In eigener Sache: Themen-Wechsel?
26.01.2026

Zuletzt wird mir aus der Leserschaft verstärkt signalisiert dass meine Inhalte zu Politik-lastig seien. Sowohl kommunalpolitische Themen als auch die Themen der überregionalen und der globalen Politik würden zuviel Raum in meinen Berichten einnehmen. Zunehmend mehr Leserinnen und Leser beschäftigen sich offenbar lieber mit sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Vorgängen unserer Zeit. 

Das trifft sich mir meiner eigenen Befindlichkeit. Die Beschäftigung mit der Politik entwickelt sich für mich zunehmend unerfreulicher. Das gilt auch für die Kommunalpolitik. Was ich rund um die Bürgermeisterwahl in Staufen mitbekommen habe hätte ich vorher nie für möglich gehalten. 

Das Theater dort ist ja noch nicht zu Ende. Jetzt müssen die Gerichte entscheiden die Wahl ob gültig ist oder ob sie wiederholt werden muss. Die in der Klage vorgetragenen Gründe sind aus meiner Sicht zwar an den Haaren herbeigezogen. So hat es auch das Landratsamt gesehen. Doch vor Gericht und auf hoher See ist man bekanntlich allein in Gottes Hand! In meinen Augen ist der Vorgang ein Schmieren-Theater ohnegleichen! 

Wenn ich dazu die Entwicklung in der Markgräfler-Gemeinde Eschbach sehe dann werde ich regelrecht wütend: Da wird der Altbürgermeister und jetzige AFD-Aktivist Harald Kraus zum Ehrenbürger ernannt! Wer das Verhalten von Kraus nach der Wahl-Niederlage seines Wunsch-Nachfolgers Markus Riesterer erlebt hat kann sich hier nur wundern. Bereits wenige Tage nach der Amtsübergabe soll er seinem Nachfolger Mario Schlafke öffentlich prophezeit haben dass dieser keine Amtsperiode durchstehen wird. Kraus hat Schlafke nach meiner Wahrnehmung Steine in den Weg gelegt wo er nur konnte. Danach ist Kraus nach Jahrzehnten aus der CDU aus- und in die AfD eingetreten. Dort engagierte er sich bei dem versuch, die AfD in der Kommunalpolitik zu etablieren.

Die heutige Bürgermeisterin Sarah Michaelis und ihr "Hof-Berichterstatter" Volker Münch von der BZ ließen in der Folgezeit kein gutes Haar an Mario Schlafke. Die Behauptungen über Versäumnisse in dessen Amtsführung hat dieser nach den mir vorliegenden Unterlagen jedoch längst widerlegt. 

Wenn ich den aktuellen Haushalt der Gemeinde Eschbach lese dann ist die finanzielle Lage der Gemeinde Eschbach unter Michaelis um keinen Deut besser geworden. Ihr treuer Förderer Volker Münch sollte aus meiner Sicht weniger euphorisch über Michaelis Lobeshymnen über den AfD-Mann Harald Kraus schreiben. Ich würde gerne mal lesen dass diese sich endlich bei ihrem Vorgänger Mario Schlafke für die jahrelangen substanzlosen Diffamierungen aus dem Rathaus Eschbach entschuldigt hätte!

Das sind zwei Beispiele die mir die Freude an der kommunalen Berichterstattung derzeit verderben. Wenn ich dazu die große Politik mit Merz, Söder oder gar mit Donald Trump, Vladimir Putin, Netanjahu oder Erdogan betrachte dann vergeht mir der Spaß endgültig. Solche Typen sind eifrig dabei die Welt vollständig aus den Angeln zu heben. Wie mit solchen Charakteren die von ihnen und ihresgleichen verursachten sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Probleme in allen Bereichen bewältigt werden sollen ist mir schleierhaft.

Ich sehe immer mehr dass wir "normalen Menschen" immer weniger Einfluss auf den "Lauf der Welt" haben. Wir können uns eine Meinung bilden. Doch die interessiert letzten Endes groß niemanden. Wir können schimpfen und im Netz toben: Die Klüngel und Cliquen treiben ihr Spiel trotzdem weiter. Sie wollen Umsatz machen und Gewinne sehen. Was sie dadurch anrichten interessiert sie nicht. Sie treiben die Welt auf die ganz große Katastrophe zu! 

Bei solchen Gedanken sehe ich immer wieder meinen Großvater Franz Rees vor mir. Im Kaiserreich als jüngstes von elf überlebenden Kindern auf einem Bauernhof geboren. Er hat zwei Weltkriege miterlebt, Als Soldat wurde er in Russland verwundet und er war Kriegsgefangener in den USA. Zwei Hyper-Inflationen haben ihm zweimal sein mühsam Erspartes vernichtet. 

Nach der Heimkehr machte er sich unverdrossen daran sein Leben und das seiner drei Kinder neu aufzubauen. Das hitzige Wirtschaftswunder kam auch ihm zugute. Doch er blieb stets misstrauisch! Sein Spruch war: "Bue, des ka uff kei Fall ebig so witer goh!" (Das kann auf keinen Fall ewig so weiter gehen!)!. Sein Bestreben war bis zuletzt auf dem Boden zu bleiben und sich in allen Dingen den Weg zurück offen zu halten. Er wollte so weit als möglich in so vielen Bereichen wie möglich autark bleiben und sich selbst behelfen können.

An diesem Punkt sehe ich mich heute ebenfalls. Wenn ich vor Wochen gehört und gelesen habe was der Stromausfall in Berlin bewirkt hat oder was die russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur auslösen dann komme ich zunehmend ins Grübeln. Was würde ich tun wenn ich so betroffen wäre? Was wäre wenn bei uns über längere Zeit zum Beispiel der Strom ausfallen würde? Keine Bank, kein Discounter, kein Arzt könnte wie gewohnt funktionieren. Krankenhäuser und Polizei könnten nur eingeschränkt arbeiten. 

Wäre ich jünger müsste ich mir um meinen Arbeitsplatz Sorgen machen. Täglich lesen wir Meldungen über Arbeitsplatz-Abbau, die so viel gepriesene KI wird diese Entwicklung extrem verstärken. Was würde ich tun wenn meine Einkommens-Quellen wegbrächen? Wie sieht meine Altersversorgung aus? Was ist wenn Recht und Gesetz keine Geltung mehr hätten und die öffentliche Ordnung außer Kontrolle geriete?

Ich komme zu dem Schluss dass ich mir die Denkweise meines Großvaters noch stärker zu eigen machen sollte! Zwar modifiziert auf die heutigen Verhältnisse. Doch von der Richtung her war seine Haltung absolut übertragbar auch auf die heutige Zeit. Er war ein Weiser im besten Sinne!

Diese Denkweise wird sich auch in meiner Öffentlichkeitsarbeit niederschlagen. Die Politik auf allen Ebenen wird dabei nach wie vor bearbeitet werden. Doch eher als Beschreibung und Information. Weniger bewertend. Mein Fokus wird darauf gelegt sein wie ich persönlich mit der von mir voraus gesehenen Entwicklung umgehen kann.

Warum so angestrengt positiv? 

18.01.2026

Wer sich derzeit Sportsendungen mit deutschen Teilnehmern anschaut kann sich über die Form der Berichterstattung nur wundern:  Die jeweiligen Moderatoren sind offenbar angehalten die Leistungen deutscher Sportler in einem möglichst positiven Licht darzustellen. Nach meiner Wahrnehmung sollen so die überwiegend schlechten Nachrichten aus aller Welt und auch aus unserem Land übertüncht werden. 

Gestern habe ich mir zwei Sport-Ereignisse im TV angeschaut: Am Nachmittag kam zuerst Biathlon. Diese einzige Wintersportart die mich wirklich interessiert. Die Kombination aus Schießen und Laufen fasziniert mich. Die Protagonisten werden sowohl athletisch als auch mental gefordert. Deutschland war in dieser Disziplin in den vergangenen Jahren immer sehr gut positioniert. Ich erinnere an die Namen Dahlmeier, Neuner, Arndt, Doll, Rees und viele andere. Auf dem Weg zu einem Titel mussten immer auch die deutschen Biathleten erst mal überholt werden.

Doch in diesem Jahr haben wir keine Spitzenleute in diesem Bereich. Unsere Leute sind zum Teil noch sehr jung, ihre Zeit könnte später noch kommen. Franziska Preuß hat krankheitsbedingten Trainingsrückstand, für Hettich-Walz und Voigt reicht es nicht bis ganz nach vorne. Genau so ist es bei den Herren. Die einen sind noch nicht so weit. Die Älteren sind bestenfalls guter Durchschnitt.

Diese Situation ist aus meiner Sicht nicht sonderlich tragisch. Zwar wäre es mir auch lieber eine oder einer aus unserem Team wäre ganz vorne dabei. Gerade jetzt wo Olympia vor der Tür steht. Doch wenn andere eben besser sind dann ist das halt  so. Das ist für mich kein Weltuntergang.

Doch die Moderatoren haben offenbar den Auftrag für möglichst hohes Zuschauer-Interesse und dadurch für eine hohe Einschalt-Quote zu sorgen. Darum wird vor dem Start lang und breit über mögliche deutsche Spitzenplätze spekuliert. Wenn es dann doch nicht geklappt hat findet man tausend Gründe warum unsere Leute hinterher gehechelt sind oder warum sie zentimeterweit daneben geschossen haben. Selbst zehnte Plätze werden dann noch als Riesen-Erfolge und als Zeichen für den kollektiven Aufwärtstrend herausgestellt. 

Warum nicht mal zugeben dass andere eben besser sind und dass auch ein Mittelplatz in einem Weltklassefeld bereits eine Riesen-Leistung ist?

Doch der Gipfel der medialen Überheblichkeit war dann am Abend das Spiel der deutschen Handball-National-Mannschaft gegen Serbien. Für die beiden Moderatoren scheint festzustehen dass unser Team das mit Abstand beste und der Gewinn der Europameisterschaft nur Formsache ist. Wir haben angeblich den besten Torwart, die beste Abwehr und den besten Trainer sowieso. Wenn unsere Spieler nur noch ein klein wenig präziser werfen und etwas besser treffen dann sind sie nahezu unbesiegbar!

So tönen die Moderatoren und täuschen eine Euphorie vor die mit der Realität nichts zu tun hat. Während die beiden am Mikrofon noch vom Halbfinale oder gar vom Titel laberten schossen die Serben Tore und zeigten unserem vermeintlichen Star-Ensemble gnadenlos die Grenzen auf. Doch statt endlich mal auf den Boden zu kommen faselten die beiden weiter darüber wie hoch morgen Abend der Sieg gegen Spanien ausfallen muss um doch noch Europameister zu werden!

Darin sehe ich einen der Gründe über die zunehmende Unzufriedenheit im Land: Sowohl im Sport als auch in der Politik wird zu viel Unzulänglichkeit zu offensichtlich vertuscht! Wir sind eben nicht (mehr?) die Besten, die Schönsten, die Klügsten oder die Tüchtigsten. Weder in der Wirtschaft noch im Sport. Am deutschen Wesen kann die Welt derzeit nicht genesen! Das sollten wir endlich zur Kenntnis nehmen und uns anstrengen. Die anderen schlafen auch nicht. 

Die verbreitete Schaumschlägerei bewirkt dass weder den Politikern noch den Medien noch geglaubt wird. Die Menschen sehen und erleben am eigenen Leib wie es wirklich ist. Dass die übertrieben positiven Bilder und Meldungen mit der Realität nicht übereinstimmen. Doch Politik und Medien hauen immer weiter auf den Putz. Die einen weil sie (wieder-)gewählt werden wollen. Die andern weil die Übertragungsrechte so teuer waren. Die Einschalt-Quoten müssen pusht werden. Eine Katastrophe für die Sender wenn das deutsche Handballteam morgen Abend aus dem Turnier ausscheiden müsste!

Und wir sitzen vor den Bildschirmen, reiben uns die Augen und müssen feststellen dass wir vergackeiert werden sollen! 

Warum sollte der Selbstversorger-Gedanke lächerlich sein?

15.01.2026

Wenn ich hin und wieder einen Beitrag über meine Kleinst-Landwirtschaft veröffentliche ernte ich hier im Netz oft ziemlich viel Spott. Offenbar gilt heutzutage die Bewirtschaftung eines Gemüsegartens oder die Haltung von Kleintieren als rückständige Traumtänzerei. Ein Sinn wird darin von meinen LeserInnen meistens nicht gesehen. Beim Discounter könne man sich viel billiger und bequemer versorgen!

Wollte ich kaufmännisch rechnen dann wäre mein Tun tatsächlich unrentabel. Wer der Meinung ist dass sich alles im Leben "rechnen muss" wird sich gar nicht erst mit Gartenarbeit und Stall-Ausmisten befassen. Zumal der moderne Mensch heute ohne Bezug dazu aufgewachsen ist. Andere Hobbys erscheinen da deutlich zeitgemäßer und attraktiver. Obwohl die meisten angesagten Hobbys mehr kosten und ebenfalls nichts einbringen.

Ich sehe das jedoch anders: Zum einen bin ich in der Landwirtschaft aufgewachsen. Schon als Kleinkind versorgte ich Hasen und Hühner. Meine Mutter betrieb einen großen Gemüsegarten. Unsere  Eltern versorgten ihre Großfamilie mit sieben Kindern in den 1950/-/1960-iger Jahren nahezu zu 100% aus Garten, Feld und Stall. 

Dazu kommt dass die dazu notwendigen Voraussetzungen vorhanden sind: Eigene Nutz- und Stallflächen, Maschinen, Geräte und die notwendigen Grundkenntnisse. Vor allem habe ich als Rentner Zeit und Lust mich so zu beschäftigen. Vor allem habe ich eine Ehefrau die aus einer Gastwirts-Dynastie stammt. Sie kocht gerne und gut und sie kann mit den Sachen die ich aus Stall und Garten anschleppe auch etwas anfangen. 

Unser Mittagessen gestern bestand aus Spiegeleiern, Kartoffeln, Rosenkohl und Feldsalat. Alles aus eigener Produktion. Ausgegeben haben wir dafür nur ein paar Cent für Salz und Öl. Auch die Zwiebeln im Salat waren selbst erzeugt. Zum Nachtisch eine Schale mit Himbeeren. Ebenfalls aus unserem Garten. Ich will nicht behaupten dass unser Speiseplan jeden Tag nur aus selbst erzeugten Zutaten besteht. Aber sehr oft eben schon.

In der Gefriertruhe liegen noch viele Beutel mit Erbsen, Bohnen und Beeren. Im Keller lagern Kartoffeln, Zwiebeln, Äpfel und Nüsse. Draußen im Garten stehen noch Rosenkohl, Topinambur und Feld-Salat. Unsere vier Hühner versorgen unsere gesamte Hausgemeinschaft (zusammen acht Personen) mit Eiern. Wenn mir das Schlachten nicht so schwer fiele würde ich mehr Kaninchen, Hähnchen und zwei Ziegen halten.

Die Produktionskosten sind überschaubar: Hühner und Hasen fressen so gut wie alle Küchen-Abfälle aus den fünf Haushalten. Was sie übrig lassen wird kompostiert. Zusammen mit dem Tier-Mist und anderem organischen Material ergibt das so viel Kompost dass ich auch keinen Dünger zukaufen muss.  

Von mehreren Seiten bekommen wir alt gewordenes Brot das ich ebenfalls verfüttere. Die meiste Zeit des Jahres picken die frei laufenden Hühner frisches Gras. Zusätzlich biete ich zwar Vollwert-Futter aus dem Handel und Futter-Getreide an. Doch davon fressen meine Tiere ganz wenig. Das was sie sonst bekommen reicht ihnen aus um pro Tier im Jahr über 200 Eier zu produzieren. 

Meinen Hühner-Nachwuchs erzeuge ich mit einem elektrischen Brutapparat ebenfalls selbst. Den Strom für unseren gesamten Haushalt inklusive Elektroherd und Kühltruhe stammt ebenfalls aus eigener Produktion. Auf meinem Dach liegt eine Photovoltaik-Anlage mit 24 KW und im Keller stehen zwei Stromspeicher mit zusammen 14 KW. Selbst an kurzen Wintertagen muss ich ganz selten Strom vom Netz beziehen. Ich speise ein Mehrfaches meines eigenen Bezuges in das Netz ein. 

Mir ist bewusst dass das nicht alles kostenlos ist: Die Anlagen müssen beschafft, unterhalten und abgeschrieben werden. Sie sind Teil eines umfassenden Selbstversorger-Konzeptes bei dem die Lebensmittel-Produktion nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Begriff "Selbstversorgung" hat für mich eine weit größere Dimension.

Dennoch sehe ich darin für mich einen zukunftsweisenden Sinn. Es "rechnet" sich zwar nicht. Wenn ich auch nur den Mindestlohn für meine Arbeit ansetzen müsste wäre mein Tun hierbei ein Verlustgeschäft. Eine vollständige kaufmännische Kosten-Nutzen-Rechnung mache ich daher lieber gar nicht erst auf. Meinen Zeitaufwand ist in meiner Rechnung oben jedenfalls nicht enthalten.

Zum einen verschafft mir mein Tun in Haus, Stall und Garten Freude und Befriedigung. Ich mache das gern. Was würde ich sonst mit meiner Zeit anfangen? Ein Ehrenamt übe ich bereits aus. Im Schachclub spiele ich auch mit. Für Fußball bin ich inzwischen zu alt. 

Sicher hätte ich ein anderes Hobby das mich aber auch Geld kosten würde. Im schlimmeren Fall würde ich öfters am Stammtisch sitzen. Von daher kann es durchaus sein dass ich bei dieser Tätigkeit sogar Geld spare. Ganz abgesehen von dem reinen Wert der selbst erzeugten Lebensmittel.

Das ist meine Antwort wenn ich nach dem Sinn meines Tuns gefragt werde. Das ist aber nicht die ganze Antwort. Ich gehe nämlich davon aus dass sich die Zeiten gerade wenden. Vielleicht betrifft es mich nicht mehr. Doch der Tag wird kommen an dem sich so mancher glücklich schätzen wird wenn er einen Garten hat in dem er einen Teil seiner Lebensmittel selbst erzeugen kann. Und vielleicht jemanden kennt der noch weiß wie das geht!

Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund Leute wie mich als Hinterwälder zu bezeichnen und über sie zu spotten. Vielleicht sind wir der Zukunft nur weit voraus. Die Letzten werden nach einer Wende die Ersten sein. Wer sich heute an der Spitze wähnt könnte sich dann am Ende der Kolonne wieder finden. 

Die Letzten beißen bekanntlich die Hunde!

Hühner und Kaninchen kommen mit der Kälte gut klar:

07.01.2026

Heute nacht herrschten bei uns 7 Grad minus. Diese Temperaturen sehe ich für diese Jahreszeit als normal an. In früheren Zeiten war es um diese Zeit oft noch deutlich kälter. Früher waren die Häuser und Wohnungen auch noch nicht so gut isoliert. Ich kann mich an ständig zugefrorene Wasserleitungen und Brunnen erinnern. Das kennen wir heute in der Form nicht mehr.

Dennoch war ich die letzten Nächte ziemlich unruhig :Im letzten Jahr kaufte ich für meine vier Hühner einen versetzbaren Outdoor-Hühnerstall. Den kann ich immer dahin verschieben wo hohes Gras wächst. Die Tiere haben dann frisches Grün und ich muss nicht so oft mähen. Außerdem spare ich den Platz im Haus. Der Stall ist auch gut sauber zu halten. Laut Angebot ist er sowohl gegen Hitze als auch gegen Kälte ausreichend isoliert.

Doch als die ersten Minus-Grade angekündigt waren wurde mir doch etwas mulmig. Papier ist geduldig und in einen Prospekt kann man viel über Isolierung hinein schreiben. Vorsichtshalber richtete ich in meinem Schuppen einen Reservestall her. Wenn die Tiere leiden würden könnte ich sie umsiedeln. 

Als die Temperatur letzte Nacht auf Minus 8 Grad absank bin ich aufgestanden und habe nachgeschaut. Doch das war völlig unnötig. Die vier normalerweise ziemlich streitsüchtigen und futterneidischen Hühner lagen eng aneinander geschmiegt in ihrer Behausung. Aus dem Gehäuse drang mir eine zwar stinkende aber doch irgendwie wohlige Wärme entgegen. 

Die Hühner schienen ob der Störung äußerst ungehalten zu sein. Beruhigt machte ich die Klappe wieder zu und ging zurück ins Bett. Heute morgen höre ich sie bereits gackern und flattern. Meine Sorge war also völlig unnötig.  Die Hühner kommen mit der Kälte offenbar besser zurecht als wir Menschen.

Das einzige was mir auffällt ist, dass sie viel mehr fressen als sonst. Das liegt wohl zum einen daran, dass sie auf der Wiese derzeit nichts mehr zum Picken finden. Zum andern auch, dass durch die Kälte ihr Stoffwechsel und ihr Kreislauf auf Hochtouren läuft. Doch das ist wohl in Ordnung so.

Warum nicht auch mal einen Witz hier erzählen?

26.12.2025

Heute morgen ist meine Zeit knapp. Wir erwarten zum Mittagessen größeren Besuch und da muss auch ich mich in die Vorbereitungen einbringen. Doch ganz ohne Beitrag will ich den Tag nicht beginnen. Da habe ich mir überlegt ob ich den Witz hier einbringen darf den ich gestern irgendwo gelesen habe? Warum eigentlich nicht? 

Der Witz geht so:

Ein Klassentreffen ist geplant. Die ehemaligen Klassenkameradinnen feiern in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag und da sollte man sich doch mal wieder treffen. Bei der Frage nach dem Treffpunkt war man sich bald einig: "Wir gehen in den Hirschen! Dort gibt es die besten Schnitzel weit und breit!" Also reservierten sie im Hirschen.

Das nächste Klassentreffen fand zum 60. Geburtstag statt. Wieder im Hirschen: "Dort sind die Portionen nicht so riesig wie anderswo! Das vertragen wir besser!" 

Auch zum 70-igsten traf man sich wieder im Hirschen: "Die machen ihr Lokal schon um 16.00 auf. Da kommen wir nicht so spät heim!"

Das Treffen zum 80-igsten (im inzwischen kleineren Kreis) ist natürlich wieder im Hirschen: "Der Hirschen ist barrierefrei. Der Eingang ist ebenerdig und das WC liegt nahe beim Gastraum. Da geht es mit dem Rollator viel einfacher!"

Auch zum 90.igsten wollten sich die verbliebenen KlassenkameradInnen noch einmal treffen. Die Frage nach dem Treffpunkt wurde erneut diskutiert. Zum Schluss kam der Vorschlag: "Gehen wir doch in den Hirschen. Dort waren wir noch nie!!" Alle waren mit dem Vorschlag einverstanden!

Etwas Zeit habe ich noch. Die will ich nutzen um Ihnen meinen Lieblings-Schauspieler vorzustellen: Horst Krause! An Heilig-Abend wurde im Fernsehen der Film "Krauses Fest" gezeigt. Zwar die X-te Wiederholung. Doch Filme mit Horst Krause und seinen beiden Schwestern könnte ich mir non-stopp reinziehen.

Die Figur Horst Krause ist für mich der Inbegriff eines Menschen der in allem das "richtige Maß" einhält. Äußerlich zwar eher ein Spießer und völlig aus der Zeit gefallen. Er fährt Motorrad mit Seitenwagen und er züchtet Pferde und Kaninchen. Als Polizist legt er die Vorschriften immer so aus dass es passt. Streng dort wo es sein muss. Großzügig wo ein armer Sünder sich nicht anders zu helfen wusste. Unter seinem strammen Beamten-Hemd schlägt ein weiches mitfühlendes Herz.

Horst Krause ist mit seinen ca. 50 Jahren unverheiratet und betreibt mit seinen beiden ebenfalls "alt-ledigen" Schwestern eine Dorf-Beize im herkömmlichen Stil. Die beiden Schwestern haben nur eine Sorge: Dass ihr Bruder doch noch eine Frau findet und sie allein in der Wirtschaft sitzen lässt. Sie wollen zu Dritt alt werden. Dafür umsorgen sie ihn und sie tun alles um eventuelle Rivalinnen von ihm fern zu halten. 

Er sorgt sich ebenfalls um sie und löst alle Probleme die sich in ihrem Zusammenleben auftun. Wenn nötig mit Nachdruck in strengem Ton! Es wird durchaus deutlich wer bei Krauses "die Hosen anhat"! Und die beiden wissen ab wann sie besser schweigen sollten!

In dem Film an Heilig-Abend zeigte es sich dass der große Pragmatiker Horst Krause auch innerliche Wunden und Schmerzen mit sich schleppt. Als junger Mann hatte er sich in eine junge Zirkus-Artistin verliebt. Der Zirkus ist weitergezogen und seine Angebetete zog ohne Abschied mit. 

Horst Krause hat sie Jahrzehnte nicht wieder gesehen. Seine Briefe kamen stets ungeöffnet zurück! Immer wenn Krause an dem dörflichen Festplatz vorbei kam erinnerte er sich an das Zirkuszelt das dort gestanden hatte und in dem seine Jugendliebe aufgetreten war. Er konnte sie niemals vergessen!

Als Horst Krause nach Berlin kam und sein Motorrad auftanken musste stand an der Kasse das Mädchen, das er seit Jahrzehnten im Herzen trägt! Zwar inzwischen ebenfalls im reiferen Alter .Aber beide spürten dass da immer noch was war! Krause war so vom Blitz getroffen dass er sich wortlos davon machte. Sie rief ihm mit leiser Stimme wehmütig nach: "Vielleicht sieht man sich ja mal wieder?" 

Der Fortgang blieb offen. Der Schauspieler Horst Krause ist vor wenigen Monaten verstorben. Für mich war er einer der besten Film-Figuren die je im deutschen TV zu sehen waren. Wenn sie noch so viele Wiederholungen mit Krause bringen: Ich möchte keine einzige verpassen!

So jetzt muss ich mich aber sputen! Hinter dem Kybfelsen wird es bereits hell. Meine Hühner beginnen zu gackern und das Kaninchen fängt an zu klopfen.. Alle fordern ihr Recht ein. Unser Holzofen ist auch kalt. Um 11.00 erwarten wir die ersten Gäste. Ein bisschen fühle ich mich wie Horst Krause!

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