihre Märkte mit unseren Exporten überflutet. Die pro forma gezahlte Entwicklungshilfe ist in meinen Augen nur eine besondere und verdeckte Form der Subventionierung unserer Wirtschaft.

 

Unsere Wirtschaft jammert: Sie könnten noch viel mehr produzieren und verkaufen, wenn nur die Fachkräfte da wären. Doch statt unser eigenes Inlands-Potential durch Investitionen in Bildung und Ausbildung zu steigern, schreit die Wirtschaft nach einem Einwanderungsgesetz. Flüchtlinge und Asylanten sollen dabei draußen bleiben. Man will gezielt die wenigen Fachkräfte aus den sowieso schon rückständigen Weltregionen abwerben.

 

Wie soll die Dritte Welt entwickelt werden, wenn Ärzte, Ingeneure und Wissenschaftler nach Deutschland abwandern? Wer wundert sich, dass hunderte Millionen an Wirtschaftsflüchtlingen zu uns unterwegs sind? Wie sollen die zuhause denn leben, wenn ihre Eliten das Land verlassen? Was bleibt ihnen denn übrig als ebenfalls dort hin zu gehen, wo sie überhaupt nur eine Überlebenschance haben?

 

Hier werden nur Spezialisten gebraucht. Einfache Arbeit wird zunehmend überflüssig. Roboter und Computer werden 40% der derzeitigen Arbeitsplätze vernichten. Sicher wird es auf anderen Feldern neue Arbeit geben. Doch ganz bestimmt nicht für alle! Einige werden sich künftig weiter dumm und dämlich verdienen. Die meisten werden sich jedoch für ein paar Almosen von der Arbeitsagentur noch artig bedanken müssen.

 

Das betrifft unterprivilegierte Einheimische und unausgebildete Zuwanderer in gleichem Maße. Sie treten zueinander in Konkurrenz. Ein wachsender fruchtbarer Nährboden für Kräfte wie AfD, NPD & Co. Ich sehe die Gefahr von Instabilität, Unruhen oder gar Revolutionen auch in unserem Land. Die G-20-Chaoten in Hamburg oder die Pegida-Marschierer in Ostdeutschland sind erst der Anfang. Unsere Ordnung wankt bereits. Hoffen wir inständig darauf, dass sie wenigstens in ihren Grundzügen aufrecht erhalten werden kann!

 

Heute bejubeln wir den Boom unserer Wirtschaft. Wir freuen uns über die Aussicht auf noch mehr Möglichkeiten, auf noch mehr Luxus und hoffen auf noch mehr Geld. Dabei sind wir schon lange eifrig dabei, unser eigenes Grab zu schaufeln. In einer begrenzten Welt kann es grenzenloses Wachstum nämlich nicht geben.

 

Diese unumstößliche Wahrheit wird uns früher oder später krachend auf die Füße fallen.